Hooksiel (24. 7. 2026) – Das Musik-Talent Benny Köster hat am Donnerstag im Rahmen der Konzertreihe „Live hinterm Deich“ sein Können unter Beweis gestellt. Der Hooksieler trat mit seinem Saxophon und mit einer Gitarre auf der Bühne am Gästehaus vor der Band „Adenalin“ auf und heimste dabei sehr viel Beifall ein.
Der Nachwuchsmusiker Benny Köster hab im Rahmen der Konzertreihe „Live hinterm Deich“ ein Gastspiel. Foto: privat
Bereits am Vortag hatte der junge Mann das Sommerabschlussfest der Arbeitsgruppe Hooksiel durch einen kleinen Auftritt bereichert. Einem größeren Publikum ist Benny Köster durch seinen Fernsehauftritt bei der Show „Klein gegen Groß“ bekannt geworden. Dabei hatte er mit seinem musikalischen Wissen den Weltstar Amy McDonald alt aussehen lassen.
Konzertreihe „Live hinterm Deich“ wird am nächsten Donnerstag ab 19 Uhr mit dem Shantychor Likedeeler fortgesetzt. Der Eintritt ist frei.
Wangerland/Hooksiel (24. 7. 2026) – Die CDU im Wangerland sieht in der Stärkung der Finanzkraft der Gemeinde eines der wichtigsten Aufgaben der nächsten Wahlperiode für Bürgermeister und Gemeinderat. Nach der Bestätigung der 23-köpfigen Kandidatenliste der Partei durch den Gemeindewahlausschuss haben Christian Burchardt als Gemeindeverbands-Vorsitzender, CDU-Kreisvorsitzender Thies Fischer als Bürgermeister-Kandidat und Alice Brandenburg-Bienek als Fraktionsvorsitzende im Rat auf einer Pressekonferenz in Hooksiel das Wahlprogramm vorgestellt.
Wahlprogramm vorstellt
Um die großen Herausforderungen meistern zu können, vor denen die Gemeinde stehe, muss es aus Sicht der CDU oberste Priorität haben, die Finanzkraft der Kommune zu stärken. Ein wichtiger Hebel dafür sei, die Wirtschaft zu stärken, so Fischer. Auf jeden Fall müsse verhindert werden, dass weitere Betriebe das Wangerland verlassen, weil es keine Gewerbeflächen gibt.
Stellten das Programm der CDU für den Kommunalwahlkampf im Wangerland vor: (von links) Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek und Christian Burchardt. Foto: hol
Auf Antrag der CDU habe der Rat jüngst den Auftrag an die Gemeindeverwaltung erneuert, nach Flächen Ausschau zu halten, auf denen Gewerbegebiete ausgewiesen werden können, und den Bedarf dafür zu prüfen. „Den Wunsch danach gibt es schon seit zehn Jahren. Aber die Verwaltung sah sich dazu bislang aufgrund personeller Engpässe nie in der Lage“, so Alice Brandenburg-Bienek.
Gemeindefinanzen stärken
Fischer sieht in der Sicherung von Wertschöpfung, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen, wenn möglich auch durch Ansiedlung neuer Unternehmen, einen wesentlichen Baustein bei der Konsolidierung der Gemeindefinanzen. Aktuell habe die Gemeinde einen Schuldenstand von 16,8 Millionen Euro. Angesichts anstehender Aufgaben etwa in den Bereichen Feuerwehren, Schulen und Kindergärten sieht die CDU die Gefahr, dass die Gemeinde erneut in eine Überschuldung rutscht. „Am Ende könnten wir dann im Rahmen einer kommunalen Gebietsreform durch das Land sogar unsere Selbstständigkeit verlieren“, befürchtet Fischer.
