Hooksiel (12. 5. 2026) – Der Reit- und Fahrverein Hooksiel freut sich über eine gute Platzierung. Die Quadrille des Vereins belegte beim Wettbewerb in Höven in der Gemeinde Wardenburg den fünften Platz. Ein schöner Erfolg für die Teilnehmerinnen, zumal es die erste Hooksieler Quadrille überhaupt gewesen sein dürfte, die an einem solchen Wettbewerb teilgenommen hat.
Freuten sich über einen gelungenen Auftritt in Höven: die Hooksielerinnen (von links) Frauke Janßen, Saskia Bräkelmann, Silke Janßen, Elke von Hoeveling-Schmidt, Amrei Lüken, Lale Scharfenberger und Freya Heinen.
Der Dank der Teilnehmerinnen ging vornehmlich an Freya Heinen, die kurzfristig die Mannschaftsführung übernommen hatte. Zu einer Quadrille gehören sechs bis acht Dressurreiterinnen oder -reiter, die nach selbst gewählter Musik und eigener Choreografie ihren Auftritt planen und einstudieren.
Zur Hooksieler Quadrille gehören Frauke Janßen auf Raja, Saskia Bräkelmann auf Deichkind L, Silke Janßen auf Yoyke C, Elke von Hoeveling-Schmidt auf Hearke fan de Badwei, Amrei Sophie Lüken auf Strohgirl L, Lale Scharfenberger auf Baron Baco Ma sowie Mannschaftsführerin Freya Heinen.
Hooksiel (12. 5. 2026) – Fahrrad fahren macht Spaß. Vor allem auch mit elektrischer Unterstützung. Mit 25 Stundenkilometern quer durchs Wangerland – dabei lernt man Land und Leute kennen und kann etwas für seine Gesundheit tun. Aber Vorsicht: Wer sich nicht an die geltenden Radfahrregeln hält, riskiert ein Bußgeld in Höhe von bis zu 55 Euro.
Peter Merkler hält die häufig zu findenden Gehwegschilder mit dem Zusatz „Radfahrer frei“ für ein echtes Sicherheitsproblem. Kaum jemand weiß, dass Radfahrer hier nur Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen – selbst wenn keine Fußgänger in der Nähe sind. Foto: hol
Längst nicht alle Vorschriften für Radler so bekannt, wie sie sein sollte. Der Hooksieler „RadKaleu“ Peter Merkler weist im Gespräch mit „Hooksiel-life“ auf ein erhebliches Sicherheits- und Tourismusproblem hin: Die irreführende Beschilderung vieler Wege als Fußgängerwege mit der Ergänzung „Fahrräder frei“. Beispiele dafür gibt es in der Gemeinde Wangerland (und auch in den Nachbarkommunen) jede Menge.
Nur Schrittgeschwindigkeit zulässig
„Die Gemeinde wirbt mit über 200 Kilometern Radwegen im Wangerland, was Urlauber motiviert, viel mit dem Rad zu unternehmen“, erläutert Merkler. „In der Realität handelt es sich jedoch häufig um Fußwege, auf denen Radfahrer eigentlich nur in Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen, um Fußgänger nicht zu gefährden.“
Die Rechtslage ist klar: Auf reinen Gehwegen (Schild mit zwei weißen Fußgängern auf blauem Grund) haben Radfahrer nichts verloren – es sei dann, ein weißes Zusatzschild „Fahrräder frei“ erlaubt ihnen die Mitnutzung des Gehweges. Das heißt, Radfahrer sind hier als Gäste geduldet. Sie müssen auf Fußgänger Rücksicht nehmen und dürfen nur Schrittgeschwindigkeit (4 bis 7 km/h) fahren – und zwar unabhängig davon, ob gerade ein Fußgänger in der Nähe ist oder nicht.
