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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Es wird immer schwerer, die Kirche im Dorf zu lassen

Hooksiel (10. 3. 2026) – Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland steht vor großen Herausforderungen. Die Zahl der Mitglieder sinkt, die Kosten fürs Personal sowie den Unterhalt von Gebäuden und Friedhöfen seien kaum noch zu stemmen, sagte Fredo Eilts am Montagabend vor dem Männerkreis im Walter-Spitta-Haus. Vor diesem Hintergrund werde es immer schwerer, „die Kirche im Dorf“ zu lassen. 

Diakon Fredo Eilts (rechts) stellte sich als neuer Seelsorger beim Männerkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland in Hooksiel vor. Links im Bild: Männerkreis-Leiter Herbert Ulfers. Foto: hol

Treffen könnte das auch Hooksiel, räumte der Diakon ein, der seit dem 1. Februar Teil des Seelsorge-Teams im Wangerland ist. Nach den aktuellen Plänen der Oldenburgischen Landeskirche soll das zentral gelegene Stephanus-Haus in Hohenkirchen das Gemeindehaus fürs ganze Wangerland werden. Es soll entsprechend erweitert und energetisch saniert werden. Vom 1983 gebauten, von zahlreichen kirchlichen und anderen Gruppen genutzten Walter-Spitta-Haus in Hooksiel wolle sich die Kirche mittelfristig trennen. 

Walter-Spitta-Haus steht zum Verkauf

„Es gibt schon jetzt mehrere Interessenten“, sagte Eilts, der zusagte, sich dafür einsetzen zu wollen, dass die Menschen vor Ort bei den wirtschaftlich notwendig erscheinenden Veränderungen mitgenommen werden. Das Walter-Spitta-Haus gehört zur zentralen Infrastruktur im Ort. Vor allem dann, wenn die Wangerland Touristik GmbH das Gästehaus nicht mehr halten könne, sei das Haus als Treffpunkt für Vereine und Gruppen aller Art unverzichtbar, zumal es in Hooksiel kein Dorfgemeinschaftshaus gebe, hieß es aus der Runde des von Herbert Ulfers geleiteten Männerkreises.

Die ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland deckt nach dem Beitritt der Kirchengemeinden Wiarden und Minsen zum Jahresbeginn nahezu das gesamte Gemeindegebiet ab. Zu ihr gehören rund 4700 Christen, 13 überwiegend historische Kirchen sowie zahlreiche Friedhöfe und sonstige Gebäude. Wo sich früher acht Geistliche um das Seelenheil der Gläubigen kümmerten, war nach der Verabschiedung von Pastor Jürgen Walter (Hohenkirchen) und Sabine Kullik (Minsen) in den Ruhestand und dem Wechsel von Pastor Stefan Grünefeld (Hooksiel) nach Oldenburg Hanja Harke (Waddewarden), trotzt Unterstützung von einigen Interimskräften, weitgehend auf sich allein gestellt – mit einer Halbtagsstelle. 

Diakon darf trauen und beerdigen

Fredo Eilts (57) besetzt jetzt eine der Stellen im künftigen interprofessionellen Team, das sich um die Aufgaben in der Kirchengemeinde kümmern soll. Der aus Ostfriesland stammende Diakon, der im nördlichen Wangerland lebt, hat sein Theologiestudium mit einem Diplom absolviert, aber keine kirchlichen Examen abgelegt. Als Angestellter der Kirche darf er aber alle Aufgaben von Pastoren erledigen: Also predigen, taufen, trauen, beerdigen, seelsorgerische Gespräche führen und, wie Eilts mit einem gewissen Bedauern schilderte, bürokratische Pflichten erfüllen.

Die Zukunft des Walter-Spitta-Hauses ist ungewiss. Die Kirche will sich von dem Gemeindehaus mittelfristig trennen. Foto: hol

Zurzeit sei er mit der energetischen Bestandsaufnahme aller Kirchengebäude beschäftigt. Die Oldenburgische Landeskirche möchte bis spätestens 2045 klimaneutral sein. Wichtiger für ihn seien aber die persönlichen Gespräche mit Menschen, versichert der Geistliche.

