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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Überland will jetzt Stromnetz und Wasserleitungen ausbauen

Hooksiel (19. 10. 2026) – Die erste Saison auf dem Nordsee-Campingplatz Hooksiel unter der Führung von „Überland Camping“ ist beendet. Auf der Agenda des privaten Betreibers, der den Platz zu Jahresbeginn von der insolventen Wangerland Touristik GmbH übernommen hatte, standen unter anderem Investitionen in die Infrastruktur, die Neuordnung der Stellplätze nach Dauercampern und Saisoncampern und das Ende des FKK-Campings ab 2027. „Hooksiel-life“ hat vor diesem Hintergrund einige Fragen an „Überland Camping“ gestellt.

Die Saison 2026 auf dem Nordsee-Campingplatz ist beendet. Am Wochenende reisten die letzten Camper ab. Bekanntlich muss der vor dem Deich direkt am Wattenmeer liegende Platz mit Beginn der Sturflutsaison geräumt werden. Foto: hol

Betreiber mit Campingsaison zufrieden

Frage: Wie ist Überland Camping mit dem Saisonverlauf in Hooksiel zufrieden? Welche der zu Saisonbeginn geplanten Investitionen und Verbesserungen auf dem Platz konnten umgesetzt werden?Überland Camping: Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Campingsaison 2026 am Nordsee Campingplatz Hooksiel und konnten viele unserer geplanten Neuerungen erfolgreich umsetzen. Ein neuer Abenteuerspielplatz mit Leuchtturm und Kletterwelt, ein großes Hüpfkissen sowie ein Indoorspielplatz sorgen ab sofort für noch mehr Abwechslung bei unseren jungen Gästen. Zudem wurden ein Sanitärgebäude modernisiert, eine Minigolfanlage realisiert und eine neue Sommerlounge geschaffen.

Frage: Hält die Überland-Gruppe an den konzeptionellen Neuerungen – zum Beispiel dem FKK-Aus ab der nächsten Saison – fest?
Überland Camping: Ja, an der Ausrichtung und den Plänen für die Saison 2027 hat sich nichts geändert. Wir halten wie geplant an der konzeptionellen Neuausrichtung fest, die sehr positiv von unseren Gästen aufgenommen wird. Das zeigt sich in Rückmeldungen vor Ort wie auch im Netz.

Verbundenheit mit dem Standort

Frage: Konnten bisherige FKK-Camper als Textilcamper gewonnen werden?
Überland Camping: Ja, von den bisherigen FKK-Saisoncampen konnten wir eine Vielzahl überzeugen, auch im kommenden Jahr als Textilcamper bei uns zu bleiben. Das freut uns sehr und zeigt die hohe Verbundenheit mit dem Standort Hooksiel und unserem Nordsee Campingplatz Hooksiel.

Ein Abenteuerspielplatz mit Leuchtturm und Kletterwelt gehört zu den gelungenen Neuerungen auf dem Nordsee Campingplatz. Foto: hol

Frage: Wie läuft die Neuverteilung der Stellplätze für Dauercamper? Stellenweise soll es zu Doppelvergaben gekommen sein.
Überland Camping: Die Neuvergabe der Saisonplätze ist weit fortgeschritten. Wir freuen uns aber weiterhin über neue Camper. In einigen wenigen Fällen kam es systembedingt zu Doppelvergaben. Diese haben wir gemeinsam mit allen Beteiligten einvernehmlich gelöst.

Frage: Überland Camping wirbt derzeit um Dauercamper. Lag die Zahl der Saisoncamper unter den Erwartungen?
Überland Camping: Nein, die gezielte Bewerbung sowohl von touristischen Plätzen als auch von Saisonplätzen gehört zu unserem regulären Vorgehen. Der Herbst und der Winter sind ideal geeignet, um das Thema Saisoncamping rechtzeitig vor der neuen Saison bei Interessierten zu platzieren und Plätze vorausschauend zu vergeben.

