Hooksiel/Horumersiel (25. 9. 2026) – Mit einem abwechslungsreichen Programm startet die Veranstaltungsreihe „Live hinterm Deich“ in die Herbstsaison. Vom 8. bis zum 27. Oktober finden jeden Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr Konzerte in Horumersiel und Hooksiel statt. Der Eintritt dazu ist frei.
Sechs verschiedene Bands
Die Konzertreihe hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungsprogramms der Wangerland Touristik GmbH (WTG) entwickelt und begeistert nicht nur im Sommer mit musikalischer Vielfalt. Insgesamt sechs verschiedene Acts stehen auf dem Programm der Herbst-Ausgabe. „Von traditionellen Shanties über zeitlose Oldies und rockige Sounds bis hin zu avantgardistsicher Popmusik ist für jeden Geschmack etwas dabei“, so die WTG. Woche für Woche sorgen unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler für stimmungsvolle Abende in besonderer Atmosphäre.
Dienstags erklingen die Konzerte im Kursaal Horumersiel, donnerstags im Saal im Gästehaus Hooksiel statt. Bei gutem Wetter finden die Konzerte draußen unter freiem Himmel mit Lichterketten, Feuerschalen und heißen Getränken statt. Für gastronomische Betreuung ist gesorgt.
Abwechslungsreiches Programm
Diese Bands stehen bei „Live hinterm Deich“ auf der Bühne: Donnerstag, 8. Oktober: Die Ungesteckerten 3 (Pop und Rock von Bowie bis Queen); Dienstag, 13. Oktober; Syracrus (Oldies aus den 60ern und 70ern); Donnerstag, 15. Oktober: Honeybird (sweet, groovy, acoustic – Unplugged-Trio); Dienstag, 20. Oktober: Adenalin (Rock- und Pop-Musik); Donnerstag, 22. Oktober: Shantychor Likedeeler (Maritimes und Shanties) sowie am Dienstag, 27. Oktober: Hey Brother (Rock- und Pop-Musik).
Friesland (25. 9. 2026) – Der AfD-Kreisvorsitzende Martin Sichert (Zetel) hat wie angekündigt Widerspruch gegen dieLandratswahl im Landkreis Friesland eingelegt. Der Bundestagsabgeordnete hält die Wahl vom 13. September für nicht rechtmäßig, da er vom Kreiswahlausschuss nicht als Kandidat zugelassen worden war.
AfD-Politiker als Kandidat ausgeschlossen
Das Gremium hatte Zweifel ob Sichert (Foto) als einer der führenden Köpfe des vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuften AfD-Landesverbandes Niedersachsen die Gewähr dafür biete, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten. Das wiederum ist Voraussetzung für ein Beschäftigungsverhältnis als Landrat als „Beamter auf Zeit“.
„Man hat mich rechtswidrig vor der Landratswahl ausgeschlossen“, ist Sichert überzeugt. Bei seinem Einspruch gehe es ihm auch um den den „Schutz der Demokratie“. Es könne nicht angehen, dass „man einfach nach Gutdünken Kandidaten vor der Wahl ausschließen kann“. Sollte sein Einspruch abgewiesen werden, werde er durch alle gerichtlichen Instanzen gehen. Er rechne fest damit, dass er am Ende Recht bekomme. Sein Ziel sei es, dass „diese unwürdige Landratswahl in Friesland wiederholt werden muss“.
Ziel ist die Wiederholung der Wahl
Der Einspruch gegen die Landratswahl muss zunächst von der Wahlleitung im Landkreis Friesland geprüft werden. Eine Entscheidung über den Einspruch fällt der Kreistag. Gegen diese Wahlprüfungsentscheidung könnte dann Sichert vor dem Verwaltungsgericht klagen. Sollte er gewinnen, müsste die Landratswahl wohl wiederholt werden.
Bei der Wahl am 13. September hatte sich Rolf Neuhaus (parteilos) mit 57,5 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang gegen Sibylle Raquet (FDP) und Jan Ole Möller (Die Partei) durchgesetzt.
Hooksiel (21. 9. 2026) – Unbesetzte Ausbildungsplätze? Bewerbermangel? Das gilt nicht für die Werft Hooksiel. Und das hat auch mit dem Azubi-Projekt zu tun, das die Firma im vergangenen Jahr gestartet hat. Die Auszubildenden des Betriebs restaurierten in ihrer Freizeit ein stark beschädigtes Segelboot, das bei der Ostseesturmflut im Oktober 2023 in Kiel-Schilksee zum Wrack geworden war. Inzwischen schwimmt die „Azubi X“ wieder und wird von den Lehrlingen des Unternehmens aktiv gesegelt.
