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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

„Watt mit Kultur“ unter freiem Himmel und im Zirkuszelt

Wangerland (13. 4. 2026) – Auch in diesem Jahr dürfen sich Wangerländer und ihre Gäste auf drei besondere Kulturveranstaltungen freuen. Zum dritten Mal werden die Landesbühne Niedersachsen-Nord aus Wilhelmshaven und die Wangerland Touristik GmbH die kleine Freilichtbühne im Kurgarten in Horumersiel in eine Open Air-Bühne verwandeln. Der Circus Axo in Schillig dient zudem erstmals als Spielstätte. 

Theater pur unter freiem Himmel im Kurgarten in Horumersiel. Bei „Watt mit Kultur“ im vergangenen Jahr war unter anderem Hildegard Knef zu Gast – und begeisterte ihr Publikum. Archiv-Foto: hol

„Watt mit Kultur“ ist ein Beispiel für gelebte Kooperation zwischen Landesbühne und Wangerland Touristik. „Die Veranstaltungsreihe hebt sich von anderen ab, weil sie Theater an Orten erlebbar macht, die die Landesbühne bisher nicht erreicht hat“, sagt Olaf Strieb, Intendant der Landesbühne. Florian Wirth, Veranstaltungsmanager der WTG, betont die besondere Atmosphäre der Veranstaltungen unter freiem Himmel im Kurgarten. „Wer mag, ist herzlich eingeladen, sich eine Picknickdecke mitzubringen und es sich auf der Rasenfläche gemütlich zu machen.“ 

Von Goethe bis Punk

Das Kultur-Programm läuft an drei Freitagen. Den Auftakt bildet am 12. Juni in Horumersiel die Vorführung des Stückes „Goethe und die Frauen“. Schauspielerin Ramona Marx und Chefdramaturg Marcel Krohn beleuchten die leidenschaftlichen Seiten des Dichters. Zwischen Briefen, Gedichten und Spielszenen entsteht ein atmosphärischer Abend, der neue Facetten Goethes zeigt. 

Am 19. Juni übernehmen Jeffrey von Laun und Stefan Faupel die Bühne. Ihr eigens für den Abend geschriebenes Stück „Herr von Laun und Herr Faupel sind schlecht vorbereitet“ feiert Premiere. Zwischen Theater, Musik und spontanen Einfällen entsteht eine Geschichte über die Unvollkommenheit des Lebens – über das Gefühl, eigentlich alles besser planen zu wollen, und doch mitten in die Improvisation zu geraten. „Mit feiner Selbstironie meistern die beiden Schauspieler ihr ,Nicht Vorbereitet Sein‘ mit sichtbarer Lust am Scheitern“, heißt es in der Ankündigung. 

Vergessene Songs im Zirkuszelt

Zum Finale am 26. Juni zieht die kleine Spielzeit weiter nach Schillig in den Circus Axo, direkt am Strand. Hier verabschiedet sich „Watt mit Kultur“ mit Musik: Die Wilhelmshavener Band  „The Golden Coats“ bringt Electric-Beat, Garage-Punk und Psychedelic-Sound auf die Zirkusbühne. Die Musiker graben vergessene Songs aus den 1960er-Jahren aus, mischen sie mit Power Pop und eigenen Kompositionen. 

Tickets für alle Abende sind erhältlich in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel sowie online unter wangerland.de und in der Theaterkasse des Stadttheaters Wilhelmshaven bzw. deren Onlineticketshop. 

Nach zehn Jahren: Jubiläumsfahrt der Oldtimer-Freunde

Hooksiel (13. 4. 2026) – Zehn Jahre ist eine respektable Zeit. So lange schon treffen sich die Aktiven des Hooksieler OKT (Oldtimer Klön Tag) einmal im Monat. Am Sonntag, 26. April, wollen die Oldtimerfreunde ihr Jubiläum mit einer Ausflugsfahrt nach Elsfleth begehen.

