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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Hooksiel radelt: Interessante Brückentour durch Wilhlemshaven

Hooksiel (30. 10. 2026) – Wer an Wilhelmshaven denkt, der denkt oft zugleich an die Kaiser-Wilhelm-Brücke, eines der Wahrzeichen der Stadt. Die 1907 fertiggestellte, 159 Meter lange Drehbrücke überspannt den Großen Hafen und steht als technischer Meisterwerk ihrer Zeit unter Denkmalschutz. Und auch die Jachmann-Brücke, die Deichbrücke und die Rüstringer Brücke gehören zu den prägenden maritimen Bauwerken der Stadt. 

Der Hooksieler Ulrich Hellkuhl testet die Fahrradroute über die neueste Brücke in Wilhelmshaven über die Hooksieler Landstraße. Foto: hol

Wer sich aber in Hooksiel auf sein Fahrrad setzt und in Richtung Jadestadt radelt, kann noch eine Reihe weiterer bemerkenswerter Brücke entdecken, die weniger im Fokus stehen. Zusammen mit dem Hooksieler Radtour-Experten Ulrich Hellkuhl hat „Hooksiel-Life“ einen schönen Spätsommertag für eine rund 40 Kilometer lange Rundfahrt genutzt. Eine Erkenntnis: Wilhelmshaven ist viel grüner als man vom Auto aus vermutet und hat viele spannende Ecken, die einen Blick wert sind. 

Bedarfsampel nutzen!

Los geht es am Hooksieler ZOB. Richtung Alter Hafen und Sengwarder Anteil zur Hooksieler Landstraße (Landesstraße 810) in Richtung Wilhelmshaven. Vorsicht bei der Querung der L 810. Hier sollten Radler unbedingt auch dann die Bedarfsampel betätigen, wenn noch kein Auto zu sehen ist, denn an die vorgeschriebenen Tempo 60 hält sich hier kaum jemand.

Wir fahren auf dem Radweg bis Sengwarden, durchqueren den Ort auf der Hauptstraße und radeln weiter entlang der Sengwarder Landstraße Richtung Fedderwarden. Interessant der Blick von oben auf das gewaltige Schutzbauwerk entlang der Eisenbahngleise in Richtung Wilhelmshavener Industrie und Häfen, das die elektromagnetischen Strahlen der Bahn abschirmen soll.

Zeichen der Energiewende

Wenig später biegen wir links ab in die Inhauser Landstraße, der wir bis Fedderwardergroden folgen. Auch hier passieren wir eine technische Großbaustelle. Im Zug der Energiewende werden hier Masten für eine neue Hochspannungsleitung aufgestellt, über die künftig Strom von der Küste ins Binnenland transportiert werden soll.

In Höhe des Lidl-Marktes überqueren wir an der Kreuzung die Ostfriesenstraße und nehmen den separaten Radweg (Kreuzweg) Richtung Himmelreich-Coldewei bis zur Klinkerstraße. Von dort nach rechts zum Radweg an der Ostfriesenstraße, auf dem wir die Autobahn überqueren. Direkt hinter der Autobahnauffahrt führt ein Radweg links von der Brücke herunter, unter der Straße hindurch zur Maade, dort links parallel zur Ostfriesenstraße um dann gleich rechts dem Schotterweg zu folgen.

Radweg entlang der Maade

Jetzt beginnt der schönste Teil der Tour. Wir radeln auf einem wunderbar ausgebautem Radweg mehrere Kilometer zwischen Maade und dem Wohngebiet Maadeboden bis zur Straße Schaarreihe. Hier biegen wir links ab, queren die Kreuzung und fahren wenig später rechts ab in die Lautsallee. An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab, durchfahren das Neubaugebiet Potenburg und können dank der neuen Fahrradbrücke die Hooksieler Landstraße sicher überqueren. Die Steigung der Brückenzufahrt ist gut zu meistern. Von oben hat man einen schönen Blick übers Neubaugebiet und das Nahversorgungszentrum.