Die Lebenswirklichkeit sieht anders aus. Meist sind die Radfahrer (viel) schneller unterwegs. Weitsichtige gehen zumindest aufs Bremspedal, wenn Fußgänger nahen. Andere wollen die Hindernisse lieber „wegklingeln“. Beides ist nicht erlaubt.
Warum keine echten Radwegschilder?
Peter Merkler fragt sich angesichts der Flut von Verstößen von Radfahrern gegen die Nutzungs-Vorschriften auf Gehwegen, warum an Gemeinde- und Kreisstraßen keine „echten“ Radwegschilder (weißes Fahrrad auf blauem Grund) aufgestellt werden. Oder Schilder mit Fahrrad und zwei weißen Fußgängern daneben für kombinierte Geh- und Radwege. Auf diesen Radwegen müssten Radler die Radweg zu nutzten, auf Kombi-Wegen aber nur dann Schrittgeschwindigkeit fahren, wenn tatsächlich Fußgänger gefährdet sein könnten.
Das blaue Verkehrsschild mit Fahrrad/ Fußgängern auf weißem Grund besagt, dass beide Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Foto: hol
Der Grund liegt auf der Hand: Radler müssen Radwege mit Benutzungspflicht nur dann befahren, wenn das auch zumutbar ist – wenn der Weg also nicht etwa durch Laubhaufen, Schnee oder parkende Autos blockiert wird oder er nicht so buckelig ist, dass er nicht mehr sicher befahren werden kann. Möglicherweise nutzen Kommunen die Gehweg-Schilder mit dem Zusatzschild „Fahrräder frei“ auch deshalb so gern, um sich Kosten für die eigentlich nötige Radwegsanierung zu sparen?
Radler können Straße nutzen
Wie dem auch sei. Auf Gehwegen mit Zusatzschild gilt keine Benutzungspflicht. Die Zweiradfahrer können hier, mit Ausnahme von Kindern bis zu acht Jahren, auf der Straße fahren – ohne besondere Geschwindigkeitsbegrenzung. Autofahrer dürfen Radfahrern übrigens nur dann überholen, wenn sie mindestens 1,5 Meter Seitenabstand halten. Aber auch das ist so eine Regel, die offenbar kaum jemand kennt.
Wer sich mit RadKaleu Peter Merkler auf eine sichere Radtour durch die Region begeben möchte, kann sich über das von ihm angebotene Programm unter https://radkaleu.de informieren.
Anmerkung:Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Anregungen für die Artikel-Serie „Hooksiel sicher“ oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, auf irreführende oder überflüssige Verkehrsschilder hinweisen möchten oder selbst schon in gefährliche Situationen geraten sind, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.
Hooksiel (11. 5. 2026) – Berlin, Paris, New York, Athen. Israel, Neuseeland, Burkina Faso. Jean-Nöel Schramm ist schon viel herumgekommen in der Welt. Mehr oder weniger zufällig. Durch Kontakte und Bekannte.
Renate Janßen-Niemann begrüßt den neuen Stipendidaten Jean-Nöel Schramm im Hooksieler Künstlerhaus. Foto: hol
Und jetzt Hooksiel. Der in Bayern geborene deutsch-französische Maler und Fotograf wird in den nächsten Wochen im Künstlerhaus wohnen und arbeiten. Am vergangenen Sonntag eröffnete der 66-Jährige zusammen mit der Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann und dem Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, Peter Podein, seine Ausstellung „Flüchtige Ewigkeit – Menschen am Strand“.
Neue Ausstellung im Künstlerhaus
Zu sehen ist eine Serie von kleinformatigen Aquarellen von Menschen an Stränden. Junge und ältere Personen, unterschiedlich gekleidet, mit oder ohne Gebrechen. Fotografiert, dann gemalt. Aber so, dass die Protagonisten sich durchaus wiedererkennen würden, ist Schramm überzeugt. Aber darauf kommt es eigentlich gar nicht an, was die Besucher der Vernissage, soweit sie es noch nicht erahnt hatten, einem von Hörbuchsprecherin Anna Carlsson vorgetragenen Erklärtext entnehmen konnten.