Dem wolle man mit aller Kraft entgegen wirken. Denn, so die Überzeugung der CDU, zusätzliche Mittel von Bund und Land wird es eher nicht geben. Um Einsparungen im Rathaus zu erzielen, müssten Arbeitsabläufe verschlankt und digitalisiert werden. Als Bürgermeister würde er zudem versuchen, nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen zu suchen, um Kosten zu sparen, so Fischer. Durch Digitalisierung könne die Verwaltung zudem bürgerfreundlicher werden. Hilfreich wäre auch eine Abholstation, aus der Bürger sich – unabhängig von den Öffnungszeiten des Rathauses – zum Beispiel Bescheinigungen, Bestätigungen oder auch Ausweispapiere abholen könnten.
Neue Rechtsform für die WTG?
Ein weiteres Schlüsselthema für die CDU ist der Tourismus. Die Kommunalpolitiker unterstrichen die Transparenz-Zusage für die Aufklärung des Desasters beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel. Die Explosion der Baukosten hatte letztlich zur Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) geführt. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen wolle man sich an Schuldzuweisungen nicht beteiligen, auch wenn es mit Blick auf die aktuellen Ratsmitglieder hilfreich gewesen wäre, erste Erkenntnisse aus den gutachterlichen Untersuchungen der Abläufe bereits öffentlich zu machen.
Wichtiger sei aber die Debatte, welche Aufgaben die im Rahmen der Insolvenz deutlich verkleinerte WTG denn künftig übernehmen soll und was die geeignete Rechtsform für das Unternehmen ist. „Die Diskussion über die Zukunft der WTG hätte längst beginnen können“, bedauert Fischer. Dafür sei es aus seiner Sicht ratsam, die Expertise der touristischen Leistungsträger einzubinden. Möglicherweise sei es sinnvoll, die GmbH für Partner aus der Wirtschaft zu öffnen. Alice Brandenburg-Bienek geht noch einen Schritt weiter: „Meine persönliche Meinung: Die Politik sollte mit der Organisation des Tourismus nichts mehr zu tun haben.“
Parksystem vereinheitlichen
Ein wichtiges Detail: die Neuorganisation der Parkgebühren. Auf den Parkplätzen der WTG und der Gemeinde sollte es ein einheitliches Gebührensystem geben, das möglichst unkompliziert ist. Sinnvoll wäre es aus Sicht der CDU, wenn Urlauber im Vorfeld Parktickets buchen könnten und für Kurzzeit-Parker eine „Brötchen-Taste“ eingerichtet würde.
Ein weiters zentrales Thema sieht die CDU in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, zum Beispiel in Kooperation mit der kreiseigenen Wohnungsbau Friesland GmbH. Um Familien zu unterstützen, sollen Kindergärten und Grundschule modernisiert werden. Aufgabe der Gemeinde solle es zudem sei, das ehrenamtliche Engagement in Vereinen und bei den Feuerwehren gezielt zu stärken. Wichtig sei zudem ein gutes Miteinander von Tourismus und Landwirtschaft.
Historisch große Mannschaft
Für den Fall seiner Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister und damit zum Chef der Verwaltung hat sich Fischer vorgenommen, mit allen Angestellten der Gemeinde ein persönliches Gespräch zu führen, um zu erfahren, wo den Mitarbeitern der Schuh drückt. Handlungsbedarf sieht die CDU in der Verbesserung der Kommunikation im Rathaus und bei der Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung.
Fischer, Burchardt und Brandenburg-Bienek zeigten sich zuversichtlich, dass es der CDU gelingen werde, aus der Kommunalwahl gestärkt hervorzugehen. Mit der Aufstellung der historisch großen Kandidaten-Mannschaft habe man einen Neuanfang gewagt. Zu dem Team gehörten viele bislang kommunalpolitisch noch nicht aktive Menschen aus etlichen Orten des Wangerlandes. Wichtiger noch sei, so Burchardt: „Wir bilden ein enorm breites Spektrum von Berufsbildern und Kompetenzen ab.“
Hooksiel (23. 7. 2026) – Es war der Abend von Jochen Holzschuh. Der Trainer aus Düren fuhr mit drei unterschiedlichen Pferden drei Siege ein und buchte zudem noch zwei zweite Plätze auf sein Konto. Das mit 3000 Euro höchst dotierte Rennen des Abends um den Großen Preis der Nordfrost GmbH allerdings ging an Christa Louwersheimer, die mit „Joan Collins“ vor Holzschuh durchs Ziel fuhr. Das dieser Sieg durchaus überraschend war, zeigte die Wettquote. Wer „Joan Collins“ als Sieger getippt hatte, konnte für 10 Euro Einsatz immerhin 87 Euro einheimsen.