Der Hooksieler OKT um Sprecher Ulrich Nolzen (3. von rechts) freut sich auf seine Jubiläumsfahrt nach Elsfleth. Foto: OKT

Treffpunkt für alle Oldtimer-Freunde, die sich in eigener Verantwortung der Fahrt anschließen wollen, ist um 9.45 Uhr, auf dem Parkplatz der Bäckerei Ulfers-Eden am Hooksieler Kreisverkehr. Gern gesehen sind alle Autoliebhaber, die mit einem Fahrzeug mit „H“-Kennzeichen unterwegs sind. Pünktlich um 10.30 Uhr soll die Fahrt los gehen. 

Als Zwischenstopps sind an einer Bäckerei in Zetel, an der Windmühle in Varel und im Mooriemer Landcafé vorgesehen, wo man bei Kaffe, Tee und Kuchen eine ausgiebige Pause einlegen will. Hier soll dann auch ein handsignierte Jubiläums-Pokal an den Organisator der Tour überreicht werden.

Auf dem Rückweg können die Teilnehmer der „touristischen Tagesausfahrt“ je nach Lust und Laune die historische St. Anna-Kirche in Bardenfleth, eine private Oldtimer-Halle oder das Hunte-Sperrwerk besichtigen. Zurück in Hooksiel will man sich zum gemeinsamen Ausklang im „Balkan-Grill“ treffen.

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Umwelt im Fokus: Wasserschützer kündigen Kontrollen an

Hooksiel (13. 4. 2026) – Bei den landesweiten Aktionstagen zum Umwelt- und Gewässerschutz stehen die Einhaltung von Umwelt- und Abfallvorschriften in der See- und Binnenschifffahrt im Fokus. Wie die niedersächsische Wasserschutzpolizei (WSP) ankündigt, werde man eine Woche lang im gesamten Land entsprechende Kontrollen durchführen.

Wasserschutzpolizei Jade
Die Wasserschutzpolizei kündigt intensive Kontrollen für den Umwelt- und Gewässerschtuz an. Archiv-Foto: hol

Der Betrieb von Schiffen, egal ob auf Flüssen, Seen oder dem Meer, erzeugt verschiedene Abfallarten. Dazu gehören Ölschlämme, Rückstände aus der Abgasreinigung, Abfälle aus dem Maschinenraum sowie Abwässer aus Bordtoiletten. „Diese Stoffe müssen fachgerecht entsorgt werden“, so die WSP.

In bestimmten Fällen dürften Rückstände wie Abgase, Waschwasser oder Küchenabfälle nur unter strengen Vorgaben ins Wasser oder in die Luft abgegeben werden. Um die Umweltbelastung möglichst gering zu halten, gelten dafür klare Regeln auf nationaler und internationaler Ebene. „Wer sich nicht an diese Vorschriften hält, belastet die Umwelt erheblich.“

Im Rahmen der Aktionstage wollen die Wasserschutzpolizeien bundesweit die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen kontrollieren. Neben Kontrollen setze man auf Aufklärung: In Gesprächen mit den Schiffsverantwortlichen wolle man Informationen vermittelt und das Bewusstsein schärfen, um Umweltverschmutzung schon im Vorfeld zu verhindern. 

Ziel der Kontrollen sei es, die Gewässer sauber zu halten, Umweltverschmutzungen wirksam vorzubeugen und die maritime Sicherheit nachhaltig zu stärken.

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Gelungener Rettungseinsatz: Gefangene Dohle wieder frei

Hooksiel (12. 4. 2026) – Kurioser Einsatz für die freiwillige Feuerwehr Hooksiel. Am heutigen Sonntag gegen 10.15 Uhr ereilte die Retter ein Alarmruf. Ein Vogel hatte sich in einem noch genutzten Schornstein verfangen und war ganz offensichtlich nicht in der Lage, sich selbst zu befreien.

