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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Neue „Gulf-Golf“-Bahn bietet ganzjährig maritime Abenteuer

Hooksiel (11. 8. 2026) – Eine Strategie, ein gutes Auge, eine ruhige Hand und dann ein beherzter Schlag. Das sind die Erfolgsgaranten beim Golf. Von alledem konnten die prominenten Testspieler bei der offiziellen Eröffnung der Adventure-Golf-Anlage mit dem Namen „Gulf-Golf“ an der Hooksieler Wasserskianlage etwas bieten. Aber halt (noch) nicht alles zusammen.

Hans-Ott Vogt und Anja Seidl-Vogt (auf dem Kutter rechts) begrüßten zahlreiche Gäste zu Einweihung ihrer Adventure-Golf-Anlage. Neben ihnen (von links) Bürgermeister Mario Szlezak, Ministerpräsident Olaf Lies und Rolf Neuhaus vom Landkreis Friesland. Foto: hol

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies benötige den einen oder anderen Schlag mehr als gewünscht, um die maritim gestalteten Hindernisbahnen zu bewältigen und den Ball letztlich einzulochen. Aber nicht nur deshalb dürfte er dem Inhaber der Wasserskisanlage Hans-Ott Vogt und dessen Frau Anja Seidl-Vogt versprochen haben. „Ich komme am Wochenende wieder zum Familienausflug.“

Abschlag vom Deck eines Kutters

Die neue Adventure-Golf-Anlage ist allemal einen Besuch wert. Auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern stellen 18, liebevoll gestaltete Bahnen die Spielerinnen und Spieler vor sportliche Herausforderungen. So sind die mit 2500 Quadratmetern Kunstrasen belegten Spielflächen länger als die von herkömmlichen Minigolf-Anlagen – und die individuell gestalteten Hindernisse stellen immer wieder neue Herausforderungen dar. Hier muss der Ball vom Deck eines elf Meter langen, zerbrochenen Fischkutters abgeschlagen werden, dort führt die Spielbahn unter einem Brücke hindurch. Wenige Meter weitere verschwindet der Ball in einem Leuchtturm.

Eine ruhige Hand und ein gutes Auge bewies Olaf Lies bei einer Proberunde auf der Golfbahn an der Wasserskianlage. Foto: hol

150 Tonnen Wasserbausteine, Möwen, Tampen, Seehunde, Fischernetze. Dazu ein gebrochener Deich und ein Kojer, der die Spieler beobachtet. „Gulf-Golf“ steht ganz im Zeichen des Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeeres. „Das ist fast schon ein kleiner außerschulischer Lernort“, sagte Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak, der die Anlage zusammen mit Olaf Lies und Rolf Neuhaus vom Landkreis Friesland eröffnete.

Tourismus schafft Mehrwert

Lies würdigte den unternehmerischen Mut der Familie Vogt und die Bedeutung von immer neuen Ideen für den Tourismus. Dabei seien die touristischen Angebote nicht nur für Urlauber attraktiv, sie erhöhten auch die Lebensqualität für die Menschen an der Küste. „Tourismus schafft für uns alle einen Mehrwert.“

Hans-Ott Vogt blickte in seiner Begrüßungsrede vor gut Hundert geladenen Gästen, darunter Landtagsabgeordnete, Ratsmitglieder und Behördenvertreter, am Montagnachmittag auf die 46-jährige Geschichte des Familienbetriebes zurück. Wasserskianlage, Aqua-Park, eine mehrfach erweiterte Gastronomie – und jetzt die Millionen-Investition in die Golfanlage, durch die in erster Linie die Saison verlängert werden soll. „Adventure-Golf kann bei fast jedem Wetter gespielt werden“, sagte Vogt. Durch die Investition, an der sich das Land Niedersachsen mit rund 400.000 Euro beteiligt hat, würden neue Arbeitsplätze geschaffen und vorhandene ganzjährig gesichert.

