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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Höhe der Beteiligung wichtiger Faktor bei der Stichwahl

Wangerland (26. 9. 2026) – An diesem Sonntag geht ein monatelanger Wahlkampf zu Ende. In der Stichwahl um das Bürgermeisteramt der Gemeinde Wangerland stehen sich Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) und Herausforderer Thies Fischer (CDU) gegenüber.

Wer wird Chef der Verwaltung?

Szlezak (52) möchte seine seit 2021 andauernde Tätigkeit im Rathaus fortsetzen. Für Fischer (25) wäre es die erste Amtszeit als hauptamtlicher Bürgermeister. Der künftige hauptamtliche Bürgermeister ist als Beamter auf Zeit ab dem 1. November für acht Jahr Chef der Verwaltung im Rathaus und zugleich erster Repräsentant der Gemeinde. Aber auch er hat nur eine Stimme im Gemeinderat, der für wichtige politische Weichenstellungen verantwortlich ist.

Der Ausgang der Wahl gilt als offen, auch wenn Fischer im ersten Wahlgang weit vorn lag. Szlezak hatte sich bereits vor fünf Jahre in der Stichwahl gegen seinen damaligen Kontrahenten Bernd Abrahams (Pro Wangerland) durchgesetzt.

Engagierter Wahlkampf

In der Schlussphase des von allen Bewerbern sehr engagiert geführten Wahlkampfes hatten die Grünen ihre Anhänger zur Wahl von Szlezak aufgefordert. Die FDP hingegen unterstützt Fischer. Die Wählergruppe Pro Wangerland, deren Kandidat Abrahams diesmal im ersten Wahlgang durchgefallen war, hat keine Wahlempfehlung abgegeben.

Ein wichtiger Faktor dürfte die Höhe der Wahlbeteiligung sein. Sie lag bei der Wahl am 13. September bei 66,8 Prozent. Vorteile dürfte der Kandidat haben, dem es in den beiden zurückliegenden Wochen gelungen ist, Wähler von Abrahams auf seine Seite zu ziehen und der gleichzeitig seine Stammwählerschaft dazu motivieren konnte, möglichst vollzählig an den Wahlurnen zu erscheinen.

Ergebnis gegen 19.30 Uhr

Im Wangerland sind am Wahltag sechs Wahllokale von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Hinzu kommen zwei Briefwahlbezirke. Die Auszählung der Stimmen beginnt um 18 Uhr. Bis 19.30 Uhr wird mit dem vorläufigen Endergebnis gerechnet. Das amtliche Wahlergebnis soll am kommenden Mittwoch, 30. September, um 18 Uhr vom Gemeindewahlausschuss im Rathaus verkündet werden. 

Nach Mastbruch Katamaran sicher nach Hooksiel gebracht

Hooksiel (26. 9. 2026) – Die Überführungsfahrt eines Seglerpaares von Skandinavien nach Portugal endete am Freitagabend nördlich von Wangerooge. Aus ungeklärter Ursache brach der Mast des Kajüt-Katamarans. Die Seenotretter der Station Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie Einsatzkräfte der Bundespolizei See kamen den Seglern zu Hilfe und schleppten das havarierte Boot in den Hafen von Hooksiel.

Am havarierten Katamaran (rechts) sind die „Johann Fidi“ sowie das Kontrollboot der „Bad Düben“ eingetroffen. Seenotretter und Polizisten kümmern sich gemeinsam um den gebrochenen Mast und das Segel. Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 17.30 Uhr empfing die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS auf dem international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Not- und -Anrufkanal 16 einen schwachen „Mayday“-Ruf – das Signal für unmittelbare Lebensgefahr. Der Funkspruch nannte weder den Namen eines Schiffes noch eine Position.

Manövrierunfähig in der Nordsee

Bald darauf meldete sich die Crew einer Segelyacht bei den Seenotrettern. Sie hatte das „Mayday“ in ihrer Nähe ebenfalls aufgefangen und machte einen havarierten Katamaran rund 16,5 Kilometer nördlich von Wangerooge aus. Das etwa zehn Meter lange Boot hatte Mastbruch erlitten und trieb manövrierunfähig mit zwei Menschen an Bord in der Nordsee.