Die rettende Idee für die Dohle: eine „Rabelvogel-Rettungstasche“. Oder genauer: Ein größerer Einkaufsbeutel, mit dem die Feuerwehrleute das Tier aus dem Kamin befreien und in den Garten bringen konnten. Von da aus ging es für die offenkundig unverletzte Dohle wieder in die Freiheit. 

Beeindruckendes Naturschauspiel vor der Haustür

Wilhelmshaven/Hooksiel (12. 4. 2026) – Die Jade gilt als Wohnzimmer der Schweinswale. Die kleinen Wale kommen jedes Jahr im Frühjahr auf der Suche nach Nahrung in die Nähe der Küste. Von Wilhelmshaven und Hooksiel aus kann man ihre Rückenflossen dann häufig mit bloßen Augen sehen.

Naturschauspiel in der Jade: Immer wieder im Frühjahr lassen sich Schweinswale hier gut beobachten. Foto: Michael Hillmann

Bei den Schweinswal-Tagen, die von Freitag, 24. April, bis Sonntag, 3. Mai, zum zehnten Mal stattfinden, kann man dieses deutschlandweit einzigartige Naturschauspiel hautnah miterleben. Das Wattenmeer Besucherzentrum in Wilhelmshaven und seine Kooperationspartner informieren mit den Schweinswal-Tagen über das Leben und den Schutz von Deutschland einziger heimischer Walart.

Zehn Tage lang Programm

Für Naturinteressierte jeden Alters wird über die zehn Tage ein abwechslungsreiches Programm geboten. Tägliche Whale-watching Exkursionen mit Schiffen, begleitet durch Walexperten, gehören ebenso dazu wie Führungen durch die Walausstellung des Wattenmeer Besucherzentrums. Exklusive Erlebnisse sind auf dem Segelschiff „Nordwind“ oder auf einem Helgoländer Börteboot bei der Beobachtung der Schweinswale im Jade-Revier zu erwarten. 

Wal-Olympiade

An den Wochenenden machen Walrufer Gäste am Wilhelmshavener Südstrand auf die Meeressäuger aufmerksam. Zudem findet dort die „Wal-Olympiade“ mit interaktiven Mitmach-Aktionen statt. Vorträge in Kombination mit Dinner oder Frühstück bieten in entspannter Atmosphäre Wissenswertes über die faszinierenden Tiere. Ergänzt wird das Programm durch Naturfilme sowie eine Fotoausstellung des JadeWale e.V..

Im Jubiläumsjahr übernimmt der Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke die Schirmherrschaft der Schweinswal-Tage. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung unter www.schweinswaltage.de.

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Wagen in einer Kurve von der Straße abgekommen

Wangerland (12. 4. 2026) – Auf dem Minser Osteraltendeich sind am Samstag gegen 21.30 Uhr zwei Männer mit einem Audi A 6 von der Straße abgekommen. Der Wagen prallte gegen einen Baum und blieb anschließend im Graben liegen. Wie die Polizei mitteilt, hätten sich die verletzten Insassen zunächst von der Unfallstelle entfernt. Der 21- und ein 27-jähriger Mann seien aber von der Polizei in der Nähe festgestellt worden. 

Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Verkehrsunfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Die Insassen hätte, so die Polizei, „zweifelhafte Angaben zur Eigenschaft des Fahrzeugführer zum Unfallzeitpunkt“ gemacht. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Wagen bei schlechten Sicht- und Wetterverhältnissen im Bereich einer Kurve aufgrund überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn abkam. 

Bei Dunkelheit die Schönheit der natürlichen Nacht erleben

Wilhelmshaven/Wangerland (11. 4. 2026) – Um die die Schönheit der natürlichen Nacht geht es vom 13. bis 20. April, der weltweit zelebrierten „Dark Sky Week“. Auch die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer beteiligt sich an der Aktion und bietet dazu ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Einheimische als auch Gäste können kostenlos an Führungen und Vorträgen in der gesamten Wattenmeer-Region teilnehmen.

