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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Sonderpreis der Trans-Ocean-Segler für Marlene Brudek

Hooksiel/Cuxhaven (3. 11. 2026) – Beeindruckende Leistungen, außergewöhnliche Segelabenteuer und große Pläne: Die 57. Verleihung der Trans-Ocean-Preise in Cuxhaven zeigte eindrucksvoll, wie bunt, vielfältig und aktiv der Verein Trans-Ocean (TO) ist. Insgesamt 14 Crews wurden für ihre Leistungen geehrt und berichteten von ihren Reisen.

Marlene Brudek (Mitte) ist meistens als Soloseglerin unterwegs. Ihre Atlantikrunde wurde jetzt vom Verein Trans-Ocean mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Foto: privat

Für eine „Erwähnenswerte Reise“ wurde Marlene Brudek aus Wilhelmshaven mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Mit ihrem Racer „Heartbeat 2“ ließ die Seglerin mit Heimathafen Hooksiel auf der Atlantikrunde zahlreiche deutlich größere Jachten hinter sich. 

„Große Träume werden bei uns im Verein Wirklichkeit. Das zeigen unsere Preisträger eindrucksvoll“, sagte TO-Vorsitzender Marcus Warnke. „Der Trans-Ocean ist eine offene Gemeinschaft von Menschen, die das Meer lieben, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig unterstützen.“ Trans-Ocean wurde 1968 gegründet, um sportliches Hochseesegeln zu unterstützen, die Fahrten- und Regattasegler zu fördern und allen Seglern eine Hilfe zu sein.

Marlene Brudek segelt seit Jahren erfolgreich als Soloseglerin. Im vergangenen Jahr nahm sie an der Atlantik-Regatta for Cruisers (ARC) von Gran Canaria in die Karibik teil. Dort bestritt sie mehrere Wettfahrten an den Inseln vor und unter dem Winde. In diesem Frühjahr kehrte sie in den Heimathafen Hooksiel und zu ihrem Sail-Lollipop-Regattaverein (SLRV) zurück. Von hier aus startete sie unter anderem das legendäre Einhand-Rennen „Silverrudder“ in Svendborg/Dänemark mit 443 Jachten am Start.

Rat will sich nach bestem Wissen fürs Wangerland einsetzen

Wangerland (4. 11. 2026) – Der neue Rat der Gemeinde Wangerland steht. Auf der konstituierenden Sitzung des Kommunalparlamentes am Dienstag Abend wurden die am 13. September gewählten Frauen und Männer auf ihre künftige Aufgabe verpflichtet. Danach haben sie ihre Ämter in den nächsten fünf Jahren „nach bestem Wissen und Gewissen wahrzunehmen und die Gesetze zu beachten“.

Der neu formierte Rat der Gemeinde Wangerland hat sich am Dienstag in Hohenkirchen konstituiert. Foto: hol

Holger Ulfers, mit 27 Jahren im Amt dienstältestes Ratsmitglied, hatte die Sitzung im Rathaus in Hohenkirchen eröffnet und dabei bei den erstmals in das Gremium gewählten ehrenamtlichen Politikern bedankt, dass sie Zeit und Energie fürs Gemeinwohl einbringen wollen. Wenig später ging die Sitzungsleitung an Alice Brandenburg-Bienek (CDU) über, die auf Vorschlag der Gruppe SPD/Pro Wangerland/Grüne einstimmig zur neuen Ratsvorsitzenden gewählt wurde. Zu ihrem Stellvertreter wurde, auf Vorschlag der CDU, ebenso einmütig SPD-Politiker Holger Ulfers ernannt.

Glocke für Ratsvorsitzende

Ulfers schenkte Alice Brandenburg-Bienek eine Glocke, die ihr gegebenenfalls bei nötigen Ordnungsrufen helfen könnte. Wie die Ratsvorsitzende sagte, habe sie sich für die Sitzungsleitung vorgenommen, dass bei allem politischen Streit in der Sache die Ratsmitglieder unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit respektvoll miteinander umgehen sollen. Falls nicht, dürfte dann wohl künftig die Glocke zum Einsatz kommen.