Die Besucher des zweiten Renntages des Hooksieler Rennvereins nutzten fleißig die Gelegenheit, ihre Eintrittsgeld durch die richtige Vorhersagte von Renneinläufen zurückzugewonnen. Foto: hol
Insgesamt dürfte der Rennverein Hooksiel mit dem Verlauf seines zweiten Renntages zufrieden gewesen sein. Gut 2500 Zuschauer säumten die Rennbahn im Hooksieler Freizeitgelände. Und auch das Wetter spielte zumindest den überwiegenden Teil des Abends mit. Dem Geläuf jedenfalls konnten die leichten Schauer nichts anhaben. Und die Zuschauer waren durchweg mit Regenjacken und Schirmen ausgestattet oder konnten sich unterstellen, um die wenigen feuchten Minuten zu überbrücken.
Der Umsatz an den Totalisatoren und bei den Online-Wetten lag mit an die 30.000 Euro deutlich höhe als am ersten Renntag vor einer Woche. Aber auch diesmal waren die Wetter gut beraten, wenn sie sich an den Empfehlungen und Wett-Tipps der Trabsport-Experten des Veranstalters orientierten.
Die gut 2500 Besucher an der Hooksieler Trabrennbahn erlebten etliche spannende Rennverläufe. Foto: hol
Als überraschend eingestuft waren darf noch der Sieg von Danny den Dubbeleden im Rennen um den Großen Preis der Volksbank Jade-Weser. Auch hier wurden wurde die richtige Sieg-Wette 88 bis 10 Euro ausgezahlt. Wer gar den Einlauf der ersten drei Pferde richtig vorhergesagt hatte, durfte sich über über 3786 Euro freuen.
Spannend auch das sechste Rennen, das „Napoleon“ mit Thies Cordes aus dem Ammerland im Sulky auf den letzten Metern vor der Zielgerade knapp für sich entschied. Kurios: Unmittelbar vor dem Start wurden drei Zuschauer nach ihrer Einschätzung für das Rennen gefragt. Alle setzten fest auf Cordes. Das Duell der Amazonen im einzigen Trabreiten-Wettkampf des Abends entschied übrigens Favoritin Ronja Walter auf „DeAngelo ForChildren“ für sich. In der Vorwoche hatte sich sich noch Sytske de Vries geschlagen geben müssen. Einen Sieg fuhre zudem noch Dennis von Holdt ein.
Der dritte und letzte Renntag auf der Hooksieler Trabrennbahn startet am nächsten Mittwoch, 29. Juli, um 18 Uhr. Dann, so der Plan, will auch der Vorsitzende des Hooksieler Rennverein, Immo Müller, wieder persönlich mit einem Gespann ins sportliche Geschehen auf der Grasrennbahn eingreifen.
Wilhelmshaven (23. 7. 2026) – Aufgrund eines verunglückten Anlegemanövers wurde am Container-Terminal Wilhelmshaven (CTW) ein unter dänischer Flagge fahrendes Seeschiff leicht beschädigt. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilt, weist das Heck des Schiffes ein etwa 20 Zentimeter großes Loch in der Bordwand auf, das sich rund einen Meter oberhalb der Wasserlinie befindet.
Die Aufnahme zeigt die Beschädigung an der Bordwand des dänischen Seeschiffes. Foto:Wassesrschutzpolizei
Der Hintergrund: Das Frachtschiff hatte infolge eines medizinischen Notfalls den CTW anlaufen müssen. Während des Anlegemanövers, das unter Begleitung von Lotsen stattfand, sei das Seeschiff im Bugbereich von der Pier abgeklappt und infolgedessen achtern im Heckbereich mit einem feststehenden Dalben zusammen.