2027 „Kids Club“ und Kettcar-Bahn

Frage: Was ist mit Blick auf die Saison 2027 an Investitionen geplant? Sind für 2027 sonstige Neuerungen vorgesehen?
Überland Camping: In diesem Winter steht die Modernisierung der Infrastruktur im Mittelpunkt:
Strom: Wir modernisieren das Stromnetz, damit künftig 16 Ampere an den Stellplätzen zur Verfügung stehen. Leitungen: Die Wasser-, Abwasser- und Regenwasserleitungen werden instandgesetzt bzw. ausgebaut. Wohnmobilhafen: Der Wohnmobilhafen an der Ostdüne wird modernisiert und digitalisiert.

Auch für Spiel und Spaß ist gesorgt. Ab der kommenden Saison gibt es einen „Kids Club“ und eine Kettcar-Bahn. Die Kettcars können schon jetzt an der Rezeption ausgeliehen werden.

Frage: Stehen die Preise für 2027 bereits fest?
Überland Camping: Ja, die Preislisten für die Saison 2027 stehen bereits fest. Die Tarife und Konditionen sind seit mehreren Wochen transparent auf unserer Website einsehbar.

Neuer Höchststand bei Zahl der beobachteten Zugvogel-Arten

Horumersiel (19. 10. 2026) – Mit dem großen Zugvogelfest im Gästehaus Horumersiel sind die 18. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer am Sonntag zu Ende gegangen. Neun Tage stand der Vogelzug im Fokus: Mehr als 300 Veranstaltungen entlang der niedersächsischen Küste und auf den Inseln luden Einheimische und Gäste dazu ein, Zugvögel zu beobachten, ihre außergewöhnlichen Leistungen kennenzulernen und die Bedeutung ihrer Rast-, Brut- und Überwinterungsgebiete zu entdecken. Insgesamt nutzten nach Angaben der Nationalparkverwaltung über 13.000 Teilnehmende das Angebot, davon rund 2.500 Kinder. 

Voller Kursaal (nicht nur) bei der großen Verlosung.Foto: Michael Räder / NLPV

Im Mittelpunkt der diesjährigen Zugvogeltage standen die Küstenseeschwalbe als Titelvogel und Namibia als Partnerland. Die Küstenseeschwalbe verbindet das Wattenmeer mit Regionen im südwestlichen Afrika und darüber hinaus: Auf ihren jährlichen Zügen legt sie rund 90.000 Kilometer zurück. Namibia ist mit bedeutenden Rastgebieten wie Walvis Bay und Sandwich Harbour eine wichtige Station für Zugvögel auf dem Ostatlantischen Zugweg.

Zugvogelfest gut besucht

Das Zugvogelfest in Horumersiel bot zum Abschluss ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen. An Informationsständen, bei Vorträgen und Mitmachangeboten konnten über 900 Besucher Wissenswertes über den Vogelzug, den Nationalpark und Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung erfahren. Ferngläser, Spektive und Kameras konnten mit fachkundiger Beratung ausprobiert werden.

Fachvorträge widmeten sich der Küstenseeschwalbe, dem 40-jährigen Jubiläum des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, der Wahl der passenden Beobachtungsoptik sowie der Entwicklungszusammenarbeit in Namibia. Das Programm bot auch für Kinder vielfältige Erlebnisse – vom Bilderbuchkino über Bastelangebote bis zur „Wattpolizei“. 

200 Kinderbilder

Zudem war auch die Kinderaktion in diesem Jahr ein besonderer Anziehungspunkt beim Zugvogelfest. Die über 200 eingereichten Bilder zum Motto „Eine lebenswerte Welt für Vögel“ wurden im Kleinen Kursaal ausgestellt und zeigten die kreativen Ideen der jungen Teilnehmer. 

Ein sportlicher Höhepunkt der Zugvogeltage mit mehreren Rekorden war erneut der Aviathlon. Dabei traten Küstenregionen in einem Wettbewerb um die meisten beobachteten Vogelarten gegeneinander an. Norderney konnte mit 180 beobachteten Arten einen neuen Regionen-Rekord aufstellen. Insgesamt wurden 221 Arten beobachtet, auch das ist ein neuer Höchststand. Zu den erstmals im Rahmen des Aviathlon beobachteten Arten gehören Tannenhäher, Gleitaar, Temminckstrandläufer und Waldlaubsänger.

