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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

CDU: Die Zeit ist reif für Politikwechsel in Friesland

Friesland/Wangerland (12. 6. 2026) – Die CDU Friesland hat die personellen Weichen für die Kreistagswahl am 13. September gestellt. Auf ihrer Aufstellungsversammlung nominierte die Partei 49 Frauen und Männer für die Wahl zum Kreistag. Das Ziel: Ein echter Politikwechsel im Landkreis.„Wir spüren überall, dass viele Menschen sich Veränderung wünschen“, sagte CDU-Kreisvorsitzender Thies Fischer (Wangerland). „Friesland wird seit Jahrzehnten von derselben Partei geprägt. Das hat Spuren hinterlassen. Einer Demokratie tut es gut, wenn Verantwortung auch einmal wechselt.“

Mit großer Mehrheit bestätigten die Mitglieder die 55-jährige Juristin aus Jever Sybille Raquet als Kandidatin von CDU und FDP für das Amt der Landrätin. „Sybille Raquet steht für Kompetenz, Führungsstärke und Bodenständigkeit. Sie kennt die Region, sie kennt Verwaltung und sie wird ihre ganze Kraft in diese Aufgabe investieren“, ist Fischer überzeugt.

Zusammenarbeit mit Wilhelmshaven

Als eine der wichtigsten Aufgaben nennen die Christdemokraten die Umsetzung des gemeinsamen Zentralklinikums für Friesland und Wilhelmshaven. Nur damit könne es gelingen, den Menschen in der Region auch in zehn oder zwanzig Jahren noch moderne Medizin auf höchstem Niveau anzubieten, so Fischer. „Ob Gesundheitsversorgung, Wirtschaft, Wohnungsbau oder Fachkräftemangel – wir stehen im Wettbewerb mit anderen Regionen. Diesen Wettbewerb werden wir nur gewinnen, wenn Friesland und Wilhelmshaven enger zusammenarbeiten als bisher.“

Auch mit Blick auf die Kreisverwaltung fordert die CDU einen Kurswechsel. Nach Auffassung der Christdemokraten habe die Verwaltung in den vergangenen Jahren zu oft unter fehlender Führung gelitten. „Ein Landkreis mit mehr als 100.000 Einwohnern und eine Verwaltung mit hunderten Beschäftigten brauchen eine Verwaltungschefin, die vor Ort präsent ist und die Verwaltung tatsächlich führt“, sagte Fischer.

Kandidaten für den Kreistag

Bei der Kreistagswahl stimmen die Bürgerinnen und Bürger in vier Wahlbezirken ab. Für den Wahlbezirk IV (Jever/Wangerland/Wangerooge) bieten die CDU folgende Kandidatinnen und Kandidaten an: Katharina Jensen (Wangerland), Dirk Zillmer (Jever), Kai Ulferts (Jever), Alice Brandenburg-Bienek (Wangerland), Matthias Bollmeyer (Jever), Wolfgang Weidemann (Wangerland), Christopher Popken (Jever), Thies Fischer (Wangerland)

Seit 25 Jahren mit Herzblut im Dienst der Kinder

Hooksiel (12. 6. 2026) – Einen schönen Blumenstrauß, ein dickes Dankeschön und eine Ehrenurkunde der Gemeinde Wangerland brachte Bürgermeister Mario Szlezak in die Kindertagesstätte Hooksiel. Der Grund: ein Dienstjubiläum. 

Erzieherin Tanja Brämer-Neumann (auf dem Foto mit dem Bürgermeister) arbeitet seit 25 Jahre als Kindergärtnerin für die Gemeinde. „Ein Vierteljahrhundert Einsatz für die Kinder, für die Familien und unsere Gemeinde verdienst größten Respekt“, betonte Szlezak. Gerade in den Kindertagesstätten der Gemeinde würden die Mitarbeiterinnen unglaublich wertvolle Arbeit leisten oft mit viel Herz, Geduld und Engagement.

Grüne nominieren Kandidaten-Riege für den Kreistag

Friesland/Wangerland (12. 6. 2026) – Der Kreisverband Friesland von Bündnis 90/Die Grünen hat seine 35 Kandidatinnen und Kandidaten für Wahl zum Kreistag bekannt gegeben. Insgesamt bewerben sich 67 Frauen und Männer für die Grünen bei der der Kommunalwahl am 13. September um Ämter auf Kreis-, Stadt- oder Gemeindeebene. 