Weiter geht es hinter der Brücke auf einem schönen Radweg entlang des Potenburger Zuggrabens bis zur verkehrsberuhigten Kurt-Schumacher-Straße. Links ab und wenig später stehen wir an der Kreuzung mit der Bundesstraße 210 (Höhe Hornbach). Wir queren die B 210 und fahren in die ebenfalls beruhige Umfangstraße Richtung Ems-Jade-Kanal.

Historische Klappbrücke

Wegen Bauarbeiten an der Jadebrücke biegen wir schon kurz vor dem Kanal nach links in die Fräukenstraße Richtung Eisenbahnbrücke Mariensiel ab. Über die Klappbrücke aus dem Jahr 1937 rollt bis heute der komplette Schienenverkehr Richtung Wilhelmshaven. Im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke wurde das Bauwerk vor einigen Jahren rundsaniert.

Wir überqueren die Schienen und biegen unmittelbar vor der Brücke links auf den Kanalweg ab. Nun am Ems-Jade-Kanal entlang an der Mariensieler Schleuse vorbei. Vor dem Gewerbegebiet biegen wir links in den Alten Banter Weg ab, an dem unser Zwischenziel liegt, die KZ-Gedenkstätte Wilhelmshaven (rechte Hand).

Die KZ-Gedenkstätte am Alten Banter Weg erinnert an die Opfer, die in Wilhelmshaven 1944/1945 in der Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme ums Leben gekommen sind. Foto: hol

In der Außenstelle des Konzentrationslagers Hamburg-Neuengamme waren zwischen September 1944 und April 1945 1125 Menschen inhaftiert. Sie wurde als Arbeitssklaven für die Kriegswirtschaft eingesetzt. Mindestens 234 von ihnen wurden durch Hunger, Kälte und Folter getötet. Auf dem Gelände, auf dem Tafeln an die Opfer erinnern, finden sich noch die Grundmauern einer der Baracken, in denen die Häftlinge eingepfercht waren.

Weiter geht es. Wir fahren den Alten Banter Weg bis ans Ende und biegen rechts ab zum Banter Weg, dem wir (wieder rechts halten) wenige Meter bis zur Einmündung der Weserstraße folgen. Vorsicht: Ab hier sind wir im städtischen Bereich unterwegs. Die Radwege werden schlechter, die Verkehrsverhältnisse unübersichtlicher. 

Unter Denkmalschutz

Von der Weserstraße führt uns die Schmiedestraße (links) durch in unter Denkmalschutz stehende Banter Werftarbeitersiedlung bis zur Ebertstraße, wo ein weiteres imposantes Bauwerk steht: Eine Fußgängerbrücke über die Eisenbahntrasse nach Wilhelmshaven hinein, die früher als Fußweg zum Bahnhof Bant genutzt wurde. Auch dieses Denkmal aus dem Jahr 1907 wurde im Zuge der Elektrifizierung der Strecke erneuert und vor allem angehoben. Sie ist vornehmlich eine beliebt Plattform, die einen Überblick über die Wilhelmshavens Südstadt eröffnet.

Mit dem Rad fahren wir entlang der Ebertstraße bis zum Bahnübergang Werftstraße. Ab hier beginnt der Rückweg nach Hooksiel. Wir folgen der Werftstraße folgen vorbei an der Banter Kirche, kreuzen die Peterstraße und wenig später die Bismarckstraße, fahren bis zur Kirchreihe und weiter geradeaus auf einem reinen Radweg bis zur Friedenstraße, die wir in Höhe Jade-Stadion überqueren.