Ob der Aufprall die tatsächliche Grund für das Loch in de Bordwand ist, müssten die wasserschutzpolizeiliche Ermittlung ergeben. Festgestellt worden sei aber bereits, dass durch den Aufprall keine Gefahrstoffe ausgetreten sind und dabei auch keine Personen verletzt wurden. Die Beschädigung führte allerdings zu einem Auslaufverbot, das die Beamten der Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven nach Rücksprache mit der BG Verkehr – Dienststelle Schiffssicherheit – aussprachen.
Wangerland (23. 7. 2026) – Die Kandidaten für die Kommunalwahl im Bereich der Gemeinde Wangerland stehen fest. Der Gemeindewahlausschuss hat am Mittwochabend in öffentlicher Sitzung sämtliche von den Parteien und Wählervereinigungen angemeldeten Bewerberinnen und Bewerber für einen Sitz im künftigen Gemeinderat der Gemeinde Wangerland und für das Bürgermeisteramt abgesegnet, darunter auch eine Kandidatin der Alternative für Deutschland (AfD).
Wie die Prüfung der Listen ergab, erfüllen alle Kandidaten die formalen Voraussetzungen für die Bekleidung eines Ehrenamtes im Rat. Unter anderem müssen die Bewerberinnen und Bewerber ihren Wohnsitz im Wangerland haben. Deutlich strenger sind die Anforderungen an die Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Ein hauptamtlicher Bürgermeister ist eine Beamter auf Zeit. Von ihm wird eine besondere Treuepflicht erwartet, die unter anderem ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung umfasst.
Besondere Treuepflicht
Wie Gemeindewahlleiterin Bianca Situs erläuterte, bestehen daran bei den drei Bürgermeister-Kandidaten im Wangerland keine Zweifel. Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) wurde ebenso zur Wahl zugelassen wie seine Herausforderer Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland).
Keine Beanstandungen gab es auch gegen die eingereichten Kandidatenlisten für den Rat. Die Liste der SPD umfasst elfNamen: Holger Ulfers, Stefanie Bremers, Florian Wirth, Ronja Hildebrand, Jannes Wiesner, Elke Brüggestrath, Reiner Meints , Ina Janssen, Jann-Peter Boomgaarden, Jürgen Stille und Sven Ambrosy.
CDU mit den meisten Kandidaten
Die CDU hat 23 Kandidaten benannt: Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek,Christian Burchardt, Beate Wedermann, Mario Krar, Andy Strümpel, Jan Wanowius, Dieter Behrens-Focken, Andree Lüken,Arndt Lowien, Katharina Jensen, Tobias Geisen, Marco Knodel, Rolf Bäuerle,Joachim Janßen, Wolfgang Weidemann, Björn Christiansen, Matthias Poth, Franz Höner, Matthias Suckert, Rolf Franzen, Romuald Samul und Theo Hakvoort.
Die Liste der Grünen umfasst acht Namen: Gaby Szlezak, Sven Pohle, Waltraud Rohde, Thomas Schweers, Geesche Janßen, Susanne Tibke sowie Robert und Michaela Lebin.
Freie Wähler und AfD dabei
Für Pro Wangerland treten zehn Kandidaten an: Dieter Schäfermeier, Géraldine Vogdt, Bernd Abrahams, Hermann Wilken, Carsten Ihnken, Marten Vogdt, Deike Müller, Renate Schüller, Dirk Henneicke und Andreas Voege.
Für die FDP werben mit Lübbo Meppen und Christian Fuchs zwei Bewerber um die Stimmen der Wähler.Bislang noch nicht öffentlich bekannt war, dass auch die Freien Wähler mit zwei Bewerbern (Fabian Ulbrich und Enno Peters) und die AfD mit einer Bewerberin (Martina Müller) ins Rennen geht.
Hooksiel (22. 7. 2026) – Am Montag, 27. Juli, kommt der DRK-Blutspendedienst nach Hooksiel. In der Zeit von 16 bis 20 Uhr haben Spendenwillige Gelegenheit, im Walter-Spitta-Haus, Lange Straße 60, ihre Blutspende abzugeben. Zur Stärkung gibt es anschließend es einen Imbiss vom Grill.