Die Auszubildenden Max Hesse (links) und Giuliano van Freeden haben einen Ausbildungsplatz auf der Werft Hooksiel gefunden und können in ihrer Freizeit mit der Firmenjacht Segeltörns auf der Nordsee unternehmen. Foto: Theo Kruse
„Unsere Überlegung war, ein Projekt aufzulegen, an dem sich die jungen Auszubildenden ausprobieren können und verschiedene Techniken der Restaurierung und Reparatur lernen können“, sagt Bootsbaumeister Tanno Kruse. Die Regattajacht vom „Typ X 79“ wies große Löcher im Rumpf und am Heck auf, das Ruderblatt war gebrochen, der Kiel beschädigt.
Unterschiedliche Materialien
Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und Werkzeugen waren nötig, um das Boot zunächst wieder schwimmfähig zu machen. Als schließlich die umfangreiche Sanierung des GFK-Rumpfes abgeschlossen war, musste die glasfaserverstärkte Schale noch geschliffen und lackiert werden.
Die Werft Hooksiel besteht seit mehr als 40 Jahren. Die Jacht des Typs X 79 war im Ostseesturm gesunken. Auszubildende der Werft Hooksiel haben sie wieder aufgearbeitet. Hier lackiert Henry Anderl damit den Rumpf neu . Er hat inzwischen die Gesellenprüfung abgelegt. Fotos: Kruse/Werft
Zum Ausbildungsbeginn im August fanden die neuen Azubis Giuliano van Freeden (18) und Max Hesse (17) das Boot jetzt regattafertig vor. „Wir haben die ersten Wettfahrten der Hooksail-Serie mitgemacht; das hat uns viel Spaß gemacht“, berichteten die jungen Azubis. Zwar habe das Angebot der Geschäftsführerin Bettina Kähler, in der Freizeit das Segeln zu lernen und eine schnelle Jacht zu segeln, ihre Berufswahl nicht allein beeinflusst; aber beide begrüßten diese Möglichkeit.
Arbeiten direkt am Wasser
„Die Arbeit hier macht Spaß, direkt am Wasser – und dann die Chance, mit dem Werftboot auf Tour zu gehen. Das ist super!“, sagt Max aus Jever und ist glücklich über seine Berufswahl. Mit Wasser und Booten hat Max zudem als aktives DLRG-Mitglied zu tun und will demnächst seinen Bootsführerschein machen.
Sein Kollege Giuliano ist auf Helgoland aufgewachsen und von daher mit dem Segeln bestens vertraut. „Die ,Azubi X´ ist wirklich ein schickes und schnelles Boot. Wir beide werden im nächsten Winter den Innenausbau realisieren“, sagt der Helgoländer. Die neuen Azubis hatten vor Beginn der Ausbildung ein Praktikum absolviert und dabei schon mal in den Werftbetrieb hinein geschnuppert.
Kenntnisse für den Standort sichern
„Wir bilden unsere Fachkräfte selbst aus und nehmen gerne Bewerber/innen aus der Region, die wir später als versierte Fachkräfte behalten können“, sagt Betriebsleiter Tanno Kruse. Qualifizierte Werftarbeit entstehe durch Erfahrung, Ausbildung und langfristige Bindung von Fachkräften, ergänzt der Bootsbaumeister, selbst seit über 30 Jahren im Betrieb. Es sei Anliegen der Werft, die Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit verschiedenen Werkstoffen wie Holz, Metall und glasfaserverstärktem Kunststoff (GfK) für den Standort Hooksiel zu sichern und an die nächste Generation weiterzugeben.
Wilhelmshaven/Friesland (24. 9. 2026) – Gute Leistungen verdienen Anerkennung. Besonders dann, wenn sie mit persönlichem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und dem Einsatz für andere verbunden sind. Genau diese Verbindung stand im Mittelpunkt der Verleihung des Hans-Bretschneider-Preises 2026 an den Berufsbildenden Schulen in Varel.
