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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Hooksieler Planungsbüro unterstützt Projekte zur Energiewende

Hooksiel (11. 6. 2026) – Das Leben von Tobias Geisen ist voller Energie. Beruflich und privat. Als Unternehmer setzt der Hooksieler auf Projekte im Zusammenhang mit der Energiewende. Privat will er Hooksiel in Schwung bringen – sei es als Vorsitzender des örtlichen Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe, im Vorstand von Dorfgemeinschaft und Förderverein der Grundschule oder auch als Initiator des Projekts „Hooksmeer 2.0“.

Trassen wie etwa die für die Gaspipeline von Hooksiel nach Etzel wollen genau geplant sein. Die Hooksieler Nojalu Infrastruktur GmbH unterstützt dabei die Investoren. Foto: Nojalu

Geisen (47) ist in der Eifel in der Nähe von Koblenz geboren. Nach der Schule hat er an der Technischen Universität Clausthal im Harz Bergbau mit den Schwerpunkten Tiefbau und Bohrtechnik studiert und im Anschluss ab 2005 als Bergbau-Ingenieur gearbeitet. „Als Steiger im Schichtdienst in K+S-Bergwerken in Neuhof bei Fulda und Zielitz bei Magdeburg“, erinnert sich Geisen. Sechs Jahre lang habe er danach im Salzbergwerk Bernburg an der Saale sein Geld verdient, zuletzt als stellvertretender Produktionsleiter.

Als Steiger in Bergwerken gearbeitet

Danach ging es nach Kanada, wo der Kasseler K+S-Konzern ein neues Kali-Bergwerk aus dem Boden stampfen wollte. Ein Milliarden-Projekt mitten in der Prärie, an dessen Planung und Bau Geisen beteiligt war. Nach Fertigstellung des untertägigen Bereichs im neuen Solfeld kehrte der Ingenieur aber mit Frau und dem ersten Kind im Gepäck 2015 nach Deutschland zurück und arbeite hier noch bis 2018 für den K+S-Konzern.

Der Weg in die Selbstständigkeit begann 2018 mit dem Einstieg als Geschäftsführer und Mitgesellschafter in ein Planungsunternehmen in Esens. Die Familie Geisen mit damals zwei Kindern zog nach Hooksiel. Das Unternehmen wuchs schnell von zehn auf 45 Mitarbeiter. „Zu schnell“, sagt Geisen aus heutiger Sicht. Es gab Unstimmigkeiten zwischen den Gesellschaftern. Man trennte sich 2021. Und Tobias Geisen gründete mit der Nojalu Infrastruktur GmbH sein eigenes Planungs- und Ingenieurbüro. Nojalu steht übrigens für die ersten Buchstaben der mittlerweile drei Söhne von Familie Geisen.

Planung von Trassen für Kabel und Pipelines

Die acht bis neun Mitarbeiter des Unternehmen begleiten heute in ganz Deutschland Vorhaben, vornehmlich Infrastrukturplanungen wie etwa für die Verlegung von Erdkabeln oder den Bau von Rohrleitungen und Pipelines für Strom, Gas oder Wasser. Von Windrädern auf See gewonnener Strom muss per Kabel an Land gebracht, per Schiff importiertes Flüssigerdgas (LNG) zu Kavernen gepumpt werden. Hier kreuzen andere Kabel, dort müssen Straßen- oder Bahngleise passiert werden.

Zur Planung gehört viel technisches Wissen, aber auch die Begleitung von Genehmigungsverfahren oder Gespräche mit Kommunen und betroffenen Grundeigentümern. „Meist verstärken wir die Teams der Investoren. Wir sind die Antwort auf den Fachkräftemangel“, so Geisen. „Über einen Mangel an Aufträgen brauchen wir uns die nächsten 20 Jahre keine Sorgen machen.“

Großprojekte in ganz Deutschland

Zur Expertise des Unternehmens gehören auch Planungen im Bereich der Geothermie, also der Nutzung der im Erdinneren gespeicherten Wärme. Geschäftsführer Geisen selbst arbeitet mit an den Planungen für den „Suedlink“, eine der gewaltigen Stromleitungen, über die in einigen Jahren Windstrom aus dem Norden in den Süden der Republik transportiert werden soll. Eingebunden sei sein Unternehmen auch in die Planung eines Infrastruktur-Tunnels in Berlin. Hinzu kommen Investitionen im Bereich der „Energiedrehscheibe“ Wilhelmshaven wie etwa das NeuConnect-Projekt. Ziel ist es, die Stromnetze Großbritanniens und Deutschlands mit einem Seekabel zu verbinden. Dafür müssen aber auch landseitig geeignete Kabeltrassen gefunden werden.