„Die Badenden entziehen sich, lösen sich auf, bevor sie überhaupt erscheinen können. Doch genau in diesem Entzug entsteht ein neuer Bildraum: einer der weniger auf Sichtbarkeit als auf Erfahrung basiert.“ Die Spannung der Bilder entsteht in dem Dazwischen – zwischen Wasser und Land, zwischen Intention und Abweichung, zwischen Figur und Struktur.
Segeltörn als Inspiration
Dass der Ort des Entstehens der Kunst dabei nicht nebensächlich ist, kann der Betrachter an einem großformatigen Gitterbild nachvollziehen. Entstanden auf einem Segeltörn in Neuseeland. Geprägt von Welle zu Welle, von Woge zu Woge, alle ähnlich, aber nie gleich. Ein Bild, geprägt von Rhythmus und der Spannung in der Monotonie.
Und auch diese Bild ist ebenso wie die schier endlose Galerie der Badenden nicht vollendet. Es ist ein Projekt. Der Beginn der Auseinandersetzung mit einem Thema, das weiter entwickelt, entfaltet und letztlich vielleicht sogar zerstört werden will. Weitere Badende will Schramm während seines Aufenthalts in Hooksiel ins Visier nehmen. Am Strand. Ungestellt. Überraschend. Authentisch.
Für Beleidigung im Käfig
Aber keine Angst. Der Mann mit der Kamera will nur Kunst. Ihm geht es weniger um die „Darstellung der Körper, sondern die Erfahrung eines Zustandes: das Eintauchen, das Getragenwerden, das zeitweise Ausgesetztsein“ Aber nicht jeder versteht das. So geriet Schramm in Griechenland in die Fänge der Polizei, weil er ein ins Wasser gehendes Paar fotografiert hatte, was als „Beleidigung“ gewertet wurde und ihm 32 Stunden in einem Karzer eintrug.
Die Ausstellung ist bis zum 5. Juli jeweils dienstags bis sonntags sowie am Pfingstmontag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Auch wenn der Künstler wegen einer anderen Verpflichtung in den nächsten Tagen nicht in Hooksiel sein kann, hat er zugesagt, auch vor Ort arbeiten und mit Interessierten ins Gespräch kommen zu wollen.
Hooksiel (11. 5. 2026) – „Was? Die haben gar keine Autos?“ Verwundert reibt sich ein Kind im im Hooksieler Kindergarten die Augen. Auf einer Weltkarte sieht er Menschen, die mit Pferd und Wagen ihre Kakao-Ernte einfahren.
Anka Müller (links) von der Fairtrade Lenkungsgruppe möchte den Wert von fair gehandelten Produkten möglichst früh bei den Bürgern verankern. Hooksieler Kindergartenkinder (hier mit Erzieherin Marlies Möllmann) dürfen in dieser Woche entsprechen Leckereien probieren. Foto: hol
Aktion für 256 Kinder
„Faires Frühstück“ ist das Thema der bundesweiten Fairtrade-Kampagne. Die Lenkungsgruppe für den Bereich der Fairtrade-Gemeinde Wangerland beteiligt sich daran mit einer Aktion für Kinder. Drei Tage lang beschäftigen sich insgesamt 256 Kinder in den Kindergärten Hooksiel, Horumersiel, Tettens und Hohenkirchen mit den Produkten, die den Einrichtungen für deren Frühstückstische zur Verfügung gestellt wurden.
Das Programm umfasst zahlreiche fair gehandelte Produkte wie Kakao, Müsli, Nougatcreme, Orangensaft und auch Kaffee (für die Erwachsenen). Dazu regionale Produkte wie Brötchen, Butter und Milch. Abgerundet wird das heute von der Lenkungsgruppe in den Kitas vorgestellte Sortiment durch Bananen.
