Wangerland (27. 7. 2026) – Tolles Wetter, beste Stimmung, kulinarische Vielfalt und ein abwechslungsreiches Musikprogramm. Das „Friesenfestival“ in Schillig war ein voller Erfolg für Gäste, Einheimische und Veranstalter gleichermaßen.
Über beste Stimmung bei Friesenfestival freute sich die Wangerland Touristik GmbH als Veranstalter. Foto: WTG
Gute Stimmung bereits am Freitag beim traditionellen Auftaktgastspiel des Shantychors Likedeeler und im Anschluss beim Konzert der „Ungesteckerten 3“ aus Aurich, die mit Klassikern aus den vergangenen Jahrzehnten für Mitsingmomente sorgten. „Brass von Monte Disco“ überzeugten mit kraftvollen Bläsersätzen und tanzbaren Arrangements, bevor die „Hitfluencer“ aus Hamburg als Headliner des Abends mit einer energiegeladenen Non-Stop-Show das Publikum bis in den späten Abend begeisterten.
Mitreißende Musikshow
Auch der Samstag bot musikalische Vielfalt: „Ed Sheeran Tribute“ aus Wilhelmshaven brachte die Songs des britischen Weltstars auf die Bühne, gefolgt von „Adenalin“ aus Aurich mit anspruchsvollen Titeln unter anderem von U2, Toto und Sting. Am Abend übernahmen die „BIG Maggas“ aus Hamburg das Kommando und präsentierten eine rund 90-minütige Show mit spürbarer Spielfreude. DJ Flöcki aus Wilhelmshaven sorgte anschließend für Festivalatmosphäre am Strand.
Der Sonntag stand im Zeichen der Familie. „De Platters“ aus dem Wangerland und „Honeybird“ aus Oldenburg gestalteten das musikalische Tagesprogramm. Aufgrund einer veränderten Wetterlage musste der Auftritt von „Honeybird“ kurzfristig abgesagt werden. Das Friesenfestival endete daher statt um 18 Uhr bereits um 14 Uhr.
1125 Läuferinnen und Läufern bedeuteten einen neuen Teilnehmerrekord für den Friesencross am Strand und im Watt vor Schillig. Foto: WTG
Der Samstag stand stand zudem im Zeichen des Laufsports: 1.125 Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland sowie den Niederlanden folgten dem Ruf zum 21. Friesencross in Schillig. Damit verzeichnete der traditionsreiche Crosslauf einen neuen Teilnehmerrekord.
Lauf auf schlickigem Untergrund
Schon beim Bambinilauf und den Jugendläufen sorgten Familienangehörige uns sonstige Zuschauer für lautstarke Unterstützung. Dann schickte Moderator Heino Kröger mehr als 400 Laufbegeisterte auf die 10-Kilometer-Crossstrecke. Diese führte unter anderem entlang am Küstensaum zwischen Schillig und Horumersiel und schließlich direkt ins Watt. Der schlickige Untergrund verlangte den Teilnehmenden noch einmal alles ab und machte den Lauf zu einem ebenso fordernden wie besonderen Erlebnis im Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer.
Der Friesencross wurde unter anderem von Aktiven des MTV Hohenkirchen unterstützt. Das 17. Friesenfestival ist für den 16. bis 18. Juli 2027 geplant.
Jever/Wangerland (27. 7. 2026) – Der SPD Kreisverband Friesland lädt unter dem Motto „Auf ein Wort“ zu einer Wahlkampfveranstaltung mit dem Landesvorsitzenden der Partei, Ministerpräsident Olaf Lies (Sande), und dem Landratskandidaten für den Landkreis Friesland, Rolf Neuhaus (Jever), ein. Geplant ist eine Gesprächsrunde zu allen aktuellen Themen.
