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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Muster und Mimesis: Die „Badende“ aus Hooksiel

Hooksiel (6. 8. 2026) – Die Zeit des Residenz-Stipendiums der Berliner Künstlerin Agnes Lörincz 
im Künstlerhaus Hooksiel neigt sich dem Ende zu. Bevor die Malerin und Designerin am Sonntag, 16. August, ihre Ausstellung abbaut, gibt sie interessierten Besuchern eine Woche vorher, 
am Sonnabend, 8. August, ab 15 Uhr einen Einblick in ihre in Hooksiel entstandenen Kunstwerke.

Wie angekündigt, hat Agnes Lörincz unter dem Titel „Muster und Mimesis“ Hooksiel und das Badeleben am Strand auf sich wirken.  Diese Impressionen hat sie künstlerisch verarbeitet.
Entstanden ist so unter anderem das Acrylbild „Badende“ (Foto). Die Ausstellung insgesamt ist noch bis zum kommenden Wochenende zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

Wellen zu hoch: Reederei sagt Helgoland-Fahrt ab

Hooksiel (6. 8. 2026) – Die für den morgigen Freitag, 6. August, geplante Helgoland-Fahrt ab Hooksiel fällt aus. Die Reederei Alder-Eils begründet die Entscheidung mit der Wetterprognose und der vorhergesagten Wellenhöhen.

Betroffene Fahrgäste werden gebeten, sich für  Umbuchungen oder Erstattungen mit ihrer jeweiligen Vorverkaufsstelle in Verbindung zu setzen. Wer sein Ticket online gekauft hat, hat bis 14.30 Uhr die Möglichkeit, sich wegen einer gewünschten Umbuchung mit der Reederei in Verbindung zu setzen (per Mail unter info@adler-eils.de) und seinen neuen Wunschtermin für eine Helgoland-Reise zu übermitteln. „Danach werden alle online gekauften Tickets automatisch auf das bei der Buchung genutzte Zahlungsmittel erstattet“, so die Reederei. 

Die für Freitag geplanten Fahrt ab Wilhelmshaven (Abfahrt 12.30 Uhr / Rückfahrt 18.30 Uhr) findet nach aktuellem Stand wie geplant statt.

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Hunde und Pferd warteten vergebens auf Schildkröte

Hooksiel (6. 8. 2026) – Browny ist ein Pferd. Der Wallach lebt seit 23 Jahren bei Inken Müller. Vielleicht lag es daran, dass seine Halterin eng an seiner Seite den Gottesdienst auf einer Koppel in Oesterdieken mit verfolgte. Oder die Musik vom Organisten Axel Scholz hat ihm so gut gefallen. Auf jeden Fall begleitete der Vierbeiner geduldig und mit fröhlichen Schnaufen die kirchliche Veranstaltung bis zu ihrem Höhepunkt. Der Tiersegnng.

Pastor i. R. Jürgen Walter segnete das Pony Browny und deren Halterin Inken Müller. Foto: hol

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland hatte für Mittwochabend Mensch und Tier zu dem außergewöhnlichen Gottesdienst auf dem Anwesen in Sichtweite der Reitanlage des Reit- und Fahrverein Hooksiel geladen. Gekommen waren eine Reihe von Hunden und das Pony Browny. „Eigentlich war noch eine Schildkröte angemeldet“, sagte Diakon Fredo Eilts, der zusammen mit Pastorin Hanja Harke und Pastor i. R. Jürgen Walter den geistlichen Teil des Gottesdienstes gestaltete. Aber rechtzeitig zur Segnung schaffte es das Reptil nicht mehr.

Mensch und Tier sind bei der Rettungshundestaffel ein untrennbares Team. Diakon Fredo Eilts verband mit dem Segen das Dankeschön für das Engagement der Staffel bei der Suche und der Rettung von Menschen. Foto: hol

Tiere sind nicht nur wie Menschen Teil der Schöpfung, sie sind häufig genug auch Begleiter, Freunde und Seelentröster ihrer menschlichen Bezugspersonen. Oder auch echte Partner, wie etwa die Hunde der Mitglieder der Rettungshundestaffel Wilhelmshaven-Friesland, die mit einer großen Abordnung an dem Gottesdienst teilnahmen. Der Segen, so Eilts, sei auch ein Dankeschön an die Hunde, die schon vielen Menschen in schwierigen Situationen geholfen haben.