Dunkelheit ermöglicht wie hier von Spiekeroog aus einen wunderbaren Blick auf die Milchstraße. Foto: Stephan Sprinz

Die Aktionswoche soll dazu anregen, die natürliche Dunkelheit der Nacht bewusst zu erleben, ihren Wert für Natur und Mensch zu entdecken und zur Verringerung von Lichtverschmutzung beizutragen. Die Dark Sky Week wurde 2003 von der Organisation Dark Sky International ins Leben gerufen und findet seither jährlich statt. Hintergrund ist die zunehmende Aufhellung der Nacht durch künstliche Lichtquellen. In Deutschland wächst die Lichtmenge jedes Jahr um etwa ein bis zwei Prozent – mit spürbaren Folgen für Umwelt und Mensch.

Katrin Kirfel, Projektkoordinatorin von „Darker Sky“ in der Nationalparkverwaltung: „Ob beim Besuch einer Veranstaltung, bei einer Nachtwanderung im Freundeskreis oder bei einer kleinen Sternenbeobachtung im eigenen Garten – schon das bewusste Ausschalten von Außenbeleuchtung kann einen Beitrag leisten und gleichzeitig neue Naturerlebnisse ermöglichen.“

Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Das Programm zur Dark Sky Week in der Wattenmeer-Region, unter anderm mit Veranstaltungen in Wilhelmshaven und Schillig, findet sich unter http://www.nationalpark-wattenmeer.de/idsw/

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WTG sucht Investor für Kur- und Thermenhotel in Horumersiel

Horumersiel/Hooksiel (10. 4. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH sucht Investoren für Neubau eines Thermen-Hotels und den Betrieb des Thalassso Meere Spa (TMS) in Horumersiel. Durch die erhofften Einnahmen will sich das gemeindeeigene Unternehmen aus der finanziellen Schieflage befreien, die zur aktuellen Insolvenz in Eigenverwaltung geführt hat.

Die WTG sucht nach Investoren für Horumersiel. Im Fokus sehen dabei die Gebäude des bisherigen Kurzentrums mit Tourist-Info und Kursaal (lila), das Thalasso-Meeres-Spa (blau) und die Friesland-Therme (gelb). Repro: WTG

Der jetzt in eine europaweitem Vergabeverfahren angebotene Gebäudekomplex am Standort „Zum Hafen 3“ in Horumersiel umfasst den Kernbereich der bisherigen Kurverwaltung – den Sitz des Unternehmens selbst mit Büroräume, Tourist-Information, Bücherei und Kursaal. 

Hotelneubau bis Ende 2028?

Auf diesem Grundstück könnte ein Käufer nach den Vorstellungen von Gläubigern, Insolvenzverwaltung und WTG „ein neues Kur- und Thermenhotel mit gesundheits- und tourismusorientierter Nutzung errichten“. Der Neubau soll möglichst schon Ende 2028 stehen. 

Das Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zum TMS und dem Schwimmbad „Friesland-Therme“. In dem erwünschten Kur- und Thermenhotel könnten – je nach Planung des Investors – auch wieder Einrichtungen wie zum Beispiel Büroräume für die WTG, eine Tourist-Info, Veranstaltungsräume, Shops oder auch Mitarbeiter-Wohnungen untergebracht werden.

Betreiber fürs TMS gesucht

In einem zweiten Los des Vergabeverfahrens geht es um den Betrieb des Thalasso Meeres Spa. Die Kostenexplosion beim Bau des Gesundheitstempels von veranschlagten 8,8 auf zuletzt angenommene 23 Millionen Euro gilt als Hauptursache für die Schwierigkeiten der WTG. 