Verantwortung fürs Wattenmeer

„Der Aviathlon zeigt eindrucksvoll, wie artenreich das Wattenmeer und die angrenzenden Küstenlandschaften sind“, sagt Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. „Jede Beobachtung steht zugleich für die besondere Verantwortung, die wir für diese Lebensräume tragen. Zugvögel sind auf ein Netzwerk geeigneter Rast-, Brut- und Überwinterungsgebiete angewiesen – bis nach Namibia und darüber hinaus. Der Schutz des Wattenmeers ist deshalb immer auch internationaler Naturschutz.“ 

Die Vorbereitungen für die nächsten Zugvogeltage beginnen bereits. Die 19. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer finden vom 9. bis 17. Oktober 2027 statt.

Unbekannte haben auf Parkplatz KFZ-Kennzeichen gestohlen

Hooksiel (18. 10. 2026) –  Unbekannte haben auf dem Parkplatz in Höhe des FKK-Strandes an der Bäderstraße die Kennzeichen eines geparkten Pkw entwendet. Der  Diebstahl soll sich am Samstag, 17. Oktober, im Zeitraum von 10.30 Uhr bis 15 Uhr  ereignet haben. Die Polizei bittet  Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter  Telefon 04461/7449-0 mit der Polizei Jever in Verbindung zu setzen. 

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Abschied vom FKK-Camping mit Tränen in den Augen

Hooksiel (18. 10. 2026) – An diesem Sonntag endet vor den Deichen des Wangerlandes nicht nur eine Saison. Es endet eine Ära. Auf dem Nordsee Campingplatz in Hooksiel gibt es künftig keinen FKK-Bereich mehr. Der letzte Nudisten-Campingbereich an der Nordseeküste schließt seine Tore.

In Hooksiel endet eine Ära

Klaus Fischer, langjähriger 2. Vorsitzender des Naturistenbundes Wilhelmshaven-Friesland (NBWF), ist immer noch enttäuscht über die Entscheidung der Überland-Gruppe, die Anfang 2026 den Platz von der insolventen Wangerland Touristik GmbH (WTG) übernommen hat: „Hier gehen Lebensträume kaputt – und das ohne Not.“

Die Wahl-Hooksieler Christa Batke und Klaus Fischer sind enttäuscht. Aus ihrer Sicht hätte der FKK-Bereich auf dem Nordsee Campingplatz Hooksiel auf verringerter Fläche gut weiterbetrieben werden können. Foto: hol

Die Überland-Gruppe hatte ihre Entscheidung mit betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Überlegungen für den Großcampingplatz mit insgesamt 1500 Stellplätzen begründet. Bislang waren 412 Stellplätze den Nudisten vorbehalten. Davon waren aber zuletzt nur noch gut 120 Plätze von Saisoncampern belegt.

Kein Kompromiss möglich

Fischer (73) und seine Lebenspartnerin Christa Batke beklagen die mangelnde Kompromissbereitschaft der Platzbetreiber. „Man hätten den FFK-Teil einvernehmlich deutlich verkleinern können“, sagt Fischer. Und Christa Batke, Schriftführerin im NBWF, ergänzt: „Unsere Mitglieder wären auch bereit gewesen, angekleidet ins Waschhaus zu gehen.“ Aber bei Überland habe man davon nichts hören wollen. Selbst eine Petition mit über 1000 Unterschriften gegen die Schließung des FFK-Campingplatzes habe keine Wirkung gezeigt.

„Die Geschäftsführung hat uns schon im Frühjahr gesagt: Die Entscheidung steht!“ Das war aus Sicht von Batke und Fischer zu wenig, auch wenn Überland den Betroffenen neue Dauer-Stellplätze angeboten habe. „Für viele unserer Mitglieder war Hooksiel über Jahrzehnte so etwas wie die zweite Heimat“, so Fischer. Ein Großteil orientiere sich jetzt um, beispielsweise zu FKK-Stellplätzen im Binnenland. 