Die Rettungsleitstelle See in Bremen alarmierte den in Hooksiel stationierten Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ , der sofort auslief. Dessen Tochterboot „Johann Fidi“ befand sich zu dem Zeitpunkt bereits zu einer Kontrollfahrt auf See und lief dem Seenotrettungskreuzer voraus. Auch das Einsatzschiff der Bundespolizei „Bad Düben“ hatte über Funk von der Notlage erfahren und steuerte die Unglücksstelle an.

Skipper seekrank

Gegen 18.15 Uhr trafen die Einsatzkräfte bei dem havarierten Katamaran ein. Dessen Skipper war durch das unkontrollierte Schaukeln des Bootes auf den Wellen seekrank geworden. Mit dem Kontrollboot der „Bad Düben“ wurde der Mann an Bord des Einsatzschiffes gebracht und dort zwischenzeitlich medizinisch versorgt. Die Seenotretter stiegen gemeinsam mit Bundespolizisten auf den havarierten Katamaran über und trennten schließlich den gebrochenen Mast mitsamt Segel und Takelung ab, um den Havaristen in Schlepp nehmen zu können.

Während die „Bad Düben“ mit ihrem Kran zunächst Mast und Segel sicherte, nahm der Seenotrettungskreuzer den Katamaran in Schlepp. Die Segelpartnerin des Skippers blieb an Bord, um während der Schleppreise das Ruder zu bedienen. Gegen 22.45 Uhr traf der Schleppverband sicher im Hafen von Hooksiel ein. Wenige Zeit später folgte auch die „Bad Düben“, so dass das Seglerpaar wieder vereint war. Eine weitere medizinische Versorgung war nicht mehr notwendig.

Konzertreihe im Herbst: Von zeitlosen Oldies bis rockigen Sound

Hooksiel/Horumersiel (25. 9. 2026) – Mit einem abwechslungsreichen Programm startet die Veranstaltungsreihe „Live hinterm Deich“ in die Herbstsaison. Vom 8. bis zum 27. Oktober finden jeden Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr Konzerte in Horumersiel und Hooksiel statt. Der Eintritt dazu ist frei.

Sechs verschiedene Bands

Die Konzertreihe hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungsprogramms der Wangerland Touristik GmbH (WTG) entwickelt und begeistert nicht nur im Sommer mit musikalischer Vielfalt. Insgesamt sechs verschiedene Acts stehen auf dem Programm der Herbst-Ausgabe. „Von traditionellen Shanties über zeitlose Oldies und rockige Sounds bis hin zu avantgardistsicher Popmusik ist für jeden Geschmack etwas dabei“, so die WTG. Woche für Woche sorgen unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler für stimmungsvolle Abende in besonderer Atmosphäre. 

Dienstags erklingen die Konzerte im Kursaal Horumersiel, donnerstags im Saal im Gästehaus Hooksiel statt. Bei gutem Wetter finden die Konzerte draußen unter freiem Himmel mit Lichterketten, Feuerschalen und heißen Getränken statt. Für gastronomische Betreuung ist gesorgt.

Abwechslungsreiches Programm

Diese Bands stehen bei „Live hinterm Deich“ auf der Bühne: Donnerstag, 8. Oktober: Die Ungesteckerten 3 (Pop und Rock von Bowie bis Queen); Dienstag, 13. Oktober; Syracrus (Oldies aus den 60ern und 70ern); Donnerstag, 15. Oktober: Honeybird (sweet, groovy, acoustic – Unplugged-Trio); Dienstag, 20. Oktober: Adenalin (Rock- und Pop-Musik); Donnerstag, 22. Oktober: Shantychor Likedeeler (Maritimes und Shanties) sowie am Dienstag, 27. Oktober: Hey Brother (Rock- und Pop-Musik).

Sichert legt Einspruch gegen Ergebnis der Landratswahl ein

Friesland (25. 9. 2026) – Der AfD-Kreisvorsitzende Martin Sichert (Zetel) hat wie angekündigt Widerspruch gegen dieLandratswahl im Landkreis Friesland eingelegt. Der Bundestagsabgeordnete hält die Wahl vom 13. September für nicht rechtmäßig, da er vom Kreiswahlausschuss nicht als Kandidat zugelassen worden war.