Weitere Pastorin in Sicht

Eilts hatte zuletzt mit einer halben Stelle als Diakon in Jever sowie einer halben Stelle als Religionslehrer gearbeitet. Das Wangerland, und auch Hooksiel, seien ihm aus der Jugendarbeit wohl vertraut, aber auch aus eigenem Erleben. „Ich habe noch zu Zeiten von Pastor Rudolf Brahms in meiner Studienzeit in Hooksiel Orgel gespielt.“ 

Möglicherweise bekommen Hanja Harke und Fredo Eilts demnächst weiter Verstärkung. Wie Eilts sagte, gebe es auf die erneut ausgeschriebene Stelle von Pastor Grünefeld eine Bewerbung einer erfahrenen Pastorin. Man könne aber nicht davon ausgehen, dass die Geistliche künftig in der Pastorei in Hooksiel wohnen werde. 

Seebadeverein lädt für Samstag zum Frühjahrsputz

Hooksiel (10. 3. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel lädt zum Frühjahrsputz. Alle Freiwilligen, die sich an der Verschönerung des Ortsbildes beteiligen wollen, sind dazu für Samstag, 14. März, eingeladen. Treffpunkt ist um 13 Uhr an der Bühne neben dem Hooksieler Gästehaus.

Den Frühjahrsputz gibt es seit 1997. Getragen wird die einst von der „Wilhelmshavener Zeitung“ aus der Taufe gehobene Aktion heute von den Kommunen in der Region – der Stadt Wilhelmshaven sowie den Landkreisen Friesland und Wittmund. Zu den Teilnehmern gehören neben Vereinen, Schulen, Bundeswehr, Verbänden und anderen Institutionen auch Privatleute. 

Geputzt wird in der Regel freitags und samstags. Der Seebadeverein würde sich über eine möglichst gute Beteiligung in Hooksiel freuen. Im Anschluss an den Putz- und Aufräumdienst ist ein gemütliches Beisammensein geplant. Anmeldungen dazu per Mail möglichst umgehend unter info@seebadeverein-hooksiel.de.

Feuerwehr warnt: Trockene Hecken brennen wie Zunder

Hooksiel (9. 3. 2026) – Die Feuerwehr warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr – und das nicht nur in Wäldern oder im Hooksieler Freizeitgelände. Erster Beleg dafür: Heute gegen 15 Uhr stand am Sielhamm eine Tuja-Hecke in Flammen. Die Freiwilligen Feuerwehren und Waddewarden rückten aus und konnten verhindern, dass die Flammen ein etwa fünf Meter entfernt stehendes Gebäude erfassen konnten. 

Trockene Hecken brennen zurzeit wie Zunder. Das Bild zeigt den Feuerwehreinsatz am Sielhamm. Foto: Feuerwehr

Etwa zehn Meter Hecke waren jedoch nicht mehr zu retten. Im Anschluss kontrollierten die Feuerwehrleute die Brandstelle mit Wärmebildkameras, um auszuschließen, dass sich Glutnester gebildet haben.

„Die Hecken sind von innen knochentrocken“, erläutert Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel das Gefahrenpotenzial. Da reiche häufig ein einziger Funke, um einen Brand auszulösen. Die Feuerwehr warnt insbesondere vor dem Einssatz von Unkraut-Brennern. Auch wer die ersten Sonnenstrahlen schon fürs Angrillen nutzen möchte, sollte aufpassen, dass die Hitze tatsächlich nur die Wurst trifft. Und Vorsicht beim Umgang mit der heißen Asche. 

Sind das nicht alles Selbstverständlichkeiten? Aus Sicht der Feuerwehr nicht. Viele Menschen würden die Gefahren offenbar unterschätzen. „Wenn der Frühling naht, können wir die Uhr danach stellen, bis irgendwo eine Hecke brennt.“ Zu rund drei entsprechenden Einsätzen muss die Hooksieler Wehr jedes Jahr ausrücken. Und was war der Grund für das heutige Feuer am Sielhamm? „Das wissen wir nicht“, so Nöchel. „Die Brandursache ist noch völlig unklar.“ Darum kümmert sich jetzt die Polizei, die ebenfalls vor Ort war. 