Zu den ersten Aufgaben der Ratsvorsitzenden gehörte die Vereidigung des neuen hauptamtlichen Bürgermeisters Thies Fischer (CDU). Fischer hatte sich in einer Stichwahl am 27. September gegen den bisherigen Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) durchgesetzt und wird das Amt die nächsten acht Jahre bekleiden. In seiner Antrittsrede beteuerte Fischer seine Absicht, Bürgermeister aller Wangerländer zu sein und mit allen Fraktionen im Rat zusammenarbeiten zu wollen. Alle Ratsmitglieder verbinde das Interesse, etwas Gutes für die Gemeinde Wangerland erreichen zu wollen, für die nach seiner Überzeugung „schönste Gemeinde in Deutschland“.

Transparenz und Vertrauen

Fischer setzt nach eigenem Bekunden auf „Transparenz und Vertrauen“. Trotz der immer wieder aktuellen Probleme, die die Gemeinde bewältigen müsse, warb er für die Entwicklung eines Planes, wie das Wangerland in 10 oder 15 Jahren aussehen soll (Die Antrittsrede von Fischer im Wortlaut findet sich auf „Hooksiel-life“ im Untermenü „Wahlen“.) Zu ehrenamtlichen Stellvertreterinnen des Bürgermeisters wählte der Rat Alice Brandenburg-Bienek und Stefanie Bremers.

Zu Stellvertreterinnen von Bürgermeister Thies Fischer wurden Stefanie Bremers (links) und Alice Brandenburg-Bienek gewählt. Foto: hol

Für die verschiedenen Fraktionen im Rat werden künftig sprechen: Alice Brandenburg-Bienek (CDU), Holger Ulfers (SPD), Dieter Schäfermeier (Wählergemeinschaft Pro Wangerland) und Gaby Szlezak (Grüne). FDP und AfD mit jeweils nur einem Ratssitz haben keinen Fraktionsstatus. Einvernehmlich beschloss der Rat die Zahl der Beigeordneten im wichtigen Verwaltungsausschuss von vier auf sechs zu erhöhen.

Ausschüsse besetzt

Bei den Fachausschüssen reklamierte die SPD/Pro Wangerland/Grüne-Gruppe die Ausschüsse für Schulen, Soziales, Jugend und Sport (Vorsitz: Stefanie Bremers/SPD), den Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Feuerschutz und Wegebau (Holger Ulfers/SPD) sowie den Betriebsausschuss für den Eigenbetrieb Wangerland (Dieter Schäfermeier/WPW) für sich.

Die CDU/FDP-Gruppe stellt die Vorsitzenden im Ausschuss für Tourismus und Kultur (Mario Krar), im Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Energie (Lübbo Meppen) sowie im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung (Dieter Behrens-Focken). AfD-Ratsfrau Martina Müller wird das ihr zustehende Grundmandat im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung wahrnehmen.

Am heutigen Dienstag konstituiert sich zudem die Gesellschafterversammlung der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG). In der Zusammensetzung ist sie identisch mit dem Rat. Gewählt werden müssen dabei eine eine Vorsitzende sowie die Mitglieder der so genannte Lenkungsgruppe, die die Geschicke der zurzeit insolventen WTG eng begleitet.

Die komplette Besetzung der Ausschüsse und Gremien kann in Kürze auf der Homepage der Gemeinde unter wangerland.org eingesehen werden. 

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Letzte Ausstellung bringt das Licht des Nordens nach Hooksiel

Hooksiel (4. 11. 2026) – Die letzte Ausstellung im Künstlerhaus Hooksiel in diesem Jahr führt die Besucherinnen und Besucher nach Norwegen. Das Ehepaar Schildmann aus Oldenburg hat die Weitläufigkeit und Farbigkeit der Fjell- und Bergflächen entdeckt und diese Eindrücke sehr unterschiedlich künstlerisch verarbeitet. Der Titel der Ausstellung: „Das 
Licht des Nordens“. 