AfD-Politiker als Kandidat ausgeschlossen

Das Gremium hatte Zweifel ob Sichert (Foto) als einer der führenden Köpfe des vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuften AfD-Landesverbandes Niedersachsen die Gewähr dafür biete, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten. Das wiederum ist Voraussetzung für ein Beschäftigungsverhältnis als Landrat als „Beamter auf Zeit“.


„Man hat mich rechtswidrig vor der Landratswahl ausgeschlossen“, ist Sichert überzeugt. Bei seinem Einspruch gehe es ihm auch um den den „Schutz der Demokratie“. Es könne nicht angehen, dass „man einfach nach Gutdünken Kandidaten vor der Wahl ausschließen kann“. Sollte sein Einspruch abgewiesen werden, werde er durch alle gerichtlichen Instanzen gehen. Er rechne fest damit, dass er am Ende Recht bekomme. Sein Ziel sei es, dass „diese unwürdige Landratswahl in Friesland wiederholt werden muss“.

Ziel ist die Wiederholung der Wahl

Der Einspruch gegen die Landratswahl muss zunächst von der Wahlleitung im Landkreis Friesland geprüft werden. Eine Entscheidung über den Einspruch fällt der Kreistag. Gegen diese Wahlprüfungsentscheidung könnte dann Sichert vor dem Verwaltungsgericht klagen. Sollte er gewinnen, müsste die Landratswahl wohl wiederholt werden.

Bei der Wahl am 13. September hatte sich Rolf Neuhaus (parteilos) mit 57,5 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang gegen Sibylle Raquet (FDP) und Jan Ole Möller (Die Partei) durchgesetzt.

Ausbildung in Hooksiel: Wo Azubis nebenbei auf Wettfahrt gehen

Von Theo Kruse

Hooksiel (21. 9. 2026) – Unbesetzte Ausbildungsplätze? Bewerbermangel? Das gilt nicht für die Werft Hooksiel. Und das hat auch mit dem Azubi-Projekt zu tun, das die Firma im vergangenen Jahr gestartet hat. Die Auszubildenden des Betriebs restaurierten in ihrer Freizeit ein stark beschädigtes Segelboot, das bei der Ostseesturmflut im Oktober 2023 in Kiel-Schilksee zum Wrack geworden war. Inzwischen schwimmt die „Azubi X“ wieder und wird von den Lehrlingen des Unternehmens aktiv gesegelt.

Die Auszubildenden Max Hesse (links) und Giuliano van Freeden haben einen Ausbildungsplatz auf der Werft Hooksiel gefunden und können in ihrer Freizeit mit der Firmenjacht Segeltörns auf der Nordsee unternehmen. Foto: Theo Kruse

„Unsere Überlegung war, ein Projekt aufzulegen, an dem sich die jungen Auszubildenden ausprobieren können und verschiedene Techniken der Restaurierung und Reparatur lernen können“, sagt Bootsbaumeister Tanno Kruse. Die Regattajacht vom „Typ X 79“ wies große Löcher im Rumpf und am Heck auf, das Ruderblatt war gebrochen, der Kiel beschädigt.

Unterschiedliche Materialien

Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und Werkzeugen waren nötig, um das Boot zunächst wieder schwimmfähig zu machen. Als schließlich die umfangreiche Sanierung des GFK-Rumpfes abgeschlossen war, musste die glasfaserverstärkte Schale noch geschliffen und lackiert werden. 

Zum Ausbildungsbeginn im August fanden die neuen Azubis Giuliano van Freeden (18) und Max Hesse (17) das Boot jetzt regattafertig vor. „Wir haben die ersten Wettfahrten der Hooksail-Serie mitgemacht; das hat uns viel Spaß gemacht“, berichteten die jungen Azubis. Zwar habe das Angebot der Geschäftsführerin Bettina Kähler, in der Freizeit das Segeln zu lernen und eine schnelle Jacht zu segeln, ihre Berufswahl nicht allein beeinflusst; aber beide begrüßten diese Möglichkeit.

Arbeiten direkt am Wasser

„Die Arbeit hier macht Spaß, direkt am Wasser – und dann die Chance, mit dem Werftboot auf Tour zu gehen. Das ist super!“, sagt Max aus Jever und ist glücklich über seine Berufswahl. Mit Wasser und Booten hat Max zudem als aktives DLRG-Mitglied zu tun und will demnächst seinen Bootsführerschein machen.