Gäste haben die Möglichkeit, Fragen loszuwerden. Das Prinzip ist einfach: Es gibt Bierdeckel auf denen Fragen notiert werden können. Lies und Neuhaus werden diese dann beantworten.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 11. August, ab 19 Uhr im Parkhotel Jever, Mühlenstr. 51, statt. Die SPD weist darauf hin, dass es auf dem Hotelgelände keine Parkmöglichkeiten für die Veranstaltungsbesucher gibt. Empfohlen wird die Anreise mit dem Fahrrad oder die Nutzung nahegelegener öffentlicher Parkplätze. Der Kreisverband bitten um Anmeldung per Mail unter spd-friesland@gmail.com bis zum 6. August.
Wangerland (27. 7. 2026) – Das Bündnis 90/Die Grünen im Wangerland lädt ein zu einem „Treffpunkt“. Dabei soll es um einen Erfahrungsaustausch rund um die Themen klimafreundliches Wohnen, nachhaltiges Bauen und erneuerbare sowie dezentrale Energien gehen.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 29. Juli, ab 19 Uhr in der Wilma-Teppe-Straße in Hohenkirchen direkt am Wangermeer statt. Dort hat die Familie Schweers 2022 ein Nullenergie-Haus gebaut. Mit dabei sein wird auch ein Vertreter der Firma PV Green, der Einblicke in moderne Photovoltaik-Lösungen gibt und für Fragen zur Verfügung steht.
Im Rahmen des „Treffpunkt“ sollen die Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen vor, die bei der Kommunalwahl für den Gemeinderat kandidieren. Weitere „Treffpunkte“ sollen folgen.
Hooksiel (27. 7. 2026) – Trabrennfreunde dürfen sich auf einen weiteren Renntag in Hooksiel freuen. Am Mittwoch, 29. Juli, richtet der Rennverein Hooksiel seine dritte und letzte Rennveranstaltung in diese Saison aus. Beginn ist um 18 Uhr. Insgesamt stehen sieben Trabrennen auf dem Programm.
Lukrative Wettquoten
Dass sich ein Besuch der Hooksieler Renntage lohnen kann, haben die beiden ersten Renntage an der Bäderstraße bewiesen. Neben kulinarischen Leckerbissen, spannendem Trabrennsport und der beliebten Wettgutschein-Verlosung sorgten lukrative Wettquoten für Gesprächsstoff.
Am letzten Renntag der Saison in Hooksiel steht auch ein Ponyrennen auf dem Programm. Foto: Rennverein
Selbst für gut und leicht zu wettende Favoriten beziehungsweise Mitfavoriten wurden teilweise doppelt bis dreifach höhere Auszahlungen erzielt, als man sie von anderen Bahnen gewohnt ist. Als „geradezu spektakulär“ bewerten die Veranstalter die Quoten, die am zweiten Renntag vor allem in den Königsdisziplinen – Zweier- und Dreierwette – erzielt wurden. Gleich im ersten Rennen des Tages, einem Trabreiten, setzte sich der haushohe Favorit „DeAngelo For Children“ mit Ronja Walter erwartungsgemäß durch. Dahinter belegten „Nitro Greenwood“ und „Marco’s Wish“ die Plätze zwei und drei. Wer diese Reihenfolge exakt vorausgesagt hatte, erhielt für 10 Euro Einsatz mehr als 1.000 Euro zurück.
Spannendes Finale
Etwas einfacher zu treffen ist die Zweierwette, bei der lediglich Sieger und Zweitplatzierter in der richtigen Reihenfolge vorhergesagt werden müssen. Quotentechnisch muss sie sich aber keineswegs hinter der Dreierwette verstecken. So wurden für den Einlauf „Zaafar“ (Danny den Dubbelden) vor „Nitro Greenwood“ im „Großen Preis der Volksbank Jade-Weser eG“ beachtliche 605:10 ausgezahlt, die passende Dreierwette brachte sogar 3.786:10.