Zu den Spitzenkandidatinnen für den Kreistag gehören (von links) Waltraud Voß (Bockhorn), Janina Schönbohm (Jever), Sigrid Busch (Varel), Gaby Szlezak (Wangerland) und Linn Söderberg-Szymanski (Varel). Foto: Merve Court

Zur Aufstellungsversammlung in Jever waren knapp 50 Parteimitglieder gekommen. Kreisvorsitzende Dr. Jutta Helmerichs zeigte sich hocherfreut über die große Zahl. Mehr als die Hälfte aller Kandidierenden (55 Prozent) bewerbe sich erstmals um ein Mandat. Das komme nicht unerwartet. Immerhin habe man in den vergangenen zwei Jahren einen Mitgliederzuwachs von mehr als 41 Prozent zu verzeichnen gehabt. Inzwischen habe die Partei in Friesland 232 Mitglieder. Helmerichs: „Das ist ein starkes Zeichen für ein grünes Friesland!“

Kandidaten im Wahlbereich IV

Die Kreistagsmitglieder werden in vier Wahlbereichen gewählt. Die Liste im Wahlbereich IV „Jever/Wangerland/Wangerooge“ führt für die Grünen Janina Schönbohm (Jever) an. Ihr folgen Reiner Tammen (Jever, früher Wangerland), Gaby Szlezak (Wangerland), Peter Kuchenbuch-Hanken (Wangerooge), Karl Oltmanns und Oliver de Neidels (beide Jever). Die Kandidaten für die Gemeinderatswahl im Wangerland waren bereits zuvor nominiert worden.

Von Klimaschutz bis Gerechtigkeit

Inhaltlich wollen sich die Grünen nach den Worten von Heimrichs weiterhin für Klimaschutz, Artenvielfalt und den Küstenschutz einsetzen, für klimafreundliche und verlässliche Mobilität, Bildungsgerechtigkeit, wohnortnahe Gesundheit und Pflege sowie hohe Lebensqualität in Friesland. „Wie werden den sozialen Zusammenhalt, Vielfalt und soziale Gerechtigkeit fördern und unsere Demokratie stärken sowie unsere Wirtschaft nachhaltig entwickeln“, versprach die Kreisvorsitzende. 

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HHG-Hooksiel pocht auf Ausweisung von Gewerbeflächen

Hooksiel/Wangerland (12. 6. 2026) – Als „unhaltbaren Zustand“ bewertet der Hooksieler Verein für Handwerk, Handel und Gewerbe (HHG) die Situation, dass es aktuell in der Gemeinde Wangerland keine freien Gewerbeflächen gibt. „Handwerksbetriebe können nicht wachsen oder müssen notgedrungen das Wangerland verlassen“, beklagt HHG-Vorsitzender Tobias Geisen. Das Problem müsse „schnellstmöglich durch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen angegangen werden“. 

Geisen kritisiert SPD und ZUW

Unternehmen und Unternehmern aus Handwerk, Handel und Gewerbe werde das Arbeiten und Wirtschaften durch politisch gesetzte Rahmenbedingungen immer schwerer gemacht. Für Vieles seien Bund und Land verantwortlich, für Manches aber auch der Gemeinderat vor Ort. Enttäuscht zeigt sich Geisen in diesem Zusammenhang von dem Verlauf der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Sanierung in der vergangenen Woche, an der er als beratendes Mitglied teilgenommen hat. 

In der Sitzung hatte die Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) einen Antrag eingebracht, wonach die Gemeindeverwaltung umgehend mit der Planung eines Gewerbegebietes in Tettens beginnen solle. Sprecher von SPD und ZUW (Unabhängige) waren zunächst skeptisch und verwiesen darauf, dass die Bauverwaltung der Gemeinde ohnehin überlastet sei und zunächst andere, zeitkritische Bauleitverfahren abarbeiten müsse. 

Letztlich stimmte der Ausschuss dem Antrag aber doch einvernehmlich zu, was Geisen auf seine vehement Intervention zurückführt. Der HHG-Vorsitzende bewertet die zunächst gegen die Planung der neuen Gewerbeflächen eingebrachte Argumente als „fadenscheinig“, zumal auch Bürgermeister und Verwaltungschef Mario Szlezak (SPD) eingeräumt hatte, dass die Kapazitäten dafür im Rathaus vorhanden wären.