Sein Kollege Giuliano ist auf Helgoland aufgewachsen und von daher mit dem Segeln bestens vertraut. „Die ,Azubi X´ ist wirklich ein schickes und schnelles Boot. Wir beide werden im nächsten Winter den Innenausbau realisieren“, sagt der Helgoländer. Die neuen Azubis hatten vor Beginn der Ausbildung ein Praktikum absolviert und dabei schon mal in den Werftbetrieb hinein geschnuppert. 

Kenntnisse für den Standort sichern

„Wir bilden unsere Fachkräfte selbst aus und nehmen gerne Bewerber/innen aus der Region, die wir später als versierte Fachkräfte behalten können“, sagt Betriebsleiter Tanno Kruse. Qualifizierte Werftarbeit entstehe durch Erfahrung, Ausbildung und langfristige Bindung von Fachkräften, ergänzt der Bootsbaumeister, selbst seit über 30 Jahren im Betrieb. Es sei Anliegen der Werft, die Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit verschiedenen Werkstoffen wie Holz, Metall und glasfaserverstärktem Kunststoff (GfK) für den Standort Hooksiel zu sichern und an die nächste Generation weiterzugeben. 

„Hooksiel-life“ stellt in loser Folge Auszubildende vor, die in Hooksiel eine Lehre machen. Bereits erschienen sind Berichte über einen angehenden Einzelhandelskaufmann, eine Medizinische Fachangestellte, einen Maler, zwei Veranstaltungskauffrauen, eine Zimmerin, eine Bäckerei-Fachverkäuferin, einen Handelsfachwirt, einen Koch, einen Landwirt, einen angehenden Fachangestellten für Bäderbetriebe , eine Pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA), einen Industriemechaniker, eine Bankkauffrau und eine Heilerziehungspflegerin.

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Auszeichnung für gute Leistungen und Engagement für andere

Wilhelmshaven/Friesland (24. 9. 2026) – Gute Leistungen verdienen Anerkennung. Besonders dann, wenn sie mit persönlichem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und dem Einsatz für andere verbunden sind. Genau diese Verbindung stand im Mittelpunkt der Verleihung des Hans-Bretschneider-Preises 2026 an den Berufsbildenden Schulen in Varel.

AWV-Präsident Tom Nietiedt überreicht den Hans-Bretshneider-Preis an Luca Fynn Jauernig. Foto: AWV

Mit der Auszeichnung würdigte der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. (AWV) erneut einen jungen Menschen aus der Jade Wirtschaftsregion, der durch seinen erfolgreichen Bildungsweg und sein gesellschaftliches Engagement überzeugt. „Alle Nominierten und Preisträgerinnen und Preisträger zeigen beispielhaft, was mit Engagement, Ausdauer und der richtigen Unterstützung erreicht werden kann“, so der AWV. „Ihre Leistungen sind ein starkes Signal für die Attraktivität der beruflichen Bildung und ein positives Beispiel für andere junge Menschen.“

Chemikant bei Vynova

Im feierlichen Rahmen an der BBS Varel wurde Luca Fynn Jauernig ausgezeichnet. Er habe seine Ausbildung zum Chemikanten bei der Vynova Wilhelmshaven GmbH (heute: Westlake Vinnolit GmbH & Co KG.) mit Bestnote abgeschlossen und dabei nicht nur fachlich überzeugt, sondern sich auch weit über das übliche Maß hinaus engagiert. Jauernig brachte im Werk vor den Toren von Hooksiel die Digitalisierung des Schichtplans voran und verbesserte damit die Einsatzplanung der Auszubildenden sowie den internen Informationsaustausch. Gleichzeitig wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) und arbeitete in dieser Rolle eng mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat zusammen, um die Interessen der Auszubildenden zu vertreten.

Schlüssel für Chancengleichheit 

Der Preisträger unterstützt zudem in einer inklusiven Kampfsportgruppe Menschen mit Beeinträchtigungen dabei, Techniken der Selbstverteidigung zu lernen und mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. darüber hinaus engagiert er sich in der Ortsgruppe seiner Gewerkschaft.

