Sanderbusch (29. 6. 2026) – Die hohen Temperaturen am Wochenende haben sich auch auf der Interdisziplinären Notaufnahme (INA) der Friesland Kliniken bemerkbar gemacht. „Wir hatten am Sonnabend und Sonntag etwa 40 hitzebedingte Fälle zu versorgen“, sagte Dr. Henning Fründt, Chefarzt der INA am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch. Dabei waren nahezu ausschließlich Patientinnen und Patienten ab 60 Jahren und älter betroffen.
Meist Herz-Kreislauf-Probleme
Damit war laut Angaben des Krankenhauses rund ein Viertel der insgesamt rund 160 Notfälle auf die hohen Temperaturen zurückzuführen. Insbesondere Herz-Kreislauf-Probleme mussten in diesem Zusammenhang behandelt werden. „Glücklicherweise konnte allen Betroffenen geholfen werden, so dass keine lebensbedrohlichen Situationen entstanden sind“, heißt es in einer Mitteilung.
Das zusätzliche Aufkommen habe mit dem bestehenden Personalstamm bewältigt werden können. Die Zahl sonstiger Notfälle sei dabei geringer als im Durchschnitt gewesen. Offensichtlich habe die Hitze dazu geführt, dass viele Menschen weniger aktiv gewesen sind und somit auch eine geringere Zahl akuter Verletzungen und Erkrankungen in der stationären und akuten Versorgung aufgenommen werden musste.
Klimaveränderungen berücksichtigen
Fründt betont, dass die hitzebedingten Notfälle angesichts der Klimaveränderung eine zunehmende Herausforderung darstellen. „Wir brauchen gerade angesichts der zunehmenden Temperaturen, aber auch angesichts der insgesamt steigenden Patientenzahlen in den Notaufnahmen perspektivisch einen Ausbau der Notfallkapazitäten.“ Dies sollte in der aktuellen Diskussion um die Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitsbereich stärker berücksichtigt werden.
Hooksiel (29. 6. 2026) – Die christliche Gemeinschaft ist am Sonntag um 29 Personen angewachsen. Im Rahmen einer imposanten „Tauffeier am Meer“ tauften bei herrlichem Sommerwetter Pastorin Hanja Harke, Diakon Fredo Eilts, Pastorin Sophia Ihnen und Pastor Thorsten Harland vor dem Hooksieler Badestand 29 Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Gottesdienst als Event: Zahlreiche Menschen verfolgen am Sonntag am Hooskieler Badestrand die Taufe am Meer. Foto: hol
Dabei standen die Geistlichen knietief im Wasser der Jade. Umringt von den Täuflingen, deren Eltern und Paten, die die Verantwortung für die christliche Erziehung beteuerten. Die Täuflinge wurden mit Salzwasser gesegnet, die Angehörigen pusteten dazu Seifenblasen in den Himmel. Auf dem am Strand aufgebauten Altar wurden Taufkerzen entzündet.
Diakon Frede Eilts gehörte zu den Geistlichen, die die insgesamt 29 Täuflinge segneten. Foto: hol
Zu denen, die sich bei dem Taufakt der christlichen Gemeinschaft anschlossen, gehörten neben Menschen aus dem Wangerland und Jever auch einige Urlaubsgäste. Eingebunden war die Massentaufe der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Wangerland und Jever in einen stilvollen Gottesdienst, der musikalisch von Chor „Free Voices“ und dem Bläserkreis der Kirchengemeinden begleitet wurde. Die organisatorische Leitung lag in den Händen von Jugenddiakonin Veronika Breuer. Für die Sicherheit sorgten Angehörige der DLRG-Ortsgruppe Wangerland.
Hooksiel (29. 6. 2026) – Die Tennis-A-Junioren des SC Wangerland haben in einer Hitzeschlacht in Leer einen Auswärtssieg nur knapp verpasst. Die Hooksieler Lorenz Kramer, Mateo Doyen, Nikolas Doyen und Lenonard Köster mussten sich beim Post-SV Leer mit einem 3:3 Unentschieden begnügen.
Dabei wäre mit etwas Glück mehr drin gewesen. Kramer (6:1/6:3) und Mateo Doyen (6:2/6:1) hatten ihr Team schnell in Führung gebracht. Und auch Niklas Doyen hatte seinen Gegner lange im Griff. Dann aber raubten ihm die Temperaturen von bis zu 30 Grad und vielleicht auch einige unsportliche Einmischungen aus dem Umfeld der Heimmannschaft ins Spielgeschehen die Nerven. Das Spiel kippte und ging 6:0/0:6/4:10 verloren.