Zurück durch den Stadtpark

Am Fußballstadion vorbei erreichen wir den Rosenhügel. Der wunderbar zu befahrene Weg führt uns durch Kleingartenanlagen ins Stadtpark-Gelände bis zum Ehrenfriedhof. Links ab stoßen wie auf den Totenweg, dem wir bis zum Gelände der Jade Hochschule folgen. Dort erreichen wir die Friedrich-Paffrath-Straße, der wir in Richtung Norden bis nach Fedderwardergroden folgen, um von dort weiter den bekannten Weg zurück nach Hooksiel zu nehmen.

Anmerkung: Ein Abstecher quer durchs Kavernengelände, in dem unterirdisch Öl und Gas gelagert wird, ist zurzeit wenig ratsam, da dort aufgrund von Bauarbeiten etliche Wege gesperrt sind. Wer mag , kann von der Inhauser Landstraße einen Abstecher nach Rechts nach Breddewarden machen. Der Weg führt durch dann durch das historische Runddorf und über den Neuen Bredderwarder Weg wieder an die Sengwarder Landstraße, der uns nach Sengwarden und weiter zurück nach Hooksiel führt.

Weitere Vorschläge zu Fahrradtouren rund um Hooksiel finden sich in der Netzzeitung „Hooksiel-life“ im Untermenü „Hooksiel radelt“.

Umweltschützer: Wasserstoff-Projekt nur „Greenwashing“

Wilhelmshaven (6. 11. 2026) – „In Wilhelmshaven wird unter dem Vorwand der Umstellung auf grüne Gase ein Projekt vorangetrieben, über das am Ende doch nur fossiles Flüssigerdgas importiert werden wird“, klagt der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Sascha Müller-Kraenner. „Der weitere Ausbau von LNG-Terminals an der deutschen Küste muss sofort gestoppt werden.“

Die DUH hat eine Studie in Auftrag gegeben, die nach Lesart der Umweltschutzorganisation die Unwirtschaftlichkeit und Ineffizienz des Imports von synthetischem Methan (SNG) über das im EU-Vogelschutzgebiet Voslapper Groden-Nord geplante Flüssigerdgasterminal in Wilhelmshaven belegt. Die Deutsche Grüngas Energieversorgungs GmbH (DGGEV), die Projektgesellschaft von Tree Energy Solutions (TES),  möchte dort „spätestens 2044″ statt Erdgas nur noch SNG importieren.

Laut Studie ist SNG aus grünem Wasserstoff in Kombination mit einem geschlossenen CO2-Kreislauf jedoch höchst ineffizient und damit zu teuer. Von der eingesetzten Energie kämen am Ende nur rund 30 Prozent in Wilhelmshaven an. Der Transport von Wasserstoff per Pipeline wäre deutlich effizienter.

Weitaus realistischer ist aus Sicht der DUH daher mit Blick auf das geplante Terminal die dauerhafte Fortschreibung des fossilen Betriebs. TES und die DGGEV planen den Import von im Exportland mit günstigem (Solar-)Strom erzeugten Wasserstoff, der für den Transport zu Methan synthetisiert wird. Das bei der Verstromung in Wilhelmshaven abgespaltene CO2 würde dann zurück in das Produktionsland gebracht, um dort wieder für die Methan-Produktion eingesetzt zu werden.

Die Umweltschützer kritisieren die Pläne der DGGEV als „Greenwashing“-Versuch, mit dem ein neues fossiles Importterminal gerechtfertigt werden soll. Müller-Kraenner: „Wir fordern die Stadt Wilhelmshaven auf, die Pläne für die Bebauung des EU-Vogelschutzgebiets Voslapper Groden-Nord endgültig zu stoppen.“

Der Leiter Energie und Klimaschutz der DUH, Constantin Zerger, räumt ein, dass grüne Gase ihren Platz in der Energiewende haben werden – und zwar überall dort, wo eine Elektrifizierung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht darstellbar ist. Das Versprechen der DGGEV, in ferner Zukunft synthetisches Methan aus erneuerbaren Quellen zu importieren, offenbare sich bei genauerem Hinschauen jedoch nur als „Cover-Story für ein fossiles Terminal“.