Geisen ist überzeugt davon, dass die zahlreichen Energieprojekte im Raum Wilhelmshaven die Region verändern. Dabei sieht er auch Chancen für das benachbarte Hooksiel. Etwa für Gastronomie und Hotellerie oder für die Ansiedlung von Unternehmen. „Es werden viele Firmen in die Region kommen, auch kleinere. Die benötigen sofort Büroräume – und später vielleicht auch ein Grundstück in einem Gewerbegebiet.“

Bedarf an „Co-Working-Büros“

Gerade in der Startphase seien da so genannte „Co-Working-Büros“ interessant, also voll ausgestattete Büroräume, die die Unternehmen für eine bestimmte Zeit mieten. Nach den Vorstellungen von Geisen könnten einige davon in einem Mehrzweckgebäude am Hooksieler Außenhafen untergebracht werden – mit Blick auf die Jade und den Voslapper Groden.

Ausdrücklich unterstützt er die Pläne der Hafengesellschaft NPorts, den Außenhafen durch ein Mehrzweckgebäude aufzuwerten. Da NPorts selbst nicht als Investor auftreten will, hatte Geisen kürzlich im Gemeindeentwicklungs-Ausschuss seine Idee vorgetragen, das Gebäude mit Hilfe von Fördermitteln des Bundes durch eine noch zu gründende gemeinnützige GmbH zu errichten. Im ersten Anlauf verfing der Vorschlag bei den Politkern noch nicht. Ob es einen zweiten Vorstoß geben wird, bleibt abzuwarten. 

Informationen zur Betreuung nicht mehr heilbarer Menschen

Friesland/Wangerland (11.6. 2026) – Die Pflege von schwererkrankten, nicht heilbaren Menschen stellt für viele betroffene Familien, Angehörige und Freunde eine große Herausforderung dar. Dies gilt insbesondere nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. 

Über die Möglichkeiten der ambulanten palliativen Versorgung informiert Beate Richter, examinierte Krankenschwester, ausgebildete Palliativfachkraft und Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes Wilhelmshaven-Friesland am Mittwoch, 17. Juni, von 14 bis 15.30 Uhr. Die Fortbildung- und Informationsveranstaltung im Hörsaal des Nordwest-Krankenhauses Sanderbusch richtet sich an Ärzte, Pflegefachkräfte und Mitarbeitende im Sozialdienst sowie an Betroffene und interessierte Menschen.

Es geht um die Möglichkeit, schwersterkrankten Menschen ein würdevolles Sterben ohne Schmerzen zu ermöglichen. Pflegedienste und Hausärzte helfen dabei im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Ein Patient in seiner letzten Lebensphase hat jedoch besondere Bedürfnisse, die im Pflegealltag häufig zu kurz kommen. Angehörige sind dabei häufig überfordert, verunsichert und in Zeitnot. Unterstützen kann das Palliativ-Netzwerk. 

Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen werden erbeten an das Bildungszentrum der Friesland Kliniken (Tel. 04422/80-1836) oder per E-Mail an bildungszentrum@friesland-kliniken.de.

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Reparatur-Lösung aus einer Hand teurer als erwartet

Wangerland/Horumersiel (10. 9. 2026) – Immer wieder fallen Straßenlaternen aus. Das Licht flackert oder ganze Straßenzüge bleiben komplett im Dunkeln. Die Suche nach der Ursache dafür gestaltet sich oft als aufwendig. Häufig sei es günstiger, so Torsten Meuer aus der technischen Bauverwaltung der Gemeinde Wangerland, einen Kabelstrang komplett zu erneuern als nach der eigentlichen Schadstelle zu suchen, um das Kabel gegebenenfalls reparieren zu können.

led Leuchten Hooksiel
Wenn Straßenlaternen nicht leuchten, ist das ärgerlich. Häufig liegt die Ursache dafür aber nicht in der Elektrik der Lampe selbst, sondern in einer schadhaften Erdverkabelung. Archiv-Foto: hol

Die Hoffnung der Gemeindeverwaltung, das leidige Thema durch einen Dienstleistungsvertrag mit Fixkosten an einen externen Handwerksbetrieb auslagern zu können, haben sich zunächst zerschlagen. Wie Meuer vor dem Wegeausschuss sagte, habe eine entsprechende Ausschreibung aufgehoben werden müssen, da die Preise in den Angeboten deutlich höher lagen als von der Gemeinde erwartet.