Nachdem auch Leonard Köster sein Spiel mit 3:6/3:6 abgeben musste, kam es auf die Doppel an. Im ersten Doppel setzen sich Niklas und Mateo Doyen klar durch (3:6/3:6). Kramer und Köster aber mussten sich am Ende knapp im Match-Tiebreak geschlagen geben (6:4/4:6/6:10).
Die Saison der A-Junioren ist damit abgeschlossen. Mit nunmehr 5:5 Punkten belegt der SCW in der Regionsliga Platz 3.
Hooksiel (26. 6. 2026) – Jean-Noel Schramm, erster Stipendiat des Künstlerhauses in diesem Jahr, hat mit feinem Pinselstrich Aquarelle mit Motiven aus dem Ort gemalt sowie seine Beobachtungen von Menschen am Strand zeichnerisch festgehalten. Am Samstag, 4. Juli, lässt er sich ab 15 Uhr beim künstlerischen Gestalten über die Schulter schauen und erklärt seine Intentionen.
Am Tag danach wird seine Ausstellung abgebaut. Das Künstlerhaus bleibt dann für eine Woche geschlossen. In dieser Zeit bereitet sich die nächste Stipendiatin, Agnes Lörincz aus Berlin, auf ihre Vernissage am Sonntag, 12. Juli, um 11.15 Uhr vor.
Lörincz fasziniert durch ihre Malerei (Foto), in der sie gesellschaftliche Themen, überwiegend aus dem Bereichen Mode, Werbung und Nachrichten, in „Muster und Mimesis“ umsetzt. Das Prinzip der Täuschung durchzieht ihr Werk auf mehreren Ebenen: Erst bei näherem Hinsehen entpuppen sich ihre Bilder als Collagen. Während ihres Residenzstipendiums wird sie bis zum 16. August im Wangerland auf Motivsuche gehen und diese künstlerisch verarbeiten.
Hooksiel (28. 6. 2026) – Blitz und Donner, Sturmböen, Hagelschauer mit bis zu zwei Zentimeter großen Körnern, dazu über Stunden Starkregen. In der Nacht zum Sonntag konnte man in Hooksiel und in weiten Teilen des Wangerlandes Angst bekommen. Das von Meteorologen nach der extremen Hitze über den gesamten Tag angekündigte Unwetter zog sich von 24 Uhr bis in die Morgenstunden hin.
Seit 5 Uhr waren die Freiwilligen der Feuerwehr Hooksiel im Dauereinsatz. Vornehmlich mussten die Helfer Wasser von Grundstücken sowie aus Gräben und Kellerwohnungen abpumpen. Foto: Ulfers
Die Folgen: Viele Dinge, die nicht sicher verstaut waren, flogen durch die Gegend. Der Sturm knickte Äste ab. An der Jaderennbahn schlug ein Blitz in einen mächtigen Baum. Die Hagelkörner zerschlugen Vordächer und Garten-Ausstattungen und sollen auch an einigen Wagen Spuren hinterlassen haben. Auf Straßen, Wegen und befestigten Grundstücksteilen stand mehrere Zentimeter hoch das Wasser und drang in eine ganze Reihe von Kellern und Kellerwohnungen ein. Menschen aber kamen offenbar nicht zu Schaden.
Das Hooksieler Grabensystem ist bei Starkregen nicht in der Lage, die Wassermassen aufzunehmen. Das THW aus Varel half beim Abpumpen des Wassers. Sturm und Hagel knickten zudem etliche Äste von Bäumen ab. Einige Straßen mussten phasenweise gesperrt werden. Fotos: Feuerwehr/Ulfers
Etliche Grundstücke überflutet
Der Starkregen zeigte zum wiederholten Mal die Schwächen des Entwässerungsystems in Hooksiel auf. Vor allem der zum Teil verrohrte Gräben entlang der Viethstraße war nicht in der Lage, die Unmengen an Wasser aufzunehmen oder abzuführen. In der Folge wurde etliche Grundstücke überflutet.
Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel war seit 5 Uhr mit 14 Frauen und Männern im Dauereinsatz. Später alarmierte Ortsbrandmeister Jörg Nöchel noch in Nachbarwehr aus Waddewarden, die in gleicher Stärke ausrückte, um Straßen und Wege in Hooksiel und Umland zu sichern. Hier mussten Äste von den Fahrbahnen geräumt, dort welche abgesägt werden, die auf die Straße zu fallen drohten.