Müller weist Kritik zurück

Für die ZUW-Gruppe weist Ratsherr Immo Müller (UWW) die Vorwürfe des HHG zurück. Der Austausch von unterschiedlichen Meinungen und Argumenten sei ein ganz normaler Bestandteil der demokratischen Willensbildung in einem Fachausschuss. Hier werde nicht nur zugestimmt oder abgelehnt. „Genau das ist geschehen“, stellt Müller in einer Erklärung fest. 

„Nicht in Ordnung“ sei es und möglicherweise dem Vor-Wahlkampf geschuldet, dass Geisen im Nachhinein die Argumente von Ratsmitgliedern als fadenscheinig bezeichne. Die Ausweisung von Gewerbeflächen stehe schon lange im Fokus aller im Rat vertretenen Parteien und Gruppen. „An welcher Stelle in der Gemeinde und ob in Tettens ist zu prüfen und vorzubereiten.“ 

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Einheimische können Verborgenes im Wattenmeer entdecken

Wilhelmshaven/Wangerland (12. 6. 2026) – Neben dem 40-jährigen Bestehen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer wird in diesem Jahr die Anerkennung des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe vom 26. Juni 2009 gefeiert. Die in Wilhelmshaven beheimatete Nationalparkverwaltung lädt mit zertifizierten Nationalpark-Führerinnen oder -Führern zu einem vielfältigen Programm ein. 

Im Rahmen des Weltnaturerbe-Geburtstages können Einheimische den Nationalpark bei Wattführungen erkunden. Foto: Melanka Helm/NLPVW

Von Donnerstag, 25., bis Sonntag, 28. Juni, finden entlang der niedersächsischen Küste und auf vielen Inseln Naturerlebnis-Veranstaltungen statt. Einheimische können kostenfrei an einer der Führungen teilnehmen und dabei das Wattenmeer vor ihrer Haustür unmittelbar erleben.

Zahlreiche Veranstaltungen

„Das Wattenmeer ist Wildnis von Weltrang im Großformat und von universellem Wert aus der Perspektive der Vereinten Nationen”, betont Florian Carius, Dezernent bei der Nationalparkverwaltung. „Nationalpark-Führungen unterstützen dabei, die auf den ersten Blick verborgenen Besonderheiten dieser veränderlichen Naturlandschaft zu entdecken und ihre Einzigartigkeit bewusst zu erleben.“ Ziel sei es, die globale Bedeutung des Weltnaturerbes zu vermitteln und so für seinen Schutz zu sensibilisieren. 

Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Informationen zu Treffpunkten und Ausrüstung werden direkt von den jeweiligen Veranstaltenden bereitgestellt. Zudem werden Führungen für geschlossene Gruppen, etwa in Kooperation mit Seniorenheimen oder Schulklassen, angeboten.

Führungen im Wangerland

Im Bereich der Gemeinde Wangerland werden gleich mehrere Veranstaltungen angeboten: „Bequem Vögel beobachten“ heißt es etwa am 28. Juni ab 13.30 Uhr in Horumersiel. Treffpunkt ist am Horumersieler Hafen. Im Nahbereich hat man direkten Einblick in Hochwasserrastplätze, eine Salzwiese, das Watt mit den Lahnungen sowie auch das Wangertief als Süßwasserlebensraum. Diese Führung dauern etwa zwei Stunden. Anmeldung erforderlich bei Nationalpark-Führerin und Ornithologin Susanne Mickstein (Tel. 04421/7728240) oder per E-Mail an susanne.mickstein@gmx.de.

Ebenfalls am 28. Juni um 11 Uhr startet in Minsen (Treff: Seewiefken-Skulptur) eine Salzwiesenführung in den Elisabethaußengroden. Anbieter ist das Nationalpark-Haus Wangerland. Anmeldung entweder per Mail (nationalparkhaus@wangerland.de )oder telefonisch unter 04426/90470-0. 

In Schillig kann man am 26. Juni ab 20 Uhr eine „Vogelführung in den Sonnenuntergang“ erleben. Während der Führung werden an der Lagune und den Hochwasserrastplätzen Vögel beobachtet, etwa Regenpfeifer und andere Watvögel, Enten, Gänse, Möwen und Singvögel. Die Tour mit gemeinsamem Picknick dauert etwa drei Stunden. Treffpunkt ist am Deichaufgang bei der Jugendherberge. Anmeldung erforderlich bei Nationalpark-Führerin und Ornithologin Susanne Mickstein (Tel. 04421/7728240) oder per E-Mail an susanne.mickstein@gmx.de.