Am dritten Renntag will Jochen Holzschuh den begehrten Titel „Fahrer des Jahres in Hooksiel“ nach Dülmen entführen. Der gebürtige Schwabe begann seine berufliche Laufbahn einst als Schreiner, ehe er in den Trabrennsport wechselte. Nach seinen Erfolgen mit Shanty (2), Cracker Jack, Ito und Zapado S führt er die Fahrerwertung souverän an. Einzig Frank Westerveldt kann ihm den Titel noch streitig machen.
Müller nicht am Start
Auf einen Lokalmatadoren müssen die Hooksieler unterdessen weiter verzichten. Rennvereins-Vorsitzender Immo Müller wird entgegen der ursprünglichen Planung auch am dritten Renntag nicht mit seinem Pferd „Elma OE“ an den Start gehen.
Sportlichen Höhepunkt des Tages dürfte das mit 2.100 Euro dotierte Rennen um den „Großen Preis der LzO“ werden. Dort vertraut Holzschuh auf die zweimalige Hooksiel-Siegerin „Shanty“. Aber die zehnjährige „Joan Collins“ mit Christa Louwersheimer wird sich kaum kampflos geschlagen geben. Auch „Napoleon“ mit Thies Cordes zählt zu den ausgewiesenen Hooksiel-Spezialisten.
Freunde einer Überraschung sollten „Sky Dance“ mit Hans-Jürgen von Holdt im Blick behalten, raten die Fachleute vom Rennverein. Das Gespann sah vor Wochenfrist bereits wie der sichere Sieger aus, verlor den möglichen Erfolg jedoch durch einen unglücklichen Galoppsprung unmittelbar vor der Ziellinie. Keineswegs abzuschreiben ist auch „Let it be Petnic“ mit Frank Westerveldt.
Attraktion Ponyrennen
Ein weiterer Höhepunkt des Abends dürfte das traditionelle Ponyrennen werden. Zehn Ponys und ihre jungen Reiterinnen und Reiter gehen dabei ohne Sulky auf die Strecke und kämpfen mit viel Ehrgeiz um die besten Platzierungen. Das Rennen wird außerhalb des Toto ausgetragen, sodass hierfür keine Wetten angeboten werden.
Hooksiel (26. 7. 2026) – Ein historischer Erfolg für den Reit- und Fahrverein Hooksiel: Die Dressurmannschaft des Vereins hat sich an diesem Samstag erstmals den Titel des „Oldenburger Landesmeisters in der Mannschaftsdressur“ gesichert.
Errangen der größten sportlichen Erfolge der Vereinsgeschichte des Reit- und Fahrvereins Hooksiel: (von links) Freya Heinen, Reena Kutsche, Mannschaftsführerin Melanie Lüttge, Rieke Scherf und Simone Gehm-Dettmann. Foto: Elsbeth Noatzsch
Der Grundstein für den Erfolg wurde bereits am Donnerstag gelegt, als sich das Team für das Finale der Kür der Klasse A* qualifizierte. Im entscheidenden Wettbewerb präsentierten sich die Reiterinnen in hervorragender Form und überzeugten mit einer harmonischen und ausdrucksstarken Vorstellung. Die Leistung wurde mit dem Landesmeistertitel belohnt.
Die Hooksieler setzten sich in einem spannenden Finale gegen die Mannschaften des RV Höven und des RUFV Holdorf durch. Die Bewertungsrichter benoteten die Leistung der Hooksieler mit der Wertnote 8,5, das Team aus Höven kam mit einer Note von 8,25 auf Platz zwei.
Zur erfolgreichen Mannschaft gehören Simone Gehm-Dettmann mit „Pretty Valerie“, Rieke Scherf mit „Unlimited Passion“, Freya Heinen mit „Chico Saltando“ und Reena Kutsche mit „Red Rosie“ mit Mannschaftsführerin Melanie Lüttge.
Mit dem Gewinn der Landesmeisterschaft setzt die Mannschaft einen besonderen Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Noch nie zuvor konnte eine Dressurmannschaft des Reit- und Fahrvereins Hooksiel den Titel des Oldenburger Landesmeisters erringen. Der Erfolg ist das Ergebnis engagierter Trainingsarbeit, großer Teamleistung und des hervorragenden Zusammenspiels zwischen Reiterinnen und Pferden.
