Wilhelmshaven (31. 8. 2026) – Bei Arbeiten im Marinearsenal wurde am heutigen Montagnachmittag eine Bombe gefunden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst bestätigte laut Mitteilung der Polizei, dass es sich bei dem Kampfmittel um eine amerikanische 5-Zentner-Bombe handelt, die über zwei Zünder verfügt. Auch wenn es sich dabei um keine Langzeitzünder handle, bestehe ein Restrisiko des Zündsystems.
Bombe wird Dienstag entschärft
Damit die Bombe zeitnah entschärft werden kann, muss ein Radius von 1.000 Metern um die Bombe evakuiert werden. Die Evakuierung beginnt am Dienstag, 1. September, um 8 Uhr. Bis 11 Uhr muss das Gebiet komplett geräumt sein. Betroffen sind rund 13.600 Menschen, die in der Südstadt, der Innenstadt und Heppens leben.
Die Polizei wird mit der Unterstützung weiterer Einsatzkräfte kontrollieren, ob das Gebiet (Karte) geräumt ist. Die großen Zufahrtsstraßen in dem betroffenen Bereich werden ab 11 Uhr abgesperrt. Sobald alles frei ist, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst dann mit der Entschärfung beginnen.
„Wer nicht weiß, wo er hinsoll, findet in den angrenzenden Sporthallen am Mühlenweg, an der Bremer Straße und am Gotthilf-Hagen-Platz Unterschlupf. Die drei Sporthallen werden als Notunterkünfte ab 8 Uhr öffnen“, heißt es in der Mitteilung.
Schulen bleiben geschlossen
Die in dem Gebiet liegenden Schulen (Grundschule Rheinstraße und Schule an der Deichbrücke) bleiben am Dienstagvormittag ebenso geschlossen wie die Kindertagesstätten Lüttje Oog, Arche Noah, Inselviertel, Christuskindergarten und Kinderspielhaus.
Der Krisenstab der Stadt Wilhelmshaven kümmert sich um die betroffenen Alten- und Pflegeheime und stellt sicher, dass die dort lebenden und arbeitenden Personen, wenn nötig, evakuiert werden. Dabei werden sie von den Rettungsdiensten sowie den Stadtwerke-Verkehrsbetrieben unterstützt. Der Linienverkehr wird aus diesem Grund am Dienstagmorgen ab 8 Uhr eingestellt. Die Schülerbeförderung findet zuvor aber regulär statt.
Drohnenflüge untersagt
„Drohnenüberflüge über das Gebiet sind verboten“, heißt es in der Mitteilung. Die Polizei und die Bundeswehr würden Maßnahmen zur Durchsetzung des Verbots durchführen.
Der Krisenstab der Stadt tagte am Abend und bereitete die bevorstehende Evakuierung in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden vor. Weitere Informationen folgen ab Dienstagmorgen. Die Stadt richtet unter der Telefonnummer 04421/161616 ein Bürgertelefon ein, das am Montagabend bis 23 Uhr und am Dienstagmorgen ab 6 Uhr erreichbar ist.
Hooksiel (31. 8. 2026) – Von Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. September, wird am Strand von Hooksiel getackelt, gepasst und gefeiert. Beim traditionsreichen BeachBowl treffen American-Football-Teams aus verschiedenen Teilen Deutschlands zum außergewöhnlichen Kräftemessen im Sand aufeinander. Gäste und Zuschauer sind willkommen.
BeachBowl am Strandhaus 2
Helm auf, Schuhe aus – und dann ab in den Sand: Hooksiel bietet das vermutlich ungewöhnlichste Footballfeld Deutschlands. Am Strandhaus 2 wird American Football im 8-gegen-8-Modus direkt auf Sand gespielt. Die Veranstaltung hat Tradition. Bereits seit 1998 wird der BeachBowl ausgetragen. 2026 steht die 25. Ausgabe der Veranstaltung an, die über die Jahre eine feste Institution innerhalb der Football-Community geworden ist.
In diesem Jahr werden unter anderem wieder Mannschaften aus Baden-Württemberg und Niedersachsen erwartet. Dabei treffen unterschiedliche Spielklassen, Vereine und Football-Generationen aufeinander. Gerade das gehört zum besonderen Charakter des BeachBowls: Auf dem Feld wird um jeden Yard gekämpft, daneben steht jedoch das gemeinsame Wochenende im Vordergrund.