Wanderungen mit Kind und Hund

Am 26. Juni um 14 Uhr, 27. Juni um 15 Uhr und am 28. Juni um 16 Uhr werden Wanderungen zur Vogelinsel Minsener Oog angeboten. Für Hin- und Rückweg werden etwa viereinhalb Stunden veranschlagt. Treffpunkt ist die Bäckerei „Lorenz Victorbur“ am Strand von Schillig. Die Führung übernimmt Nationalpark-Führer Rolf Tiegges. Rückfragen unter Telefon 0152/22633234 möglich.

Eine küstennahe Wattwanderung am 28. Juni ab 15.30 Uhr ab Schillig (Weltentor) trägt den Nahmen „Watt zum Schnuppern – Wattwanderung für Zwei- und Vierbeiner“. Sie ist insbesondere für Familien mit Kindern ab 6 Jahre (mit oder ohne Hund) geeignet. Begleiterin ist Nationalparkführerin Sandra Dunkmann. Anmeldung unter 0157/81797261 oder per Mail an WattwandernmitSandra@web.de.

Besuch bei den Vogelwarten

Der Nationalpark-Führer Jürgen Wackwitz nimmt am 28. Juni ab 15:30 Uhr Interessierte mit zu einer etwa fünfstündigen Wattwanderung nach Minsener Oog. Die Themen: Was sagen die Vogelwärter? Welche Zugvögel sind da? Und was macht das Brutgeschäft? Treffpunkt ist das Weltentor in Schillig. Anmeldung telefonisch unter 04461/3149 (mit AB) oder 0162-3449878 sowie per Mail (miniorarts@gmx.de). 

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Hooksieler Planungsbüro unterstützt Projekte zur Energiewende

Hooksiel (11. 6. 2026) – Das Leben von Tobias Geisen ist voller Energie. Beruflich und privat. Als Unternehmer setzt der Hooksieler auf Projekte im Zusammenhang mit der Energiewende. Privat will er Hooksiel in Schwung bringen – sei es als Vorsitzender des örtlichen Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe, im Vorstand von Dorfgemeinschaft und Förderverein der Grundschule oder auch als Initiator des Projekts „Hooksmeer 2.0“.

Trassen wie etwa die für die Gaspipeline von Hooksiel nach Etzel wollen genau geplant sein. Die Hooksieler Nojalu Infrastruktur GmbH unterstützt dabei die Investoren. Foto: Nojalu

Geisen (47) ist in der Eifel in der Nähe von Koblenz geboren. Nach der Schule hat er an der Technischen Universität Clausthal im Harz Bergbau mit den Schwerpunkten Tiefbau und Bohrtechnik studiert und im Anschluss ab 2005 als Bergbau-Ingenieur gearbeitet. „Als Steiger im Schichtdienst in K+S-Bergwerken in Neuhof bei Fulda und Zielitz bei Magdeburg“, erinnert sich Geisen. Sechs Jahre lang habe er danach im Salzbergwerk Bernburg an der Saale sein Geld verdient, zuletzt als stellvertretender Produktionsleiter.

Als Steiger in Bergwerken gearbeitet

Danach ging es nach Kanada, wo der Kasseler K+S-Konzern ein neues Kali-Bergwerk aus dem Boden stampfen wollte. Ein Milliarden-Projekt mitten in der Prärie, an dessen Planung und Bau Geisen beteiligt war. Nach Fertigstellung des untertägigen Bereichs im neuen Solfeld kehrte der Ingenieur aber mit Frau und dem ersten Kind im Gepäck 2015 nach Deutschland zurück und arbeite hier noch bis 2018 für den K+S-Konzern.

Der Weg in die Selbstständigkeit begann 2018 mit dem Einstieg als Geschäftsführer und Mitgesellschafter in ein Planungsunternehmen in Esens. Die Familie Geisen mit damals zwei Kindern zog nach Hooksiel. Das Unternehmen wuchs schnell von zehn auf 45 Mitarbeiter. „Zu schnell“, sagt Geisen aus heutiger Sicht. Es gab Unstimmigkeiten zwischen den Gesellschaftern. Man trennte sich 2021. Und Tobias Geisen gründete mit der Nojalu Infrastruktur GmbH sein eigenes Planungs- und Ingenieurbüro. Nojalu steht übrigens für die ersten Buchstaben der mittlerweile drei Söhne von Familie Geisen.