Glück im Unglück hatte heute ein Grundbesitzer am Sielhamm. Ein Feuer hat zwar einen Teil der Tuja-Hecke zerstört. Das Wohngebäude erreichten die Flammen aber nicht. Foto: Feuerwehr

SV Brake eine Nummer zu groß über FCN-Tennisspieler

Hooksiel (9. 3. 2026) – Die Herren ü50-Tennisspieler des FC Nordsee Hooksiel haben eine Überraschung verpasst. Gegen den Bezirksklassen-Meister SV Brake kam das Team um Mannschaftsführer Thomas Otte am Sonntag über ein 1:5 nicht hinaus. Aufgabe im letzten Saisonspiel am 22. März gegen Varel wird es jetzt sein, den eigenen Mittelfeldplatz zu festigen.

Gegen Brake konnte lediglich Jan Alter an Postion 3 punkten. Mit einem souveränen 6:1/6:1-Sieg fügte er seinem Gegenüber die erste Saisonniederlage zu und bewies damit, dass er selbst nach längerer Verletzungspause auf dem Weg zu alter Form ist. Die anderen Einzel gingen klar an Brake. Thomas Otte an 1 (2:6/1:6), Torsten Csikos an 2 (2:6, 3:6) und Mirko Ortmanns an 4 (2:6, 3:6) mussten die Überlegenheit ihrer Gegner anerkennen.

Auch in den Doppeln blieben Thomas Otte/Helmut Petermann (2:6/3:6) und Torsten Csikos/Jörg Kase (1:6, 1:6) ohne echte Chance. Der FCN belegt mit nunmehr 2:6 Punkten den vierten Tabellenplatz.

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Klimaschutz statt Konzernprofite: Schulterschluss gegen LNG-Importe

Hooksiel (8. 3. 2026) – Ein rotes Band zieht sich auf der Südseite des Hooksieler Außenhafens. Gehalten wird es von einer Menschenkette, die sich vom Radweg Richtung Wilhelmshöhe bis zum Hafenbecken aufgebaut hat. Die rund 100 Aktivisten verschiedener Umwelt- und Naturschutzverbände halten Plakate und Schilder in die Höhe. „Stop Gas“ ist darauf zu lesen. 

Rund 100 Umweltschutzaktivisten aus der Region warnten zusammen mit ausländischen Gästen vor den weltweiten ökologischen, wirtschaftlichen und machtpolitischen Folgen von LNG-Importen. Foto: hol

Dazu erklingen Gesänge und Parolen, teils auf Englisch, teils auf Deutsch. Die Aktivisten eint die Sorge um das Klima, die Umwelt, aber auch um die Menschen, die im Umfeld von Im- und Exporteinrichtungen für fossile Energieträger wohnen. 

Großes Sicherheitsaufgebot

„LNG ist Kacke. Attacke!“ lautet eine der Kampfansagen. Wobei sich der Kampf an diesem Samstagvormittag auf Reden und Appelle beschränkt. Die Wilhelmshavener LNG-Terminals mit den Import-Fabrikschiffen „Höegh Esperanza“ und „Excelsior“ sind nicht in Gefahr. Aufgrund des dichten Nebels auf der Jade sind sie ohnehin kaum zu sehen. 

Gut erkennbar ist nur ein Wachboot der Wasserschutzpolizei, was zwischen Außenhafen und LNG-Terminal patrouilliert. Und auch an Land haben sich eine Reihe von Polizisten eingefunden, die die „kritische Infrastruktur“ schützen sollen. Immerhin gelten die LNG-Terminals als Garanten dafür, dass die Versorgung Deutschlands mit Energie gewährleistet bleibt.