AWV-Präsident Tom Nietiedt überreicht den Hans-Bretshneider-Preis an Luca Fynn Jauernig. Foto: AWV
Mit der Auszeichnung würdigte der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. (AWV) erneut einen jungen Menschen aus der Jade Wirtschaftsregion, der durch seinen erfolgreichen Bildungsweg und sein gesellschaftliches Engagement überzeugt. „Alle Nominierten und Preisträgerinnen und Preisträger zeigen beispielhaft, was mit Engagement, Ausdauer und der richtigen Unterstützung erreicht werden kann“, so der AWV. „Ihre Leistungen sind ein starkes Signal für die Attraktivität der beruflichen Bildung und ein positives Beispiel für andere junge Menschen.“
Chemikant bei Vynova
Im feierlichen Rahmen an der BBS Varel wurde Luca Fynn Jauernig ausgezeichnet. Er habe seine Ausbildung zum Chemikanten bei der Vynova Wilhelmshaven GmbH (heute: Westlake Vinnolit GmbH & Co KG.) mit Bestnote abgeschlossen und dabei nicht nur fachlich überzeugt, sondern sich auch weit über das übliche Maß hinaus engagiert. Jauernig brachte im Werk vor den Toren von Hooksiel die Digitalisierung des Schichtplans voran und verbesserte damit die Einsatzplanung der Auszubildenden sowie den internen Informationsaustausch. Gleichzeitig wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) und arbeitete in dieser Rolle eng mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat zusammen, um die Interessen der Auszubildenden zu vertreten.
Schlüssel für Chancengleichheit
Der Preisträger unterstützt zudem in einer inklusiven Kampfsportgruppe Menschen mit Beeinträchtigungen dabei, Techniken der Selbstverteidigung zu lernen und mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. darüber hinaus engagiert er sich in der Ortsgruppe seiner Gewerkschaft.
Im Rahmen der Preisverleihung veranstaltete der Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“ des AWV eine Gesprächsrunde. Dabei wurde deutlich: Berufliche Bildung kann ein Schlüssel für Chancengleichheit sein. „Die Berufsbildenden Schulen bieten Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen die Möglichkeit, ihren Weg zu finden, Talente zu entdecken und berufliche Ziele zu verfolgen“ so der AWV. „Gerade diese Offenheit macht sie zu einem wichtigen Baustein für mehr Chancengerechtigkeit.“
Hooksiel (24. 9. 2026) – Er hat über Jahrzehnte gute Dienste geleistet. Doch inzwischen ist der Fahrradunterstand an der Grundschule und Kindertagesstätte Hooksiel sichtbar in die Jahre gekommen. Der Förderverein der Schule hofft darauf, dass die Gemeinde Wangerland hier möglichst bald Abhilfe schafft. Tobias Geisen, Vorsitzender des Fördervereins: „Ein etwas vergrößerter Unterstand mit Solardach wäre unserer Meinung nach das Sinnvollste.“
Dringenden Handlungsbedarf am Fahrradunterstand sieht der Förderverein der Grundschule Hooksiel: (von links) Katja Thomßen, Marie Weissen und Tobias Geisen. Foto: Förderverein
Der Unterstand dient vielen Kindern, die selbstständig zur Schule fahren, als Unterstand für ihre Fahrrädern und Roller. Aber er wird auch von Eltern genutzt, die Kinder zur Kita bringen oder sie abholen. „Das Dach ist völlig löchrig und muss neu gemacht werden. Wir vom Förderverein der Grundschule haben uns nun schon mehrfach mit der Gemeinde zu dem Thema Erneuerung des Fahrradunterstandes getroffen und darüber diskutiert“, schildert Geisen. „Leider ist bis jetzt immer noch nichts passiert.“
Gespräche mit der Gemeinde
Markus Gellert, zuständiger Abteilungsleiter bei der Gemeinde, bestätigt, dass der Unterstand schon mehrfach Thema bei den Gesprächen mit dem Förderverein gewesen sei. Im Grundsatz sei man sich einig, dass Handlungsbedarf besteht. Angesichts des voraussichtlichen Investitionsvolumens sei es aber wohl nicht möglich, das Projekt aus Bordmitteln zu stemmen – selbst wenn der Förderverein sich durch seine Aktivitäten an den Kosten beteiligt.
„Die Mittel müssen in den Haushalt der Gemeinde eingestellt werden“, so Gellert. Dafür müsse über das Vorhaben zunächst in den politischen Gremien beraten werden. So könnte der Fahrradunterstand Thema des Schulausschusses des neuen Gemeinderates werden, der sich im November konstituiert.
Neubau oder Reparatur?