Thema in Kindergärten
Die Erzieherinnen in den Kitas haben die Aktion gut vorbereitet. Die Lebensmittel, ihre Herkunft samt Produktions- und Handelsbedingungen werden zum Gegenstand des Tagesprogramms. Wie Lenkungsgruppen-Sprecherin Anke Müller sagte, habe Fairtrade Deutschland dazu Informationen, Karten und Malunterlagen beigesteuert.
Am heutigen Montag stand bei den Kits im Wangerland das Müsli im Mittelpunkt, Dienstag wird der Bananentag und am Mittwoch gibt es frische Brötchen vom Bäcker vor Ort. Die Botschaft: Der Start in den Tag sollte möglichst lecker sein – aber auch fair.
Hooksiel (11. 5. 2026) – Die neu formierte Tennis-Damenmannschaft des SC Wangerland hat in der 2. Regionsklasse ihren ersten Saisonsieg verbucht. Nach einer Niederlagen zum Auftakt gewann das Team sein erstes Heimspiel am Sonntag gegen Ihlow mit 4:2.
Marina Doyen (6:1/6:4), Martha Kramer (6:1/7:5) und Lena Taddigs (6:4/6:2) brachten die Hooksielerinnen in den Einzeln mit 3:1 in Führung. Lediglich Alina Fiebig an Position 1 verlor ihre Partie. Den nötigen vierten Punkt sicherte das routinierte Doppel Petra Csikos/Marina Doyen mit einem klaren 6: 1/6:0-Sieg. Erfahrung sammelten Hannah Aden und Rosalie Weber im zweiten Doppel.
Entscheidung im Doppel
Mit einem Sieg in die Regionsklassen-Saison starteten die Spieler der A II-Jugend. Hier setze sich im ersten Einzel Tim Fiebig mit 6:2/6:4 durch. Leonard Köster blieb im zweiten Einzel chancenlos. Die Entscheidung musste im Doppel fallen. Hier gewannen Fiebig/Köster in einem spannenden Spiel knapp mit 6:4/5:7/11:9 .
Nur Gauzel punktet
Eine 1:5-Niederlage einstecken musste hingegen die A I-Jugend in der Regionsliga nach dem Heimsieg zum Auftakt im Auswärtsspiel beim TV Varel. Lediglich Niko Gauzel, Gastspieler vom Wilhelmshavener THC, konnte an Position 2 spielend sein Einzel mit 6:0/1:6/12:10 gewinnen. Während Lorenz Kramer und Niklas Doyen klar unterlagen, verlor Mateo Doyen (7:6/2:6/4:10) sein Spiel nur knapp. Ein Quäntchen Glück fehlte dann auch dem ersten Doppel, das Kramer/Gauzel ebenfalls im Matchtiebreak abgeben mussten (7:6/4:6/10:12). Das Doppel Niklas und Mateo Doyen verlor hingegen deutlich (3:6/3:6).
Unentschieden knapp verpasst
Auf den ersten Punktgewinn warten weiter die ü50-Herren. Das Heimspiel gegen Petersfehn ging mit 2:4 verloren. Siege für die Hooksieler konnten lediglich Jan Alter im Einzel (6:1/6:1) und das Doppel Andre Abels/Jan Alter (6:1/6:0) einfahren. Thorsten Csikos, Andre Abels und Mirko Ortmanns verloren ihre Spiele deutlich. Und auch die Hoffnung, dass das erste Doppel mit Thomas Otte/Thorsten Csikos den nötigen Punkt für ein Unentschieden holt, erfüllte sich nicht. In einer sehr engen Partie verlor das Duo 4:6/5:7.
Wangerland (11. 5. 2026) – Nach einer Radarkontrolle durch Beamte des Polizeikommissariats Jever am Samstag zwischen 15 und 16.15 Uhr leitete die Polizei drei Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Fahrens mit überhöhter Geschwindigkeit ein. An der Landesstraße 812 zwischen Hooksiel und Haddien wurden in Höhe Bottens rund 50 Fahrzeuge gemessen. In einem Fall konnten die Beamten einen 42-jährigen Motorradfahrer feststellen, der im auf auf 70 km/h beschränkten Bereich mit 105 Stundenkilometern unterwegs war.