Hooksiel (25. 7. 2027) – Im Zentrum des Geschehens steht eine Promi-Party am Hooksieler Campingplatz. Oder ist Party der falsche Ausdruck? Nach kurzer Recherche der Ermittler der Polizei stellt sich heraus, dass es sich wohl eher um eine Massenorgie gehandelt hat.
Regionalkrimi mit Tatort Hooksiel
Die Veranstalter vom Kiez in Hamburg bieten zahlungskräftigen Männern alles, was sie wünschen. Vom Champagner bis zu hübschen Frauen – zum Plaudern, Tanzen, Anfassen und mehr. Am Ende liegt eine der leichten Mädchen, die Sängerin Mia Mautzi, tot in den Dünen in der in der Nähe des Strandhauses 1. Nackt, mit Fischresten beschmiert, von Möwen zerhackt … die Mordermittlungen beginnen.
„Dünenblut“ heißt der Regionalkrimi, den Lars Naber (Foto) aus Sandhausen in der Nähe von Heidelberg in diesen Tagen veröffentlicht hat. Vier Kriminalromane mit Tatorten im Rhein-Neckar-Kreis hat der Hobbyautor bereits veröffentlicht. „Dünenblut“ ist sein erster Hooksiel-Krimi. Ein zweiter ist bereits in Arbeit.
Die Verbindung im Roman bildet der jungen Sandhauser Polizeimeister Fabian Junker, der mit seiner Freundin Ricarda Delicante Urlaub in Hooksiel machen will, um hier am traditionellen Beach-Bowl-Turnier am Hooksieler Strand teilnehmen zu können. Bei der Inspektion der Strandfläche, auf der sich in den nächsten Tagen die American Footballer tummeln sollen, entdeckt Ricarda die Leiche – und mangels eigener fähiger Ermittler verpflichtet der Oldenburger Kommissar Torge Petterson kurzerhand Fabian Junker als Aushilfsermittler.
Autor beim Beach-Bowl dabei
Realistisch? Egal. Auch bei der Beschreibung der Hooksieler Örtlichkeiten nimmt sich der Autor, der selbst schon mehrfach am Hooksieler Beach-Bowl-Turnier teilgenommen hat, seine künstlerischen Freiheiten. Wer vom Hotel Packhaus direkt auf die Nordsee blicken will, der muss im wirklichen Leben schon sehr gute Augen haben. Dem Leservergnügen schadet das nicht. Wen einige Hardcore-Formulierungen aus dem Zuhälter-Milieu nicht abschrecken, kann sich auf kurzweilige Krimi-Unterhaltung freuen.
„Dünenblut“ hat 260 Seiten. Das Buch kann über die Amazon-Seite des Autors für 12,99 Euro erworben werden – oder am Spielfeldrand beim nächsten Beach-Bowl-Turnier am ersten September-Wochenende in Hooksiel, bei dem Lars Naber als Schiedsrichter mitwirken wird. Ein Teil der Verkaufserlöse geht an die Organisation „Flugkraft“, die krebskranke Menschen und deren Familien unterstützt.
Hooksiel (25. 7. 2026) – Herrliches Wetter, weißer Sand, weites Watt. Der Hooksieler Badestrand zeigte sich am Freitagnachmittag von seiner schönsten Seite. Die größte Anziehungskraft im Rund hatte aber, zumindest auf Kinder, eine andere Attraktion: Eine Parcours mit Spielen und Geschicklichkeitsübungen im Rahmen des DLRG/Nivea Strandfestes. Am Auffälligsten dabei: eine große, blaue Hüpfburg.