Michael Schildmann hat sich als Fotograf auf Panorama-Aufnahmen spezialisiert. Foto: Schildmann/Künstleraus

Die Kunsthistorikerin Sarah Byl wird in die Ausstellung am Sonntag, 8. November, ab 11.15 Uhr einführen. Wie Künstlerhausleiterin Renate Janßen-Niemand ankündigt, werde als Gast auch Wangerlands neuer Bürgermeister Thies Fischer erwaret. 

Renate Schildmann gelingt es, mit Aquarellfarben das Thema Licht und Atmosphäre durch fließende Farben, weiche Übergänge, Transparenz und Leichtigkeit zu Leuchtkraft und Brillanz zu bringen. Ihr Ehemann Michael Schildmann beschäftigt sich dagegen seit über 20 Jahren mit der Panoramafotografie.

Seitdem der Fotograf mit digitalen Kameras arbeitet, verbindet er mehreren Einzelaufnahmen zu einem nahtlosen Panoramabild. Ein spezielles Programm gibt im die Möglichkeit, Aufnahmen verschiedenster Blickwinkel bis zu 360 Grad entstehen zulassen. Auf seinen Pilgerwanderungen über drei Olavswege hat Schildmann die weite Landlandschaft, aber auch die Himmelsbilder festgehalten. 

Das Künstlerhaus Hooksiel in der Lange Straße 16 ist über den Winter jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. 

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Belastung für pflegende Angehörigen häufig bereits am Anschlag

Jever/Wangerland (3. 11. 2026) – Die geplante Neuordnung der Pflege bereitet vielen Menschen Sorgen und wirft Fragen auf. Die Selbsthilfegruppe Herz- und Hirninfarkt mit der Wangerländerin Anne Philipp als Sprecherin an der Spitze hat in einem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Anne Janssen (Wittmund) ihre Bedenken vorgetragen. Die CDU-Politikerin hat vor dem Hintergrund der anstehenden Entscheidungen im Bundestag in den zurückliegenden Wochen professionelle Pflegeeinrichtungen besucht und sich mit pflegenden Angehörigen getroffen.

Die Bundestagsabgeordnete Anne Janssen (links) im Gespräch mit den Vertretern der Selbsthilfegruppe: (von links) Christiana Schütt, Roland Meixner, Marie-Anne Meixner und Anne Philipp. Foto: Axel Homfeldt

Die neue Gesetzgebung soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. „Für uns pflegende Angehörige und den Pflegebedürftigen ist es schon eine große Herausforderung, bei all den neuen Begriffen und neuen Regelungen alles im Blick zu behalten“, so Anne Philipp. Sie ist davon überzeugt: „Auch wenn die Pflegekassen sparen müssen, ohne uns würde es noch schlimmer aussehen, denn 85 Prozent der Pflegebedürftigen werden Zuhause gepflegt.“ 

Praxistest für Reformpläne

Die Sellbsthilfegruppe gab Anne Janssen einen Fragenkatalog mit auf den Weg, den die inzwischen nach eigenem Bekunden bereits in das Gesetzgebungsverfahren zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) eingebracht hat. „Die Angehörigen wissen genau, welche Hilfe sie brauchen. Sie organisieren eine Vertretung, wenn sie selbst ausfallen oder eine Pause benötigen. Und sie rechnen nach, wofür das Geld der Pflegeversicherung reicht“, sagt Janssen. „Ob die Reform ihnen hilft, zeigt sich in ihrem Alltag. Deshalb müssen wir bei den Beratungen genau hinhören.“

Ein Anliegen ist die Absicherung von Menschen, die im Rentenalter Angehörige pflegen. „Die Flexirente soll für Rentner in Regelaltersgrenze gestrichen werden“, schildert Anne Philipp. „Sie war bislang die einzige Vergütung, die wir Pflegenden bekommen haben – und wir betreuen unsere Angehörigen 24 Stunden lang an sieben Tagen in der Woche.“