Vegetarier und Nichtraucher

Die Geschichte des 1952 gegründeten Naturistenbundes ist untrennbar mit Hooksiel verbunden. In dem Sielort sollen sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts Menschen ohne Badeanzüge auf einsamen Wiesen am Watt getummelt haben. Wie Heimatkundler Hans Ney einst berichtete, soll es sich bei den Naturisten der ersten Stunden überwiegend um Vegetarier und Nichtraucher gehandelt haben. In den 1950/60er Jahren gab es einen Nacktbadestrand in Höhe der heutigen Trabrennbahn. Dort, in der Nähe der „Muschel“, hätten sich seinerzeit zehn FKK-Anhänger getroffen und den Naturistenbund Wilhelmshaven-Friesland gegründet.

Der Bund mit seinen rund 250 Mitgliedern habe auch nach Inbetriebnahme des Nordsee-Campingplatzes vor dem Deich Mitte der 1970er Jahre eng und durchweg gut mit der Wangerland Touristik zusammengearbeitet. Der Campingplatz wurde zum Vereinsgelände. In einem der Servicegebäude befand sich Räume für Zusammenkünfte und eine Werkstatt für Gerätschaften aller Art. Zuletzt wehte die FKK-Flagge auf dem Platz auf Halbmast (Foto: NBWF).

„Die Naturisten haben sich in Absprache mit der WTG intensiv mit in die Platzpflege eingebracht“, so Fischer, der dem NBWF schon seit 45 Jahren angehört. Im Gegenzug erhielten die Mitglieder Vergünstigungen. Hinzu kamen Vereinsaktivitäten etwa beim Platzaufbau, bei Oster- und Pfingstfesten oder auch gemeinsame Essen oder Ringtennis-Spiele. Ziel sei die Stärkung des sozialen Miteinanders gewesen. 

Spenden für DLRG und DGzRS

Der Beschluss zur Auflösung des Vereins fiel bereits Anfang September. Entschieden werden musste auch, wie das Vereinsvermögen verwendet wird. Nach den Worten von Fischer finanziert der NBWF für all seine Mitglieder einen Ausweis für 2027 beim Deutschen Verband für Freikörperkultur (DFK) – eine Art Eintrittskarte für andere FKK-Campingplätze. Das Restguthaben soll der DLRG Ortsgruppe Wangerland und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gespendet werden. 

Der Naturistenbund Wilhelmshaven-Friesland ist Geschichte. Die Mitglieder haben ihr Vereinsschild am Campingplatz abgesägt. Foto: NBWF

Zuletzt trafen sich gut 70 Mitglieder des NBWF zu einer Abschiedsfeier in den Vereinsräumen auf dem Campingplatz. Es gab Pizza und die Band „Hey Brothers“ machte Musik. Die Stimmung sei – unabhängig vom traurigen Anlass – hervorragend gewesen, berichtet Christa Batke. „Bei der Abschiedsrede von Klaus ist dann die eine oder andere Träne geflossen.“

Auch Christa Batke und Klaus Fischer haben sich schweren Herzens entschieden, Hooksiel ade zu sagen. 2027 will das Paar ausgiebig durch Deutschland reisen und sich andere Campingplätze anschauen. Ihrem Stellplatz direkt am Rande des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer werden sie sicher noch eine Weile nachtrauern. Allerdings: „Wenn wir hier geblieben wären, hätten wir im nächsten Jahr 600 Euro mehr zahlen sollen“, so Klaus Fischer. „Das sehe ich gar nicht ein. Überland sieht uns nie wieder.“

Wangerland Touristik Thalassa
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Neue Rektorin wirbt für Hochbegabten-Förderung und Umbau des Schulhofs

Hooksiel (16. 10. 2026) – Die Grundschule Hooksiel hat eine neue Schulleiterin. Die Landesschulbehörde hat Johanna Schemering mit Wirkung zum 1. Oktober zur neuen Rektorin ernannt. Die 39-jährige Hooksielerin, die die Schule bereits seit den Sommerferien kommissarisch geleitet hat, tritt damit die Nachfolge von Peter Nußbaum an, der die Schule im Frühjahr dieses Jahres auf eigenen Wunsch verlassen hatte.