Im Rahmen der Preisverleihung veranstaltete der Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“ des AWV eine Gesprächsrunde. Dabei wurde deutlich: Berufliche Bildung kann ein Schlüssel für Chancengleichheit sein. „Die Berufsbildenden Schulen bieten Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen die Möglichkeit, ihren Weg zu finden, Talente zu entdecken und berufliche Ziele zu verfolgen“ so der AWV. „Gerade diese Offenheit macht sie zu einem wichtigen Baustein für mehr Chancengerechtigkeit.“ 

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Grundschule: Förderverein beklagt maroden Zustand des Fahrradstandes

Hooksiel (24. 9. 2026) – Er hat über Jahrzehnte gute Dienste geleistet. Doch inzwischen ist der Fahrradunterstand an der Grundschule und Kindertagesstätte Hooksiel sichtbar in die Jahre gekommen. Der Förderverein der Schule hofft darauf, dass die Gemeinde Wangerland hier möglichst bald Abhilfe schafft. Tobias Geisen, Vorsitzender des Fördervereins: „Ein etwas vergrößerter Unterstand mit Solardach wäre unserer Meinung nach das Sinnvollste.“

Dringenden Handlungsbedarf am Fahrradunterstand sieht der Förderverein der Grundschule Hooksiel: (von links) Katja Thomßen, Marie Weissen und Tobias Geisen. Foto: Förderverein

Der Unterstand dient vielen Kindern, die selbstständig zur Schule fahren, als Unterstand für ihre Fahrrädern und Roller. Aber er wird auch von Eltern genutzt, die Kinder zur Kita bringen oder sie abholen. „Das Dach ist völlig löchrig und muss neu gemacht werden. Wir vom Förderverein der Grundschule haben uns nun schon mehrfach mit der Gemeinde zu dem Thema Erneuerung des Fahrradunterstandes getroffen und darüber diskutiert“, schildert Geisen. „Leider ist bis jetzt immer noch nichts passiert.“

Gespräche mit der Gemeinde

Markus Gellert, zuständiger Abteilungsleiter bei der Gemeinde, bestätigt, dass der Unterstand schon mehrfach Thema bei den Gesprächen mit dem Förderverein gewesen sei. Im Grundsatz sei man sich einig, dass Handlungsbedarf besteht. Angesichts des voraussichtlichen Investitionsvolumens sei es aber wohl nicht möglich, das Projekt aus Bordmitteln zu stemmen – selbst wenn der Förderverein sich durch seine Aktivitäten an den Kosten beteiligt.

„Die Mittel müssen in den Haushalt der Gemeinde eingestellt werden“, so Gellert. Dafür müsse über das Vorhaben zunächst in den politischen Gremien beraten werden. So könnte der Fahrradunterstand Thema des Schulausschusses des neuen Gemeinderates werden, der sich im November konstituiert.

Neubau oder Reparatur?

Parallel dazu müsse die Bauabteilung prüfen, ob eine Reparatur des vorhandenen Unterstandes noch möglich und sinnvoll sei oder ob nicht tatsächlich ein neues Schutzgebäude die bessere Wahl wäre. „Die Idee mit dem Solardach müssen wir prüfen. Aber auch dafür haben wird Fachleute im Haus“, so Gellert.

Für den Förderverein sind das gute Signale. „Wir würden uns wünschen, dass es jetzt bald losgeht mit der Renovierung oder zumindest der Planung dafür.“

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Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters verlässt das Wangerland

Wangerland (24. 9. 2026) – Wangerlands künftiger Bürgermeister wird sich einen neuen Stellvertreter suchen müssen. Peter Podein (59), vom Gemeinderat vor vier Jahren auf Vorschlag von Bürgermeister Mario Szlezak in das Amt des ersten allgemeinen Vertreters des Verwaltungschefs berufen, wird das Wangerland zum 31. Oktober verlassen.

Podein wechselt zur Stadt Schortens

Wie Podein auf Anfrage von „Hooksiel-life“ bestätigte, wird er zum 1. November zur Stadt Schortens wechseln. Dort werde er die Aufgabe des stellvertretenden Leiters des Fachbereiches Bauen und Umwelt übernehmen. Als Grund für diesen Schritt nennt Podein seinen Wunsch, sich noch einmal einer neuen beruflichen Herausforderung stellen zu wollen. Seine bisherigen Aufgaben im Wangerland habe er mit Freude und Leidenschaft gemacht. Insbesondere der Verantwortung als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters habe er sich gern gestellt.