Friedliche Demonstration

Oder geht es gar nicht in erster Linie um eine sichere Energieversorgung? Geht es vielmehr um die Profite von weltweit agierenden Großkonzernen, die nicht auf ihre Geschäfte mit Öl und Gas verzichten wollen? Trotz aller Warnungen vor einem Klimakollaps. Trotz der Folgen für künftige Generationen. Trotz der Beeinträchtigungen von Natur und Mensch schon heute – weltweit.

Anlass für die auch nach Wahrnehmung der Sicherheitskräfte friedliche Demonstration am Hooksieler Außenhafen unter dem Motto „Stoppt den LNG-Wahn und die fossile Ausbeutung“ waren die Pläne eines Energiekonsortiums, in Wilhelmshaven ein drittes Importterminal für flüssige Gase wie LNG zu bauen. Dafür soll das als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesene Naturschutzgebiet auf dem Voslapper Groden-Nord geopfert werden. Dagegen – aber auch gegen die Industrialisierung des Wattenmeeres insgesamt etwa durch Ölbohrungen – laufen unter anderen die Initiative „Fridays for Future“, der Naturschutzbund (Nabu) und das Netzwerk Energiedrehscheibe, einem Bündnis aus 28 Verbänden und 180 Einzelpersonen, seit Wochen Sturm. 

Demonstrieren am Hooksieler Außenhafen den ökologischen Schulterschluss von Küste zu Küste: Stefanie Eilers, des Netzwerkes Energiedrehscheibe, und der US-Umweltaktivist James Hiatt aus Louisiana. Foto: hol

Unterstützt werden sie von internationalen Aktivisten, die ihrerseits vor den globalen Folgen des „Gasrausches“, so Martin Lüdders von Fridays for Future, warnten. Nach Ansicht von Milena Pressentin (Deutsche Umwelthilfe) sei der geplante Energiepark im Voslapper Groden-Nord ein Teil des Problems – und entgegen aller Versprechung kein Wegweiser hin zur Nutzung von „grünem Wasserstoff“. 

Fracking macht Menschen krank

Für einen Schulterschluss für eine globale Energiewende warb der US-Amerikaner James Hiatt, der in Louisiana am Golf von Texas mit der Umweltschutzgruppe „For A Better Bayou“ gegen die LNG-Industrie kämpft, die durch das so genannte Fracking und den Bau von Gasexport-Infrastruktur paradiesische Natur zerstöre sowie Gesundheit und Wohlstand von Menschen gefährde. Das allermeiste über Wilhelmshaven importierte Flüssigerdgas kommt aus den USA. Hiatt berichtete von giftigen Chemikalien, von Methan-Austritten und verdreckter Luft – und das bei steigenden Preisen für Lebensmittel und Energie. Es gehe nicht um Wohlstand, sondern nur um Profite. Dagegen müssten sich die Menschen wehren – von Küste zu Küste. 

Die ukrainische Klimaaktivistin Dr. Svitlana Romanko, Gründerin der Umweltkampagne „Razom We Stand“, wies auf die machtpolitischen Folgen hin. Das Festhaltens an fossilen Energieträgern nütze Exportländern wie Russland. Sie würden dadurch Milliarden über Milliarden verdienen. Geld, mit dem Russland unter anderem den Angriffskrieg auf die Ukraine finanziere. Die Rednerin forderte vor diesem Hintergrund ein lückenloses und dauerhaftes Embargo für fossile Brennstoffe aus Russland.

Im Anschluss an die Demonstration kamen die Aktivisten in Wilhelmshaven zu einer Buchlesung zusammen. Autorin Kathrin Hartmann, die auch in Hooksiel dabei war, stellte ihr Buch „Öl ins Feuer“ vor. Darin geht es um die verfehlte Klimapolitik und deren globalen Folgen. 