Ist stolz auf ihre Ernennung zur Rektorin: Die neue Leiterin der Grundschule Hooksiel, Johanna Schemering. Foto: hol

„Für mich geht ein Lebenswunsch in Erfüllung“, sagte Johanna Schemering (geborene Donker) im Gespräch mit „Hooksiel-life“. Die Mutter von zwei Kindern ist in Hooksiel geboren und aufgewachsen. Nach der Grundschule besuchte sie die Cäcilienschule in Wilhelmshaven und studierte nach dem Abitur in Vechta und Oldenburg auf Lehramt für die Fächer Deutsch und Sport.

Selbst in Hooksiel zur Schule gegangen

„Als ich hier zur Schule ging, war noch Renate Mörgenthaler Schulleiterin und die kürzlich verstorbene Elfriede Janßen meine Klassenlehrerin“, erinnert sich die Pädagogin. „Ich bin stolz darauf, in ihrer Nachfolge zu stehen.“

Johanna Schemering ist eine erfahrene Lehrerin. Ihr Referendariat machte sie an der Grundschule Tettens. Danach arbeitete sie als Lehrerin an der Grundschule Hohenkirchen, an der sie bis zur Geburt ihres zweiten Kindes drei Jahre lang auch als Schulleiterin fungierte.

Nach der Erziehungszeit wurde sie 2024 nach Hooksiel abgeordnet. Damals war noch nicht abzusehen, dass die Leitungsstelle bald frei werden würde. Nach Rücksprache mit dem Kollegium habe sie sich dann auf die Stelle beworben.

„Schule muss allen Spaß machen“

Die verlässliche Grundschule Hooksiel mit Ganztagsangeboten für Erstklässler sei rundum gut aufgestellt. Neun erfahrene Lehrkräften und eine Referendarin unterrichten hier aktuell sechs Klassen. „Wir haben genug Klassenräume, eine eigene Turnhalle und einen Sportplatz in der Nähe“, so Schemering. Dennoch habe sie sich vorgenommen, das pädagogische Angebot und die bauliche Situation der Schule weiter zu verbessern. Dabei setze sie auf die Unterstützung ihres Kollegiums, des engagierten Fördervereins der Schule und auf die Gemeinde Wangerland als Schulträger.

Das Motto der neuen Rektorin: „Die Schule muss allen Spaß machen!“ Das gelte gerade vor dem Hintergrund, dass das Ganztagsangebot in den nächsten Jahren für alle Jahrgangsstufen gelten soll. Wichtig sei ihr, dass auch die Grundschule Hooksiel eine Hochbegabten-Förderung bekommt, wie es sie etwa in Tettens schon gibt. Die neue Schulleiterin setzt zudem auf eine enge Zusammenarbeit mit der Bildungsregion, die zahlreiche sinnvolle Projekte unterstütze.

Neuer Eingangsbereich

Aktuell wird der Eingangsbereich der Schule so umgebaut, dass der Weg zu den Unterrichtsräumen verriegelt werden kann. Das sei wichtig, da zum Beispiel die Turnhalle nachmittags und abends auch von externen Gruppen genutzt wird. Und Kinder können sich künftig bei schlechtem Wetter im Foyer unterstellen.

Mit Blick auf den Ganztagsunterricht fehlen zusätzliche Räume fürs Differenzierungs-Angebote. Ebenso wichtig ist aus Sicht von Johanna Schemering die Umgestaltung des Schulhofes, der in Teilen einer Betonwüste gleiche. „Wir brauchen dringend mehr Grün auf dem Schulhof.“ Die Schulleiterin will hier zusammen mit Förderverein, Eltern und möglichen Sponsoren Ideen entwickeln, die dann im Verbund von Schule und Gemeinde umgesetzt werden sollen. Gemeinsam mit der Gemeinde würden außerdem Überlegungen angestellt, wie die Parkplatzsituation an der Schule entzerrt und die Nutzung des öffentlichen Fußweges quer über den Schulhof zumindest während der Pausen eingeschränkt werden könnten.