Hanja Harke, Fredo Eilts und Jürgen Walter sprachen zum Abschluss der Veranstaltung Gottes Segen für jedes einzelne Tier und seinen Halter aus, verbunden mit der Bitte um Schutz und Gesundheit. Gerade Gesundheit ist auch für Browny ein wichtiges Thema. Schließlich ist das Pony mit 28 Jahren schon im gehobenen Seniorenalter. 

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Die ersten Schollenfilets erhielten 60 Wattwanderer

Hooksiel (5. 8. 2026) – Mehr Erlebnis-Gastronomie geht nicht. Bei herrlichem Wetter genossen zahllose Menschen am Badestrand von Hooksiel leckere, mitten im Watt gebratene Schollenfilets. Dabei brachte der Ansturm der vierstelligen Zahl an Kunden die Köche und Servicekräfte der Wangerländer Betriebe, die sich für die Aktion zu den „Seesternen“ zusammengeschlossen haben, heute sichtbar an ihre Grenzen.

Auf riesiges Interesse stieß heute das Schollenbraten am Strand von Hooksiel. Foto: hol

„Ich wollte mich bei ihnen recht herzlich bedanken“, sagt eine Urlauberin, die die Gastronomin Ute Eden vom „Friesland-Stern“ in Horum beim Tellerwaschen unterbricht. „Wir hatten von der Veranstaltung bisher nur gelesen. Aber das das so schön ist …“

Großer Andrang von Urlaubern

Ute Eden freut sich sichtbar über das Kompliment, das man an diesem Schollentag immer wieder hört. Zeit für ein Gespräche mit der Urlauberin hat sie aber nicht. Die Zeit drängt, die Teller wollen gespült werden. Nicht nur, weil noch eine lange Schlange von Fischfreunden an der Tellerausgabe steht.

Das Zeitfenster für das „Schollenbraten im Watt“ ist durch die Gezeiten begrenzt. Mit dem ablaufen Wasser hatten 30 bis 40 Mitarbeiter der Seesterne-Restaurants die Verkaufsstände im Watt aufgebaut. Dem zum Teil aufkommenden Wind zum Trotz lagen um 11 Uhr die ersten Schollenfilets in den Pfannen.

Das geduldige Warten im Watt wurde mit einem frisch gebratenen Schollenfilets belohnt. Foto Hol

Bis 13.30 Uhr ging es dann Schlag auf Schlag. „Als der erste Priel hinter uns voll Wasser gelaufen war, mussten wird den Verkauf abbrechen“, sagte Sven Klostermann vom „Schwarzen Bären“ in Hooksiel. Da waren bereits über 300 Kilogramm Schollenfilets vertilgt. „Die letzen acht verbliebenen Schollen haben dann unsere Mitarbeiter gegessen.“

Insgesamt dürfte das Schollenbraten in Höhe des Strandhauses 2 in diesem Jahr eine rundum gelungene Sache gewesen sein. Die vergleichbare Aktion am Strand von Schillig hatte vor wenigen Tagen witterungsbedingt noch an den Strand verlegt werden müssen. Aber: Scholle mit Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße, dazu ein erfrischendes Kaltgetränk – für viele Urlauber ist das offenbar „Friesland-Urlaub pur“. Geduldig standen sie barfuß an, um im Anschluss das Menü auf Holzbänken am Strand zu genießen – und sich dann zu bedanken.

Geburtsstunde 2004

Die Gründung der „Seesterne“ geht auf die Initiative der Wangerland Touristik GmbH im Jahr 2004 zurück. Unter Federführung eines Gastronomieberaters suchten Vertreter von gut zehn Betrieben aus dem Jeverland ein Konzept für ein Angebot, das Kreativität und Erfahrung der jeweiligen Partner unter Beweis stellen sollte, ohne die jeweiligen Eigenarten zu verwässern.