Parallel dazu müsse die Bauabteilung prüfen, ob eine Reparatur des vorhandenen Unterstandes noch möglich und sinnvoll sei oder ob nicht tatsächlich ein neues Schutzgebäude die bessere Wahl wäre. „Die Idee mit dem Solardach müssen wir prüfen. Aber auch dafür haben wird Fachleute im Haus“, so Gellert.
Für den Förderverein sind das gute Signale. „Wir würden uns wünschen, dass es jetzt bald losgeht mit der Renovierung oder zumindest der Planung dafür.“
Wangerland (24. 9. 2026) – Wangerlands künftiger Bürgermeister wird sich einen neuen Stellvertreter suchen müssen. Peter Podein (59), vom Gemeinderat vor vier Jahren auf Vorschlag von Bürgermeister Mario Szlezak in das Amt des ersten allgemeinen Vertreters des Verwaltungschefs berufen, wird das Wangerland zum 31. Oktober verlassen.
Podein wechselt zur Stadt Schortens
Wie Podein auf Anfrage von „Hooksiel-life“ bestätigte, wird er zum 1. November zur Stadt Schortens wechseln. Dort werde er die Aufgabe des stellvertretenden Leiters des Fachbereiches Bauen und Umwelt übernehmen. Als Grund für diesen Schritt nennt Podein seinen Wunsch, sich noch einmal einer neuen beruflichen Herausforderung stellen zu wollen. Seine bisherigen Aufgaben im Wangerland habe er mit Freude und Leidenschaft gemacht. Insbesondere der Verantwortung als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters habe er sich gern gestellt.
Peter Podein (Foto) arbeitet seit 23 Jahren für die Gemeinde Wangerland. Bei der Kommunalwahl 2021 hatte er selbst für das Amt des Bürgermeisters kandidiert, war aber unterlegen. Nach der Wahl hatte ihn Szlezak zu seinem allgemeinen Vertreter ernannt. Gleichzeitig leitete Podein zuletzt die Bauverwaltung.
Gerade im Bereich der Bauleitplanung der Gemeinde, also bei der Aufstellung und Änderung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen, könnte der Abgang von Podein ein schwer zu schließendes Loch reißen. „Ja, es ist zutreffend, dass entsprechend qualifizierte Mitarbeiter derzeit schwer zu finden sind“, weiß auch Podein.
Lücke in der Bauverwaltung
Eine Neubesetzung der Stelle könnte sich über Monate hinziehen. „Dennoch halte ich es für richtig, dass ich schon zum 1. November gehe. Dann kann der neue Bürgermeister von vornherein mit seinem neuen allgemeinen Vertreter zusammenarbeiten.“
Die Überarbeitung von Bebauungsplänen spielt eine zentrale Rolle bei der laufenden Gemeinde-Entwicklungsplanung im Wangerland. Wer sich dieser Herausforderung stellen muss, wird sich am Sonntag bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt entscheiden. Hier stehen sich Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) und Thies Fischer (CDU) gegenüber.
Hooksiel (23. 9. 2026) – Es wird nicht gemauert oder ausgebessert, sondern gezeigt, wie die Diplom-Bildhauerin Nic Schaatsbergen aus Dornum eine Verbindung von Mensch und Natur herstellt. Die Skulptur als Fotografie: Die Künstlerin fängt den Moment, das Lebende im festen und starren, aber erdverbundenen Backstein ein.
Seit ihrem Diplom 2022 erforscht die Künstlerin den ostfriesischen Klinker als Material in der Bildhauerei. Im Mittelpunkt stehen dabei der Mensch und seine Lebendig- und Vergänglichkeit.
Im Künstlerhaus zu sehen sein wird die Bandbreite des Ziegelsteins als Körper in der Kunst. Neben Skulpturen, Plastiken und Reliefs, die mal expressionistisch, mal abstrakt den menschlichen Körper zeigen, gibt es auch Tierdarstellungen, abstrahierte Körper und Installation, teilweise mit Natur- und Baumaterialien.