Kraftraubender Wettbewerb
American Football ist ohnehin ein körperlich anspruchsvoller Sport. Auf tiefem Sand verändert sich das Spiel jedoch noch einmal grundlegend. Sprints kosten mehr Kraft, Richtungswechsel werden schwieriger und jeder Spielzug verlangt den Akteuren einiges ab.
Am Freitag reisen die Mannschaften an. Am Samstag beginnt der eigentliche Turnierbetrieb. Um 10 Uhr beginnt die Eröffnungszeremonie mit der 1. Vorsitzenden des BeachBowl e.V. Melanie Hoppe. Anschließend geht es auf dem Sand für die Mannschaften um Punkte, Platzierungen und letztlich die bestmögliche Ausgangslage für den Finaltag am Sonntag.
Players Party für jedermann
Am Samstagabend steigt die Players Party. Die Feier ist öffentlich, nicht nur Spieler und Teams, sondern auch Einheimische, Urlauber, Footballfans und neugierige Gäste sind willkommen. Eigene Getränke dürfen mitgebracht werden.
Auch bei den Spielen sind Zuschauer herzlich willkommen. „Wer American Football bislang nur aus dem Fernsehen oder aus einem Stadion kennt, bekommt in Hooksiel Gelegenheit, den Sport aus ungewöhnlich kurzer Distanz und in einer besonderen Atmosphäre zu erleben“, so Melanie Hoppe.
Weitere Informationen zum BeachBowl und zum Turnierwochenende unter www.beachbowl.de .
Hooksiel/Wilhelmshaven (31. 8. 2026) – Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am gestrigen Sonntag auf der Landesstraße 810 vier Personen verletzt worden. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 9.45 Uhr auf der Hooksieler Landstraße im Bereich Sengwarden kurz vor Hooksiel.
Nach bisherigen Erkenntnissen beabsichtigte habe ein Pkw-Fahrer versuch, von der Straße Klein Buschhausen nach links auf die Hooksieler Landstraße einzubiegen. „Dabei übersah er einen von links kommenden, bevorrechtigten Pkw“, so die Polizei.
Die Fahrerin des vorfahrtberechtigten Fahrzeugs habe noch versucht, durch ein Ausweichmanöver einen Zusammenstoß zu verhindern. Dennoch kam es zur Kollision der beiden Fahrzeuge. Infolge des Aufpralls kam ihr Wagen von der Fahrbahn ab und landete in einem Graben.
Bei dem Verkehrsunfall seien insgesamt vier Personen verletzt worden. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die L 810 wurde kurzzeitig gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.
Hooksiel (31. 8. 2026) – Die Herren ü50 der Tennisabteilung des SC Wangerland haben den Staffelsieg in der 1. Regionsklasse verpasst. Im letzten Saisonspiel verlor das Team um Mannschaftsführer Thomas Otte beim TV BW Augustfehn mit 1:5. Das Gesamtergebnis spiegelt den Verlauf der Begegnung allerdings nur bedingt wider. Otte: „Ein Unentschieden war auf jeden Fall drin.“ Ein Punktgewinn hätte den SCW-Spielern zum Titel gereicht.
Zum Leidwesen der Hooksieler hatten die Gastgeber ihr Team eigens für das Spiel um die Meisterschaft durch zwei Spieler aus Westerstede verstärkt. Die Folge: Thomas Otte und Thorsten Csikos verloren ihre Spiele an den Positionen 1 und 2 gegen drei beziehungsweise fünf Leistungsklassen besser eingestufte Gegner mit 1:6, 7:6 und 2:6, 3:6.
Nachdem Jan Alter an Position 4 sein Einzel souverän mit 6:3, 6:1 gewonnen hatte, hing fiel am Spiel von Andre Abels an Position drei, der seinen ebenfalls drei Leistungsklassen besseren Gegner lange im Griff hatte, dann aber den ersten Satz trotz einer 6:3-Führung im Tiebreak noch abgab. Am Ende stand es 6:7, 3:6.
Ähnlich eng verliefen die Doppel. Das erste Doppel mit Thomas Otte/ Jan Alter musste sich trotz einer sehr guten Leistung mit 4:6, 5:7 geschlagen geben. Das zweite Doppel mit Thorsten Csikos/Gerd Abeldt verlor 6:4, 2:6, 8:10. Der SCW belegt jetzt mit 3:5 Punkten den fünfen Tabellenplatz.