Noch Resstarbeiten

Die Anlage ist barrierefrei und ganzjährig nutzbar. Was noch aussteht, ist die ausführliche Beschilderung der 18 Bahnen sowie der Bau einer Flutlichtanlage und eines kleinen Betreuungsgebäudes, in dem unter anderem 250 Golfschläger und 450 Golfbälle ausgegeben werden sollen. „Dafür benötigen wir einen Bebauungsplan“, sagte Vogt. Daran, dass das nötige Baurecht zügig eingelocht werden wird, ließen die Festredner von Land, Landkreis und Gemeinde keinen Zweifel. Vogt: „Ich bin stolz und glücklich.“

OOWV und Gemeinde stellen Entwässerung auf Prüfstand

Hooksiel (10. 8. 2026) – Die Gemeinde Wangerland und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) haben sich zu einem Arbeitsgespräch getroffen, um die Entwässerungssituation im Wangerland und insbesondere in Hooksiel weiter zu untersuchen.

feuerwehr in der Viethstraße
Immer wieder muss in Hooksiel nach Starkregenfällen die Feuerwehr ausrücken, um Gräben und Gärten leer zu pumpen. Gemeinde und OOWV wollen gemeinsam nach Wegen für eine verbesserte Entwässerung suchen. Archiv-Foto: Feuerwehr

Im Mittelpunkt stand laut einer gemeinsamen Pressemitteilung die Frage, wie die bestehenden Entwässerungsstrukturen weiter verbessert und auf zukünftige Anforderungen ausgerichtet werden können. Dabei wurden die bekannten Problembereiche in Hooksiel gemeinsam betrachtet und erste mögliche Lösungsansätze erörtert. 

Situation soll genau untersucht werden

Grundlage für die weitere Arbeit ist unter anderem der Generalentwässerungsplan, mit dem die bestehenden Systeme umfassend untersucht und mögliche Verbesserungen aufgezeigt werden sollen. „Die vergangenen Starkregen-Ereignisse haben sehr deutlich gezeigt, wie belastend die Situation für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner in Hooksiel ist“, so Bürgermeister Mario Szlezak. „Mir ist wichtig, dass wir zu nachhaltigen und verlässlichen Lösungen kommen. Deshalb werden wir mit dem OOWV die Entwässerungssituation genau untersuchen und parallel dazu bereits konkrete Maßnahmen entwickeln, die fachlich sinnvoll sind und dauerhaft zu einer Verbesserung beitragen können.“

Versammlung mit Hooksielern geplant

„Eine leistungsfähige Entwässerung ist gerade mit Blick auf zunehmende Starkregen-Ereignisse von großer Bedeutung“, betont auch Bernd Janssen, Regionalleiter des OOWV. Wichtig sei eine gemeinsame Herangehensweise von gemeinde und Verband. „Deshalb ist es richtig, die vorhandenen Strukturen gemeinsam zu analysieren und mögliche Maßnahmen fachlich zu bewerten.“

Bereits erarbeiteten Ansätze sollen weiter vertieft und mit der unteren Wasserbehörde abgestimmt werden. Dabei sollen auch die Erfahrungen und Beobachtungen der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner einbezogen werden. Gemeinde und OOWV planen deshalb zu einer Anwohnerversammlung in Hooksiel. Dort sollen die bisherigen Erkenntnisse vorgestellt, weitere Hinweise aufgenommen und mögliche Lösungswege gemeinsam diskutiert werden. 

Über Termin und Ort der Veranstaltung wird die Gemeinde Wangerland rechtzeitig informieren. 

Zwei Camper von frei laufendem Hund gebissen

Hooksiel (10. 8. 2026) – Ein Camper in Hooksiel muss sich wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung verantworten. Dem Hundehalter wird vorgeworfen, seinen Hund am Sonntagmorgen gegen 8.41 Uhr unbeaufsichtigt über einen Campingplatz in Hooksiel laufen gelassen zu haben. Der Vierbeiner verletzte zwei andere Camper. Die Polizei ermittelt.

Nach bisherigen Erkenntnissen lief der Hund unbeaufsichtigt über die Zeltwiese. Als eine Frau ihr Kind schützen wollte, so die Polizei, sei sie von dem Hund in den linken Oberarm gebissen worden. Kurz darauf habe der Hund einen weiteren Campinggast in den linken Oberschenkel gebissen, als dieser versucht hatte, den Hund von seinen persönlichen Gegenständen fernzuhalten.

Beide Geschädigten erlitten Bissverletzungen und wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen dauern an.