Gezeigt werden die Werke im Künstlerhaus Hooskiel in der Lange Straße vom 27. September bis zum 1. November. Ausstellungseröffnung ist am Sonntag 27. September, um 11.15 Uhr. Ins Werk einführen wird die Kunsthistorikerin Sarah Bylaußer. Geöffnet ist das Künstlerhaus im Anschluss außer montags täglich von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Wangerland (22. 9. 2026) – Am Dienstagvormittag kam es auf der Landesstraße 808 in Wiefels zu einem Verkehrsunfall mit einem Sattelzug. Nach bisherigen Erkenntnissen kam dem Sattelzug ein Pkw auf dessen Fahrstreifen entgegen. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich der Fahrer des Sattelzuges aus, kam dabei von der Fahrbahn ab und kippte mit seinem Fahrzeug in den angrenzenden Straßengraben.
Der bislang unbekannte Pkw-Fahrer habe seine Fahrt anschließend fortgesetzt, so die Polizei. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. An dem Sattelzug entstand Sachschaden. Aufgrund der aufwendigen Bergungsarbeiten musste die L 808 bis in die frühen Abendstunden voll gesperrt werden. Hierdurch kam es zu entsprechenden Verkehrsbeeinträchtigungen.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht insbesondere nach dem bislang unbekannten Pkw. Personen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zu dem beteiligten Fahrzeug geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Jever unter 04461/ 74490 zu melden.
Wangerland/Hooksiel (22. 9. 2026) – Nach der Wahl ist vor der Wahl. Zumindest im Wangerland. Am kommenden Sonntag, 27. September, sind 8174 wahlberechtigte Frauen und Männer ab 16 Jahren aufgefordert, in einer Stichwahl zu entscheiden, wer der künftige Bürgermeister der Gemeinde wird.
Von den ursprünglich drei Bürgeermeister-Kandidaten fürs Wangerland sind bei der Stichwahl am kommenden Sonntag nur noch zwei dabei: Thies Fischer (links) und Mario Szlezak (Mitte). Rechts im Bild: Bernd Abrahams, der die Stichwahl knapp verpasst hat. Archiv-Foto: hol
Für die Stichwahl qualifiziert haben sich Thies Fischer (CDU) und Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD). Beide hatten bei der Kommunalwahl am 13. September mehr Stimmen erhalten als der dritte Bewerber, Bernd Abrahams (Pro Wangerland) – aber nicht die absolute Mehrheit. Für Fischer hatten 2263 Wählerinnen und Wähler gestimmt, auf Szlezak entfielen 1655 Stimmen. Für die absolute Mehrheit wären bei 5272 abgegebenen Stimmen 2687 Stimmen erforderlich gewesen. Wie viele Stimmen bei der Stichwahl reichen, hängt von der Wahlbeteiligung ab.
Ergebnis gegen 19.30 Uhr
Der Sieger der Stichwahl, der nach Einschätzung des stellvertretenden Gemeindewahlleiters, Thomas Hayen, am Sonntag gegen 19.30 Uhr feststehen dürfte, wird acht Jahre lang an der Spitze der Gemeindeverwaltung stehen. Zudem hat der Bürgermeister qua Amt einen Sitz im Gemeinderat. Sollte Fischer, der bereits in den Rat gewählt wurde, Bürgermeister werden, würde für ihn ein weiteres CDU-Mitglied in das Kommunalparlament nachrücken: der Hooksieler Björn Christiansen.
Das Wahlprozedere gleicht dem im ersten Wahlgang. In den sechs Wahlbezirken im Gemeindegebiet ist am Sonntag jeweils von 8 bis 18 Uhr ein Wahllokal geöffnet. In Hooksiel können die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimmen in der Turnhalle der Grundschule abgeben. Bei der Stichwahl hat jeder Bürger nur eine Stimme, was die Auszählung im Nachgang gegenüber der Gemeinderatswahl deutlich erleichtert.
Wahl im Rathaus möglich
Auch zur Stichwahl können Bürger ihre Stimme per Briefwahl abgeben. Nach dem Druck der Stimmzettel habe die Gemeinde bereits am vergangenen Mittwoch 2205 Briefwahl-Unterlagen an diejenigen verschickt, die bereits im Vorfeld der Kommunalwahl kund getan hatten, das sie auch zwei Wochen später ihre Stimme nicht in einem Wahllokal abgeben wollen oder können. Wählern, die jetzt noch kurzfristig feststellen, dass sie am Sonntag gar nicht vor Ort sind, rät Hayen, persönlich im Rathaus in Hohenkirchen vorbei zu kommen, um noch Briefwahl-Unterlagen zu beantragen und dann gegebenenfalls dort umgehend zu wählen.