Bei einer Fahrzeugkontrolle in Wiefels ermittelte die Polizei am Samstag einen 36-jährigen Autofahrer, der ohne Führerschein unterwegs war. Der Mann beteuerte aber, einen Führerschein zu besitzen, was die Beifahrerin und Halterin des Fahrzeuges bestätigte. Eine EDV-Überprüfung hingegen ergab dann, dass dem Fahrzeugführer der Führerschein bereits vor rund zehn Jahren rechtskräftig entzogen worden ist und er aktuell über keine Fahrerlaubnis verfügt.
Die Polizei leitete Strafverfahren sowohl gegen den Fahrer als auch gegen die Halterin ein. Der Fahrzeugführer kündigte unterdessen an, seinen vorgeblichen Führerschein zu seiner Entlastung noch am gleichen Tag vorzeigen zu wollen – was letztlich nicht erfolgte.
Wangerland (10. 5. 2026) – Die CDU Wangerland hat ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum nächsten Gemeinderat im September benannt. Angeführt wird die 23-köpfige Liste von Bürgermeisterkandidat Thies Fischer. Nicht mehr unter den Bewerbern ist der bisherige Ratsherr Tom-Oliver Thomssen.
Ein Teil der Bewerber der CDU für die Kommunalwahl: (von links) Christian Burchardt, Mario Krar, Jan Wanowius, Beate Wedermann, Dieter Behrens-Focken, Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek, und Andy Strümpel. Foto: CDU
Die Nominierung erfolgte auf einer Mitgliederversammlung. Nach den Worten des CDU-Gemeindeverbands-Vorsitzenden Christian Burchardt, habe die Partei versucht, eine Mischung aus Erfahrung, Kompetenz und neuen Impulsen zusammenzustellen.
Partei setzt auf Neuanfang
„Wir habe den Wunsch der Wangerländerinnen und Wangerländer nach einem Neuanfang laut und deutlich vernommen“, so Burchardt. Das spiegele sich in der Kandidatenliste wider. „Neben dem Bürgermeisterkandidaten Thies Fischer, finden sich viele engagierte Leistungsträger sowie zahlreiche neue Kandidatinnen und Kandidaten aus dem gesamten Wangerland – Menschen mit Fachwissen aus allen Bereichen, mit unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen.“
Hinter Fischer stehen auf der Liste die bisherige Fraktionsvorsitzende Alice Brandenburg-Bienek, Vorsitzender Burchardt und Ratsfrau Beate Wedermann. Es folgen Mario Krar, Andy Strümpel, Jan Wanowius, Dieter Behrens-Focken (Ratsherr), Andree Lüken, Arndt Lowien (Ratsherr), MdL Katharina Jensen (Ratsfrau), Tobias Geisen, Marco Knodel, Rolf Bäuerle, Joachim Janßen, Wolfgang Weidemann, Björn Christiansen, Matthias Poth, Franz Höner, Matthias Suckert, Rolf Franzen, Romuald Samul und Theo Hakvoort.
Mit Strümpel, Geisen, Knodel, Weidemann, Christiansen, Suckert und Franzen haben acht der Bewerber ihren Wohnsitz in Hooksiel. Derzeit stellen die Christdemokraten sechs Vertreter im Rat, die mit Grünen und FDP in der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ zusammenarbeiten.
Zukunftsplan aufgestellt
Die CDU sieht sich mit ihrer Mannschaft personell breit aufgestellt. Ziel sei es, das Wangerland weiterzuentwickeln und Herausforderungen mit Sachverstand, Verlässlichkeit und neuen Ideen anzugehen. Die Partei habe die vergangenen Monate intensiv genutzt, um sich für die Zukunft des Wangerlandes aufzustellen. Im Rahmen einer Klausurtagung sei ein Plan erarbeitet worden, mit dem Ziel, die Gemeinde finanziell und touristisch besser aufzustellen, so Burchardt. Insbesondere gehe es darum, die Gemeinde für Unternehmen attraktiver zu machen, neue wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und Arbeitsplätze vor Ort zu sichern.