Schon wieder ein Waldbrand im Freizeitgelände

Hooksiel (10. 8. 2026) – Und schon wieder hat es im Hooksieler Freizeitgelände unweit der Wasserskianlage gebrannt. Am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr rückten die Freiwilligen Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden aus, um das Feuer zu löschen. Zuvor war eine Rauchentwicklung in dem Waldgebiet gemeldet worden.

Mit vereinten Kräften bekämpften Mitarbeiter der Wasserskianlage und der Feuerwehen aus Hooksiel und Waddewarden den Vegetationsbrand im Hooksieler Freizeitgelände. Gemeinsam gelang es, eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Foto: Feuerwehr

Bereits am 15. Juli hatte es nahezu an derselben Stelle einen Vegetationsbrand gegeben. Auch dieses Mal, so Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel, hätten die Mitarbeitenden der Skiterassen vorbildlich reagiert und bereits vor Eintreffen der Feuerwehren erste Löschmaßnahmen mit Feuerlöschern eingeleitet. „Dadurch konnte das Feuer frühzeitig eingedämmt und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.“

Wärmebildkamera im Einsatz

Während die Hooksieler Feuerwehrleute gegen das Feuer vorrückten, stellte die Feuerwehr aus Waddewarden sicher, dass genügend Löschwasser zur Verfügung stand. Das Feuer hatte sich auf einer Fläche von vier mal zehn Meter ausgebreitet. Nach den eigentlichen Löscharbeiten wurden die betroffene Fläche mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Dabei wurden noch mehrere Glutnester identifizier. Nöchel: „Auch tiefer im Erdreichhaben wir noch Temperaturen von 50 bis 60 Grad gemessen.“

Gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Skiterrassen wurde der betroffene Boden mithilfe eines Radladers aufgewühlt. Dadurch konnten auch tieferliegende Glutnester freigelegt und anschließend mit reichlich Wasser abgelöscht werden.

Brandstiftung nicht auszuschließen

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Fachleute halten eine Selbstentzündung von trockenem Gras oder eine technische Ursache, etwa ein defektes Gerät, für unwahrscheinlich. Eine fahrlässige oder absichtliche Brandstiftung ist nicht auszuschließen.

Wie sieht die Zukunft von Horumersiel aus?

Horumersiel (10. 8. 2026) – Der Seebadeverein Horumersiel und der Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe Horumersiel-Schillig wollen den Bürgermeister-Kandidaten auf den Zahn fühlen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Freitag, 28. August, wollen sie von Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) und dessen Herausforderern Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) wissen, wie die Zukunft des Wangerlandes und Horumersiels aussehen soll.

Stellen sich den Fragen der Bürger: die Bürgermeisterkandidaten (von links) Thies Fischer, Mario Szlezak und Bernd Abrahams. Foto: privat

Im Rahmen der Veranstaltungen sollen auch Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit erhalten, ihre Fragen direkt an die Kandidaten zu richten. Schwerpunktthema dürfte dabei auch die touristische Entwicklung der Gemeinde werden.

Der Bürgermeister, der ab November acht Jahre lang an der Spitze der Gemeindeverwaltung stehen soll, wird bekanntlich im Rahmen der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, neu gewählt. Die öffentliche Podiumsdiskussion beginnt um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Horumersiel.

Krimiabend mit Bettina Göschl und Klaus-Peter Wolf im Zirkus

Wangerland (7. 8. 2026) – Krimifans sollten sich Freitag, den 14. August, vormerken. Der Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf lädt mit seiner Frau, der Liedermacherin Bettina Göschl, zu einer gemütlichen, literarisch-musikalischen Krimilesung in den Circus Axo in Schillig. Der Einlass ist ab 19 Uhr. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.

Der „Brasilianer“ auf Borkum

Die literarisch-musikalischen Krimiabende des Paares sind weit mehr als klassische Lesungen. Klaus-Peter Wolf zelebriert seine Bücher und erzählt selbstironisch Geschichten über deren Entstehung. Bettina Göschl begleitet ihn mit Krimiliedern, die sie eigens für seine Romane geschrieben hat. Dabei entsteht eine Mischung aus Spannung, schwarzem Humor, persönlichen Anekdoten und Musik.