Alle Wahlberechtigten haben zur Kommunalwahl Wahlbenachrichtigungs-Karten bekommen, die sie im Wahllokal vorzeigen sollen, um Stimmzettel ausgehändigt zu bekommen. Aber auch Wähler, die ihre Benachrichtigung nach der Gemeinderatswahl weggeworfen oder verlegt haben, können an der Stichwahl teilnehmen. Hayen: „Die Wähler müssen dann einfach ihren Personalausweis vorzeigen, damit überprüft werden kann, ob sie im Wählerverzeichnis stehen.“
Stimmabgabe ist geheim
Dass sich vor den Wahlkabinen erneut lange Schlangen bilden werden, wie bei der Wahl am 13. September, gilt als unwahrscheinlich. Der Stimmzettel ist überschaubar, ein Kreuz schnell gemacht. Sollte es dennoch dazu kommen, warnt Hayen davor, das Kreuz bereits im Warteraum zu setzten. „Die Kommunalwahlen sind geheim. Das bedeutet, dass die Stimmzettel nur in den Kabinen ausgefüllt werden dürfen – unabhängig davon, ob es dem Wähler egal ist, ob andere Wähler mitbekommen, wie er abstimmt.“
Stimmzettel, die mehr oder weniger öffentlich ausgefüllt wurden, dürfen die Wahlvorstände nicht annehmen. Vorgesehen sei für einen solchen Fall, so Hayen, dass der öffentlich ausgefüllte Stimmzettel vernichtet wird und der Wähler einen neuen bekommt, den er dann in der Wahlkabine auszufüllen hat.
Hooksiel (22. 9. 2026) – Wasser ist für Schwimmer und für Wasserskifahrer gleichermaßen unverzichtbar. Insofern gibt eine gewisse Nähe beider Sportarten. Auch aus diesem Grunde haben Schwimmer aller Generationen zum 40-jährige Bestehen der Schwimmabteilung des Heidmühler FC die Skiterrassen in Hooksiel besucht und zunächst auf dem Wasser und danach auf der neuen Adventure-Golfanlage einen schönen Nachmittag verbracht.
Viel Spaß an der Wasserskianlage hatten vor allem die Nachwuchsschwimmer des Heidmühler FC. Foto: hol
Angeführt wurde die rund 30-köpfige Gruppe vom HFC-Vorsitzenden Reinhold Fischer und dem Leiter der Schwimmsparte, Arne Krüger. Die Idee für den Abstecher nach Hooksiel hatte allerdings Frank Wenzel, der in Heidmühle die Master-Schwimmer betreut, also die leistungs- und wettkampforientierten Athleten.
Seit 40 Jahren aktiv
Insgesamt hat die HFC-Schwimmabteilung derzeit rund 200 Mitglieder. Einen Einbruch bei der Zahl der Aktiven habe es während der Corona-Pandemie und durch den Umbau des Schortenser Hallenbades „Aqua Fit“ gegeben, schildert Fischer. Aber insgesamt habe die Schwimmer-Familie mit ihrem ganz besonderen Zusammenhalt diese Dellen gut überstanden. Ein Beleg dafür: Mit Claus Burmeister (88) und Fred Harms (83) waren auch zwei immer noch aktive Leistungsschwimmer mit nach Hooksiel gekommen, die von Anbeginn an beim HFC schwimmen.
HFC-Vorsitzender Reinhold Fischer (rechts) und der Leiter der Schwimmsparte, Arne Krüger (links), freuten sich besonders, dass mit Claus Burmeister (2. v. l.) und Fred Harms Schwimmer der ersten Stunde beim HFC den Jubiläumsausflug nach Hooksiel begleitet haben. Foto: hol
Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit liege bei der Schwimmausbildung, so Krüger. „Der Anteil der Kinder, die nicht schwimmen können, ist sehr groß.“ Aktuell gebe man rund 50 Kindern Schwimmunterricht. Aber die Warteliste sei lang.
Schwerpunkt Schwimmausbildung
Wie wichtig eine anerkannte Schwimmausbildung ist, erfuhren die HFC-Mitglieder auch an der Wasserskianlage. Nur Kinder, die mit einem Bronze-Abzeichen ihre Schwimmfähigkeit nachweisen können, dürfen sich nach einer kurzen Einweisung auf Wasserski stellen und versuchen, eine Runde zu fahren. Warum das wichtig ist? Gerade die ersten Fahrten enden meist nach wenigen Metern im Wasser, so dass man mit seinen Skiern zurück an Land schwimmen muss.