Blitz in Baum eingeschlagen
Die Hooksieler Wehr pumpte unterdessen vornehmlich Wasser aus dem Grabensystem, aus Kellern und von den Grundstücken ab, die zum Teil knietief überflutet waren. Zur Verstärkung rückte am Morgen das Technische Hilfswerk (THW) aus Varel an und pumpte mit leistungsstarken Aggregaten im Bereich Viethstraße Wasser aus den Gräben ins Hooksmeer.
Viethstraße und Altendeich waren für den allgemeinen Verkehr während der Einsätze weitgehend gesperrt. Auch die Straße An der Jaderennbahn war nicht mehr passierbar. Hier musste ein vom Blitz geradezu gespaltener Baum zerlegt und beseitigt werden. Zudem lagen etliche weitere Äste auf der Fahrbahn.
Ärgerlich. Die Wassermassen drückten zum Teil durch die Außenwände in die Keller und Kellerwohnungen. Foto: Feuerwehr
Feuerwehrchef kritisiert Entwässerung
Die Einsatzbilanz von Jörg Nöchel fiel gegen Mittag zweigeteilt aus. Der Ortsbrandmeister zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit seiner Leute. Es könne aber nicht angehen, dass die Gräben trotz einer Reihe von vergleichbaren Vorfällen in den zurückliegenden Jahren immer noch nicht sauber und zum Teil völlig unzureichend verrohrt seien. Sein Appell an die Gemeinde Wangerland und den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), der die Entwässerung von der Gemeinde übernommen hat: „Hier muss endlich mal etwas geschehen, damit sich die Lage dauerhaft verbessert.“
Ulfers sieht OOWV in der Pflicht
In die gleiche Kerbe schlägt der Hooksieler Ratsherr Holger Ulfers, selbst Anwohner und Betroffener der Überschwemmungen an der Viethstraße. Der SPD-Politiker sieht neben den Anwohnern, die auch selbst ein Auge auf ihren Graben haben sollten, vor allem den OOWV in der Pflicht. Der Verband habe die Oberflächenentwässerung „vollumfänglich“ von der Gemeinde übernommen. Dazu gehöre dann auch im gewissen Umfang die Pflege der Gräben.
„Es wird viel geredet. Aber es passiert nichts“, beklagt Ulfers mit Blick auf den vom OOWV für dieses Jahr angekündigten Entwässerungsplan. In dem Plan soll für acht Orte im Wangerland die Entwässerungssituation erfasst werden – unabhängig davon, ob der OOWV, die Gemeinde, Verbände oder die Anwohner in der Unterhaltungspflicht für Anlagen oder Gräben sind.
Unhaltbarer Zustand
Eine umfassende Entwässerungsplanung sei für Hooksiel auch für die geplante Erschließung der Freiflächen zwischen der Bäderstraße und dem Altendeich unverzichtbar. Bevor hier zum Beispiel ein Wohngebiet ausgewiesen werden kann, müsse geklärt sein, wohin das Oberflächenwasser fließen kann und soll, so Ulfers.
Aus Sicht des Kommunalpolitikers ist es ein unhaltbarer Zustand, dass seit rund 14 Jahren bei Starkregen jedes Mal die Feuerwehr ausrücken muss. Die Belastung der Feuerwehrleute sei dabei ein Aspekt. Ein anderer: Die teuren Pumpen der Wehr seien eigentlich gar nicht dafür ausgelegt, schmutziges Grabenwasser zu befördern.
Anmerkung:Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert.
Friesland/Wangerland (28. 6. 2026) – Lena Gronewold bleibt Kreisvorsitzende der SPD Friesland. Auf dem Kreisparteitag am Samstag wurde die Amtsinhaberin mit 96 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Auch ihre StellvertreterInnen Elfriede Ralle, Sören Mandel und Jannes Wiesner wurden bestätig.