Mit der Geburtsstunde der Gastronomie-Kooperation wurden Sprecher gewählt sowie ein Ehrenkodex, ein Logo und einige Direktiven entwickelt. Dazu gehört etwa die Überzeugung: „Zusammen sind wir Stärker“ und „Gemeinsame Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit“. 

Grundlage für Kooperation von Gastronomen

Im Sommer 2004 wurde das „Erste Schollenbraten im Watt vor Schillig“ ins Leben gerufen. Nach unzähligen Meetings, Meinungsverschiedenheiten, jeder Menge Vorarbeit und Probeläufe war der Tag X gekommen. „Im Morgengrauen des 23. August 2004 wurden Kocher, frische Fischfilet, Pfannen, Deko, Stühle, Bänke, Getränke, . . . eben alles was man so braucht, um die geplanten 60 Wattwanderer zu verpflegen, ins Watt gekarrt“, heißt es in einer Chronik.

Die Aktion fand schnell überregional Anklang, war Gegenstand von Presse- und Fernsehberichterstattung. Der Grundstein für die Kooperation und viele weitere Aktivitäten war gelegt wie etwa für gemeinsame Messebesuche, Kartoffelfeste oder die Entwicklung einer gemeinsamen Fahrradkarte. Aber das sind andere Geschichten. 

Wangerland Touristik Thalassa
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Zeugen für einen Unfall auf einem Fahrradweg gesucht

Hooksiel/Sengwarden (5. 8. 2026) – Die Polizei sucht nach möglichen Zeugen für einen Fahrrad-Unfall, der sich am vergangenen Samstag, 1. August , gegen 14.20 Uhr auf dem Radweg der Hooksieler Landstraße zwischen Sengwarden und Hooksiel ereignet hat. Dabei sollen zwei Fahrradfahrer zusammengestoßen sein.

Bei der Kollision sei eine Person verletzt worden, berichtet die Polizei. Zudem entstand Sachschaden. Der Unfallverursacher habe sich anschließend von der Unfallstelle entfernt, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen. Die Polizei in Wilhelmshaven bittet Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang oder zum flüchtigen Radfahrer machen können, sich unter der Telefonnummer 04421/942-0 zu melden.

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Gemeinde Wangerland fragt Bedarf an Gewerbeflächen ab

Wangerland (5. 8. 2025) –  Die Gemeinde Wangerland Woll über ein Interessenbekundungs-Verfahren den aktuellen und künftigen Bedarf an Gewerbeflächen im Gemeindegebiet ermitteln. Angesprochen sind sowohl bereits im Wangerland ansässige Betriebe als auch Unternehmen, Existenzgründerinnen und Existenzgründer sowie Investoren von außerhalb, die an einer gewerblichen Entwicklung im Wangerland interessiert sind.

Onlineformular abrufbar

Vor der Sommerpause hatte der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, nach potenziellen Gewerbeflächen sowie nach Flächen für Wohnbebauung zu suchen. Bevor konkrete Planungen und Erschließungsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden, soll aber zunächst eine belastbare Grundlage zum tatsächlichen Flächenbedarf geschaffen werden. 

Interessierte Gewerbetreibende können ab sofort über ein Onlineformular auf der Internetseite der Gemeinde Angaben zu ihrem Unternehmen und zu ihrem geplanten Vorhaben machen. Abgefragt werden unter anderem die Art des Betriebes, die benötigte Grundstücksgröße, ein möglicher Bedarf an Hallen-, Büro- oder Lagerflächen sowie der geplante Zeitpunkt der Umsetzung. 