Mit dem Projekt in Wilhelmshaven werde nicht die Energiewende vorangebracht, sondern Deutschlands Abhängigkeit von fossilen Importen aus der Golfregion und von Donald Trump weiter ausgebaut.

Hooksieler Schleuse bis zum Februar komplett gesperrt

Hooksiel (6. 11. 2026) – Die Grundinstandsetzung der Schleuse Hooksiel schreitet weiter voran. Im November beginnt die Sanierung der binnenseitigen Spundwand im Hooksmeer. Im Zuge der Arbeiten kommt es bis Mitte Februar zu Einschränkungen für den Schifffahrtsverkehr.

Die Hooksieler Schleuse wird in fünf ‚Bauabschnitten komplett saniert. Foto: NPorts/Marcel Kusch

Im ersten Teil des dritten Bauabschnitts wurde die Antriebsgrube der Torlinie 1 erweitert. Diese Arbeiten sind laut der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts abgeschlossen. Im zweiten Teil werde nun die binnenseitige Spundwand im Hooksmeer instandgesetzt. Danach werden die Pflastersteinflächen entlang der Spundwand und der Schleusenkammer erneuert.

Spundend wird saniert

Aufgrund der Arbeiten im Einfahrtsbereich der Schleusenkammer wird die Hafenanlage zwischen dem 9. November und dem 16. Februar 2027 für den Schiffsverkehr komplett gesperrt sein. 

Die umfassende Instandsetzung und Modernisierung der Schleuse ist in insgesamt fünf Bauphasen unterteilt und soll voraussichtlich bis 2028 andauern. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit der Anlage langfristig zu gewährleisten.

Projekt über mehrere Jahre

Seit August 2025 wurden die Torlinien 2 bis 5 nach und nach instandgesetzt. Dafür wurden die Tore nacheinander ausgebaut, saniert und anschließend wieder eingesetzt. Die Arbeiten umfassten unter anderem Korrosionsschutzbeschichtungen sowie stahlbauliche Instandsetzungsmaßnahmen.

Darüber hinaus wurden Arbeiten am Massivbau der Schleusenkammer durchgeführt und die Schwimmstege im Inneren der Schleuse instandgesetzt. Die schrittweise Erneuerung der Schleusenanlage begann im September 2024 mit der ersten Bauphase. Im Mittelpunkt stand dabei die Instandsetzung der Torlinie 1, die den Auftakt der Gesamtmaßnahme bildete.

OKT-Treffen der Oldtimer-Freunde jetzt in Mariensiel

Hooksiel (6. 11. 2026) – Der Oldtimer Klön-Treff (OKT) ist von Hooksiel nach Mariensiel umgezogen. Wie OKT-Sprecher Ulrich Nolzen gegenüber „Hooksiel-life“ sagte, sei es den Oldtimer-Freunden rund um die Tankstelle in Hooksiel nach der Eröffnung des Automobilmuseums einfach zu voll geworden. Deshalb treffe man sich bereits seit geraumer Zeit immer  am ersten Sonntag des Monats ab 11 Uhr am und im Restaurant „Tingel Tangel Überflieger“ am Flugplatz in Sande-Mariensiel.  

Die OKT-Treffen der Oldtimer-Freunde finden inzwischen in Mariensiel statt. Noch im April war Bürgermeister Mario Szlezak (links) Gast beim 10-jährigen Bestehen der Runde um den Hooksieler Ulrich Nolzen. Archiv-Foto: hol

Ende April dieses Jahres hatten die OKT-Freunde noch am Kreisel in Hooksiel ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Dabei hatte Bürgermeister Mario Szlezak den Wanderpokal überreicht und eine Ausfahrt übers Land nach Elsfleth gestartet. Darüber hinaus habe man in 2026 unter anderem die 
Werdumer Mühle besucht und sei zum „Swingolf“ nach Rastede gefahren. Zudem standen  
diverse Sonntagsausflüge etwa zum Großen Meer, zum Kleinen Meer,  zum Ewigen Meer, zur Peldemühle in Wittmund, zur Lütetsburg oder zum Automuseum Norddeich auf dem Programm.