Gemeinde hebt Ausschreibung auf

Die LED-Straßenlaternen selbst seien meist nicht die Ursache für Ausfälle. Häufig lägen diese im Bereich der Erdkabel. Eine Reihe von Kabeln für die Straßenbeleuchtung wurden zum Beispiel im Zuge der Verlegung von Glasfaserkabeln beschädigt. Vor diesem Hintergrund hatte die Gemeinde gezielt Unternehmen um Angebote gebeten, die sowohl Elektro- als auch Erdarbeiten anbieten. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist die Suche nach der „Lösung aus einer Hand“ aufgrund der deutlich zu hohen Preisforderungen aber vorerst gescheitert. 

In einer neuerlichen Ausschreibung wolle man jetzt wieder die reinen Elektro-Arbeiten vergeben. Für Erdarbeiten müssten dann separate Firmen gesucht werden. „Hier und da kann sicher auch mal der Bauhof der Gemeinde einspringen“, hofft Meuer. 

Bordsteine absenken?

Komplexer als von dem einen oder anderen Kommunalpolitiker erhofft gestaltet sich auch ein anderes Projekt. Ein Bürger mit einem auf einen Rollstuhl angewiesenen Sohn hatte den Antrag gestellt, die Fußwege im Bereich von Übergängen in Horumersiel barrierefrei umzugestalten. Dafür müssten nach seiner Einschätzung 16 Bordsteine abgesenkt werden. 

Mit dem Thema „Barrierefreies Horumersiel“ werden sich jetzt nach den Worten Meuer Studierende der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven befassen. Das Projekt werde aber erst im Semester 2027 auf dem Lehrplan stehen. Die Hoffnung der Gemeinde: Die Studierenden erarbeiten ein Konzept, das Barrierefreiheit umfassend betrachtet. 

Nicht nur aus der Sicht von Rollstuhlfahrern, sondern zum Beispiel auch aus der Sicht von Sehbehinderten. „Die Bordsteine, die wir sonst gegebenenfalls absenken würden, sind vielleicht genau die, die Sehbehinderte für ihre Orientierung brauchen“, so Meuer. Mit einem Konzept in der Hand könne die Gemeinde möglicherweise auch Fördergelder anzapfen. Denn, so der Baufachmann: „Allein für jede Absenkung eines Bordsteins muss man Kosten von 1000 Euro veranschlagen.“

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Landkreis lädt zur Jobmesse zu den Pflegeberufen

Jever/Wangerland (10. 6. 2026) – Neue Perspektiven entdecken und berufliche Chancen in der Pflege nutzen: Das Jobcenter des Landkreises Friesland lädt für Mittwoch, 17. Juni, von 9 bis 12 Uhr, zur Berufs- und Weiterbildungsmesse „PerspektivePflege Nord“ ins Theater am Dannhalm in der Schulstraße in Jever. Der Besuch der Messe ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. 

Ob Quereinstieg, Wiedereinstieg oder berufliche Neuorientierung – Besucherinnen und Besucher können sich vor Ort um Berufsmöglichkeiten rund um das Thema Pflege informieren und mit regionalen Ausstellern ins Gespräch kommen. Circa 15 Unternehmen und Netzwerkpartner stellen im Theatherfoyer die Vielfalt des Pflegeberufs vor. Die Betriebe aus dem Bereich der ambulanten und stationären Pflege, die Pflegeschule der Friesland Kliniken sowie Bildungsinstitutionen im Pflegebereich stehen mit Informationen und für individuelle Fragen bereit. Des Weiteren ist der Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises Friesland für einen Austausch vor Ort. 

Die Veranstaltung knüpft an die erfolgreiche Messe „PerspektivePflege“ an, die im Oktober 2025 in Varel stattgefunden hat. Die Messe soll dazu beitragen, die vielfältigen Berufsmöglichkeiten in der Pflege sichtbar zu machen und Menschen für den Beruf zu begeistern. 