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Polizei: Ladendiebstahl an der Selbstbedienungskasse

Hooksiel (16. 10. 2026) – Selbstbedienungskassen gehören inzwischen in vielen Märkten zum Standart. Auch im Supermarkt an der Hooksieler Bäderstraße müssen Kunden ihre Waren nicht unbedingt aufs Laufband einer Kassiererin legen. Wer das System beherrscht, kann seinen Einkauf schon am Einkaufswagen einscannen. Ein weiterer Scan an der Selbstbedienungskasse und der Kunde kann per Bankkarte selbstständig den Einkauf bezahlen. Der dann ausgedruckte Bon dient als Türöffner für den Weg nach draußen.

Aber es gibt Einschränkungen. Beim Kauf von Zigaretten oder alkoholischen Getränken fordert das System eine Altersfreigabe durch einen Supermarkt-Mitarbeiter. Und natürlich werden auch immer wieder Kunden daraufhin kontrolliert, ob sie beim einscannen nicht das eine oder andere Produkt vergessen haben. Oder Kunden schlagen Alarm, weil sie mit den Anweisungen der Selbstbedienungskasse nicht klar kommen.

Soweit der normale Ablauf. Am gestrigen Mittwoch aber hatte wohl ein Kunde die Absicht, das System auszutricksen. So jedenfalls der Verdacht der Polizei, die von einem geplanten Ladendiebstahl ausgeht.

Gegen 15 Uhr passierte ein 38-jähriger Mann den Bereich der Selbstbedienungskassen, ohne die mitgeführten Waren zuvor zu bezahlen. Im Rahmen der anschließenden Befragung habe der Mann angegeben, dass er nicht gewusst habe, wie die Waren an der Selbstbedienungskasse eingescannt werden müssen. Auch wenn das der Fall gewesen sein mag, dürfte der Beschuldigte die Waren nicht ohne Bezahlung mitnehmen. Die Polizei nahm den Sachverhalt auf und hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Entscheidung über Hooksieler Strandumbau verzögert sich

Hooksiel (16. 10. 2026) – Die Entscheidung über den geplanten Umbau des Badestrandes in Hooksiel verzögert sich. Noch im Sommer war man im Rathaus in Hohenkirchen davon ausgegangen, dass die notwendigen Beschlüsse über die Finanzierung des um 16 Millionen Euro teuren Projektes aus dem Kohlestrukturfonds in diesem Herbst fallen könnte.

Der Hooksieler Badestrand soll durch den Bau eines massiven Deckwerks gesichert werden. Grafik: Machbarkeitsstudie

Inzwischen ist klar: Die erforderliche Zustimmung vom friesländischen Kreistag und dem Rat der Stadt Wilhelmshaven fällt voraussichtlich erst im Winter oder auch erst in 2027. In beiden Gremien stand das Thema noch nicht auf den Tagesordnungen. Da Kreistag und Rat sich im November erst einmal neu konstituieren, ist unklar, wann sich die politischen Gremien zu einer Entscheidungen in der Lage sehen.

Gemeinde noch zuversichtlich

Torsten Meuer, Leiter der Abteilung Bautechnik im Rathaus in Hohenkirchen, ist noch zuversichtlich, dass eine Entscheidung so rechtzeitig fällt, dass das erforderliche Planfeststellungsverfahren zügig anlaufen kann. Die Gemeinde habe die Ausschreibung für die Fachbüros für das Planfeststellungsverfahren soweit vorbereitet, dass sie sofort auf den Weg gebracht werden kann – sobald die Finanzierungszusage vorliegt. Die Wartezeit nutzte man dafür, die Antragsunterlagen weiter zu optimieren. Ein wichtiger Punkt dabei ist nach den Worten von Meuer die Prüfung, ob es auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten für das Projekt gibt. 

„Für die Befassung der Entscheidungsgremien des Kohlestrukturfonds müssen die Anträge ausgereift sein, das heißt über das Stadium einer reinen Projektskizze hinausgehen und einen detaillierten Planungsentwurf sowie nachvollziehbare Kostenschätzungen enthalten“, betont der Landkreis Friesland auf Anfrage von „Hooksiel-life“. Erst dann würden sich die Gremien des Strukturfonds und des Landkreises damit befassen.