Wolf liest aus seinem Roman „Sommerfeldt Solo – Der Auftrag“, dem ersten Band seiner neuen Sommerfeldt-Trilogie: Ereignisse auf Borkum haben Dr. Bernhard Sommerfeldt zutiefst erschüttert. Jetzt ist die Zeit gekommen, gegen das organisierte Verbrechen in Ostfriesland vorzugehen. Dafür braucht er einen guten Plan, denn der neue Gangsterboss, den sie den „Brasilianer“ nennen, geht äußerst raffiniert vor. Aber Sommerfeldt hat mit Hauptkommissar Rupert einen bekannten Verbündeten. Ticket für die Veranstaltung gibt es online.

Abenteuer für Kinder

Am Samstag, 15. August, entführt die Kinderbuchautorin und Liedermacherin Bettina Göschl dann Klein und Groß in die Welt von Faugaz, Fregaz, Luna und Jonte. Im Störtebekerturm entfaltet sich eine geheimnisvolle Geschichte voller Abenteuer, Musik und Fantasie.

Faugaz ist in Sorge: Seine Cousine Sally wird in einem magischen Gemälde im alten Störtebekerturm gefangen gehalten. Ob der böse Zauberkrake dahintersteckt, der einst auch die „Wilde Hilde“, das Schiff der beiden Geister, in die Tiefe gezogen hat?

Die musikalische Lesung beginnt um 15 Uhr, Einlass ist ab 14.30 Uhr. Tickets gibt es in den Tourist-Informationen in Horumersiel und Hooksiel sowie online oder direkt vor Ort an der Tageskasse. 

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Lies betont gute Zukunftschancen für Wilhelmshaven

Wilhelmshaven (9. 8. 2026) – Die Deutsche Seemannsmission Wilhelmshaven ist eine für Stadt und maritime Wirtschaft gleichermaßen wichtige wie anerkannte Institution in der Region. Das wurde am Wochenende beim Tag der offenen Tür anlässlich des 66-jährigen Bestehens des ehrenamtlichen Besuchsdienst der Mission deutlich. Zu den Gratulanten gehörte auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), selbst Mitglied der Mission, der sich bei den Helfern für deren ehrenamtliches Engagement bedankte.

Der Vorsitzende des Seemannsmission Wilhelmshaven, Wilfrid Adam (3. von links) begrüßte neben Detthold Aden auch Niedersachsens Ministerpräsidenten Olaf Lies (Mitte) zum Tag der offenen Tür im Seemannsheim. Foto: hol

Wilfrid Adam begrüßte als Vorsitzender der Seemannsmission Hunderte Interessierte und Freunde im Seemannsheim an der Hegelstraße 11. Auch wenn die Verweildauer von Seeleuten in Häfen im Vergleich zu früher deutlich kürzer geworden ist, ist das Heim eine wichtige Zentrale für die Arbeit des Besuchsdienstes und für Seemannspastor Dr. Klaus Lemke-Paetznick.

Besuch bei der Seemannsmission

Lies unterstrich in einer von Adam moderierten Gespräch mit dem langjährigen Präsidenten des Zentralverbandes  der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), Detthold Aden, die zentrale und weiter zunehmende Bedeutung des Hafens Wilhelmshaven für Niedersachsen und ganz Deutschland. Auch mit Blick auf die Belange des größten Bundeswehr- und Marinestandortes Deutschlands gelte es, die sich daraus ergebenen Zukunftschancen für die Stadt zu entwickeln.

Der Containerhafen Jade-Weser-Port (JWP), bei seiner Einweihung 2012 noch als Geisterhafen verspottet, komme auch dank der Reederei Hapag Lloyd richtig in Fahrt. Immer mehr Güter werden über Wilhelmshaven umgeschlagen. Hinzu komme, so Lies, die Bedeutung des Hafens als Energiedrehscheibe – neben Öl und Kohle werde es in Zukunft vornehmlich um verflüssigte Gase und um Strom von Offshore-Windparks gehen.