„Die Ausfahrten sind alle pannenfrei und ohne Stress mit einer Fahrtleistung von insgesamt etwa 2500 Kilometern erfolgt“, so Nolzen. „Das Jahres-Abschlussessen findet diesmal im Restaurant ,Antonslust’ in Langewerth statt.“

Jahresprogramm für 2027

Auch künftig werden die Oldtimer-Freunde aus Friesland und Wilhelmshaven immer wieder mal Hooksiel ansteuern. Je nach Ziel sollen die Ausfahrten am Flugplatz Mariensiel oder an der Tankstelle am Hooksieler Kreisel gestartet werden. 2027 wolle man unter anderem den Bunker Valentin in Bremen, den Westersteder Frühjahrsmarkt, eine alte Gasolin-Tankstelle mit Borgward-Werkstatt in Bruchhausen-Vilsen und das Heimatmuseum in Leer ansteuern. Teilnehmen wollen die Schrauber mit ihren schmucken Autos zudem am Garreler „Classic-Treff“, beim Oldi-Treffen in Meppen und am Küsten-Oldtimertreffen an der Wasserskianlage in Hooksiel.

„Wer an einer Kultreise mit seinem Oldtimer mit H-Kennzeichen teilnehmen möchte, kann unseren vereinslosen Kreis immer am ersten Sonntag im Monat gern besuchen“, sagt Nolzen. „Wir treffen uns auch in der Wintersaison – dann aber ohne Oldi.“ 

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Wie meistert ein Ex-OB den Übergang von der Politik in den Alltag?

Jever/Wangerland (6. 11. 2026) – Faulenzen, gesund werden oder Demokratie stärken? Was macht ein Ex-Oberbürgermeister nach seiner Amtszeit? Auf diese Fragen soll Carsten Feist am Mittwoch, 11. November, beim politischen Stammtisch des Ortsverbands Jeverland von Bündnis 90/Die Grünen im „Parkhotel“ in Jever, Mühlenstraße 51, Antworten geben. Beginn ist um 19 Uhr.

Ist zu Gast bei den Grünen in Jever: Wilhelmshavens Ex-Oberbürgermeister Carsten Feist. Foto: privat

Feist (parteilos) war bis Ende Oktober Verwaltungschef in Wilhelmshaven. Unter anderem wegen einer schweren Erkrankung hatte er sich nicht zur Wiederwahl gestellt. Die Grünen wollen von ihm wissen, wie viel politische Verantwortung nach der Amtszeit zwischen Kochen, Sport und neu gewonnener Freiheit bleibt.

Feist soll aus seiner persönlicher Perspektive über den Übergang vom politischen Alltag in einen neuen Lebensabschnitt berichten. Dabei geht es um Brüche und Chancen, um Engagement jenseits offizieller Funktionen und um die Bedeutung demokratischer Beteiligung auch außerhalb von Ämtern.

Im anschließenden Gespräch haben die Gäste Gelegenheit, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren. Zu der Veranstaltung sind alle Interessierten eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

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Fußball-Jugendmannschaft komplett neu eingekleidet

Wangerland (5. 11. 2026) – Die E1-Fußball-Jugendmannschaft des Sportclubs Wangerland ist dank der Unterstützung durch mehrere Unternehmen komplett neu ausgestattet worden. Neben neuen Trikots mit dem Logo des aus der Fusion von Eintracht Wangerland, Rot-Weiß Tettens und dem FC Nordsee Hooksiel hervorgegangenen SCW haben die Jungen und Mädchen auch neue Trainingsanzüge sowie einen Satz Sporttaschen erhalten.