Kam bei den Kindern sehr gut an: Das Nivea-DLRG-Strandfest am Hooksieler Badestrand. Foto: hol
Bei dem Strandfest, das über den Sommer etliche Urlaubsorte an Nord- und Ostsee besucht, animiert eine großes Zahl von Teamern die Kinder dazu, sich verschiedenen Übungen und Herausforderungen zu stellen. Alle Stationen haben dabei etwas mit Wasser zu den, dem Hauptmetier der Lebensretter von der DLRG.
Hier geht es ums Wiederbeleben eines Ertrunkenen, dort ums Knüpfen von Seemannsknoten. An einigen Stationen sind Körperbeherrschung und Gleichgewichtsgefühl gefragt. Dazu gab es jede Mengen Informationen zur Arbeit der Hilfsorganisation und der großen Bedeutung des Schwimmtrainings für Kinder.
Hooksiel (24. 7. 2026) – Das Musik-Talent Benny Köster hat am Donnerstag im Rahmen der Konzertreihe „Live hinterm Deich“ sein Können unter Beweis gestellt. Der Hooksieler trat mit seinem Saxophon und mit einer Gitarre auf der Bühne am Gästehaus vor der Band „Adenalin“ auf und heimste dabei sehr viel Beifall ein.
Der Nachwuchsmusiker Benny Köster hab im Rahmen der Konzertreihe „Live hinterm Deich“ ein Gastspiel. Foto: privat
Bereits am Vortag hatte der junge Mann das Sommerabschlussfest der Arbeitsgruppe Hooksiel durch einen kleinen Auftritt bereichert. Einem größeren Publikum ist Benny Köster durch seinen Fernsehauftritt bei der Show „Klein gegen Groß“ bekannt geworden. Dabei hatte er mit seinem musikalischen Wissen den Weltstar Amy McDonald alt aussehen lassen.
Konzertreihe „Live hinterm Deich“ wird am nächsten Donnerstag , 30. Juli, ab 19 Uhr mit dem Shantychor Likedeeler fortgesetzt. Der Eintritt ist frei.
Wangerland/Hooksiel (24. 7. 2026) – Die CDU im Wangerland sieht in der Stärkung der Finanzkraft der Gemeinde eines der wichtigsten Aufgaben der nächsten Wahlperiode für Bürgermeister und Gemeinderat. Nach der Bestätigung der 23-köpfigen Kandidatenliste der Partei durch den Gemeindewahlausschuss haben Christian Burchardt als Gemeindeverbands-Vorsitzender, CDU-Kreisvorsitzender Thies Fischer als Bürgermeister-Kandidat und Alice Brandenburg-Bienek als Fraktionsvorsitzende im Rat auf einer Pressekonferenz in Hooksiel das Wahlprogramm vorgestellt.
Wahlprogramm vorstellt
Um die großen Herausforderungen meistern zu können, vor denen die Gemeinde stehe, muss es aus Sicht der CDU oberste Priorität haben, die Finanzkraft der Kommune zu stärken. Ein wichtiger Hebel dafür sei, die Wirtschaft zu stärken, so Fischer. Auf jeden Fall müsse verhindert werden, dass weitere Betriebe das Wangerland verlassen, weil es keine Gewerbeflächen gibt.
Stellten das Programm der CDU für den Kommunalwahlkampf im Wangerland vor: (von links) Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek und Christian Burchardt. Foto: hol
Auf Antrag der CDU habe der Rat jüngst den Auftrag an die Gemeindeverwaltung erneuert, nach Flächen Ausschau zu halten, auf denen Gewerbegebiete ausgewiesen werden können, und den Bedarf dafür zu prüfen. „Den Wunsch danach gibt es schon seit zehn Jahren. Aber die Verwaltung sah sich dazu bislang aufgrund personeller Engpässe nie in der Lage“, so Alice Brandenburg-Bienek.