Frieslands SPD hat Landrat Sven Ambrosy (3. von links) die Willy-Brandt-Medaille verliehen. Auf dem Bild (von links) Ministerpräsident Olaf Lies, die wiedergewählte Kreisvorsitzende Lena Gronewold, MdB Siemtje Möller, der Landratskandidat Rolf Neuhaus und der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Jannes Wiesner. Foto: SPD
Wiesner, auch Vorsitzender von Fraktion und Mehrheitsgruppe im Kreis, umriss die politischen Ziele: „Wir wollen den Menschen in Friesland den Rücken freihalten. Keine Moralpredigten oder erhobener Zeigefinger, sondern Politik, die im Alltag ankommt.“ Als Beispiele nannte er gute Bildung durch moderne Schulen, sichere Arbeitsplätze durch eine starke, zukunftsorientierte Wirtschaft, eine funktionsfähige Infrastruktur auf der Straße und im Netz und eine Gesundheitsversorgung, die auch in zehn Jahren noch trage.
Gronewold setzt auf Sieg
Gronewold steckte das Ziel für die Kommunalwahl am 13. September ab. „Wir wollen erneut stärkste Kraft in Friesland zu werden“, sagte die Vorsitzende. Ihre Kampfansage gegen Rechts: „Wir überlassen unser Land nicht den Feinden unserer Demokratie – und weichen keinen Zentimeter zurück. Wir stehen ein für unsere Demokratie, für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft. Friesland bleibt rot.
Über eine Auszeichnung durfte sich Sven Ambrosy freuen. Der langjährige Landrat, der im Herbst nicht wider für das Amt kandidiert, erhielt im Beisein der Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller und Ministerpräsident Olaf Lies und der Kreisvorsitz die Willy-Brandt-Medaille, die höchste Ehrung der SPD für besonderes Engagement. Lies betonte in seiner Laudatio den unermüdlichen und beispiellosen Einsatz Ambrosys und zeigte noch einmal auf, wie er sich seit Jahren mit Engagement, Überzeugung und Leidenschaft für den Landkreis einsetzt.
Kreisvorstand neu gewählt
In den neuen Kreisvorstand der SPD gewählt wurden der Vorsitzenden Lena Gronewold und ihren Stellvertretern Elfriede Ralle, Sören Mandel und Jannes Wiesner Torsten Claaßen (Kassierer), Manfred Buss (stv. Kassierer), Janina Furchert (Schriftführerin), Jens Franzen (stv. Schriftführer), Thomas Elderts, Heino Janssen, Marianne Kaiser-Fuchs, Paul Lonzen, Ole Mattausch, Georg Ralle und Annika Ramke (alle Beisitzer) gwählt.
Hooksiel (27. 6. 2026) – Der Hooksieler Skaterplatz direkt neben Fußballplatz und Trabrennbahn könnte nach den Vorstellung von Julian Dreßel ein idealer Treffpunkt für junge Leute aus dem Ort sein. Ein Reihe von Hindernissen laden zu Kunststücken mit dem Skateboard oder dem Mountainbike ein. Ein halbseitig offene Container bietet Schutz von Regen und Sonne.
Meyra Schrievers und Julian Dreßel von der Initiative „Weil wie Hooksieler sind“ freuen sich über die neue Tischtennnisplatte auf dem Hooksieler Skaterplatz. Foto: hol
Durch ein Spende wurde das Angebot jetzt um eine weitere Attraktion bereichert. Die Wiki hat der Jugend-Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) eine massive Tischtennisplatte aus Beton überlassen, für die es am WiKi-Wohnheim an der Bäderstraße keine Verwendung mehr gab. „Der Bauhof der Gemeinde hat die Platte zum Skaterplatz gebracht und dort installiert“, schildert Dreßel, der zu den WWHS-Sprechern zählt. „Im Rahmen eine kleinen Feier wurde die Platte eingeweiht. Da war richtig etwas los hier.“
Komplett ausgestattet ist der Skaterplatz nach den Vorstellungen der WWHS damit aber noch nicht. Seit etlichen Monaten ist (wieder einmal) der Basketball-Korb auf dem Platz abgebrochen. Offenbar hängen sich Spieler an den zu niedrig hängenden Korb, der das Gewicht dann nicht aushält.
Die Lösung aus Sicht der WWHS: „Der Korb muss ein gutes Stück höher hängen.“ Dafür bedarf es aber nicht nur eines neuen Korbes, sondern auch einen neuen Trägergestells. Die geschätzten Gesamtkosten: 2500 Euro.
Der Skaterplatz neben dem Fußballplatz bietet für Kinder und Jugendliche eine Reihe von Möglichkeiten. Fotos: WWHS
„Wir suchen jetzt nach Sponsoren für den neuen Basketballkorb“, so Dreßel. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich per Email unter weilwirhooksielersind@gmail.com melden. Gemeinde und Bauhof hätten bereits zugesagt, dass sie den neuen Korb montieren würden. Der alte könnte dann eventuell noch bei der Grundschule oder am Kindergarten Verwendung finden.