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Scheune wird zur Bühne für klassische Musik und Lesungen

Wangerland/Wüppels (9. 6. 2025) – „Kulturscheune de Luxe“ heißt das Format, das Freunde von Kunst und Kultur am Samstag, 27. Juni, im Wangerland erleben können. Ganz praktisch heißt das: Eine ansonsten für landwirtschaftliche Zwecke genutzte Lagerhall verwandelt sich für einen Tag in eine Bühne für Musik und Literatur. 

Yevgeny Sapozhnikov lädt für den 27. Juni in die „Kulturscheune de luxe“ auf den Hof Oldeborg bei Wüppels ein. Foto: privat

Schauplatz für das Fest der Sinne ist wie im Vorjahr der Hof der Familie Ahmels in Wüppels bei Hooksiel. Das Programm sieht von 13 bis 19 Uhr mehrere Teilveranstaltungen vor, die Besucher einzelnd oder auch als Paket erleben können. 

Drei Teilveranstaltungen

Zum Auftakt ab 13 Uhr gibt es ein klassisches Konzert mit einer Lesung. Das „Duo Kashalot“ – Yevgeny Sapozhnikov (Violoncello) und Artem Kanke (Klavier) – eröffnet das Festival mit der Cellosonate von Sergei Prokofjew. Begleitet wird das Konzert von einer experimentellen Live-Video-Performance in Zusammenarbeit mit dem Grafikkünstler Serhiy Horobets. Im Anschluss liest Bestsellerautorin Giulia Endres aus ihrem neuen Buch „Organisch“. 

Der zweite Kulturblock beginnt um 15.30 Uhr. Der Pianist Christoph Soldan und die Schlesischen Kammersolisten präsentieren Edvard Griegs „Aus Holbergs Zeit“ sowie das neue Werk „Vivaldiana“ von Dariusz Zboch. Danach liest Angelika Klüssendorf aus ihrem Werk „Risse“.

Jazz in schönem Ambiente

Den Schlusspunkt setzt ab 18 Uhr ein Konzert der „Sheila Heyartz Band“ aus Jever – ein musikalischer Ausklang mit Jazz und Groove. 

Zwischen den Programmpunkten laden regionale Anbieter zum Verweilen auf dem über 250 Jahre alten Gulfhof mit seinem friesischen Ambiente ein: Dazu bietet der Rotary Club Jever-Jeverland internationale kalte und warme Spezialitäten an. Hausgebackene Kuchen gibt es von den Landfrauen. Dazu gibt es Getränke von Kaffee über Wein bis zum Bier. Karten im Vorverkauf für eines der drei Events (ab 25 Euro) oder für Kombi-Tickets (ab 65 Euro) gibt es im Internet .

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Eigener Hund wies den Weg in die Selbstständigkeit

Hooksiel (9. 6. 2026) – Ihr Start-Up „Bellari“ gilt als Musterbeispiel für eine Unternehmensgründung. Ihre Liebe zu Hunden kennt keine Grenzen. Vier Mal war die in Hooksiel lebende Unternehmerin Ann-Christin Schubert inzwischen mit einer Hilfsorganisation in der Ukraine, um Menschen und Vierbeinern in dem vom Krieg geschundenen Land zu helfen, teilweise nur wenige Hundert Meter hinter der Frontlinie.

Die Hooksieler Jungunternehmerin Ann-Christin Schubert schildert ihren Weg in die Selbstständigkeit in einem Podcast der „Gezeitengänger“.

Jetzt hat die 32-Jährige eine weitere Herausforderung gemeistert. Sie wurde von Jens Koch und Christopher Groß nach Bad Zwischenahn zum Format „Gezeitengänger“ eingeladen und hat sich fast eine Stunde lang einem Interview gestellt, das jetzt als Podcast kostenlos abgerufen werden kann (open.spotify.com). 

Nachgezeichnet wird in dem Gespräch der Weg und die Motivation der in Wilhelmshaven geborenen jungen Frau in die Selbstständigkeit – und zwar schon während ihres Wirtschaftsstudiums an der Jade-Hochschule. Wegweise dafür waren ihr eigener Hund und die Idee, dass man aus alten Feuerwehrschläuchen besonders strapazierfähiges Hundespielzeug herstellen können müsste. 