Gemeindefinanzen stärken
Fischer sieht in der Sicherung von Wertschöpfung, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen, wenn möglich auch durch Ansiedlung neuer Unternehmen, einen wesentlichen Baustein bei der Konsolidierung der Gemeindefinanzen. Aktuell habe die Gemeinde einen Schuldenstand von 16,8 Millionen Euro. Angesichts anstehender Aufgaben etwa in den Bereichen Feuerwehren, Schulen und Kindergärten sieht die CDU die Gefahr, dass die Gemeinde erneut in eine Überschuldung rutscht. „Am Ende könnten wir dann im Rahmen einer kommunalen Gebietsreform durch das Land sogar unsere Selbstständigkeit verlieren“, befürchtet Fischer.
Dem wolle man mit aller Kraft entgegen wirken. Denn, so die Überzeugung der CDU, zusätzliche Mittel von Bund und Land wird es eher nicht geben. Um Einsparungen im Rathaus zu erzielen, müssten Arbeitsabläufe verschlankt und digitalisiert werden. Als Bürgermeister würde er zudem versuchen, nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen zu suchen, um Kosten zu sparen, so Fischer. Durch Digitalisierung könne die Verwaltung zudem bürgerfreundlicher werden. Hilfreich wäre auch eine Abholstation, aus der Bürger sich – unabhängig von den Öffnungszeiten des Rathauses – zum Beispiel Bescheinigungen, Bestätigungen oder auch Ausweispapiere abholen könnten.
Neue Rechtsform für die WTG?
Ein weiteres Schlüsselthema für die CDU ist der Tourismus. Die Kommunalpolitiker unterstrichen die Transparenz-Zusage für die Aufklärung des Desasters beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel. Die Explosion der Baukosten hatte letztlich zur Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) geführt. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen wolle man sich an Schuldzuweisungen nicht beteiligen, auch wenn es mit Blick auf die aktuellen Ratsmitglieder hilfreich gewesen wäre, erste Erkenntnisse aus den gutachterlichen Untersuchungen der Abläufe bereits öffentlich zu machen.
Wichtiger sei aber die Debatte, welche Aufgaben die im Rahmen der Insolvenz deutlich verkleinerte WTG denn künftig übernehmen soll und was die geeignete Rechtsform für das Unternehmen ist. „Die Diskussion über die Zukunft der WTG hätte längst beginnen können“, bedauert Fischer. Dafür sei es aus seiner Sicht ratsam, die Expertise der touristischen Leistungsträger einzubinden. Möglicherweise sei es sinnvoll, die GmbH für Partner aus der Wirtschaft zu öffnen. Alice Brandenburg-Bienek geht noch einen Schritt weiter: „Meine persönliche Meinung: Die Politik sollte mit der Organisation des Tourismus nichts mehr zu tun haben.“
Parksystem vereinheitlichen
Ein wichtiges Detail: die Neuorganisation der Parkgebühren. Auf den Parkplätzen der WTG und der Gemeinde sollte es ein einheitliches Gebührensystem geben, das möglichst unkompliziert ist. Sinnvoll wäre es aus Sicht der CDU, wenn Urlauber im Vorfeld Parktickets buchen könnten und für Kurzzeit-Parker eine „Brötchen-Taste“ eingerichtet würde.
Ein weiters zentrales Thema sieht die CDU in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, zum Beispiel in Kooperation mit der kreiseigenen Wohnungsbau Friesland GmbH. Um Familien zu unterstützen, sollen Kindergärten und Grundschule modernisiert werden. Aufgabe der Gemeinde solle es zudem sei, das ehrenamtliche Engagement in Vereinen und bei den Feuerwehren gezielt zu stärken. Wichtig sei zudem ein gutes Miteinander von Tourismus und Landwirtschaft.
Historisch große Mannschaft
Für den Fall seiner Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister und damit zum Chef der Verwaltung hat sich Fischer vorgenommen, mit allen Angestellten der Gemeinde ein persönliches Gespräch zu führen, um zu erfahren, wo den Mitarbeitern der Schuh drückt. Handlungsbedarf sieht die CDU in der Verbesserung der Kommunikation im Rathaus und bei der Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung.