Peeter Podein

Peter Podein (Foto) arbeitet seit 23 Jahren für die Gemeinde Wangerland. Bei der Kommunalwahl 2021 hatte er selbst für das Amt des Bürgermeisters kandidiert, war aber unterlegen. Nach der Wahl hatte ihn Szlezak zu seinem allgemeinen Vertreter ernannt. Gleichzeitig leitete Podein zuletzt die Bauverwaltung.

Gerade im Bereich der Bauleitplanung der Gemeinde, also bei der Aufstellung und Änderung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen, könnte der Abgang von Podein ein schwer zu schließendes Loch reißen. „Ja, es ist zutreffend, dass entsprechend qualifizierte Mitarbeiter derzeit schwer zu finden sind“, weiß auch Podein.

Lücke in der Bauverwaltung

Eine Neubesetzung der Stelle könnte sich über Monate hinziehen. „Dennoch halte ich es für richtig, dass ich schon zum 1. November gehe. Dann kann der neue Bürgermeister von vornherein mit seinem neuen allgemeinen Vertreter zusammenarbeiten.“

Die Überarbeitung von Bebauungsplänen spielt eine zentrale Rolle bei der laufenden Gemeinde-Entwicklungsplanung im Wangerland. Wer sich dieser Herausforderung stellen muss, wird sich am Sonntag bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt entscheiden. Hier stehen sich Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) und Thies Fischer (CDU) gegenüber.

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Der Backstein als Verbindung von Mensch und Natur

Hooksiel (23. 9. 2026) – Es wird nicht gemauert oder ausgebessert, sondern gezeigt, wie die Diplom-Bildhauerin Nic Schaatsbergen aus Dornum eine Verbindung von Mensch und Natur herstellt. Die Skulptur als Fotografie: Die Künstlerin fängt den Moment, das Lebende im festen und starren, aber erdverbundenen Backstein ein.

Seit ihrem Diplom 2022 erforscht die Künstlerin den ostfriesischen Klinker als Material in der Bildhauerei. Im Mittelpunkt stehen dabei der Mensch und seine Lebendig- und Vergänglichkeit. 

Im Künstlerhaus zu sehen sein wird die Bandbreite des Ziegelsteins als Körper in der Kunst. Neben Skulpturen, Plastiken und Reliefs, die mal expressionistisch, mal abstrakt den menschlichen Körper zeigen, gibt es auch Tierdarstellungen, abstrahierte Körper und Installation, teilweise mit Natur- und Baumaterialien. 

Gezeigt werden die Werke im Künstlerhaus Hooskiel in der Lange Straße vom 27. September bis zum 1. November. Ausstellungseröffnung ist am Sonntag 27. September, um 11.15 Uhr. Ins Werk einführen wird die Kunsthistorikerin Sarah Bylaußer. Geöffnet ist das Künstlerhaus im Anschluss außer montags täglich von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

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Polizei sucht nach Zeugen für einen Unfall in Wiefels

Wangerland (22. 9. 2026) – Am Dienstagvormittag kam es auf der Landesstraße 808 in Wiefels zu einem Verkehrsunfall mit einem Sattelzug. Nach bisherigen Erkenntnissen kam dem Sattelzug ein Pkw auf dessen Fahrstreifen entgegen. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich der Fahrer des Sattelzuges aus, kam dabei von der Fahrbahn ab und kippte mit seinem Fahrzeug in den angrenzenden Straßengraben.

Der bislang unbekannte Pkw-Fahrer habe seine Fahrt anschließend fortgesetzt, so die Polizei. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. An dem Sattelzug entstand Sachschaden. Aufgrund der aufwendigen Bergungsarbeiten musste die L 808 bis in die frühen Abendstunden voll gesperrt werden. Hierdurch kam es zu entsprechenden Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht insbesondere nach dem bislang unbekannten Pkw. Personen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zu dem beteiligten Fahrzeug geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Jever unter 04461/ 74490 zu melden.

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