Neu im Ablauf ist, dass der Lichtbild-Ausweis zusätzlich auch am Laborarbeitsplatz vorgezeigt werden muss. Schon bislang galt, dass Personen nur zur Blutspende zugelassen werden können, die sich mit einem amtlich gültigen Personalausweis oder Reisepass ausweisen. Außerdem muss das Betreuungsteam an jeder Spendestation die Identität des Blutspenders abfragen.
Seit Mitte Mai gilt die Neuerung. „Wir sind von unseren Aufsichtsbehörden angehalten, künftig auch am Laborarbeitsplatz eine Prüfung des Lichtbildausweises sicherzustellen“, schildert Sieglinde Schandinat, die zusammen mit anderen Ehrenamtlichen den Blutspendetermin begleitet.
Hooksiel (22. 7. 2026) – Hier die Senioren aus dem Wohnstift bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen. Dort Kinder, die beim Eierlaufen das Gleichgewicht suchen oder kleine Bälle in einen Korb werfen. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte: Das „Spielefest“ der Interessengemeinschaft „De Hooksieler“ hat an diesem Dienstag erneut gezeigt, dass der „Garten der Generationen“ im Herzen von Hooksiel seinen Namen zurecht trägt.
Anke Müller (links), Sprecherin von „De Hooksiel“, war hoch zufrieden. Das Spielefest in Hooksiel hat nicht nur Kinder glücklich gemacht, sondern auch Vertreter älterer Generationen Freude bereitet. Foto: hol
Der mit Schautafeln von Prominenten und zahlreichen Fitnessgeräten bestückte Garten verwandelte sich zum Spielefest in eine abwechslungsreiche Abenteuerlandschaft. An zwölf, von ehrenamtlichen aus verschiedenen Vereinen betreuten Stationen dürfen Kinder ihr Geschick beweisen oder ihr Glück herausfordern.
Die Feuerwehrjugend lud zum Zielspritzen ein, die DLRG zum Puzzeln, das Nationalparkhaus Minsen zum Forschen mit Mikroskop und Lupe. Besonders lange Schlangen gab es bei den Zielboßel-Ständen des SC Wangerland und des MTV Hooksiel. Auf einer so genannte Klöterbahn mussten die Kinder eine Boßelkugel so rollen, dass sie am Ende der Bahn in ein Loch fällt. Der MTV nutzte die Petang-Bahn für die Zielwürfe mit Boßelkugeln.
Der Spaß an der Freude war bei den Spielen im Garten der Generationen wichtiger als die dabei erbrachten Leistungen. Fotos: hol
Treffer oder auch kein Treffer – das war am Ende egal. Es ging um den Spaß am Spiel. Zur Belohnung erhielten alle teilnehmenden Kinder Stempel auf ihre Laufzettel und durften sich auf einer Hüpfburg austoben. Und noch wichtiger: Für die Stempel auf dem Zettel gab es zur Belohnung ein Eis.
Nicht nur aufgrund des perfekten Wetters für die Veranstaltung war Anke Müller, Sprecherin von „De Hooksieler“, hoch zufrieden. An 287 Mädchen und Jungen wurden Laufzettel ausgegeben. Viele weitere probierten sich ohne Zettel an den Ständen aus, beobachtet von Eltern, Großeltern und den Senioren des benachbarten Wohnstifts.
Der Parcours fürs Eierlaufen erforderte von den teilnehmenden Kindern höchste Konzentration. Foto: hol
Anke Müller, die unter anderem auch Bürgermeister Mario Szlezak im Garten der Generationen begrüßen durfte, danke den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern die durch ihre Präsenz an den Spiel- und Versorgungsständen das Fest erst ermöglichen. Ihr besonderer Dank ging an die Bäckerei Ulfers-Eden, die die Brötchen für den Bratwurststand gesponsert hat.
Friesland (21.7. 2026) – Der AfD-Bewerber Martin Sichert darf nach dem Willen des Kreiswahlausschusses am 13. September nicht über als Landratskandidat antreten. Der Ausschuss entschied heute über die die eingereichten Wahlvorschläge für die Landratswahl und die Kreistagswahl.