Entwicklungsmöglichkeiten ausloten

„Wir möchten nicht am Bedarf vorbei planen. Deshalb wollen wir möglichst genau wissen, welche Unternehmen Flächen benötigen, welche Anforderungen bestehen und in welchem Zeitraum eine Ansiedlung oder Erweiterung vorgesehen ist“, so Bürgermeister Mario Szlezak. „Dabei geht es sowohl um die Entwicklungsmöglichkeiten unserer bestehenden Wangerländer Betriebe als auch um neue Unternehmen, die sich eine Zukunft im Wangerland vorstellen können.“ 

Die Interessenbekundung ist unverbindlich und stellt noch keine Zusage für die Vergabe oder Bereitstellung einer Gewerbefläche dar. Die eingehenden Angaben dienen der Gemeinde und der Politik als Grundlage für die weitere Beratung und Planung. Das Onlineformular ist ab sofort aufrufbar. Interessenbekundungen können zunächst bis zum 5. September abgegeben werden. 

Ausschluss von Landratswahl: Sichert setzt auf Gericht

Friesland (5. 8. 2026) – Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert (Zetel) will juristisch erzwingen, dass er doch noch als Kandidat zur Landratswahl in Friesland am 13. September zugelassen wird. Um das zu erreichen, habe er eine „einstweilige Anordnung“ gegen den Ausschluss von der Wahl durch den Kreiswahlausschuss beim Verwaltungsgericht Oldenburg beantragt, teilt Sichert mit.

Fehler bei Entscheidung?

Der Kreiswahlausschuss hatte unter anderem auf der Basis von Informationen des Verfassungsschutzes entschieden, Sichert nicht zur Wahl ins Landratsamt und damit einem Beamtenverhältnis auf Zeit zuzulassen, da nicht gewährleistet sei, dass er jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einstehe. Der Verfassungsschutz stuft des AfD-Landesverband Niedersachen, zu dessen führenden Köpfen der Abgeordnete gehört, als „gesichert rechtsextrem“ ein.

In seinem Antrag hat Sichert nach einen Angaben auf 45 Seiten plus Anhängen zahlreiche vermeintliche Verstöße des Wahlausschusses aufgelistet. Unter anderem bemängelt er die fehlende Auseinandersetzung der Ausschussmitglieder mit den Ausschlussgründen. Der Ausschussvorsitzende habe in der Sitzung gesagt, dass die Prüfung der Landesregierung obliege.

Sichert: Demokratiefeindlich

„Die Betonung der Landesregierung als auch des Wahlausschusses, dass die Tätigkeit als Funktionär in einer zugelassenen Partei als Ausschlussgrund für die Landratswahl ausreicht, ist absolut demokratiefeindlich“, so Sichert, der sich als Opfer „politischer Willkür“ sieht. Er habe die einstweilige Anordnung auch eingereicht, um den Schaden zu vermeiden, der durch eine Wiederholung der Wahl entsteht, die dann erforderlich wird, wenn die Wahl im Nachgang als juristisch fehlerhaft bewertet werden sollte.

Seemannsmission lädt zum Tag der offenen Tür

Wilhelmshaven (4. 8. 2026) – Aus Anlass des 66-jährigen Bestehens des ehrenamtlichen Besuchsdienst der Deutschen Seemannsmission Wilhelmshaven (DMS) besucht am Samstag, 8. August, ab 11 Uhr Ministerpräsident Olaf Lies das Wilhelmshavener Haus der Seemannsmission an der Hegelstraße 11 in Wilhelmshaven. Der Politiker möchte im Rahmen des Tages der offenen Tür (11 bis 16 Uhr) den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Mission, zu denen auch die Hooksieler Angela Homuth, Dörte Salverius und Günter Kallweit gehören, seinen Dank und Anerkennung  für ihre Arbeit auf den Schiffen auszusprechen.

Schiffsbesucher der Seemannsmission
Seit Jahren engagieren sich die Hooksieler Dörte Salverius, Günter Kallweit und Angela Homuth im Team der Schiffsbesucher der Deutschen Seemannsmission Wilhelmshaven. Archiv-Foto: hol

Am Tag der offenen Tür stehen Schiffsbesucher für Informationen und Führungen durch das Seemannsheim zur Verfügung. Ein Lichtblick werden auch viele Schiffsmodelle, die im ganzen Haus ausgestellt sind, sein. Eine Tombola, deren Einnahmen ausschließlich für die martim-soziale Arbeit ist, sowie Kaffee und Kuchen  sowie  Bratwürste werden zum Spendenpreis gereicht.