Der Hooksieler Strand hat über die Jahre deutlich an Tiefe verloren. Inzwischen bedrohen die Fluten das Strandhaus 1. Archiv-Foto: hol

Bei der Gemeinde sieht man diesen Teil der Vorbereitung einer finalen Beschlussfassung als erledigt an. Eine über Monate unter Federführung des Hooksieler Ratsherrn Dieter Schäfermeier tagende Arbeitsgruppe hat bereits eine detaillierte Machbarkeitsstudie vorgelegt. 

Zustimmung aus Wilhelmshaven erforderlich

„Das Projekt Strandaufspülung in Hooksiel ist dem Rat der Stadt Wilhelmshaven bislang noch nicht vorgestellt worden“, teilt die Stadtverwaltung mit. Somit sei bislang auch keine Beschlussfassung möglich gewesen. „Eine Zustimmung des Rates ist jedoch zwingende Voraussetzung für eine mögliche Förderung eines Projektes aus Mitteln des Kohlestrukturfonds“.

Dass es in Wilhelmshaven bei vergleichbaren Projekten schnell gehen kann, hat der Rat der Stadt erst in dieser Woche bewiesen. So stimmte das Gremium auf einer Sondersitzung dem Ankauf von ehemals vom Chemiekonzern ICI genutzten Flächen auf dem Rüstersieler Groden Süd zu. 90 Prozent der Kosten von rund 35,5 Millionen Euro sollen aus Mitteln des Kohlestrukturfonds abgedeckt werden.

Massives Deckwerk geplant

Durch den geplanten Strandumbau soll der Hooksieler Badestrand dauerhaft gesichert werden, der in Höhe des Strandhauses 1 durch Strömung und Sturmfluten über Jahren gut 200 Meter an Tiefe verloren hat. Um den Strand dauerhaft zu sichern, soll ein massives, 680 Meter hohes Deckwerk gebaut werden.

Das Bauwerk aus vergossenen Wasserbausteinen würde sich vom Standhaus 1 in einem Bogen um Strandhaus 2 herum erstrecken. Es soll den dahinter liegenden Sand schützen und zugleich als Promenade zum Flanieren einladen. Treppendurchlässe würden den Weg zum Wasser und zum Watt barrierefrei ermöglichen.

Wangerland hat kein Geld

Der Badestrand gilt als Herzstück des touristischen Angebotes des Ortes. Zugleich wird er von vielen Bürgern aus Wilhelmshaven und Friesland als Naherholungsgebiet genutzt. Als ein Baustein für die Finanzierung liegt der Gemeinde Wangerland als Bauherrin bislang eine Förderzusage des Landes Niedersachsen über 3,5 Millionen Euro als Mitteln der Tourismusförderung vor. Die Restsumme müsste über den Kohlestrukturfonds finanziert werden, da der Haushalt der Gemeinde Wangerland keine Spielräume für eine Großinvestition bietet.

Der vom Bund mit insgesamt 157 Millionen Euro gespeiste Kohlestrukturfonds soll Infrastruktur-Projekte im Raum Wilhelmshaven und Umland ermöglichen, die die wirtschaftlichen Nachteile ausgleichen, die der Region durch den Ausstieg aus der Kohleverstromung entstehen. 

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Straße zischen Oldorf und Hohenkirchen wird saniert

Wangerland (16. 10. 2026) – Am Montag, 19. Oktober, beginnt die Sanierung der Kreisstraße 87 (Rudolfstätte/Poggenburg) zwischen Oldorf und Hohenkirchen. Betroffen ist ein rund 800 Meter langer Abschnitt. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf etwa 195.000 Euro. Sie werden vom Landkreis Friesland getragen.

Ab Montag Vollsperrung

Im Zuge der Arbeiten wird die Asphaltdeckschicht erneuert, um Schäden wie Risse, Versackungen und Schlaglöcher zu beseitigen. Die Sanierung ist Teil des vom Landkreis aufgelegten Programms zur Beseitigung von Winterschäden an Kreisstraßen.

Aus Gründen des Arbeitsschutzes ist die Sanierung nur unter Vollsperrung der Straße möglich. Anlieger können ihre Grundstücke größtenteils weiterhin erreichen, müssen jedoch insbesondere während der Fräs- und Asphaltierungsarbeiten mit kurzfristigen Einschränkungen rechnen. Schulbusse und Fahrzeuge des Rettungsdienstes können die Baustelle passieren.