Planung von Trassen für Kabel und Pipelines

Die acht bis neun Mitarbeiter des Unternehmens begleiten heute in ganz Deutschland Vorhaben, vornehmlich Infrastrukturplanungen wie etwa für die Verlegung von Erdkabeln oder den Bau von Rohrleitungen und Pipelines für Strom, Gas oder Wasser. Von Windrädern auf See gewonnener Strom muss per Kabel an Land gebracht, per Schiff importiertes Flüssigerdgas (LNG) zu Kavernen gepumpt werden. Hier kreuzen andere Kabel, dort müssen Straßen- oder Bahngleise passiert werden.

Zur Planung gehört viel technisches Wissen, aber auch die Begleitung von Genehmigungsverfahren oder Gespräche mit Kommunen und betroffenen Grundeigentümern. „Meist verstärken wir die Teams der Investoren. Wir sind die Antwort auf den Fachkräftemangel“, so Geisen. „Über einen Mangel an Aufträgen brauchen wir uns die nächsten 20 Jahre keine Sorgen machen.“

Großprojekte in ganz Deutschland

Zur Expertise des Unternehmens gehören auch Planungen im Bereich der Geothermie, also der Nutzung der im Erdinneren erzeugten Wärme. Geschäftsführer Geisen selbst arbeitet mit an den Planungen für den „Suedlink“, eine der gewaltigen Stromleitungen, über die in einigen Jahren Windstrom aus dem Norden in den Süden der Republik transportiert werden soll. Eingebunden sei sein Unternehmen auch in die Planung eines Infrastruktur-Tunnels in Berlin. Hinzu kommen Investitionen im Bereich der „Energiedrehscheibe“ Wilhelmshaven wie etwa das NeuConnect-Projekt. Ziel ist es, die Stromnetze Großbritanniens und Deutschlands mit einem Seekabel zu verbinden. Dafür müssen aber auch landseitig geeignete Kabeltrassen gefunden werden.

Geisen ist überzeugt davon, dass die zahlreichen Energieprojekte im Raum Wilhelmshaven die Region verändern. Dabei sieht er auch Chancen für das benachbarte Hooksiel. Etwa für Gastronomie und Hotellerie oder für die Ansiedlung von Unternehmen. „Es werden viele Firmen in die Region kommen, auch kleinere. Die benötigen sofort Büroräume – und später vielleicht auch ein Grundstück in einem Gewerbegebiet.“

Bedarf an „Co-Working-Büros“

Gerade in der Startphase seien da so genannte „Co-Working-Büros“ interessant, also voll ausgestattete Büroräume, die die Unternehmen für eine bestimmte Zeit mieten. Nach den Vorstellungen von Geisen könnten einige davon in einem Mehrzweckgebäude am Hooksieler Außenhafen untergebracht werden – mit Blick auf die Jade und den Voslapper Groden.

Ausdrücklich unterstützt er die Pläne der Hafengesellschaft NPorts, den Außenhafen durch ein Mehrzweckgebäude aufzuwerten. Da NPorts selbst nicht als Investor auftreten will, hatte Geisen kürzlich im Gemeindeentwicklungs-Ausschuss seine Idee vorgetragen, das Gebäude mit Hilfe von Fördermitteln des Bundes durch eine noch zu gründende gemeinnützige GmbH zu errichten. Im ersten Anlauf verfing der Vorschlag bei den Politkern noch nicht. Ob es einen zweiten Vorstoß geben wird, bleibt abzuwarten. 

Informationen zur Betreuung nicht mehr heilbarer Menschen

Friesland/Wangerland (11.6. 2026) – Die Pflege von schwererkrankten, nicht heilbaren Menschen stellt für viele betroffene Familien, Angehörige und Freunde eine große Herausforderung dar. Dies gilt insbesondere nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. 

Über die Möglichkeiten der ambulanten palliativen Versorgung informiert Beate Richter, examinierte Krankenschwester, ausgebildete Palliativfachkraft und Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes Wilhelmshaven-Friesland am Mittwoch, 17. Juni, von 14 bis 15.30 Uhr. Die Fortbildung- und Informationsveranstaltung im Hörsaal des Nordwest-Krankenhauses Sanderbusch richtet sich an Ärzte, Pflegefachkräfte und Mitarbeitende im Sozialdienst sowie an Betroffene und interessierte Menschen.