Der Sanierungsplan sieht ausdrücklich nicht den Verkauf des TMS vor. Potenzielle Betreiber sollen vielmehr „ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept“ für den Betrieb der Einrichtung von 2027 bis Ende 2041 vorlegen, das Synergien mit dem geplanten Thermen-Hotel herstellt. Das TMS selbst bliebe bei dieser Konstruktion weiter im Besitz der WTG, die sich dann um den Abtrag der Investitionskosten kümmern müsste.

Friesland-Therme
Die „Friesland-Therme“ ist schon seit Monaten geschlossen. Mit einem entsprechenden Konzept eines benachbarten Kur- und Thermenhotels könnte das Bad auf vielleicht wieder eine Zukunft haben. Archiv-Foto: hol

Inwieweit Interessenten sich in der Lage sehen, einen kostendeckenden Betrieb des Thalasso Meeres Spa zu gestalten, dürfte sich erst im Vergabeverfahren selbst zeigen. Bei der WTG geht man aber offenkundig davon aus, dass man den künftigen Betreiber durch „ein Entgelt“ unterstützen muss. Umso wichtiger der Hinweis, dass man sich Synergien mit dem Neubau des Kurzentrums wünsche und einen Hotel- sowie Thalasso-Betrieb „aus einer Hand“ bevorzuge. 

Architektur wichtig

Bei der Vergabe des Grundstückes für das Thermen-Hotel soll neben der Höhe des gebotenen Kaufpreises auch die architektonische und städtebauliche Konzeption des Gebäudekomplexes stark gewichtet werden. Schon in der Vergangenheit waren Gewerbetreibende und Bürger in Horumersiel massiv gehen Pläne für überdimensionierte Hotelkomplexe vorgegangen.

Der Zeitplan sieht vor, dass Interessenten bis zum 21. Mai ihre Teilnahme an dem Verfahren beantragen können. Bis Anfang August sollen dann erste Angebote vorliegen, die dann beraten und nachverhandelt werden können. Mit der Vertragsunterzeichnung mit einem Investor rechnet die WTG für Ende September/Anfang Oktober. 

Der geplante Verkauf des Grundstücks „Zum Hafen 3“ ist ein weiterer Schritt zur Sanierung der WTG. Bekanntlich hat das Unternehmen sich bereits vom Campingplatz in Hooksiel getrennt und Grundstücke in Tettens verkauft. Für den Campingplatz Schillig wird aktuell nach einem Käufer gesucht. Die beiden WTG-Schwimmbäder in Horumersiel und in Hooksiel sind seit Monaten geschlossen. Für das Hallenwellenbad-Hooksiel mit den umliegenden Flächen wird ebenfalls nach einem Investor gesucht.

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Schlüsselprojekte für Energiewende auf den Weg gebracht

Wilhelmshaven (10. 4. 2026) – Baubeginn für zwei Kernprojekte der Energiewende. Im Beisein von Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) wurde am Donnerstag in Wilhelmshaven der erste Spatenstich für einen 50-Megawatt-Batteriespeicher auf dem Gelände des ehemaligen Uniper-Kohlekraftwerkes gesetzt. Zuvor feierte die Firma TenneT in Sengwarden den offiziellen Baustart für eine Milliarden-Investition – einen Netzverknüpfungspunkt, über den auf See erzeugter Windstrom ins Netz eingespeist werden soll.

So soll der Batteriespeicher aussehen, der neben dem ehemaligen Uniper-Kohlekraftwerk errichtet wird. Repro: hol

Beide Projekte, so betone Lies, würden die Bedeutung Wilhelmshavens als Energiedrehscheibe mit zentraler Bedeutung für das gelingen der Energiewende unterstreichen.Wichtig wäre es aber auch, dass der Standort selbst auch in Form von Wertschöpfung und Steuereinnahmen profitiere. 