Gleichzeitig, so heißt es in einer heute verbreiteten Mitteilung, müsse die Gemeinde auch für Familien sowie die hier lebenden Bürgerinnen und Bürger lebenswert bleiben. Themen wie Infrastruktur, Wohnraum, Lebensqualität, Vereinsleben und eine verlässliche kommunale Entwicklung würden dabei eine zentrale Rolle spielen.
Horumersiel (9. 5. 2026) – Auf Kunst, Handwerk und liebevolle Unikate dürfen Besucher des Kunst- und Hobbymarktes in Horumersiel hoffen. Die Aussteller bieten ihre Waren an Himmelfahrt, 14. Mai, von 10 bis 18 Uhr im Gästehaus in Horumersiel an.
Der Kunst- und Hobbymarkt hat sich in den vergangenen rund 30 Jahren zu einem festen Bestandteil im Jahresprogramm im Wangerland entwickelt. Zahlreiche Aussteller und Ausstellerinnen bieten Kunstinteressierten ihre häuft selbst gefertigten Waren und Werke an.
Die Wangerland Touristik GmbH verspricht „kreative Vielfalt in besonderer Atmosphäre“. Das Angebot reicht von außergewöhnlichen Keramikarbeiten über buntes Patchwork und duftende Seifen bis hin zu glänzendem Schmuck. Der Eintritt ist frei.
Jever/Wangerland (10. 5. 2026) – Der nächste öffentliche politische Stammtisch des Ortsverbands Jeverland von Bündnis 90/Die Grünen widmet der Situation der Presse in Friesland und in Niedersachsen. Referent und Gesprächspartner ist Helmut Burlager, langjähriger Redaktionsleiter des „Jeverschen Wochenblatts“ und ausgewiesener Kenner der regional Presselandschaft. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 13. Mai, um 19 Uhr im Parkhotel in Jever in der Mühlenstraße 51 statt.
Burlager (Foto), der heute in Frankreich lebt, wird unter anderem über die Rolle unabhängiger Medien, die aktuellen Herausforderungen für den Journalismus sowie die Bedeutung von Medienethik und den Pressekodex sprechen.
Das Thema ist hochaktuell, haben doch das „Jeversche Wochenblatt“ und die „Wilhelmshavener Zeitung“ seit Mitte April mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) einen neuen Mantelpartner. Die NOZ liefert jetzt die überregionalen Seiten. Vorher hat das über Jahrzehnte die „Nordwest-Zeitung“ (NWZ) gemacht.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Hooksiel (8. 5. 2026) – Vertrauen ist eine hohes Gut. Vor allem in einer Demokratie. Wählerinnen und Wähler delegieren mit ihren Stimmen Entscheidungsgewalt. Auf Zeit – und im Vertrauen darauf, dass die Mächtigen auf Zeit, seien es Ehrenamtliche oder Hauptamtliche, ihre Arbeit so gut wie möglich erledigen.
Die gewählten Vertreter an der Spitze des Wangerlandes laufen im Moment Gefahr, das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger zu verspielen. Deutlich spürbar ist der Unmut darüber, dass die Gemeinde sich dazu entschieden hat, den „vorläufige Abschlussbericht“ zum Desaster beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) entgegen ursprünglichen Zusagen doch nicht öffentlich zu machen. Aus ermittlungstechnischen Gründen, wie es heißt.
Es geht nicht nur um Straftaten
Polizei und Staatsanwaltschaft suchen schon seit Monaten nach Ansatzpunkten für strafrechtlich relevante Taten im Umfeld der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH. Insolvenzverschleppung? Untreue? Verstöße gegen das Vergaberecht oder Buchhaltungspflichten?