Das Team um Trainer Klaus Tibke (auf dem Foto rechts) bedankt sich für die Unterstützung bei den Sponsoren – Leo Bauunternehmen, Adden Bau, dem KfZ-Betrieb Tenge und Strohbach sowie der Fahrschulakademie. 

Wangerland Touristik Thalassa
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OOWV öffnet Wasser-Wald-Zentrum für Öffentlichkeit

Schortens (5. 11. 2026) –  Das Wasser-Wald-Zentrum (WWZ) des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) im Klosterpark Oestringfelde öffnet im November und Dezember erstmals zu festen Terminen für die breite Öffentlichkeit. Interessierte können die interaktive Ausstellung erkunden und dabei erfahren, wie eng Wald- und Wasserschutz miteinander verbunden sind.

Eine Ausstellung im Wasser-Wald-Zentrum (WWZ) in Schortens zeigt die Bedeutung des Waldes fürs Trinkwasser. Foto: OOWV

Welche Rolle spielt der Wald für unser Trinkwasser? Wie funktioniert der Waldboden als natürlicher Filter? Und welchen Herausforderungen müssen sich Wälder und Wasserwirtschaft künftig stellen? Antworten auf diese und weitere Fragen bietet die kleine Ausstellung mit Schautafeln, digitalen Elementen und anschaulichen Exponaten. Auch das mit viel Rücksicht auf die Natur errichtete Gebäude selbst ist einen Besuch wert.

Die Öffnungstermine sind immer am zweiten Mittwoch und zweiten Sonntag im Monat (Sonntag, 8. November, Mittwoch, 11. November, Mittwoch, 9. Dezember, und Sonntag, 13. Dezember 2026), jeweils von 14 bis 16 Uhr. Das Wasser-Wald-Zentrum befindet sich am Ginsterweg 10a in Schortens. Parkplätze sind vorhanden. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch den Klosterpark Oestringfelde verbinden. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Naturschutz und moderner Tourismus schließen sich nicht aus

Hooksiel (5. 11. 2026) – Die Verwaltung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer hat weitere sechs von der „Agentur am Meer“ betreute Ferienobjekte in Hooksiel offiziell mit dem Siegel „Partner Nationalpark Wattenmeer“ ausgezeichnet. Die Zertifizierung soll das Engagement der Vermittlungsagentur und der beteiligten Eigentümer unterstreichen, erstklassigen Urlaubskomfort mit dem Schutz des Unesco-Weltnaturerbes Wattenmeer in Einklang zu bringen.

Sechs Unterkünfte zertifiziert

Das Partner-Netzwerk des Nationalparks verbindet Betriebe entlang der Küste, die sich zu Nachhaltigkeits- und Qualitätskriterien bekennen. Um die Zertifizierung zu erhalten, müssen Unterkünfte unter anderem nachweisbare Maßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz, Abfallvermeidung, Ressourcen schonender Betrieb sowie die aktive Vermittlung von Umweltwissen an Feriengäste erfüllen.

„Das Wattenmeer ist nicht nur unser wichtigster Erholungsraum, sondern ein weltweit einzigartiges Ökosystem direkt vor unserer Haustür“, erklärt Matthias Suckert von der Agentur am Meer. „Die Auszeichnung von gleich sechs Objekten auf einen Schlag erfüllt uns mit Stolz. Sie belegt, dass moderner Tourismus und aktiver Naturschutz Hand in Hand gehen können.“ 

Gäste der zertifizierten Feriendomizile profitieren neben dem umweltfreundlichen Standard von gezielten Empfehlungen für naturverträgliche Freizeitaktivitäten, Informationen zur Tier- und Pflanzenwelt des Watts sowie Hinweisen auf regionale Erzeuger und Partnerbetriebe vor Ort.