Es geht um die Möglichkeit, schwersterkrankten Menschen ein würdevolles Sterben ohne Schmerzen zu ermöglichen. Pflegedienste und Hausärzte helfen dabei im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Ein Patient in seiner letzten Lebensphase hat jedoch besondere Bedürfnisse, die im Pflegealltag häufig zu kurz kommen. Angehörige sind dabei häufig überfordert, verunsichert und in Zeitnot. Unterstützen kann das Palliativ-Netzwerk. 

Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen werden erbeten an das Bildungszentrum der Friesland Kliniken (Tel. 04422/80-1836) oder per E-Mail an bildungszentrum@friesland-kliniken.de.

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Reparatur-Lösung aus einer Hand teurer als erwartet

Wangerland/Horumersiel (10. 9. 2026) – Immer wieder fallen Straßenlaternen aus. Das Licht flackert oder ganze Straßenzüge bleiben komplett im Dunkeln. Die Suche nach der Ursache dafür gestaltet sich oft als aufwendig. Häufig sei es günstiger, so Torsten Meuer aus der technischen Bauverwaltung der Gemeinde Wangerland, einen Kabelstrang komplett zu erneuern als nach der eigentlichen Schadstelle zu suchen, um das Kabel gegebenenfalls reparieren zu können.

led Leuchten Hooksiel
Wenn Straßenlaternen nicht leuchten, ist das ärgerlich. Häufig liegt die Ursache dafür aber nicht in der Elektrik der Lampe selbst, sondern in einer schadhaften Erdverkabelung. Archiv-Foto: hol

Die Hoffnung der Gemeindeverwaltung, das leidige Thema durch einen Dienstleistungsvertrag mit Fixkosten an einen externen Handwerksbetrieb auslagern zu können, haben sich zunächst zerschlagen. Wie Meuer vor dem Wegeausschuss sagte, habe eine entsprechende Ausschreibung aufgehoben werden müssen, da die Preise in den Angeboten deutlich höher lagen als von der Gemeinde erwartet.

Gemeinde hebt Ausschreibung auf

Die LED-Straßenlaternen selbst seien meist nicht die Ursache für Ausfälle. Häufig lägen diese im Bereich der Erdkabel. Eine Reihe von Kabeln für die Straßenbeleuchtung wurden zum Beispiel im Zuge der Verlegung von Glasfaserkabeln beschädigt. Vor diesem Hintergrund hatte die Gemeinde gezielt Unternehmen um Angebote gebeten, die sowohl Elektro- als auch Erdarbeiten anbieten. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist die Suche nach der „Lösung aus einer Hand“ aufgrund der deutlich zu hohen Preisforderungen aber vorerst gescheitert. 

In einer neuerlichen Ausschreibung wolle man jetzt wieder die reinen Elektro-Arbeiten vergeben. Für Erdarbeiten müssten dann separate Firmen gesucht werden. „Hier und da kann sicher auch mal der Bauhof der Gemeinde einspringen“, hofft Meuer. 

Bordsteine absenken?

Komplexer als von dem einen oder anderen Kommunalpolitiker erhofft gestaltet sich auch ein anderes Projekt. Ein Bürger mit einem auf einen Rollstuhl angewiesenen Sohn hatte den Antrag gestellt, die Fußwege im Bereich von Übergängen in Horumersiel barrierefrei umzugestalten. Dafür müssten nach seiner Einschätzung 16 Bordsteine abgesenkt werden. 

Mit dem Thema „Barrierefreies Horumersiel“ werden sich jetzt nach den Worten Meuer Studierende der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven befassen. Das Projekt werde aber erst im Semester 2027 auf dem Lehrplan stehen. Die Hoffnung der Gemeinde: Die Studierenden erarbeiten ein Konzept, das Barrierefreiheit umfassend betrachtet. 