Klarheit herbeiführen

Janssens Haltung dazu: „Wer mit einer kleinen Rente auskommen muss und zugleich einen Angehörigen versorgt, kann zusätzliche Einbußen kaum auffangen. Hier brauchen wir Klarheit darüber, wen die Regelung trifft und wie diese Menschen geschützt werden können.“

Weitere Fragen betreffen die geplante Zusammenfassung bisheriger Pflegeleistungen in neuen Budgets. Wie viel Geld bleibt einer Familie tatsächlich? Janssen hat um Berechnungen für Haushalte gebeten, die bisher Pflegegeld mit Verhinderungspflege und Pflegehilfsmitteln kombinieren. Geklärt werden soll auch, wie flexibel die Budgets eingesetzt werden können und wie eine geplante Auszeit der Hauptpflegeperson künftig bezahlt werden kann – gerade bei privat organisierter Vertretung.

Sorgen der Selbsthilfegruppe

 „Eine Pause darf nicht erst möglich sein, wenn jemand vor Erschöpfung zusammenbricht“, so die Abgeordnete. „Wer täglich für einen anderen Menschen da ist, braucht zwischendurch Zeit für sich. Dafür muss eine verlässliche Vertretung finanzierbar sein.“ Die Sorge der Selbsthilfegruppe:  Die „private Verhinderungspflege“ soll  künftig über verschiedene Töpfe abgerechnet werden, etwa über ein Entlastungsbudget (jetzt Pflegegeld) oder ein Sozialraum-Budget (jetzt Entlastungsbetrag). Die Betroffenen befürchten, dass sich für sie daraus Verschlechterungen ergeben. 

Eine weitere Sorge, die Anne Janssen aufgenommen hat, zielt auf den geplanten Wegfall von Ansparmöglichheiten von Mitteln. Sinnvoll sei das unter anderem, weil anerkannte Unterstützungsangebote gerade im ländlichen Raum nicht überall regelmäßig zur Verfügung stehen. Janssen möchte prüfen lassen, ob nicht verbrauchte Beträge begrenzt übertragen werden können und ob das Budget weiterhin Eigenanteile in der Tages- und Nachtpflege mindern kann.
 „Wenn vor Ort niemand helfen kann, bleibt der Bedarf trotzdem bestehen“, sagt Janssen. „Familien müssen Geld für einen späteren Einsatz zurücklegen können. Sonst verfällt Unterstützung, die sie dringend brauchen.“

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Tennis: Wangerländer starten mit Siegen in Wintersaison

Hooksiel (3. 11. 2026) – Viel besser hätte der Auftakt der Wintersaison für die Tennisspieler des SC Wangerland nicht laufen könnten. Am Sonntag gewannen die Herren ü-50 Ihr Heimspiel gegen den Blexer TB mit 4:2. Und die Herren ü-60 konnte sich zeitgleich in ihrem Auswärtsspiel beim Wilhelmshavener THC ebenfalls mit 4:2 durchsetzen.

Gemeinsames Gruppenbild der Herren ü-50 nach dem Sieg des SC Wangerland beim WTHC (von links, stehend) Gerd Abeldt (SCW), Markus Fricke, Maik Brunken, Thomas Weber (alle WTHC), Thorsten Csikos (SCW), Heiko Schmaljohann (WTHC) und Ingo Corning (SCW). Davor (v. l.) Jens Trännapp (WTHC) und Mirko Ortmanns (SCW). Foto: WTHC

Damit war nicht unbedingt zu rechnen, da einige Aktivposten der Wangerländer krankheitsbedingt passen mussten, so dass beide Teams lediglich mit vier Akteuren antreten konnten. Bei der ü-60 stellten Thomas Otte (6:1/6:4), Robert Meints (6:4, 6:3) und Harald Fischer (7:5, 6:4) mit ihren Siegen in den Einzelpaarungen die Weichen auf Erfolgskurs. Den vierten Sieg steuerte das Doppel Otte/Meints (6:1/6:1) bei. Niederlagen einstecken mussten Helmut Petermann im Einzel (3:6/0:6) sowie das Doppel Fischer/Petermann (3:6, 3:6).