Der Jade-Weser-Port hat sich längst zu einem wichtigen Umschlagplatz für die deutsche Wirtschaft entwickelt. Archiv-Foto: hol

Hier übernehme die Stadt eine nationale Aufgabe. „Der Strom muss aber auch in Zukunft weiter per Erdkabel durch die Küstenregion geleitet werden, wenn wir die Akzeptanz nicht verlieren wollen“, sagte Lies mit Verweis auf andere Überlegungen in Berlin. Als Stärke des Hafens sieht Lies auch die großen Flächenpotenziale auf dem Voslapper Groden. Die einst für Industriezwecke aufgespülte Fläche ist aktuell noch EZ-Vogelschutzgebiet. „Wir werden dafür an anderer Stellen ein größeres Naturschutzgebiet entwickeln, wo tatsächlich Naturschutz stattfinden kann“, versicherte der Ministerpräsident.

Pläne für Mehrzweckhafen

Der Wilhelmshavener Aden, der unter anderem als Vorstandschef der Bremer BLG Logistics Group, maßgeblichen Anteil am Bau des JWP hatte, warb für den zügigen Bau des geplante Multipurpose-Terminal (MPT). Auf dem 900 Meter langen Terminal in Verlängerung des JWP könnten ab voraussichtlich 2038 neben Containern auch Schwerlastgüter, Autos oder im Bedarfsfall militärische Ausrüstung umgeschlagen werden.

Derzeit stünden in Wilhelmshaven rund 35.000 Import-Autos, die im inneren Hafen umgeschlagen und auf der Straße zur ehemaligen Geniusbank in Sichtweite des JWP gebracht werden, so Aden. Ein Fortschritt: Die Abstellflächen würden in Kürze einen Gleisanschluss bekommen, so das der Weitertransport per Bahn erfolgen kann.

Im Rahmen des Tages der offenen Tür bot die Seemannsmission in Haus und Garten ein abwechslungsreiches Programm, das musikalisch vom Shantychor „Schlicktown Singers“ und der Jazzband „Seaside Swing Combo“ umrahmt wurde.

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Zu perfekte Kunstwerke begrenzen die Welt der Gedanken

Hooksiel (9. 8. 2026) – Noch bis zum kommenden Sonntag, 16. August, haben Kunstinteressierte Gelegenheit, sich anzuschauen, was Agnes Lörincz während ihres Aufenthaltes in Hooksiel geschaffen hat. Die Berlinerin mit rumänischen Wurzeln lebt und arbeitet seit Mitte Juli als Stipendiatin im Künstlerhaus Hooksiel.

Collagen und Tonarbeiten – die Stipendiatin des Künstlerhauses Agnes Lörincz hat ihren Aufenthalt in Hooksiel kreativ genutzt. Foto: hol

Wie sie im Rahmen eines Künstlergesprächs am Samstag sagte, habe sie während dieser Zeit im Ort und am Strand viele Menschen gesehen, die sie inspiriert hätten. Die „Badende“ am Strand etwa, eine Frau mit einer hypermodernen Sonnenbrille, ein sich zugewandtes Paar bei den Krabbentagen, ein junger Mann mit einem Base-Cup – Szenen aus Hooksiel, in Gemälden und Collagen kombiniert mit klassischen, etwas aus der Zeit gefallenen Mustern von Spitzendecken. Ähnlichkeiten und Verfremdungen, die geheimnisvoll wirken und den Betrachter zum Nachdenken anregen.

Motive von Spitzendecken

„Ganz frisch aus dem Ofen“ präsentierte Agnes Lörincz eine Serie von Tonarbeiten. Auch hier sorgen Spitzendecken-Motive für die Muster auf dem gebrannten Material. Mal liegen die Muster auf, mal bilden sie Vertiefungen. Den Stoff selbst findet man nicht mehr. Meist wirken die Arbeiten etwas unfertig. Die Tonscheibe ist nicht eben, das Muster endet abrupt. Genau so hat sie die Künstlerin für gut befunden. „Alles, was perfekt aussieht, schränkt die Gedankenwelt ein.“

Auf die Idee mit den Tonscheiben sei sie bei einem Besuch des Urzeitmeer-Museums am Aquarium in Wilhelmshaven gekommen, in dem Fossile längst ausgestorbener Tiere und Pflanzen zu bewundern sind. Heute. Ein Beleg für die Relativität der Zeit – wie in der Mode so in der Kunst. Agnes Lörincz: „Vielleicht findet ja jemand in ferner Zukunft diese Tonarbeiten und sie werden Fossile aus unserer Zeit.“

Das Künstlerhaus Hooksiel in der Lange Straße ist dienstags bis sonntags jeweils 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Vermeintlicher Flächenbrand entpuppt sich als Lagerfeuer

Hooksiel/Horumersiel (9. 8. 2026) – „Flächenbrand bei Horumersiel!“ Mit der Botschaft wurde am Freitagabend die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel alarmiert. In der Nähe des Schöpfwerkes Hohenstiefersiel sollte es brennen. 