Wangerland/Hohenkirchen (31. 8. 2026) – Die Tennisanlage des MTV Hohenkirchen soll künftig Heinz-Uden-Arena heißen. Das kündigte MTV-Vorsitzender Thorsten Mielke auf dem Empfang zum 50-jährigen Bestehen der Tennisabteilung an. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Mitgliederversammlung wolle man mit der Namensgebung die Verdienste des Ehrenvorsitzenden der Abteilung würdigen.
Ausgelassene Stimmung zum Jubiläum. Die Tennisabteilung des MTV-Hohenkirchen wird 50 Jahre alt. Foto: hol
Die Vorsitzende der Tennisabteilung Marita Meints begrüßte am Samstag zahlreiche Mitglieder und geladene Gäste auf den Tennisplätze am Alma-Rogge-Weg, darunter auch Bürgermeister Mario Szlezak. Mielke, der als Jugendlicher selbst auf der Anlage trainiert hat, dankte insbesondere Marita Meints und ihrem Ehemann, Sportwart Robert Meints. „Ihr habt den Tennissport in Hohenkirchen wieder aus dem Dornröschenschlaf geweckt.“
Die 1975 aus der Taufe gehobene Abteilung hatte Ende der 1980er Jahre deutlich über 200 Mitgliedern. Zwischenzeitlich war der Bestand auf 40 gesunken. Inzwischen liegt man bei rund 70 Mitgliedern mit steigender Tendenz und überlegt, ob nicht der stillgelegte dritte Platz wieder aktiviert werden sollte.
Die Hohenkichener Tennisanlage soll künftig den Namen des Ehrenvorsitzenden Heinz Uden (rechts) tragen. Das verkündeten der MTV-Vorsitzende Thorsten Mielke und Tennis-Abteilungsvorsitzende Marita Meints. Fotos: hol
„Der MTV hat mein Leben geprägt“, sagte Heinz Uden (88), der auch heute noch gern mal zum Schläger greift. In seiner Ansprache ließ Uden die Geschichte der Tennisabteilung Revue passieren. 1975 sei Tennis noch ein „elitärer Sport“ gewesen, erinnerte der pensionierte Polizeibeamte. Nach ersten Anfängen in der Hohenkirchener Sporthalle habe man mit dem Bau der Platzanlage begonnen: ein geeignetes Grundstück gesucht, jede Menge Sand aufgefahren, Wälle für den Windschutz angelegt und bepflanzt, ein abgängiges Kantinen-Gebäude vom ICI-Werk geordert und im Mai 1983 eingeweiht.
132.000 D-Mark habe man damals verbaut. Eine Bürgerschaft für 80.000 Euro übernahmen vier Vorstandsmitglied persönlich. Der zunächst ebenfalls geplante Bau einer Tennishalle war nicht zu finanzieren. Dennoch strömten im Zuge des Tennisbooms in Deutschland Spieler von der Bundeswehr, aber auch aus Horumersiel und Hooksiel in den Verein.
Im Anschluss an den Festakt feierte der Verein das Jubiläum mit einem bunten Tennistag.
Wangerland/Horumersiel (30. 8. 2026) – Eine Reihe von Mitgliedern des aktuellen Wangerländer Gemeinderates haben ihren Rücktritt für den Fall angekündigt, das die Staatsanwaltschaft gegen sie im Zusammenhang mit dem Thalasso-Desaster Anklage erheben sollte. Das wurde bei eine Podiumsdiskussion mit den drei Bürgermeister-Kandidaten Mario Szlezak (SPD), Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) am Freitagabend im Kursaal in Horumersiel bekannt.
Podiumsdiskussion im Kursaal
Zu der von Heiko Manott moderierten Veranstaltung hatten der örtliche Seebadeverein und der Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe eingeladen. Amtsinhaber Szlezak und seine beiden Herausforderer stellten sich vor, unterstrichen ihre Qualifikation fürs Amt und stellten einige Schwerpunktthemen vor.
Das Motto von Abrahams (Foto): „Kleine Maßnahmen, große Wirkung“. Hier ein maroder Gehweg saniert, dort eine Mülltonne mehr und die Aufenthaltsqualität für Einheimische und Urlauber würde erheblich steigen. Touristisch setze er nicht auf die Erkenntnisse großer Agenturen, die den Touristen der Zukunft malen, sondern auf die Kompetenz der Leistungsträger vor Ort.
Szlezak erinnert daran, dass er sich schon für eine stärkere Einbeziehung der Leistungsträger in die touristischen Entscheidungsgremien wie der Lenkungsgruppe der Wangerland Touristik GmbH (WTG) stark gemacht habe. Er wolle in der nächsten Wahlperiode das 2017 erstellte touristische Leitbild umsetzten, das seither – auch aufgrund von Personalmangel im Rathaus – in irgendeiner Schublade verschwunden war.