Zu den weiteren Plänen der Initiative, die sich unter dem Dach der Dorfgemeinschaft immer wieder in Hooksieler Projekte einbringt, gehören eine Graffiti-Wand für Spayer auf dem Skaterplatz und – mit Blick auf die Kommunalwahl im Herbst – eine Podiumsdiskussion mit Politikern ausschließlich für Leute unter 30 Jahre. Bei der Kommunalwahl sind Jugendliche ab 16 Jahren stimmberechtigt.
Friesland/Wangerland (27. 6. 2026) – Der Landkreis Friesland weist darauf hin, dass die Jugendtickets für das kommende Schuljahr von allen Schülerinnen und Schülern ab der 5. Klasse neu beantragt werden müssen. Hintergrund ist, dass die hinterlegten Porträtfotos und Daten der Nutzerinnen und Nutzer teilweise veraltet sind. Um Verzögerungen bei der Ausstellung und Ausgabe zu vermeiden, sollten die Anträge bis Freitag, 31. Juli, online unter https://nol.is/lso gestellt werden.
Neue Anträge stellen
Die Aktualisierung der Fotos und Daten sei wichtig, um die Kontrollen in den Bussen zu erleichtern, Missverständnisse zu vermeiden und Missbrauch vorzubeugen. Die Ausgabe erfolge wie gewohnt zum Schuljahresbeginn und über die jeweilige Schule. „Da nicht alle Tickets gleichzeitig gedruckt und versendet werden können, kann das Verteilen bis Anfang September dauern“, teilt der Landkreis mit. Um einen reibungslosen Start in das neue Schuljahr 2026/2027 zu gewährleisten, würden die Busfahrer angewiesen, zunächst keine Kontrollen vorzunehmen.
Rückfragen können per E-Mail an schuelerbefoerderung@friesland.de gestellt werden. Alle Informationen zum Jugendticket sowie das Antragsformular stehen auf der Homepage des Landkreises zur Verfügung unter https://nol.is/lso.
Fahrten auch in der Freizeit möglich
Mit dem Jugendticket ermöglicht der Landkreis Friesland (unterstützt durch das Land Niedersachsen) allen Schülerinnen und Schülern ab der 5. Klasse sowie Auszubildenden mit Wohnsitz in Friesland kostenfreie Fahrten im Bereich des Verkehrsverbundes Ems-Jade (VEJ). Dazu zählen die Landkreise Friesland, Wittmund, Aurich und Leer sowie die Städte Emden und Wilhelmshaven.
Das Ticket gilt an allen Tagen der Woche, einschließlich der Ferien, rund um die Uhr. Es kann also sowohl für den Weg zur Schule als auch für Fahrten in der Freizeit genutzt werden.
Hooksiel (26. 6. 2026) – Wer freut sich bei 28 Grad im Schatten nicht über eine kleine Abkühlung? Damit, dass aus der kleinen Abkühlung eine richtig große Wasserparty werden würde, dürften die allermeisten Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hooksiel nicht gerechnet haben.
Die freiwillige Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden sorgten heute auf dem Schulhof der Grundschule für Erfrischung. Foto. hol
Heute nach der großen Pause um 11 Uhr rückten die Freiwilligen Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden mit zwei großen Tanklöschfahrzeugen an. Dann hieß es „Wasser marsch!“ – obwohl nirgends ein Feuer zu sehen war.
Feuerwehren im Großeinsatz
In kürzester Zeit verwandelte sich der Schulhof in eine Wasserlandschaft. Die Kinder sprangen herum, versuchten den Wasserstrahlen und -fontänen auszuweichen oder ließen sich nassspritzen. Je nach Lust und Laune. Vorsorglich hatten die Lehrer allen Kindern geraten, heute ein Handtuch und eine zweite Kluft Kleidung mitzubringen. Allerdings war im Vorfeld nur von Wasserspritzern aus Spielzeugpistolen und von Rutschpartien auf glitschigen Plastikbahnen die Rede.
Riesigen Spaß hatten die Kinder auch auf der Wasserrutsche auf dem Sportplatz der Grundschule. Foto: Giersdorf
Dass daraus dann die mächtigen Strahlen aus den Druckschläuchen der Feuerwehr wurden, konnte zu dem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Dabei schonten die Frauen und Männer der Feuerwehren bei ihre besondern „Löschübung“ auch die Lehrerinnen und Lehrer sowie ihre eigenen Kameraden nicht. Eine in dieser Form bislang einmalige Aktion an der Grundschule Hooksiel. „Ich bin sei 26 Jahren Lehrerin an dieser Schule. So eine Party hatten wir noch nie“, so die ebenfalls pudelnasse Lehrerin Myriam Giersdorf.