Bei den ü-50-Herren stand es nach den Einzeln 2:2 unentschieden. Die Siege für die Wangerländer fuhren Mannschaftsführer Mirko Ortmanns an Position 2 (6:1, 6:2) und Ingo Conring an Position 4 (6:2, 6:0) ein. Spitzenspieler Thorsten Csikos verlor sein Spiel knapp im Matchtiebreak (2:6, 6:1, 6:10). Gerd Abeldt an Position drei hatte keine echte Siegchance (4:6, 0:6). Den Ausschlag gaben die Doppel, die Csikos/Ortmanns (6:0, 6:3) und Abeldt/Conring (6:0, 6:4) souverän gewannen.

Am nächsten Spieltag in drei Wochen empfängt die ü-50 in ihrem Heimspiel in der Tennishalle in Varel den TV Varel. Die ü-60 muss erst in vier Wochen wieder ran. Auf dem Spielplan steht dann ein Auswärtsspiel beim TSV Beverstedt.

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Lebensqualität durch künstliche Gelenke für Knie und Hüfte

Sande/Wangerland (3. 11. 2026) – Am Dienstag, 10. November, setzen die „Friesland Kliniken“ ihre Reihe der Patientenvorträge fort. Der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Dr. Peter Bichmann, wird von 18 bis 19.30 Uhr im Bistro des Nordwest-Krankenhauses Sanderbusch (NWK) die Möglichkeiten der endoprothetischen Versorgung erläutern. Eingeladen zu der kostenlosen Veranstaltung sind Patientinnen und Patienten sowie die interessierte Öffentlichkeit. Um eine Anmeldung im Bildungszentrum wird gebeten (Telefon 04422 80-1837 oder per Mail an bildungszentrum@friesland-kliniken.de).

Künstliche Gelenke für Knie und Hüfte bieten in einer älter werdenden und einer von zunehmendem Bewegungsmangel geprägten Gesellschaft immer mehr Menschen die Möglichkeit, Lebensqualität und Mobilität zu erhalten oder zurückzugewinnen. Die „Friesland Kliniken“ haben in diesem Fachbereich mit ihrem zertifizierten „Endoprothetischen Zentrum der Maximalversorgung“ eine überregionale Anziehungskraft.

Rund 1.000 Betroffene werden jährlich mit künstlichen Hüften oder Knien im NWK Sanderbusch versorgt. Bevor es zur Operation kommt, werden aber alle möglichen konservativen Behandlungsformen ausgeschöpft, betont Bichmann. Daneben stehen vor allem Operationstechniken sowie die Varianten und Weiterentwicklung der Endoprothetik im Fokus des Informationsabends.  

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Neuer Bürgermeister gibt Startsignal für Debatte über Zukunft der WTG

Wangerland (2. 11. 2026) – Im Wangerland hat heute ein neue Ära begonnen. Thies Fischer hat sein Amt als Bürgermeister angetreten. Der 25-Jährige ist der jüngste Hauptverwaltungsbeamte in der Gemeindegeschichte, vielleicht der jüngste in ganz Niedersachsen. Er tritt die Nachfolge von Mario Szlezak an, der an seinem letzten Arbeitstag am vergangenen Freitag von den freiwilligen Feuerwehren von zu Hause nach Hohenkirchen gebracht und dort von den Kolleginnen und Kollegen im Rathaus nach fünf Jahren im Amt verabschiedet worden war.