Kunst- und Handwerkermarkt in Horumersiel

Horumersiel (8. 3. 2025) – Die Wangerland Touristik GmbH lädt für das Wochenende 14. und 15. März zum Kunst- und Handwerkermarkt ein. Das Motto: Kunst, Geschenke und schöne Sachen. Die Veranstaltung ist am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr im Gästehaus in Horumersiel geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Verschiedene Ausstellerinnen und Aussteller präsentieren ihre handgefertigten Arbeiten. Die Vielfalt der Produkte reicht von besonderen Gemälden und farbenfrohem Patchwork über liebevoll gestaltete Holzarbeiten bis hin zu kunstvollem Schmuck und originellem Kinderspielzeug. „Viele der angebotenen Stücke sind echte Unikate und eignen sich perfekt als Geschenk oder als besondere Erinnerung“, verspricht die WTG. 

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Tennisverein stellt für den Sommer Damen-Mannschaft

Hooksiel (7. 3. 2026) – Für die Tennisspielerinnen und Tennisspieler in Hooksiel fängt eine neue Ära an. Ab der Sommersaison werden sie auch in den Punktspiel-Runden der Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen (TNB) als SC Wangerland geführt werden – eine Folge der Verschmelzung des FC Nordsee Hooksiel mit Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland zu dem neuen Großverein.

Aufbau auf dem Tennisplatz Hooksiel
Die Tennisspieler des FC Nordsee Hooksiel spielen künftig unter dem neuen Vereinsnamen SC Wangerland. Archiv-Foto: hol

Wie Sportwart André Abels auf der Mitgliederversammlung ausführte, wird der SCW mit vier Mannschaften an der Sommerrunde teilnehmen: einer Herren ü 50, einer Damen-Mannschaft und zwei A-Junioren-Teams. „Es ist Jahre her, dass wir eine Damen-Mannschaft stellen konnten“, freute sich Abels darüber, dass es gelungen ist, aus Juniorinnen und erfahreneren Spielerinnen eine Liste mit elf Aktiven zusammen zu bekommen. Einige ü 60 Spieler des Vereins werden zudem als Gastspieler beim MTV Hohenkirchen auf Punktejagd gehen.

Neuer Schriftführer

Im Zentrum der gut besuchten Abteilungsversammlung standen Neuwahlen. Vorsitzender Gerd Abeldt wurde ebenso einstimmig im Amt bestätigt wie Sportwart André Abels und Jugendwartin Fenja Funke. Zum neuen Schriftführer wurde Helge Buss gewählt. Er tritt die Nachfolge von Christiane Völkers-Luhr an, die nach zehn Jahren im Amt mit Dank verabschiedet wurde. Neu im Team ist Keno Schönboom, der sich in die Organisation des Arbeitsdienstes einbringen möchte.

Abeldt hatte in seinem Jahresbericht darauf hingewiesen, dass die Belege der Zwei-Feld-Tennisanlage dringend grundsaniert werden müssen. Die Hoffnung auf eine tragbare Finanzierung ruht dabei auf einem Förderprogramm des Bundes, der Kommunen bei der Sanierung von Sportanlagen unterstützt. Ob und wann die Hooksieler Sportanlagen davon profitieren, ist allerdings noch offen, sagte Werner Funke, der sich als Mitglied im SCW-Vorstand mit um das Thema kümmert. 

28 Mädchen und Jungen

Erfreulich sei auf jeden Fall, dass die Gemeinde Wangerland das Ansinnen unterstützt und die Fußball- und Tennisplätze in Hooksiel planerisch langfristig gesichert sind. Das passt zu der guten Jugendarbeit im Verein. Wie Fenja Funke sagte, nähmen aktuell 28 Mädchen und Jungen ab sechs Jahren am Tennis-Jugendtraining teil, das im Winter in der Halle der Grundschule und spätestens ab Mai wieder auf den Außenplätzen angeboten wird. 

Die nächste Aktivität der Abteilung startet bereit am nächsten Samstag, 14. März. Um 10 Uhr treffen sich die Abteilungsmitglieder auf der Tennisanlage zum ersten Arbeitsdienst in diesem Jahr. 