Es ist schwer vorstellbar. Aber wenn es wirklich so sein sollte, dass die Veröffentlichung des Gutachtens zur Kostenexplosion beim Bau des TNS von 8,8 auf mindestens 23 Millionen diese Ermittlungen behindern würde, könnte man die Geheimniskrämerei um die WTG-Interna nachvollziehen. Zumindest teilweise.
Aber es geht beim Thalasso-Desaster ja nicht nur um Straftaten und Schuld. Mindestens genau so wichtig ist die Aufarbeitung von Verantwortlichkeiten, etwa durch Unterlassungen – und zwar nicht nur bei der Tourismus GmbH, sondern auch bei ihrer Mutter, der Gemeinde Wangerland.
Wer hat wann was gewusst?
Mit Ausnahme einer Teil-Chronik zu den Entscheidungsabläufen durch die Wählergruppe Pro Wangerland liegt bislang noch keine kritische Auseinandersetzung mit möglichen Versäumnissen im Rathaus vor. Gerade dazu gibt es aber jede Menge Aufklärungsbedarf.
Was hätte der Gemeinderat als Gesellschafterversammlung der WTG wissen müssen und was hat er tatsächlich zu welchem Zeitpunkt gewusst? Warum hat niemand in Politik und Verwaltung gemerkt, dass die WTG mit dem Bauvorhaben überfordert war und es faktisch offenbar so gut wie keine Bauaufsicht gab? Wer hätte wann Alarm schlagen müssen, als die Kosten aus dem Ruder liefen? Zumindest aus heutiger Sicht und mit Blick auf die gravierenden Folgen für die touristische Infrastruktur im Wangerland wäre wohl selbst ein später Ausstieg aus dem Projekt sinnvoller gewesen als ein „Augen zu und durch“.
Konzept war nie schlüssig
Wer hat die erheblichen Mehrausgaben – unabhängig davon, ob sie durch Zusatzwünsche des Bauherrn oder durch unerwartete Preisentwicklungen verursacht wurden – eigentlich abgesegnet? Nur der Architekt und der WTG-Geschäftsführer, der dem Vernehmen nach ja nur über ein sehr begrenztes Zeichnungsrecht verfügte? Oder auch der Verwaltungsausschuss im Rathaus?
Was auch zum Strauß an offenen Fragen gehört: Wer hat eigentlich beim Land Niedersachsen und beim Landkreis Friesland wie geprüft, ob das Thalasso-Konzept tatsächlich zuschussfähig war? Offenbar niemand, denn wie lässt sich sonst erklären, dass der inzwischen fertig gestellte Gesundheitstempel – und zwar auch ohne Baukostenexplosion – nicht wirtschaftlich auskömmlich zu betreiben ist, selbst wenn er komplett ausgelastet wäre.
Quittung droht am Wahltag
Fragen über Fragen also, die nicht oder nur am Rande etwas mit den Ermittlungen von Polizei und Anklagebehörde zu tun haben. Ohne Antworten darauf wird es den Verantwortlichen bei der Gemeinde Wangerland aber kaum gelingen, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Fatal wäre es, wenn – unabhängig von der juristischen Aufarbeitung – die nötige Aufklärung zu Verantwortlichkeiten und möglichen Fehlern im Rathaus nicht vor der Kommunalwahl am 13. September erfolgen sollte. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, was dann passiert. Die Wählerinnen und Wähler bekunden ihren Unmut an den Wahlurnen – zu Lasten aller unter Generalverdacht stehenden Kommunalpolitikern – und der Demokratie.
Was heißt das? Aufklärung tut Not. Und zwar so schnell wir möglich. Für Fehler, die man begangen hat, kann man sich entschuldigen. Auch das kann Vertrauen schaffen. Berechtigte Fragen aber, auf die Antworten verweigert werden, sind der Nährboden für Misstrauen und Unmut.