Wo bekommt man die Schläuche her? Wie entsteht ein erster Prototyp? Wie kann eine Produktionslinie aussehen? Und wie findet man letztlich Käufer für das neue Produkt? Fragen über Fragen. Als Herzstück ihres Unternehmens hat Ann-Katrin Schubert 2021 den Online-Shop „bellarie.de“ aufgebaut. Ein Jahr später wurde sie mit dem „Gründerpreis Nordwest“ ausgezeichnet. Inzwischen haben auch verschiedene Ladengeschäfte ihre Produkte im Angebot. 

Wer im Internet bei den „Gezeitengängern“ vorbeischaut, hat zudem die Chance, – neben Produkten von anderen Gesprächspartnern – von Ann-Christin Schubert entwickelte Futterdummys für Hunde (Markenname: „Herr Schrödinger“) zu ersteigern. Die Erlöse der Benefizaktion sollen der NCL-Stiftung zugute kommen, die an Kinderdemenz erkrankte Kinder und deren Familien sowie die Forschung zu diesem Thema unterstützt. 

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Sielortfete: Viele Besucher bringen Getränke selbst mit

Horumersiel (8. 6. 2026) – Trotz des wechselhaften Wetters war die Sielortfete in Horumersiel an allen Veranstaltungstagen gut besucht. Nach der offiziellen Eröffnung am Freitag tummelten sich auf dem Dorfplatz, auf der Festwiese auf demZentralparkplatz und entlang der Goldstraße zahlreiche Menschen, die der Musik lauschten, sich an den verschiedenen Ständen mit Leckereien und Getränken stärkten oder das Showprogramm auf der Bühne verfolgten.

Der „Shantychor Likedeeler“ unterhielt die Besucher der Sielortfete am Sonntagnachmittag. Foto: hol

Der „Bingo Bär“ Michael Thürnau vom NDR erhielt ebenso reichlich Beifall wie zum Beispiel der Spielmannszug Sillenstede, die Live-Bands „Sonic & Smoke“ und „Rinderhagen“ oder DJ Toddy. Am Samstag wurde von 1 Uhr nachts gefeiert. Am Sonntag ging es mit bedächtigeren Tönen weiter. Nach dem Ökumenischen Gottesdienst sangen der „Shantychor Likedeeler“ unter Leitung von Hardwig Gerdes und das Wangerländer Duo „De Platters“.

Abgerundet wurde das Programm unter anderem durch „Open Ships“ beim Küstenwachboot 19 der örtlichen Marinekameradschaft sowie beeindruckenden Ausstellungen und Vorführungen von Soldatinnen und Soldaten des Objektschutz-Regiments der Luftwaffe auf dem Festplatz. Eine wichtige Rolle im Showprogramm spielte auch CDU-Bürgermeister-Kandidat Theis Fischer. Er wurde im Rahmen der traditionellen Neptuntaufe unter dem Namen „Poseidon“ zum Wattkönig gekürt.

Traditionell präsentiert sich die Bundeswehr bei der Sielorfete. Zu Gast in Horumersiel war das Objektschutzregiment der Luftwaffe. Foto: hol

Frank Hensel aus dem Organisationsteam zeigte sich mit dem Zuspruch an Besuchern zufrieden – auch angesichts der Konkurrenz durch das Spiel der Fußball-Nationalmannschaft gegen die USA und das Tennis-Endspiels in Paris mit deutscher Beteiligung. Vergleichsweise schlecht seien allerdings die Umsätze der Gastronomen gewesen. Hensel: „Der Trend, dass sich immer mehr Gäste ihre Getränke selbst zur Sielortfete mitbringen, hält an. Das ist wenig erfreulich.“ 

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Zeitplan für Bau der „Bunten Wache“ kaum noch zu halten

Wangerland/Hohenkirchen (8. 56. 2026) – Die Baugenehmigung für den Bau der „Bunten Wache“ im Gewerbegebiet in Hohenkirchen liegt vor. Darüber informierte der Leiter der technischen Bauabteilung der Gemeinde Wangerland, Torsten Meuer, die Mitglieder des Feuerwehrausschusses des Rates. Jetzt könne mit dem Abriss des noch auf dem Grundstück stehenden Gebäudes begonnen und die erforderliche EU-weite Ausschreibung für den Neubau vorbereitet werden.