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Gesetzesänderung soll Weg für Jagd auf Problemwölfe frei machen

Friesland/Wangerland (6. 3. 2026) – Nach einem Beschluss des Bundestages ist der Wolf künftig jagbares Wild. Die friesländische Bundestagsabgeordnet Siemtje Möller (SPD) begrüßt die entsprechende Änderungen des Bundesnaturschutzgesetzes als „wichtigen Schritt hin zu einem praktikableren Umgang mit dem Wolf in Deutschland“. 

Nach der Gesetzesänderung könnten so genannte „Problemwölfe“, wie jüngst im Bereich der Gemeinde Friedeburg ausgemacht, künftig zeitnäher und mit deutlich weniger bürokratischem Aufwand getötet werden. Zudem werde ein generelles Bestandsmanagement durch die Bejagung von Wölfen möglich. 

Möller: Schutz von Schafen nicht möglich

„In Niedersachsen ist die Landwirtschaft ein unverzichtbarer wirtschaftlicher Faktor“, so Möller. Das Land habe die größte und weiterhin wachsende Wolfspopulation in Deutschland. Damit nähmen die Konflikte mit der Weidetierhaltung spürbar zu. „Die wachsende Wolfspopulation stellt für diese Haltungsform eine große Herausforderung dar.“

An der Küste stelle die steigende Zahl an Wölfen zudem eine Gefahr für die Schafe auf den Deichen dar. Hier sei kein ausreichender Herdenschutz, etwa durch Zäune, möglich. Durch Schafe bewirtschaftete Deiche seien aber die Grundlage für den Hochwasserschutz. Möller: „Umso wichtiger ist es, dass der präventive Herdenschutz nun durch die Bejagung von Wölfen ergänzt wird.“

Jetzt ist das Land gefordert

Die vom Bundestag beschlossenen Gesetzesänderungen müssen nun auf Landesebene durch Wolf-Managementpläne konkretisiert und in Landesrecht umgesetzt werden. „In Niedersachsen ist das Umweltministerium gefordert festzulegen, in welchem Umfang der Wolf künftig bejagt werden darf“, so Möller. „Erst auf dieser Grundlage kann ein Bestandsmanagement durch Bejagung beginnen.“

Nabu warnt vor Jagdzeiten

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat die Bundesländer unterdessen aufgefordert, dafür zu sorgen, dass durch die Novelle des Bundesjagdgesetzes keine anlasslose Jagdzeit für Wölfe eingeführt wird. Die Aufnahme des Wolfes ins Bundesjagdrecht löse keine Konflikte mit Weidetieren. Dafür bräuchte es viel mehr flächendeckenden Herdenschutz mit Zäunen und gegebenenfalls mit Herdenschutzhunden. Problematische Einzeltiere hätten bereits bislang nach geltendem Recht entnommen werden können. 

Die neue Rechtslage könnte je nach Umsetzung in den Ländern den Bestand der Wolfspopulation gefährden, neue Rechtsunsicherheiten schaffen und ein falsches Signal für den Natur- und Artenschutz in Deutschland senden. 

Deutsche Küche mit Pfiff – und ein Herz für Kinder

Hooksiel (6. 3. 2026) – Die ersten Tage an der neuen Wirkungsstätte sind gut gelaufen – auch wenn es bei den Abläufen zwischen Küche, Service und Gast hier und dort noch ein wenig gehakt hat. „Aber unser ersten Gäste waren zufrieden“, ist Jaqueline Bauer überzeugt. Mit ihrem Mann Kevin hat die Hooksielerin am vergangenen Sonntag in der Lange Straße das Speiserestaurant „An Deck“ eröffnet.

Jaqueline und Kevin Bauer wagen mit dem Restaurant „An Deck“ den Sprung in die Selbstständigkeit. Foto: hol

Das Konzept: Gepflegte Deutsche Küche mit Pfiff. Die Speisekarte ist überschaubar. Frische geht den Gastronomen vor Masse. Neben Fisch- und Fleischgerichten können sich die Gäste auf kreative Vorspeisen und Salate mit leckeren Dips freuen. Und natürlich steht auch eine „Hooksieler Krabbensuppe“ auf dem Speiseplan.