Der neue Bürgermeister ThiesFischer an seinem Arbeitsplatz im Rathaus in Hohenkirchen. Foto: hol

„Mario ist ein fairer Sportsmann“, lobt Fischer. Der SPD-Politiker habe sich mit ihm, dem CDU-Politiker, zweieinhalb Stunden lang zusammengesetzt und ihn in den Stand sämtlicher laufender Projekte der Gemeinde eingeführt. „Das ist keineswegs selbstverständlich.“

Bürgermeister für alle Wangerländer

Fischer hatte sich bei der Stichwahl am 27. September gegen Szelzak mit fast 70 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Er steht damit für die kommenden acht Jahre an der Spitze der Gemeinde. Ein Vertrauensvorschub, den der studierte Diplom-Finanzwirt als Auftrag für Veränderung wertet. „Ich werde ein Bürgermeister für alle Wangerländer sein, unabhängig davon, welches Parteibuch sie haben.“ Dazu gehöre auch, dass er mit allen Fraktionen im Rat vertrauensvoll zusammenarbeiten wolle. 

Fischer ist in Middoge aufgewachsen. Kommunalpolitisch hat er sich bislang vornehmlich in der Parteiarbeit engagiert. Seit 2022 steht er an der Spitze des CDU-Kreisverbandes Friesland. Sein Amt als Vorsitzender des Gemeindeverbandes der Partei hatte er mit Blick auf die anstehende Wahl in diesem Jahr niedergelegt. Beruflich war Fischer beim Finanzamt Wilhelmshaven beschäftigt. Für die Tätigkeit im Wangerland als „Beamter auf Zeit“ hat er sein Beamtenverhältnis beim Land Niedersachsen auf Lebenszeit aufgeben. Seine Devise: „Entweder ganz oder gar nicht.“

Bauhof erster Anlaufpunkt

Seit dem Wahlabend hat sich Fischer noch einmal besonders intensiv auf seine neuen Aufgaben vorbereitet. Dazu gehörten erste Gespräche mit künftigen Mitarbeitern und den Fraktionsvorsitzenden, die Vorstellung bei seinen beiden Vorzimmerdamen und das Lesen von Vorschriften, Akten und Berichten. Heute früh um 7 Uhr hat sich der neue Chef bei den Mitarbeitern im Bauhof der Gemeinde vorgestellt. Ab 8 Uhr folgten weitere Gespräche im Rathaus.

Fischer hat sich für die ersten 100 Tage im Amt einiges vorgenommen. Zunächst gehe es um eine Bestandsaufnahme und um die Personalsituation im Rathaus. Zuversichtlich zeigte sich der Bürgermeister im Gespräch mit „Hooksiel-Life“, dass die unter anderem durch den Wechsel des bisherigen Bauamtsleiters und allgemeinen Vertreters des Bürgermeistern, Peter Podein, zur Stadt Schortens entstandene Lücke in der Bauverwaltung kurzfristig geschlossen werden kann.

Gespräche mit allen Fraktionen

Dazu, wen er dem Rat als seinen allgemeinen Vertreter vorschlagen wird, hielt sich Fischer noch bedeckt. Zunächst einmal solle sich am morgigen Dienstag der neue Gemeinderat konstituieren. Das Klima bei der Vorbesprechung zur Vergabe der Ausschuss-Vorsitze bewertet Fischer als angenehm. Er gehe davon aus, dass die Bildung von Gruppen im Rat nicht zu einer Verkrustung von Machtverhältnissen führen wird. „Ich werde durch regelmäßige Gespräche mit allen Fraktionen versuchen, möglichst viele einvernehmliche Entscheidungen auf dem Weg zu bringen und dabei auch um Verständnis für die Haltung der Verwaltung zu werben.“

Im Wahlkampf hatte sich Fischer für mehr Bürgerservice ausgesprochen. „Die Verwaltung ist für die Bürger da – und nicht umgekehrt.“ Ein erster Schritt in diese Richtung soll eine Ausweis-Abholstation sein, damit vor allem berufstätige Bürger nicht auf die Öffnungszeiten des Rathauses angewiesen sind. Ab 2027 werde es regelmäßige Bürgermeister-Sprechstunden geben – im Rathaus, aber auch einmal jährlich vor Ort in den Dörfern im Gemeindegebiet.