Bislang, so beklagte Fischer (Foto), seien die Stimmen von Fachleuten etwa aus dem WTG-Beirat in dem gemeindeeigenen Unternehmen so gut wie nicht gehört worden. Horumersiel/Schillig sollte sich seiner Ansicht nach wieder auf den Familientourismus konzentrieren.
Das neue Thalasso Meeres Spa (TMS) spielt dabei aus Sicht vieler Horumersiel kaum eine Rolle. So zeigte sich Gastronom Frank Hensel überzeugt, dass das TMS keinen touristischen Mehrwert hat. Bevor dessen Betreib über Jahre mit Hunderttausenden Euro im Jahr subventioniert werde, sollte man die acht Millionen Euro Fördergelder lieber zurückzahlen. Auf keinen Fall sei es sinnvoll, eine Großteil der Gästebeiträge in den nur von sehr wenigen Gästen genutzten Gesundheitstempel zu stecken. Das Geld wäre für den Erhalt eines Schwimmbades sinnvoller eingestzt.
Szlezak (Foto) zeigte sich zuversichtlich, dass das Bad in Horumersiel wieder in Betrieb genommen werden kann. Die Verhaltungen der WTG mit drei bis vier Investoren für den Gesamtkomplex am Hafen 3 in Horumersiel sollen bis Jahresende abgeschlossen sein.
Über die Frage, was ein Investor dann konkret bauen darf, werde der künftige Rat mitbestimmen. „Die Bauleitplanung liegt in den Händen der Gemeinde.“ So sollte sich nach den Vorstellungen von Szlezak in einem neuen Komplex auch ein großer Versammlungssaal finden.
Probleme: Ferienwohnungen und Deichstraße
Auch Bürgerinnen und Bürger stellen Fragen. Die Debatte dreht sich um lokale Themen. Wie und wo lässt sich bezahlbarer Wohnraum schaffen? Was wird aus Ferienwohnungen, die nach den Vorgaben der Gemeinde in bestimmten Straßenzügen von Horumersiel nicht mehr zulässig sind? Und was ist mit der schmalen Deichstraße, die man im Sommer kaum noch befahren kann, da sie von Autos zugeparkt wird? „Das ist seit zehn Jahren ein Thema. Und nichts ist passiert“, klagte ein Bürger. Bürgermeister Szlezak greift den Ball auf: „In 14 Tagen ist das erledigt!“
Viele Themen, fairer Austausch – aber grundlegende Unterschiede zwischen den Bewerbern um für das Amt des Verwaltungschefs sind kaum erkennbar, auch weil die Herausforderer sich weigern, Versprechen zu machen, die man nachher nicht halten kann, wie Abrahams es formuliert. Der Kommentar eines Zuhörer: „Das ist aber langweilig.“
Frontalangriff auf den Bürgermeister
Kurz vor 22 Uhr dann ein komplett verändertes Bild. Hans-Hugo Woltmann, Landwirt aus Förrien, greift Bürgermeister Szlezak mit Verweis auf den Thalasso-Skandal, die Insolvenz der WTG und die daraus erwachsenen Folgen wie die Schließung der Bäder und dem Verkauf von Gemeindevermögen frontal an. „Sie sind seit fünf Jahren im Amt und hier herrscht ein Chaos, wie wir es noch nicht erlebt haben.“
„Mich hier so an den Pranger zu stellen, ist nicht in Ordnung“, hält der sichtlich angefasste Bürgermeister dem entgegen. Sein Sakko hat er inzwischen abgelegt. Kommentar von Moderator Manott: „Jetzt ist hier Temperatur drin!“
Persönliche Konsequenzen aus Thalasso-Desaster
Szlezak verweist darauf, dass der Rat aus 25 Personen besteht und der Bürgermeister nur eine Stimme habe. „Ich ducke mich nicht weg. Aber ich bin überzeugt, dass der gesamte Rat nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat.“
Auf die Frage nach persönlichen Konsequenzen des Desasters verkündet Fischer, dass in der CDU Einvernehmen darüber gestehe, dass Ratsmitglieder, die wiedergewählt werden, zurücktreten, wenn die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sie erheben sollte. Und auch Bürgermeister Szlezak kündigte an, sich zurückziehen zu wollen, wenn die noch laufenden Ermittlungen ergeben, dass er sich strafbar gemacht hat.