Bei ihrer Anfahrt hätten sie zunächst kein Feuer entdecken können, berichten die Feuerwehrleute. Erst durch den Hinweis und das Foto eines aufmerksamen Passanten habe man die Einsatzstelle lokalisieren können. Diese habe sich an einer schwer einsehbaren und nur schwierig erreichbaren Stelle befunden.

„Vor Ort stellte sich heraus, dass Angler dort eine kleine, erlaubte Feuerstelle betrieben hatten“, schildert die Feuerwehr. „Durch die starke Rauchentwicklung wurde der Eindruck eines Flächenbrandes erweckt, weshalb besorgte Passanten den Notruf wählten.“

Die Feuerwehrleute brauchen nicht einzugreifen und konnte den Einsatz nach kurzer Zeit beenden. Aber dennoch sei die Alamierung richtig gewesen. „Wenn der Verdacht besteht, dass etwas brennt, ist es immer richtig, den Notruf 112 zu wählen. Im Ernstfall kann jede Minute entscheidend sein.“

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Zahl der Bewohner im Wohnstift Hooksiel deutlich gestiegen

Hooksiel (8. 8. 2026) – Der „Ostfriesenjung Georg“ traf genau den richtigen Ton. Der Georg Galts spazierte mit seinem Mikrofon durch die Sitzreihen vor dem Wohnstift Hooksiel, schenkte den Bewohnern, deren Angehörigen sowie Gästen ein freundliches Lächeln und animierte dazu, bei den von ihm vorgetragenen Schlagern und Shantys mitzusingen.

„Ostfriesenjung Georg“ unterhielt die Bewohner und Besucher beim Sommerfest des Wohnstiftes Hooksiel musikalisch. Foto: hol

Dazu gab es Kuchen und Gegrilltes, Kaffee, Tee und Kaltgetränke. Beste Rahmenbedingungen für ein entspanntes Sommerfest. Die Leiterin des Wohnstiftes Hooksiel, Sabine Tepaß, begrüßte dazu am Freitag auch Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) und den Bürgermeisterkandidat der CDU, Thies Fischer. Beide unterstrichen die Bedeutung, die die Betreuungseinrichtung mit ihren 84 Plätzen für Hooksiel hat.

Überprüfung bestanden

Das Wohnstift, das seit gut einem Jahr zur Etvoila-Gruppe gehört, befinde sich auf einem guten Weg, versicherte Sabine Tepaß. Unmittelbar vor dem Sommerfest habe man eine Überprüfung durch den Medizinischen Dienst bestanden. „Das ist hervorragend gelaufen.“

Aktuell betreuen rund 60 Pflegerinnen und Pfleger und sonstige Mitarbeiter 80 Seniorinnen und Senioren. Damit habe man die Zahl der Bewohner deutlich steigern können, so Sabine Tepaß. Allerdings: „Wir brauchen dringend mehr Personal.“

Bedarfsabfrage für Spätbus

Angesichts des Fachkräftemangels im Pflegebereich sei es aber alles andere als einfach, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Wie die Heimleiterin im Gespräch mit Szlezak und Fischer sagte, wäre eine in die Abendstunden erweiterte Busverbindung Richtung Wilhelmshaven dabei hilfreich.

Szlezak und Fischer zeigten sich für eine Bedarfsabfrage offen. Damit könne man feststellen, ob weitere Unternehmen wie etwa gastronomische Betriebe im Ort vergleichbare Probleme haben. Das Ergebnis könnte dann Grundlage für einen Antrag sein, einen Abendbus nach Wilhelmshaven einzusetzen. Gegebenenfalls, so Fischer, müssten sich die Nutznießer dann aber auch an den Kosten beteiligen.