Zukunft der WTG klären

Umgehend anschieben will Fischer die seiner Ansicht nach längst überfällige Debatte über die künftige Struktur und Ausrichtung der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG). Die WTG ist bekanntlich insolvent. Die finanzielle Sanierung des Unternehmens soll durch den Verkauf zahlreicher Immobilien erfolgen. Wie groß die WTG der Zukunft sein wird, mit wie viel Personal sie welche Aufgaben übernehmen soll, ist noch offen. „Wir müssen die Debatte darüber noch im November beginnen“, so Fischer. Dabei gehörten neben Vertretern der Kommune auch touristische Leistungsträger aus Hotellerie, Gastronomie und dem Vermietungsgewerbe mit an den Tisch. „Denkverbote darf es nicht geben.“

Der Bürgermeister ist nach Gesprächen mit den Verantwortlichen für die WTG zuversichtlich, dass die Insolvenz zeitnah beendet werden kann. Allerdings: Sollten die erhofften Immobilienverkäufe wie geplant über die Bühne gehen, sei wiederum die Gemeinde gefragt, die für die Bauleitplanung zuständig ist, die erst den Weg für neue Investitionsvorhaben frei machen würde.

Ehrlichkeit und Transparenz

Fischer geht davon aus, dass es dabei auch zu schwierigen Diskussionen und Entscheidungen kommen kann. Als Verwaltungschef will er diese mit größtmöglicher Ehrlichkeit und Transparenz vorbereiten. Dazu gehört für den CDU-Politiker auch, das bislang unter Verschluss gehaltene Gutachten eines Bausachverständigen zum Thalasso-Desaster so schnell wir möglich öffentlich zu machen. Bekanntlich hatte der Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) mit einer Kostensteigerung von geplanten 8,8 auf erwartete 23 Millionen Euro die WTG-Krise ausgelöst.

Die Sanierung der WTG hätte auch für die Gemeinde selbst große Bedeutung. Sollte das Unternehmen wieder zahlungsfähig werden, könnte der Kämmerer darauf hoffen, dass Kredite in Höhe von mehreren Millionen Euro ins Rathaus zurückfließen.

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Trotz Krisen, Kriegen und Umbrüchen: Christen dürfen hoffen

Wangerland (2. 11. 2026) – Kriege, Flüchtlingskrise, politische Umbrüche. „Die Welt ist unübersichtlicher geworden“, stellte Thomas Adomeit , Bischof der ev.-luth. Landeskirchen Oldenburg, am Samstag in seiner Predigt zum Reformationstag in der katholischen St.-Marien-Kirche in Schillig fest. Aber die Probleme dürften nicht das letzte Wort haben.

Gestaltete gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst zum Reformationstag in der St.Marien-Kirche in Schillig : (von links) Pfarrer Andreas Bolten, Bischof Thomas Adomeit, Pfarrer Lars Bratke und Diakon Friedo Eilts. Foto: hol

„Reset Hoffnung“ – so lautete das Motto es Reformationstages. Hoffnung war dann auch das Leitthema des gut besuchen Gottesdienstes, der von evangelischen und katholischen Geistlichen gemeinsam gestaltet und vom Organisten Axel Scholz musikalisch umrahmt wurde. Wie wichtig das Thema aktuell ist, wurde auch in der anschließenden, vom Diakon Fredo Eilts moderierten Gesprächsrunde in der ev.-luth. St.-Nikolai-Kirche deutlich, in der sich rund 80 Christen über Sorgen und Nöte von Gesellschaft und Kirche austauschten.

Nachdem der katholische Pfarrer Lars Bratke den Gottesdienst eröffnet hatte, unterstrich Pfarrer Andreas Bolten, Leiter des Pastoralen Raumes Wilhelmshaven, das es bei allen Unterschieden zwischen katholischer und evangelischer Kirche eine Fülle von Gemeinsamkeiten gebe. „Wir brauchen diesen Werte-Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“

Adomeit verwies darauf, dass in einer von Krisen und Umbrüchen geprägten Welt auch der Umgangston in der Gesellschaft rauer geworden sei. Das spüre auch Kirche. Die Mitgliederzahlen seien weiter rückläufig, so dass sich die Frage nach der Zukunft der Kirche stelle.