Versorgungssicherheit im Fokus

Bislang sei es bei der Suche nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen fast nur um den Klimaschutz gegangen. Heute stehe die Versorgungssicherheit im Vordergrund. „Aber Klimaschutz machen wir trotzdem“, so Lies. „Wie wichtig eine saubere, aber vor allem auch unabhängige Energieversorgung ist, wird uns derzeit drastisch vor Augen geführt.“ 

Ein zentraler Baustein für das Gelingen der Energiewende sei die Verlässlichkeit der politische und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ohne die kein Unternehmen in den Ausbau von regenerativen Energien, in Elektrolyseure, in Batteriespeicher oder die Wasserstoff-Herstellung investiere. Nach seiner Einschätzung werde es eine lange Übergangszeit geben, in der zum Beispiel Gaskraftwerke noch nötig sind. Wenig Hoffnung setzt Lies darauf, dass Kernkraftwerke der neuesten Generation den Weg in eine CO2-freie Stromproduktion erleichtern könnten. „Die sind ganz einfach viel zu teuer.“

Batterie speichert überschüssige Energie

Der Batteriespeicher, den Uniper mit der Partnerfirma NGEN auf dem Gelände des ehemaligen Uniper-Kraftwerks baut, soll eine Leistung von 50 Megawatt (100 MWh) haben. Das Speicher-System soll künftig kurzfristige Schwankungen im Stromnetz ausgleichen, die durch die Einspeisung von Wind- und Solarenergie entstehen. Damit würde die Anlage die Integration erneuerbarer Energien sowie die Netzstabilität nachhaltig stärken. Die Nutzung von phasenweise überschüssigem Strom würde zudem die Erneuerbaren insgesamt günstiger machen.

Jan Taschenberger, Uniper-COO New Green Power & Gas (links), beim symbolischen Spatenstich für den Batteriespeicher mit (von links) Mirjam Bernard (NGEN), Ministerpräsident Olaf Lies, Holger Kreetz (COO Uniper), Roman Bernard (CEO NGEN), Oberbürgermeister Carsten Feist,  Marco Scholz (NGEN) und Harald Poppinga (Uniper). Foto: hol

Der Batteriespeicher könne überschüssigen Wind- oder Sonnenstrom aufnehmen und ihn wieder bereitstellen, wenn er benötigt wird, sagte Jan Taschenberger. Der Uniper-COO wies bei der Begrüßung der Gäste darauf hin, dass der Bau der Anlage ursprünglich für einen anderen Standort geplant gewesen sein. Ausdrücklich danke er den beteiligten Behörden, Netzbetreibern und Projektpartner NGEN für die gute Zusammenarbeit am Standort Wilhelmshaven. Aktuell läuft auf dem Gelände noch die Kampfmittelbeseitigung. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das vierte Quartal dieses Jahres vorgesehen. 

Nordsee-Windstrom wird gebündelt

Ein Schlüsselprojekt für die Energiewende ist das Energiedrehkreuz, das der Stromnetzbetreiber TenneT Germany über die nächsten Jahre auf einer Flüche von rund 70 Hektar baut. Über den Netzverknüpfungspunkt Sengwarden an der Utterser Landstraße zwischen Voslapp und Sengwarden sollen künftig bis zu vier Gigawatt Offshore-Windleistung aus der Nordsee in das Stromnetz integriert werden. Rechnerisch können damit rund fünf Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden.

Tim Meyerjürgens, Vorsitzender der Geschäftsführung von TenneT Germany: „Hier in Sengwarden schaffen wir zentrale Infrastruktur, auf der Wirtschaft, Energieversorgung und industrielle Entwicklung der kommenden Jahrzehnte aufbauen können.“

In Sengwarden werden künftig die Offshore-Netzanbindungssysteme BalWin3 und LanWin4 zusammengeführt. Der Windstrom aus der Nordsee soll hier gebündelt, in das Höchstspannungsnetz eingespeist und dorthin transportiert werden, wo Haushalte, Wirtschaft und Industrie ihn benötigen. Dafür werden zwei Konverteranlagen gebaut, die den Offshore-Gleichstrom für den Weitertransport im Stromnetz in Wechselstrom umwandeln. Darüber hinaus entsteht ein 380-kV-Umspannwerk, das den Strom über die neue 380-kV-Leitung Wilhelmshaven2-Conneforde in das überregionale Stromnetz einspeist. 