Gesprächsrunde mit Olaf Lies

Wer möchte, kann von Kapitän Dietmar Szech lernen, Seemannsknoten zu knüpfen. In einer Gesprächsrunde unter Leitung des DSM-Vorsitzenden Wilfrid Adam werden Ministerpräsident Lies und der langjährige Präsident des Zentralverbandes  der Deutschen Seehafenbetriebe, Detthold Aden, sich mit der Frage der Zukunftschancen des einzigen deutschen Tiefwasserhafens Wilhelmshaven beschäftigen.

Musikalisch umrahmen der Shantychor „Schlicktown Singers“, in dem auch Hooksieler aktiv sind , die Jazzband „Seaside Swing Combo“ und Reinhold Seyberth  auf dem Akkordeon die Veranstaltung. Für 15 Uhr ist ein Seefahrer-Gottesdienst mit Seemannspastor Dr. Klaus Lemke-Paetznick und den Schlicktown Singers im Garten des Seemannsheimes geplant.

Besuchsdienst steht vor Rekord

Ehrenamtliche Schiffsbesucher der DMS haben in diesem Jahr bereits 530 Schiffsbesatzungen in den Wilhelmshavener Häfen besucht und ihnen Präsente, Informationen oder auch andere Hilfeleistungen zukommen lassen. Adam geht davon aus, dass in diesem Jahr erstmals die 1000er-Marke geknackt werden könnte. 

Sperrung von Autobahn und Bahnstrecke aufgehoben

Friesland (4. 8. 2026) – Seit gestern Abend ist die Gefahr vorbei. Die Autobahn 29 ist zwischen den Anschlussstellen Zetel und Varel/Bockhorn wieder frei. Auch die Sperrungen auf den Nebenstraßen konnten aufgehoben werden. Auch die Züge zwischen Wilhelmshaven und Varel rollen wieder.

Kampfmittel entdeckt

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) hatte gegen 18 Uhr seine Untersuchung und Entschärfung eines Kampfmittels aus dem Zweien Weltkrieg, einer 200-Kilogramm-Fliegerbombe, abgeschlossen, das um 11.37 Uhr bei Erdarbeiten im Bereich eines Windparks zwischen Blauhand und Ellenserdammersiel gefunden worden war. Der KBD hatte erklärt, dass das Objekt zunächst freigelegt werden müsse, um das weitere Vorgehen beurteilen zu können. Dafür musste ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1.000 Metern eingerichtet werden.

Evakuierung im Sicherheitsradius

Innerhalb des Gefahrenbereichs liegen neben wenigen zu Zetel und Bockhorn gehörenden Wohnhäusern auch die Bundesautobahn 29 sowie die Bahnstrecke Wilhelmshaven und Oldenburg. Deshalb waren umfangreiche Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen erforderlich. Die Evakuierung der Anwohner erfolgte durch die Gemeinden. A 29 und die Landesstraßen 815 und 816 sowie weitere angrenzende Straßen wurden gesperrt. Der Bahnverkehr wurde eingestellt, ebenso galt ein Überflugverbot für den betroffenen Bereich.

Mehrere kleine Unfälle

Nach Abschluss aller Sicherungsmaßnahmen kontrollierte eine Polizeihubschrauber, dass sich keine Personen mehr innerhalb der Sperrzone aufhielten. Um 18.05 Uhr gab der KBD Entwarnung. Nach Mitteilung der Polizei wurden sämtliche Sperrmaßnahmen umgehend wieder aufgehoben. Während der Sperrungen kam es auf den Umleitungsstrecken zu mehreren kleineren Verkehrsunfällen. Dabei sei aber ausschließlich geringer Sachschaden entstanden, so die Polizei. Personen wurden nicht verletzt.