Aber es gebe im Leben – anders als auf einem Computer – keine Reset-Taste, die man drücken kann, um Vergangenes ungeschehen zu machen und Probleme zu lösen. „Aber die Probleme dürfen nicht das letzte Wort haben“, mahnte der Bischof. Für Christen gebe es die Hoffnung auf Gott. Die Probleme dürften nicht zum Maßstab allen Handelns werden, schon gar nicht, wann dadurch Menschen herabgewürdigt oder klein gemacht werden sollen. Adomeit: „Jeder Mensch ist kostbar!“

Hooksieler begrüßen ihr Gäste im Nordseebad auf Plattdeutsch

Hooksiel (2. 11. 2026) – Die neuen Segel hängen. Das Nordseebad Hooksiel empfängt seine Gäste künftig am Sengwarder Anteil mit einem kräftigen: „Moin. Wi begröten uns Gäst“ – und zwar in weißer Schrift auf blauer Segelplane. 

Installierten gemeinsam die neuen Begrüßungssegel am Segwarder Anteil: (von links) Frank Müller, Wolfgang Ademes, Tobias Geisen und darüber Thomas Leimkühler. Foto: hol

Die im Spätsommer Verein für Handel. Handwerk und Gewerbe (HHG) und dem Seebadeverein Hooksiel gemeinsam auf den Weg gebrachte Aktion, wurde am Wochenende abgeschlossen. HHG-Vorsitzender Tobias Geisen sowie Frank Müller, Wolfgang Ademes und Thomas Leimkühler vom Seebadeverein Hooksiel surrten zusammen zwei von einer Segelmacherei angefertigte Planen an dem stilisierten Metall-Segelboot am Straßenrand fest. Sie ersetzen die verwitterten Vorgängermodelle, die einst vom HHG finanziert worden waren.

Initiator für die Neuanschaffung war Frank Müller, der beim Seebadeverein den Arbeitskreis Infrastruktur leitet. HHG und Seebadeverein teilen sich die Kosten für die Neuanschaffung.

Nicht ganz einfach war die Auswahl der plattdeutschen Ansprachen: „Wie begröten uns Gäst“ und auf der Rückseite als Abschiedsgruß „Holl di munter“ und „Besöökt uns bad weer“. Ist das wirklich richtiges Platt?

Auf diese zu erwartende Debatte haben sich die Macher vom Seebadeverein gut vorbereitet. „Die plattdeutschen Texte sind mit dem Plattdeutsch-Beauftragten des Landkreises Friesland, Hermann Wilken, und auch mit dem Institut für plattdeutsche Sprache in Oldenburg abgestimmt“, sagt Müller. Damit dürfte man allen potenziellen Kritikern den Wind aus den Segeln genommen haben. 

Noch Restkarten für Veranstaltung „Hooksiel tanzt“

Hooksiel (2. 11. 2026) – Auch Kurzentschlossene haben noch eine Chance, Karten für die Veranstaltung „Hooksiel tanzt“ zu bekommen. Wie die Organisatoren vom Verein „De Hooksieler“ mitteilen, sind noch ein paar wenige Karten beim Kiosk Dekena erhältlich. Kostenpunkt: 15 Euro.

Getanzt wird am Samstag, 7. November, ab 19.39 Uhr in der Eventscheune Langenhorst im Gewerbegebiet. Einlass ist ab 19 Uhr. Neben dem musikalischen Programm, für das ein Discjockey sorgt, werde es wieder eine Verlosung geben. Auf ein Essenangebot habe man in diesem Jahr verzichtet, da die Nachfrage nach Bockwurst, Laugenstangen und Frikadellen im vergangenen Jahr sehr schleppend lief, so Anke Müller von „De Hooksieler“.