Konverter wandeln Strom um

Einen dritten Konverter am Standort Sengwarden wird der Übertragungsnetzbetreiber Amprion bauen, um den Wechselstrom aus dem dort entstehenden Umspannwerk aufzunehmen und über den Korridor B von Wilhelmshaven nach Hamm in Nordrhein-Westfalen abtransportieren zu können. 

Das Projekt, davon zeigten sich auch Ministerpräsident Lies und Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist überzeugt, werde auch wirtschaftliche Impulse für die hiesige Region setzen. Es schaffe die Voraussetzungen für Industrie- und Technologieansiedlungen und stärke die Rolle des Standorts als Energieknoten von nationaler und europäischer Bedeutung. 

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Putzkolonnen künftig ohne Chemie und Giftstoffe unterwegs

Hooksiel (9. 4. 2026) – Beide Unternehmen sind seit Anfang 2025 zertifizierte Partner des Unesco Weltnaturerbe Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Ab sofort arbeiten die Hooksieler „Agentur am Meer“ und die PUUYU Nature Care GmbH aus Jever auch im praktischen Geschäft eng zusammen. Die gemeinsame Basis: Nachhaltigkeit.

Setzen beim Reinigen von Ferienwohnungen auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz: Alexandra Gölz und Matthias Suckert. Foto: hol

Die „Agentur am Meer“ am Meer betreut rund 120 Wohnungen und Feriendomizile in Hooksiel. Die wollen regelmäßig geputzt und gereinigt werden. „Nach jedem Bettenwechsel schicken wir eine Putzkolonne“, schildert Agenturbetreiber Matthias Suckert. Künftig werden die Putzkräfte nicht nur saubere Zimmer hinterlassen, sondern auch einen ökologisch einwandfreien Fußabdruck.

Nur ökologisch unbedenkliche Produkte

Dafür sollen die Produkte der PUUYU GmbH sorgen, die ausnahmslos mit natürlichen Inhaltsstoffen und Enzymen Verschmutzungen beseitigen, ohne die Umwelt oder die Anwender zu schädigen. Nach den Worten von Unternehmensgründerin Alexandra Gölz hat das Unternehmen eine ganze Reihe von Produkten entwickelt, die ohne Giftcocktail und Gaswolke reinigen. „Auf unserer Produkten findet man nicht einen einzigen Warnhinweis, die für potenziell giftige, ätzende oder wasserschädliche Stoffe vorgeschrieben sind.“

In einer Testphase wurden die Hooksieler Putzkolonnen für den Einsatz der neuen Allzweck-, Luft-, WC- oder Bodenreinigern geschult. „Das Motto ,viel hilft viel‘ gilt bei uns nicht“, sagt Alexandra Gölz. Soll heißen: Der richtige Umgang mit den Öko-Putzmitteln will gelernt sein. Zum Wohle der Umwelt und der Gesundheit von Mensch und Tier, die in die frisch gereinigten Wohnungen einziehen. 

Werte des Nationalparks Wattenmeer

Darauf setzt Suckert. Nach seinem Eindruck würden sich immer mehr Urlauber bewusst für eine Unterkunft entscheiden, die nachweislich im Einklang mit den Werte des Nationalparks Wattenmeer betrieben wird. 32 seiner Wohnungen seien entsprechend zertifiziert. 

Gölz und Suckert, die sich erst bei der Verleihung ihrer Zertifikate durch die Nationalparkverwaltung kennen gelernt haben, wollen auch beim Vertrieb der nachhaltigen Putzmittel zusammenarbeiten. Die Putzmittel können künftig in einem Shop in der Agentur in der Lange Straße erworben werden. 

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