So sieht der Entwurf der „Bunten Wache“ aus, die in Hohenkirchen entstehen soll. Grafik: Architekturbüro

Feuerwehr drückt aufs Tempo

In der „Bunten Wache“ soll künftig die Freiwillige Feuerwehr Hohenkirchen mit ihren Fahrzeugen sowie die Polizeistation Wangerland als Mieterin einziehen. Das alte Feuerwehrgerätehaus im Ortskern in zu klein und kann am bisherigen Standort nicht erweitert werden. Die Kosten für den Neubau hatte die Gemeinde zuletzt mit 5,7 Millionen Euro veranschlagt.

Gemeindebrandmeister Eike Eilers unterstrich in der Ausschusssitzung noch einmal die Dringlichkeit des Projektes. Die Feuerwehrfahrzeuge seien einfach zu groß für das alte Gebäude. Dadurch käme es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Bedauerlich sei, dass der ursprüngliche Zeitplan kaum noch zu halten sei. Dabei war man von einer Fertigstellung des Gebäudes Mitte 2027 ausgegangen. Eilers: „Ich befürchte, dass in diesem Jahr auf der Baustelle außer dem Abbruch nicht mehr viel passiert.“

Alternative für Flachdach?

Nicht unbedingt weiter verzögert würde das Projekt nach Überzeugung von Meuer, wenn die Dachkonstruktion noch einmal überplant wird. CDU-Ratsherr Arndt Lowien hatte mit Erstaunen festgestellt, dass der Entwurf für das zweigeschossige Gebäude ein Flachdach vorsieht. Damit wären nach seiner Überzeugung künftige Probleme mit der Dachentwässerung vorprogrammiert. Der Ausschuss regte an zu prüfen, ob nicht doch lieber ein Schräg- oder Spitzdach gebaut werden sollte. Die Baugenehmigung müsste dann entsprechend angepasst werden.

Schwerlastverkehr soll die Ortsumgehung nutzen

Wangerland/Oldorf (8. 6. 2026) – Der landwirtschaftliche Schwerlastverkehr soll künftig nur noch die Ortsumgehung in Oldorf nutzen. Einvernehmlich empfahlen die Mitglieder des Wegeausschusses des Rates, die Straßen in dem Ort zu zu beschildern, dass die Anwohner der bisherigen Durchgangsstraße entlastet werden. 

Die kleine Ortsumgehung, die im Rahmen des Flurbereiniungsverfahren Oldorf-St. Joost gebaut worden war, soll zuvor förmlich als Gemeindestraße gewidmet werden. Ihr offizieller Name „Bertha-Cornelia-Weg“ fiel dabei im Ausschuss nicht. 

Die Namensgebung Ende 2024 war etwas unglücklich gelaufen. Der Gemeinderat hatte die Straße mit dem Namen der verstobenen Bürgerin bedacht, um deren Verdienste für das Schlossmuseum Jever zu würdigen. Erst im Abstimmungsverfahren war ins Rathaus durchgedrungen, dass viele Oldorfer diese Namensgebung nicht gut fanden. 

Hooksieler Reiterinnen sichern sich Kreismeisterschaft

Hooksiel (8.6. 2026) – Die Dressurmannschaft des Reit- und Fahrvereins (RuF) Hooksiel ist neuer Kreismeister in der Mannschaftsdressur Klasse A* 2026. Die Meisterprüfung fand am Wochenende bei einem Turnier in Bockhorn/Grabstede statt.

Mannschaftsführerin Melanie Lüttge (ganz links) feierte mit den Reiterinnen (von links) Simone Gehm-Dettmann mit Pretty Valerie, Rieke Scherf mit Unlimited Passion, Freya Heinen mit Chico Saltando und Reena Peters mit Red Rosie die Kreismeisterschaft. Foto: Elsbeth Noatzsch

Die Dressurmannschaft mit Mannschaftsführerin Melanie Lüttge errang am Samstag den zweiten Platz. Am Sonntag traten dann die drei besten Mannschaften um den Titel der Kreismeisterschaft des Kreisreiterverbandes (KRV) Friesland/Wilhelmshaven gegeneinander an.

Die Hooksielerinnen (Simone Gehm-Dettmann mit Pretty Valerie, Rieke Scherf mit Unlimited Passion, Freya Heinen mit Chico Saltando und Reena Peters mit Red Rosie) errangen souverän den ersten Platz und wurden somit Kreismeister in der Mannschaftsdressur Klasse A*. Damit hat sich die Mannschaft auch das Startrecht beim Landesturnier in Rastede gesichert.