Hooksiel (29. 8. 2026) – Vielen Urlaubern dürfte auch in diesem Sommer ein Besuch des alten Hafens in Hooksiel Freunde bereitet haben. Es sei denn, sie mussten auf Toilette. Bekanntlich ist das Sanitärgebäude am Hafen Anfang Mai Ziel einer Brandstiftung geworden. Toiletten- und Duschräume wurden dabei erheblich beschädigt.
Die Dixi-Klo-Zeiten am Alten Hafen sollen bald der Vergangenheit angehören. Die WTG hat angekündigt, dass die Sanierungsarbeiten im Toiletten- und Duschgebäude in der nächsten Woche beginnen sollen. Foto: hol
Jetzt, ein viertel Jahr später, wo sich die Saison ihrem Ende zuneigt, gibt die Wangerland Touristik GmbH das erlösenden Signal. Mit der Sanierung der Anlage soll in der nächsten Woche begonnen werden. Aber, so die WTG auf Anfrage von „Hooksiel-life“: „Da die Sanierung einige Zeit in Anspruch nehmen wird, lässt sich derzeit noch kein verlässlicher Fertigstellungstermin nennen.
Wir hoffen, dass die Arbeiten nun planmäßig durchgeführt und die Toiletten- und Duschanlage schnellstmöglich wieder in Betrieb genommen werden kann.“
Die Sanitäranlage wird von den Skippern von Freizeitbooten genutzt, die im Alten Hafen festmachen. Zudem ist sie Anlaufstelle für alle Besucher des denkmalgeschützten Ensembles. Als Alternative hatte die WTG ihre Sanitärmöglichkeiten in der Marina Hooksiel angeboten und am historischen Hafen ein nicht nur vom Erscheinungsbild gewöhnungsbedürftiges Dixi-Klo aufgestellt.
Dixi-Klos sind nicht jedermanns Sache. Auch deshalb dürfte die Zahl der Gäste, die die umliegenden gastronomischen Betriebe ausschließlich für einen Toiletten-Besuch besucht haben, deutlich angestiegen sein.
Hooksiel (29. 8. 2026) – Die Ikone der Szene, die US-Schauspielerin und Sängerin Dolly Parton, ist vor wenigen Tagen gestorben. Die Country-Wester-Musik bleibt aber weiter lebendig. Einen Beleg dafür wird das „Watt‘ Country Musikfestival“ liefern, das ab Donnerstag, 3. September, für vier Tage in Hooksiel stattfindet.
Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Line-Dance-Formationen aus dem gesamten Nordwesten in Hooksiel erwartet. Archiv-Foto: hol
Bis zum Sonntag, 6. September, werden internationale Bands aus der Country-Szene das Areal am Rande der Trabrennbahn an der Bäderstraße in eine Festivalmeile verwandeln. Für die richtige Atmosphäre sorgen eine US-Showtruckbar, ein BBQ-Event-Smoker-Truck, Freizeitmobile, American Twins, Bullrider, Western-Mode und vielesmehr.
Zum Stammpublikum des inzwischen dritten Watt‘n Country-Festivals in Hooksiel gehören zahlreiche Line-Dance-Gruppen, die teilweise dafür eigens ihren Urlaub an der Nordseeküste verbringen. Als Schirmherr der Veranstaltung konnten Cheforganisator Peter Kramer aus Schortens und sein Partner Jan Alter den niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies gewinnen.
Die offizielle Eröffnung der Veranstaltung ist für Donnerstag um 19 Uhr angesetzt. Zuvor spielt auf der Großbühne bereits ab 15 Uhr die Band „Celtic Cowboys“. Den Abend gestaltet dann die Gruppe „Buffalo Drive“. Für Freitag haben sich zwei deutsche Bands angekündigt. Ab 15 Uhr steht „Gone Country“ auf der Bühne, ab 19.30 Uhr folgt „Siiri & Band“.
Am Samstag und Sonntag beginnt das Musikprogramm jeweils um 11 Uhr. Unter anderem werden die „Martha Fields Band“ und die „Watt‘n Country Allstars“ erwartet. Mit dabei sind Bands mit mehrfach ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland, unter anderem aus den USA, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und aus ganz Deutschland. Hooksiel wird dabei Schauplatz für mehrere Premieren werden: Etwa Erstauftritte in Deutschland im Rahmen einer Europatour sowie Band- und Album-Neuvorstellungen.
Das komplette Programm findet sich im Internet unter www.countryfestival.info. Hier können auch Tickets erworben werden.