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Szlezak: Nichts wird unter den Teppich gekehrt

Wangerland (3. 8. 2026) – Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) weist den Vorwurf der Untätigkeit zurück. Er habe sehr wohl einen Vorschlag zur künftigen Struktur der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) unterbreitet, der dann aber keine Mehrheit im Gemeinderat gefunden habe. Zudem weist er die Forderung der SPD-Amtsinhabers in Forderung des CDU-Bürgermeister-Kandidaten Thies Fischer als unrealistisch zurück, dass ein Gutachten zur Ursache für die desolate Lage beim Projekt Thalasso Meeres Spa (TMS) schon jetzt zumindest in Teilen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte.

Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak

Fischer hatte auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung die Ansicht vertreten, dass in beiden Fragen der Anstoß vom Bürgermeister hätte kommen müssen. „Bereits im August 2025 habe ich persönlich einen konkreten Beschlussvorschlag erarbeitet, um die touristischen Leistungsträger stärker in die Arbeit und die Neuausrichtung der WTG einzubinden“, erinnert Szlezak (Foto) in einer Stellungnahmen zum Bericht von „Hooksiel-life“. 

Vorgesehen sei gewesen, zwei Mitglieder des WTG-Beirates mit beratender Funktion in die Lenkungsgruppe aufzunehmen. Sie sollten regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen, Zugang zu relevanten Informationen erhalten und ihre kaufmännische sowie touristische Erfahrung unmittelbar in die Beratungen einbringen können.“

Vorschlag zur WTG-Struktur

Dieser Vorschlag fand seinerzeit keine Mehrheit im Rat – und stieß auch bei den Leistungsträgern nicht auf Begeisterung. Zumal die Beiratsmitglieder im Lenkungsauschuss zur Verschwiegenheit verpflichtet gewesen wären. Der Rat verständigte sich darauf, so Szlezak, die Entscheidung aufgrund des laufenden Insolvenzverfahrens zunächst zurückzustellen. Begründet worden war dies damit, dass noch nicht absehbar war, wie die WTG nach Abschluss des Verfahrens strukturell und wirtschaftlich aufgestellt sein werde. Von dem Vorwurf, er habe diese Diskussion nicht angestoßen, habe ihn irritiert. Genau das habe ich getan.

Die Fragen nach den künftigen Aufgaben, der geeigneten Rechtsform, der Rolle der Politik und der Einbindung der touristischen Leistungsträger beschäftigen Rat und Verwaltung bereits seit Beginn des Sanierungs- und Insolvenzverfahrens beschäftigt. „Sie sind wesentlicher Bestandteil der notwendigen Neuaufstellung der Gesellschaft.“

Ermittlungen nicht gefährden

Zur Aufarbeitung der Kostenentwicklung beim bezieht Szlezak eindeutig Postion: „Die Vorgänge müssen vollständig aufgearbeitet werden. Am Ende wird es ein Ergebnis geben, und dieses Ergebnis wird selbstverständlich öffentlich gemacht. Es wird nichts unter den Teppich gekehrt.“

Die Position von Fischer, alle Teile des Thalasso-Gutachtens offen zu legen, die die laufenden strafrechtlichen Ermittlungen nicht gefährden, sei nicht neu. Aber, so der Bürgermeister: „Wer soll zum jetzigen Zeitpunkt rechtssicher beurteilen, welche Passagen veröffentlicht werden können und welche möglicherweise für das Ermittlungsverfahren, mögliche Ansprüche oder Persönlichkeitsrechte von Bedeutung sind?“

Die Forderung nach einer Veröffentlichung bei gleichzeitiger Einschränkung, dass die Ermittlungen nicht beeinträchtigt werden dürfen, löse dieses Problem nicht. Sie klinge zunächst plausibel. Sie müsse aber juristisch belastbar und mit den zuständigen Stellen abgestimmt sein. Szlezak: „Ich teile den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach umfassender Information. Transparenz bedeutet für mich jedoch nicht, im Wahlkampf Versprechen abzugeben, deren rechtliche Tragfähigkeit noch nicht geklärt ist. Transparenz bedeutet, vollständig, nachvollziehbar und rechtssicher zu informieren.“

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