Fischer, Burchardt und Brandenburg-Bienek zeigten sich zuversichtlich, dass es der CDU gelingen werde, aus der Kommunalwahl gestärkt hervorzugehen. Mit der Aufstellung der historisch großen Kandidaten-Mannschaft habe man einen Neuanfang gewagt. Zu dem Team gehörten viele bislang kommunalpolitisch noch nicht aktive Menschen aus etlichen Orten des Wangerlandes. Wichtiger noch sei, so Burchardt: „Wir bilden ein enorm breites Spektrum von Berufsbildern und Kompetenzen ab.“
Hooksiel (23. 7. 2026) – Es war der Abend von Jochen Holzschuh. Der Trainer aus Düren fuhr mit drei unterschiedlichen Pferden drei Siege ein und buchte zudem noch zwei zweite Plätze auf sein Konto. Das mit 3000 Euro höchst dotierte Rennen des Abends um den Großen Preis der Nordfrost GmbH allerdings ging an Christa Louwersheimer, die mit „Joan Collins“ vor Holzschuh durchs Ziel fuhr. Das dieser Sieg durchaus überraschend war, zeigte die Wettquote. Wer „Joan Collins“ als Sieger getippt hatte, konnte für 10 Euro Einsatz immerhin 87 Euro einheimsen.
Die Besucher des zweiten Renntages des Hooksieler Rennvereins nutzten fleißig die Gelegenheit, ihre Eintrittsgeld durch die richtige Vorhersagte von Renneinläufen zurückzugewonnen. Foto: hol
Insgesamt dürfte der Rennverein Hooksiel mit dem Verlauf seines zweiten Renntages zufrieden gewesen sein. Gut 2500 Zuschauer säumten die Rennbahn im Hooksieler Freizeitgelände. Und auch das Wetter spielte zumindest den überwiegenden Teil des Abends mit. Dem Geläuf jedenfalls konnten die leichten Schauer nichts anhaben. Und die Zuschauer waren durchweg mit Regenjacken und Schirmen ausgestattet oder konnten sich unterstellen, um die wenigen feuchten Minuten zu überbrücken.
Der Umsatz an den Totalisatoren und bei den Online-Wetten lag mit an die 30.000 Euro deutlich höhe als am ersten Renntag vor einer Woche. Aber auch diesmal waren die Wetter gut beraten, wenn sie sich an den Empfehlungen und Wett-Tipps der Trabsport-Experten des Veranstalters orientierten.
Die gut 2500 Besucher an der Hooksieler Trabrennbahn erlebten etliche spannende Rennverläufe. Foto: hol
Als überraschend eingestuft waren darf noch der Sieg von Danny den Dubbeleden im Rennen um den Großen Preis der Volksbank Jade-Weser. Auch hier wurden wurde die richtige Sieg-Wette 88 bis 10 Euro ausgezahlt. Wer gar den Einlauf der ersten drei Pferde richtig vorhergesagt hatte, durfte sich über über 3786 Euro freuen.
Spannend auch das sechste Rennen, das „Napoleon“ mit Thies Cordes aus dem Ammerland im Sulky auf den letzten Metern vor der Zielgerade knapp für sich entschied. Kurios: Unmittelbar vor dem Start wurden drei Zuschauer nach ihrer Einschätzung für das Rennen gefragt. Alle setzten fest auf Cordes. Das Duell der Amazonen im einzigen Trabreiten-Wettkampf des Abends entschied übrigens Favoritin Ronja Walter auf „DeAngelo ForChildren“ für sich. In der Vorwoche hatte sich sich noch Sytske de Vries geschlagen geben müssen. Einen Sieg fuhre zudem noch Dennis von Holdt ein.
Der dritte und letzte Renntag auf der Hooksieler Trabrennbahn startet am nächsten Mittwoch, 29. Juli, um 18 Uhr. Dann, so der Plan, will auch der Vorsitzende des Hooksieler Rennverein, Immo Müller, wieder persönlich mit einem Gespann ins sportliche Geschehen auf der Grasrennbahn eingreifen.