Hooksiel (28. 8. 2026) – Erst war sie irritiert, dann wütend. Als Anke Müller, Vorsitzende der Interessengemeinschaft „De Hooksieler“ am Donnerstagnachmittag ein Anrufer fragte, ob die Skulptur von Henning Gieseke im Garten der Generationen saniert werde, wusste sie damit nicht so recht etwas anzufangen. Erst vor Ort erschloss sich ihr dann der Grund der Frage: Die Bronzeskulptur mit dem Titel „Alles Leben entstammt dem Wasser“ ist verschwunden.
Die Skulptur „Alles entstammt aus dem Wasser“ gehörte seit 2013 zu dem Erholungsplatz im Garten der Generationen. Foto De Hooksieler
Offenbar haben Unbekannte das Kunstwerk aus der Verankerung gerissen und gestohlen. Die Bronze mit den zwei daneben stehenden Sitzbänken ist ein beliebter Ruheplatz für Hooksieler und ihre Gäste. Auch von den Bewohner des benachbarten Wohnstiftes wird das Ensemble gern für ein Päuschen genutzt.
„De Hooksieler“ erbitten Hinweise
„De Hooksieler“ haben umgehend die Polizei eingeschaltet. Anke Müller hofft zusätzlich auf die Unterstützung von Bürgern, denen möglicherweise etwas Verdächtiges im oder am Garten der Generationen an der Nee Straat aufgefallen ist. „Ich habe die Skulptur zuletzt am späten Dienstagvormittag gesehen“, sagt Anke Müller. Sie muss also zwischen Dienstagmittag und Donnerstagnachmittag gestohlen worden sein.
Offenbar wurde die Skulptur mit roher Gewalt aus der Verankerung gerissen. Fotos: De Hooskieler
„Es wäre schon mal gut, wenn wir den möglichen Tatzeitraum weiter eingrenzen können“, so Anke Müller. Vermutlich seien die Täter nachts aktiv gewesen. Wer dazu Beobachtung gemacht hat, sollte sich ebenfalls melden. Nicht auszuschließen sei aber auch, dass das Kunstwerk von wem auch immer im Übermut abgebrochen wurde und jetzt irgendwo im Grünen oder in einem Graben liegt.
Werk von Henning Gieseke
Die Skulptur ist am 22. September 2013 im von „De Hooksieler“ betreuten Garten der Generationen aufgestellt worden. Bei der Enthüllung waren unter anderem Bürgermeister Harald Hinrichs und der seinerzeitige Vorsitzende des Fördervereins Künstler- und Erlebnispfad Norbert Wißing dabei. Gieseke hatte auf ein Honorar verzichtet. Die sonstigen Kosten in Höhe von 6000 Euro übernahm der Förderverein.
Hooksiel (28. 8. 2026) – Die Seenotretter der Stationen Hooksiel und Helgoland der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren am gestrigen Donnerstag gemeinsam mit der Bundespolizei See und einem Hubschrauber von NHC Northern Helicopter im Einsatz, um einem schwer erkrankten Einhandsegler zu helfen.
Mit vereinen Kräften halfen Bundespolizei und Seenotretter einem in Not geratenen Segler vor Hooksiel. Foto: DGzRS
Der Besatzung des Einsatzschiffes „Bad Düben“ der Bundespolizei war gegen 13.15 Uhr etwa 20 Seemeilen nordwestlich von Hooksiel die Segelyacht aufgrund ihres unklaren Fahrverhaltens aufgefallen. Zwei Bundespolizisten setzten mit einem Beiboot auf die 14 Meter lange Yacht über. „An Bord fanden sie einen älteren Segler vor, der dringend im Krankenhaus behandelt werden musste“, teilt die DGzRS mit.
Die von der DGzRS betriebene Rettungsleitstelle See alarmierte einen Hubschrauber sowie den auf Helgoland stationierten Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“. Dieser nahm einen Notarzt, der auch freiwilliger Seenotretter ist, an Bord und lief sofort aus. Der Hubschrauber traf kurz kurz nach 14 Uhr vor Ort ein und nahm den Segler von der Segelyacht mit Hilfe einer Winde auf und brachte ihn ins Krankenhaus.
Zwischenzeitlich hatte die Leitstelle See auch den Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ aus Hooksiel hinzugezogen. Zwei Seenotretter gingen an Bord der Yacht und und brachten das Schiff, ausgerüstet mit Proviant und zusätzlicher Sicherungsausstattung, sicher nach Hooksiel.