Für die Landratswahl zugelassen sind danach lediglich Rolf Neuhaus (SPD), Sibylle Raquet (FDP) und Jan-Ole Möller (Die Partei). Amtsinhaber Sven Ambrosy (SPD) tritt nicht wieder an. Vor der Ablehnung des Wahlvorschlags Sichert (Foto) hatte der Kreiswahlleiter die Kommunalaufsicht beim Innenministerium in Hannover eingeschaltet, um die Verfassungstreue des Bundestagsabgeordneten aus Zetel zu überprüfen.
Offenbar hält man es dort für nicht gewährleistet, dass der Bewerber zweifelsfrei am dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht. Das allerdings ist für die Wahl in ein Beamtenverhältnis Voraussetzung. Ein Rolle dabei dürfe gespielt haben, dass der AfD-Landesverband Niedersachen nach Einschätzung des Verfassungsschutzes als gesichert rechtsextrem gilt. Allerdings: Die Alternative für Deutschland ist dennoch eine zugelassene Partei.
Sichert kündigt Rechtsmittel an
„Ich bin fassungslos“, kommentierte Sichert seinen Ausschluss von der Landratswahl. „Ich werde dagegen selbstverständlich alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ergreifen, denn es geht hierbei nicht um mich, es geht um die Demokratie als solches.“ Es sei ein schwerer Verstoß gegen das Grundprinzip der freien und gleichen Wahl, einen Bewerber vor der Wahl auszuschließen. Offensichtlich sei in den anderen Parteien die Angst zu groß, dass er die Wahl gewinnen könnte.
Kreiswahlleiter Bernd Niebuhr und seine Stellvertreterin Andrea Jeske koordinieren gemeinsam mit den Städten und Gemeinden die organisatorischen Vorbereitungen für die Kommunalwahl. Zu den Aufgaben der Kreiswahlleitung gehören unter anderem die Annahme und Prüfung der Wahlvorschläge, die Beschaffung der Stimmzettel für die Kreistags- und Landratswahl sowie die Organisation der Sitzungen des Kreiswahlausschusses.
46 Plätze im künftigen Kreistag
Im Landkreis Friesland sind derzeit 83.939 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt (Stand: Mai 2026). Je nach Wohnort erhalten sie bis zu vier Stimmzettel: für die Kreistagswahl, die Landratswahl, die Stadt- beziehungsweise Gemeinderatswahl sowie – in den Städten und Gemeinden Bockhorn, Sande, Schortens, Varel und Wangerland – zusätzlich für die Bürgermeisterwahl.
Aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahl des Landkreises auf über 100.000 werden in diesem Jahr erstmals 46 Mitglieder des Kreistages gewählt. Bei der vergangenen Kommunalwahl waren es noch 42 Sitze. Durch eine Änderung des Niedersächsischen Kommunalwahlrechtes ist in diesem Jahr erstmals die Prüfung der Verfassungstreue der Bewerberinnen und Bewerber für ein Amt als Hauptverwaltungsbeamter vorgesehen.
Nachricht bis zum 23. August
Die Wahlbenachrichtigungskarten werden durch die Städte und Gemeinden voraussichtlich Anfang August versandt. Spätestens bis zum 23. August müssen alle Wahlberechtigten ihre Benachrichtigung erhalten haben. Die Beantragung der Briefwahl sollte möglichst erst nach Erhalt der Wahlbenachrichtigung erfolgen und kann vorzugsweise online bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde beantragt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Briefwahl direkt vor Ort in den Rathäusern auszuüben.
Wangerland (21. 7. 2026) – Die Gemeinde Wangerland bekundet „uneingeschränkte Solidarität mit den heimischen Fischereibetrieben aus Hooksiel und Horumersiel“. Der Verwaltungsausschuss hat sich gestern der Resolution des Landkreises Friesland für den Erhalt der heimischen Küstenfischerei angeschlossen. Die geplanten weiteren fischereifreien Schutzgebiete dürfen nicht dazu führen, dass traditionsreiche Familienbetriebe ihre wirtschaftliche Existenz verlieren.