Umleitung ist ausgeschildert

Eine Umleitung wird vor Ort ausgeschildert. Sie führt über die Landesstraßen 812 (Waddewarder Brücke), 810 (Schmidtshörn) und 809 nach Hohenkirchen beziehungsweise in umgekehrter Richtung. Der Einmündungsbereich der Kreisstraßen 87 und 89 in Oldorf ist ebenfalls von der Sperrung betroffen.

Sofern es nicht zu witterungsbedingten Verzögerungen kommt, sollen die Arbeiten Ende Oktober abgeschlossen sein. Geplant hat die Maßnahme die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich. Weitere Fahrbahn- und Radwegabschnitte sind ebenfalls Bestandteil des Programms und sollen noch saniert werden.

Der Landkreis Friesland bittet alle Verkehrsteilnehmer sowie die Anwohner um Verständnis für die Einschränkungen. Witterungsbedingte Änderungen im Bauablauf sind jederzeit möglich.

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Wangerländer Grüne gründen eigenen Ortsverein

Wangerland (15. 10. 20226) – „Das Wangerland kann Meer“ ist das Motto des jetzt im Pfarrhaus in Tettens neu gegründeten Ortsverein Wangerland von Bündnis 90/Die Grünen. Bislang agierten die Wangerländer Grünen im Ortsverein Jeverland zusammen den Mitgliedern aus Jever. „Das ist jetzt die konsequente Weiterentwicklung des Grundsteins, den Reiner Tammen vor 35 Jahren gelegt hat“, sagt Waltraud Rohde, eine der Vorsitzenden des neuen Ortsvereins. 

Bilden den Vorstand des neu gegründeten Ortsverein Wangerland von Bündnis90/Die Grünen: (von links) Geesche Janßen, Thomas Schweers und Waltraud Rohde. Foto: Grüne

Tammen, über Jahrzehnte im Wangerländer Gemeinderat, habe sich damals zur Wahl gestellt, damit Grün überhaupt auf dem Wahlzettel steht. „Heute sind die Grünen eine etablierte Partei und sie schauen selbstbewusst in die Zukunft“, so Rohde.

Mitglieder vernetzen

Der eigene Ortsverein gehe mit einer gewissen Finanzautonomie einher. Der Arbeit, die als Vorstand auf sie zukommt, sehen Geesche Janßen und Waltraud Rohde als Vorsitzende und Thomas Schweers als Kassenwart mit gelassen entgegen. Wichtige Punkte ihrer Arbeit sollen regelmäßige Termine zur Vernetzung der Mitglieder und Interessierten sein sowie ein stetiger Austausch mit der Fraktion im Rat. 

Gaby Szlezak führt die Fraktion

Die Grünen haben bei der jüngsten Kommunalwahl zwei Sitze im künftigen Rat der Gemeinde Wangerland errungen. Diebesetzen ab dem 1. November Sven Pohle und Gaby Szlezak, die den Fraktionsvorsitz übernimmt. Beide würden die Arbeit im Gemeinderat bereits seit Jahren begleiten und verfolgen.Perspektivisch solle sich die kommunalpolitische Arbeit an Fakten und weniger an Meinungen orientieren, da sind sich Fraktion und Vorstand einig.

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Unbekannte brechen in Wohnhaus in der Bakenstraat ein

Hooksiel (15. 10. 2026) – Am gestrigen Mittwoch, 14. Oktober, sind Unbekannte in ein Haus in der Bakenstraat in Hooksiel eingebrochen. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Polizei hebelten der oder die Täter zwischen 10 und 15.18 Uhr ein Schlafzimmerfenster des Wohnhauses auf.

Dadurch verschafften sie sich Zutritt zum Gebäude. Im Inneren entwendeten sie Gegenstände, deren Wert nach Schätzung der Polizei „im unteren vierstelligen Euro-Bereich“ liegen dürfte.

Die Ermittler bitten Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Bakenstraat beobachtet haben oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können, sich bei der Polizei Jever unter der Telefonnummer 04461/7449-0 zu melden.