Lebenstraum erfüllt

Mit der eigenen Gaststätte im „blauen Haus“, in dem bis zum Herbst vergangenen Jahres „Siggis Restaurant“ untergebracht war, erfüllen sich Jaqueline (34) und Kevin Bauer (35) einen Lebenstraum. Sie ist gelernte Restaurantfachfrau und hat in den vergangenen Jahren in verschiedenen gastronomischen Betrieben im Wangerland und der Region Erfahrungen gesammelt. Er ist gelernter Koch, war zuletzt aber im Baugewerbe aktiv. 

„Ich habe mir gesagt, wenn ich noch einmal wieder als Koch arbeite, dann nur in einer eigenen Gaststätte in Hooksiel“, sagt Kevin Bauer. Als das Paar dann im November auf die Kleinanzeige stießt, in der Nachfolger für das Hooksieler Restaurant gesucht wurden, stand ihr Plan. Sie bewarben sich bei dem Eigentümer der Immobilie und erhielten den Zuschlag für einen Pachtvertrag.

Sanierung und neues Mobiliar

Zunächst aber ging es an den Umbau und die Einrichtung. Die Wände wurden neu verputzt, die Sanitäranlagen saniert, das Mobiliar komplett erneuert. 34 Sitzplätze im Inneren laden täglich ab 17 Uhr (mittwochs Ruhetag) zum Verweilen ein – und zwar das ganze Jahr über. Darüber hinaus wird es Außen-Plätze mit Blick auf die Fußgängerzone Lange Straße geben. Zum „An Deck“-Team gehören ein weiterer Koch und eine Servicekraft. 

Zu den Zielgruppen der Inhaber, selbst Eltern von zwei Kindern, zählen auch Familien. „Wir haben im Restaurant extra eine kleine Spielecke eingerichtet“, schildert Jaqueline Bauer. Eine offene Bar mit Sitzgelegenheiten soll Gäste zudem zu gemütlichen Plauderrunden animieren – auch wenn die Küche am späten Abend schon geschlossen haben sollte. 

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Fischer: Expertise der Wirtschaft systematisch einbinden

Wangerland (6. 3. 2026) – Der CDU-Bürgermeisterkandidat Thies Fischer unterstützt den Vorstoß der Gewerbevereine aus Hohenkirchen, Horumersiel und Hooksiel, die für sich jeweils einen beratenem Sitz im Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Energie des Rates der Gemeinde Wangerland fordern. Die Interessenvertretungen für Handel, Handwerk und Gewerbe hatten in dieser Woche einen entsprechenden Antrag auf den Weg gebracht. Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) hatte eine Beratung des Ansinnens ab Juli in Aussicht gestellt.

Fischer weist darauf hin, dass nach der niedersächsischen Kommunalverfassung Fachausschüsse um so genannte „sachkundige Bürger“ ergänzt werden können, die an den Beratungen teilnehmen, jedoch kein Stimmrecht besitzen. „In anderen Ausschüssen – etwa im Tourismus- oder im Gemeindeentwicklungs-Ausschuss – ist diese Praxis bereits etabliert“, so Fischer. „Ich halte es für richtig, die Expertise unserer Gewerbevereine auch im Wirtschaftsausschuss systematisch einzubinden.“ Handel, Handwerk und Gewerbe seien das Rückgrat der örtlichen Wirtschaft.

Vertreter aus der Wirtschaft, die selbst täglich unternehmerische Verantwortung tragen, würden wertvolle praktische Erfahrung mitbringen, die die politischen Entscheidungsprozesse „sinnvoll ergänzen“ könnten. Die demokratischen Zuständigkeiten blieben dadurch unberührt, so Fischer. „Das Stimmrecht liegt weiterhin bei den gewählten Ratsmitgliedern. Die Einbindung der Gewerbevereine bedeutet keine Kompetenzverschiebung, sondern eine Erweiterung der Beratungsperspektive.“ 

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