Der Verkauf von fangfrischen Krabben in den Häfen im Wangerland gehört seit Jahrzehnten zur regionalen Kultur. Archiv-Foto: Klaus Schreiber
„Die Küstenfischerei ist weit mehr als ein Wirtschaftszweig. Sie ist Teil unserer Geschichte, unserer Identität und prägt seit Generationen unsere Häfen, unsere Küstenorte und das Gesicht des Wangerlandes. Unsere Fischer leisten seit Generationen einen unverzichtbaren Beitrag für das Wangerland. Sie sichern Arbeitsplätze, schaffen regionale Wertschöpfung und sind ein wichtiger Bestandteil unseres Tourismus“, stellt Bürgermeister Mario Szlezak fest. „Wer den Fischern ihre traditionellen Fanggründe nimmt, nimmt vielen Familien ihre wirtschaftliche Grundlage und gefährdet ein Stück norddeutscher Kultur.“
Keine Gegner des Naturschutzes
Die Gemeinde Wangerland bekenne sich ausdrücklich zum Schutz des Wattenmeeres und zur Verantwortung für den Natur und Meeresschutz. Gleichzeitig macht der Ausschuss aber deutlich, dass Naturschutz und nachhaltige Küstenfischerei keine Gegensätze sein dürften. „Unsere Fischer sind keine Gegner des Naturschutzes. Im Gegenteil. Sie leben seit Generationen mit und von der Natur und haben ein eigenes Interesse an einem gesunden Wattenmeer.“
„Für das Wangerland ist die Sache eindeutig: Wir stehen an der Seite unserer heimischen Fischer. Sie dürfen nicht die Leidtragenden einer Politik werden, die die Realität an unserer Küste aus dem Blick verliert“, so Szlezak.
Land bekräftigt Vorschlag
Grundlage der heiligen Gesprächsrunde im Fischereidialog war eine Karte mit den ausgewählten Gebietsvorschlägen für künftige fischereifreie Zonen in der Nordsee, die das niedersächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium heute mit Vertretern der teilnehmenden Verbände und Organisationen erörtert hat. Hintergrund sind Vorgaben der EU-Biodiversitätsstrategie 2030, die umzusetzen sind.
Wie die Ministerien nach dem Gespräch ankündigten, werde man erneut „geringfügige Anpassungen“ vornehmen, um die Belange sowohl der Fischerei als auch des Meeresnaturschutzes noch besser zu berücksichtigen. Beispielsweise sollen Vorschläge im Bereich der Vogelinsel Mellum geprüft werden, die von Krabbenfischern und Umweltverbänden gemeinsam vorgeschlagen worden seien.
Umwelthilfe droht mit Klage
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte im Vorfeld des heutigen Fischereidialogs zwischen Landesbehörden, Fischernsowie Umweltverbände gefordert, die Krabbenfischerei mit Grundschleppnetzen im Wattenmeer grundsätzlich zu untersagen. Die Vorschläge, diese Form der Fischerei nur in zehn Prozent des Nationalparks auszuschließen, würden nicht weit genug gegen.
Zu den vorgeschlagenen Gebieten gehören auch Fischgründe unmittelbar vor der Küste des Wangerlandes. Da die Wangerländer Fischer mit ihren kleinen Booten keine anderen Fanggebiete erreichen können, gefährdet der Vorschlag ihre Existenz. Für den Fall, dass die negativen Folgen der Krabbenfischerei nicht ausgeschlossen würden, kündigt die DUH an, den Klageweg beschreiten zu wollen.
Hooksiel (21. 7. 2026) – Es kommt vor, dass Verkehrsteilnehmer nicht alle Vorschriften genau kennen. Aber es gibt auch unglücklich gestaltete Beschilderungen, irreführende Regelungen oder überflüssige Hinweise, die zu Verunsicherungen führen. Mit der Veröffentlichung der Artikelserien „Hooksiel sicher“ haben wir Sie, liebe Leserinnen und Leser von „Hooksiel-Life“, gebeten, uns solche Fälle zu nennen – wenn es sich denn in Hooksiel geben sollte.