Nicht nur aus der Sicht von Rollstuhlfahrern, sondern zum Beispiel auch aus der Sicht von Sehbehinderten. „Die Bordsteine, die wir sonst gegebenenfalls absenken würden, sind vielleicht genau die, die Sehbehinderte für ihre Orientierung brauchen“, so Meuer. Mit einem Konzept in der Hand könne die Gemeinde möglicherweise auch Fördergelder anzapfen. Denn, so der Baufachmann: „Allein für jede Absenkung eines Bordsteins muss man Kosten von 1000 Euro veranschlagen.“

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Landkreis lädt zur Jobmesse zu den Pflegeberufen

Jever/Wangerland (10. 6. 2026) – Neue Perspektiven entdecken und berufliche Chancen in der Pflege nutzen: Das Jobcenter des Landkreises Friesland lädt für Mittwoch, 17. Juni, von 9 bis 12 Uhr, zur Berufs- und Weiterbildungsmesse „PerspektivePflege Nord“ ins Theater am Dannhalm in der Schulstraße in Jever. Der Besuch der Messe ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. 

Ob Quereinstieg, Wiedereinstieg oder berufliche Neuorientierung – Besucherinnen und Besucher können sich vor Ort um Berufsmöglichkeiten rund um das Thema Pflege informieren und mit regionalen Ausstellern ins Gespräch kommen. Circa 15 Unternehmen und Netzwerkpartner stellen im Theatherfoyer die Vielfalt des Pflegeberufs vor. Die Betriebe aus dem Bereich der ambulanten und stationären Pflege, die Pflegeschule der Friesland Kliniken sowie Bildungsinstitutionen im Pflegebereich stehen mit Informationen und für individuelle Fragen bereit. Des Weiteren ist der Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises Friesland für einen Austausch vor Ort. 

Die Veranstaltung knüpft an die erfolgreiche Messe „PerspektivePflege“ an, die im Oktober 2025 in Varel stattgefunden hat. Die Messe soll dazu beitragen, die vielfältigen Berufsmöglichkeiten in der Pflege sichtbar zu machen und Menschen für den Beruf zu begeistern. 

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Scheune wird zur Bühne für klassische Musik und Lesungen

Wangerland/Wüppels (9. 6. 2025) – „Kulturscheune de Luxe“ heißt das Format, das Freunde von Kunst und Kultur am Samstag, 27. Juni, im Wangerland erleben können. Ganz praktisch heißt das: Eine ansonsten für landwirtschaftliche Zwecke genutzte Lagerhalle verwandelt sich für einen Tag in eine Bühne für Musik und Literatur. 

Yevgeny Sapozhnikov lädt für den 27. Juni in die „Kulturscheune de luxe“ auf den Hof Oldeborg bei Wüppels ein. Foto: privat

Schauplatz für das Fest der Sinne ist wie im Vorjahr der Hof der Familie Ahmels in Wüppels bei Hooksiel. Das Programm sieht von 13 bis 19 Uhr mehrere Teilveranstaltungen vor, die Besucher einzelnd oder auch als Paket erleben können. 

Drei Teilveranstaltungen

Zum Auftakt ab 13 Uhr gibt es ein klassisches Konzert mit einer Lesung. Das „Duo Kashalot“ – Yevgeny Sapozhnikov (Violoncello) und Artem Kanke (Klavier) – eröffnet das Festival mit der Cellosonate von Sergei Prokofjew. Begleitet wird das Konzert von einer experimentellen Live-Video-Performance in Zusammenarbeit mit dem Grafikkünstler Serhiy Horobets. Im Anschluss liest Bestsellerautorin Giulia Endres aus ihrem neuen Buch „Organisch“. 

Der zweite Kulturblock beginnt um 15.30 Uhr. Der Pianist Christoph Soldan und die Schlesischen Kammersolisten präsentieren Edvard Griegs „Aus Holbergs Zeit“ sowie das neue Werk „Vivaldiana“ von Dariusz Zboch. Danach liest Angelika Klüssendorf aus ihrem Werk „Risse“.

Jazz in schönem Ambiente

Den Schlusspunkt setzt ab 18 Uhr ein Konzert der „Sheila Heyartz Band“ aus Jever – ein musikalischer Ausklang mit Jazz und Groove. 

Zwischen den Programmpunkten laden regionale Anbieter zum Verweilen auf dem über 250 Jahre alten Gulfhof mit seinem friesischen Ambiente ein: Dazu bietet der Rotary Club Jever-Jeverland internationale kalte und warme Spezialitäten an. Hausgebackene Kuchen gibt es von den Landfrauen. Dazu gibt es Getränke von Kaffee über Wein bis zum Bier. Karten im Vorverkauf für eines der drei Events (ab 25 Euro) oder für Kombi-Tickets (ab 65 Euro) gibt es im Internet .

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