Pech hatten nur jene Kinder, die heute nicht zur Schule gekommen werden. Angesichts der hohen Temperaturen hatte die Schulleitung den Eltern freigestellt, ihre Kinder zur Schule zu schicken oder nicht.
Ein schöne Einsatz für die Feuerwehren – und die Grundschulkinder hatten ihren Spaß daran. Foto: hol– Werbeanzeige –
Wilhelmshaven/Friesland (26. 6. 2026) – Im 107. Jahr seines Bestehens hielt der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. gestern seine Mitgliederversammlung im Wattenmeer Besucherzentrum in Wilhelmshaven ab. Präsident Tom Nietiedt und Hauptgeschäftsführer Henning Wessels blicken auf das vergangene Verbandsjahr zurück, nahmen wichtige Weichenstellungen für die Zukunft in den Fokus und ordneten die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der Jade Wirtschaftsregion ein.
Sind zufrieden mit der Entwicklung des Arbeitgeber- und Wirtschaftsver Bandes Jade: (von links) Thomas Bruns (Vizepräsident), Henning Wessels (Hauptgeschäftsführer), Tom Nietiedt (Präsident), und Maximilian von Wedel (Vizepräsident) Foto: AWV Jade e.V.
Die Unternehmen im Wirtschaftsraum Jade stehen im vierten Jahr der Rezession weiterhin vor erheblichen Herausforderungen – das spiegele sich auch in den Ergebnissen der diesjährigen Wirtschaftsumfrage. Nietiedt: „Die Stimmung in den Unternehmen hat sich eingetrübt.“ Deutlich gestiegene Kosten würden für zunehmenden Druck auf die Margen sorgen. Die Erwartungshaltung für die kommenden Monate sei überwiegt vorsichtig bis zurückhaltend.
Verband fordert schlankere Verfahren
Der Präsident des AWV erneuerte die wichtigste Forderung der Unternehmen: Abbau von überbordender Bürokratie. Dabei gehe es nicht um die Abschaffung notwendiger Regeln, sondern um effizientere, schlankere Verfahren.
In der Diskussion um die künftige Krankenhausstruktur werde deutlich, wie wichtig klare Entscheidungen und verlässliche Rahmenbedingungen auch auf kommunaler Ebene sind. „Die Entscheidung über den Standort des neuen Krankenhauses muss noch in diesem Sommer getroffen werden. Es darf nicht zu einem Verschiebebahnhof kommen – dafür ist die Bedeutung für die medizinische Versorgung und für den Standort insgesamt schlicht zu groß“, so Nietiedt.
426 Unternehmen
Im Anschluss berichteten Nietiedt und Wessels über die positive Entwicklung des Verbandes und die erfolgreiche Arbeit der Geschäftsstelle. Die Mitgliederzahl sei weiter gestiegen. Aktuell gehören dem Verband 426 Unternehmen an.
Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung waren dann die Nachwahlen des Vorstandes, Rechnungsprüfers und des Beirats. Die Mitgliederversammlung wählte Carsten Rinne (Sparkasse Leer/Wittmund) erneut in den Vorstand und übergab die Rolle des Rechnungsprüfers an Boris Behrens (Oldenburgische Landesbank). Darüber hinaus bestimmte die Mitgliederversammlung folgende neue Beiratsmitglieder: Philipp Brandstrup (Nordfrost), Jana Dumke-Waldschmidt (Ambulanter Pflegedienst Dumke), Tobias Gölz (Bio Pin), Jörn Henselmanns (Manitowoc Crane Group Germany), Sina Leuchte (TBD Technische Bau Dienstleistungen), Jasper Strauß (Kirchner Holding) sowie Frank Voßhoff (Onyx Kraftwerk Wilhelmshaven).
Im Anschluss an den förmlichen Teil der Versammlung fand eine schon traditionelle „Gesellige Fahrt in See“ statt. Rund 180 Gäste gingen am Helgolandkai an Bord der „MS Harle Kurier“, um bei einer gemeinsamen Rundfahrt den JadeWeserPort sowie das LNG-Terminal aus nächster Nähe zu erleben.