Dass sich die „Vorfahrt geändert“ hat, ist für Autofahrer gut zu wissen. Noch besser wäre es, sie wüssten, dass an der Einmündung der Straße Spielhamm in die Lange Straße jetzt rechts vor links gilt. Foto: hol
Die meisten Hinweise, die uns erreichten, betreffen die Hauptzufahrt in den Ort über den Pakenser Altendeich und die Lange Straße. Seit über einem Jahr gilt hier Tempo 30. Im Herbst 2025 wurde die Straße offiziell als „Tempo-30-Zone“ ausgewiesen und entsprechend ausgeschildert.
Radfahrer gehören auf die Straße
Ein Problem: Nur die wenigsten Verkehrsteilnehmer halten sich an die Höchstgeschwindigkeit. Und das liegt nicht nur daran, dass der ein oder andere Urlauber die 30-Schilder übersehen hat. „Häufig sind es die Einheimischen, die hier gern 50 oder auch 60 km/h fahren“, schildert ein Anwohner. Sein Vorschlag: Gelegentliche Geschindigkeitskontrollen.
Radfahrer sollten in einer Tempo-30-Zone lieber auf der Straße fahren, als auf dem Gehweg Fußgänger zu gefährden. Und: Das Tempo 20 nicht mehr gilt, wenn eine Tempo-30-Zone beginnt, erschließt sich auch ohne zusätzliches Verkehrsschild. Fotos: hol
Gedrosselt würde das Tempo aber auch, wenn die Radfahrer – mit Ausnahme von Kindern – konsequent auf der Straße fahren würden. Das dürfen sie, machen es aber häufig nicht, weil der parallel verlaufende, sehr schmale und zum Teil holprige Gehweg mit dem Zusatzschild „Radfahrer frei“ ausgeschildert ist. Da nur die wenigsten Radler wissen, dass dieses Schild bedeutet, dass sie die gesamte Stracke nur Schrittgeschwindigkeiten fahren dürfen, wählen sie die vermeintlich sicherere Alternative zur Straße – zum Leidwesen von Kindern, Fußgängern, und Rollator-Nutzern. Die Empfehlung von „Hooksiel-life“: Die Zusatzschilder „Radfahrer frei“ abschrauben!
Verwirrende Botschaft
Schwerere Unfälle in der Lange Straße sind bislang nicht bekannt geworden. Auch nicht an der Einmündung Sielhamm. Hier gilt, wie generell in Tempo-30-Zonen, die Regel rechts vor links. Um die Verkehrsteilnehmer dafür zu sensibilisieren, steht vor der Einmündung ein Schild mit einem dicken Ausrufezeichen und dem Zusatz: „Vorfahrt geändert“.
Die Botschaft scheint sich nicht jedem zu erschließen. Geändert? Was war denn da vorher? Habe ich jetzt Vorfahrt oder nicht? – Bis dieser Überlegungsprozess beendet ist, haben viele Autofahrer die Einmündung Sielhamm längst passiert. Nur gut, dass viele Sielhammer selbst nicht an ihrer Vorfahrt glauben und im Zweifel lieber abwarten …. Die Empfehlung: Das vorhandene Schild durch eine Warnung ersetzen: „Achtung! Rechts vor links!“
Schilder überflüssig
Zu den überflüssigen Hinweisen im Bereich der Lange Straße gehören mit Sicherheit die Schilder, die am Übergang von der Tempo-30-Zone und der Tempo-20-Zone (Friesenstraße/Lange Straße) die jeweilige Zone aufheben. Das Hinweisschild für die nächste Zone steht fünf Meter weiter und würde ohnehin für Klarheit sorgen. Richtig schaden tut die doppelt gemoppelte Beschilderung nicht. Aber vielleicht, so vermutet Leserinnen, könne die Gemeinde die überflüssigen Schilder an anderen Stellen noch gebrauchen.