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Sonderpreis der Trans-Ocean-Segler für Marlene Brudek

Hooksiel/Cuxhaven (3. 11. 2026) – Beeindruckende Leistungen, außergewöhnliche Segelabenteuer und große Pläne: Die 57. Verleihung der Trans-Ocean-Preise in Cuxhaven zeigte eindrucksvoll, wie bunt, vielfältig und aktiv der Verein Trans-Ocean (TO) ist. Insgesamt 14 Crews wurden für ihre Leistungen geehrt und berichteten von ihren Reisen.

Marlene Brudek (Mitte) ist meistens als Soloseglerin unterwegs. Ihre Atlantikrunde wurde jetzt vom Verein Trans-Ocean mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Foto: privat

Für eine „Erwähnenswerte Reise“ wurde Marlene Brudek aus Wilhelmshaven mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Mit ihrem Racer „Heartbeat 2“ ließ die Seglerin mit Heimathafen Hooksiel auf der Atlantikrunde zahlreiche deutlich größere Jachten hinter sich. 

„Große Träume werden bei uns im Verein Wirklichkeit. Das zeigen unsere Preisträger eindrucksvoll“, sagte TO-Vorsitzender Marcus Warnke. „Der Trans-Ocean ist eine offene Gemeinschaft von Menschen, die das Meer lieben, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig unterstützen.“ Trans-Ocean wurde 1968 gegründet, um sportliches Hochseesegeln zu unterstützen, die Fahrten- und Regattasegler zu fördern und allen Seglern eine Hilfe zu sein.

Marlene Brudek segelt seit Jahren erfolgreich als Soloseglerin. Im vergangenen Jahr nahm sie an der Atlantik-Regatta for Cruisers (ARC) von Gran Canaria in die Karibik teil. Dort bestritt sie mehrere Wettfahrten an den Inseln vor und unter dem Winde. In diesem Frühjahr kehrte sie in den Heimathafen Hooksiel und zu ihrem Sail-Lollipop-Regattaverein (SLRV) zurück. Von hier aus startete sie unter anderem das legendäre Einhand-Rennen „Silverrudder“ in Svendborg/Dänemark mit 443 Jachten am Start.

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Rat will sich nach bestem Wissen fürs Wangerland einsetzen

Wangerland (4. 11. 2026) – Der neue Rat der Gemeinde Wangerland steht. Auf der konstituierenden Sitzung des Kommunalparlamentes am Dienstag Abend wurden die am 13. September gewählten Frauen und Männer auf ihre künftige Aufgabe verpflichtet. Danach haben sie ihre Ämter in den nächsten fünf Jahren „nach bestem Wissen und Gewissen wahrzunehmen und die Gesetze zu beachten“.

Der neu formierte Rat der Gemeinde Wangerland hat sich am Dienstag in Hohenkirchen konstituiert. Foto: hol

Holger Ulfers, mit 27 Jahren im Amt dienstältestes Ratsmitglied, hatte die Sitzung im Rathaus in Hohenkirchen eröffnet und dabei bei den erstmals in das Gremium gewählten ehrenamtlichen Politikern bedankt, dass sie Zeit und Energie fürs Gemeinwohl einbringen wollen. Wenig später ging die Sitzungsleitung an Alice Brandenburg-Bienek (CDU) über, die auf Vorschlag der Gruppe SPD/Pro Wangerland/Grüne einstimmig zur neuen Ratsvorsitzenden gewählt wurde. Zu ihrem Stellvertreter wurde, auf Vorschlag der CDU, ebenso einmütig SPD-Politiker Holger Ulfers ernannt.

Glocke für Ratsvorsitzende

Ulfers schenkte Alice Brandenburg-Bienek eine Glocke, die ihr gegebenenfalls bei nötigen Ordnungsrufen helfen könnte. Wie die Ratsvorsitzende sagte, habe sie sich für die Sitzungsleitung vorgenommen, dass bei allem politischen Streit in der Sache die Ratsmitglieder unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit respektvoll miteinander umgehen sollen. Falls nicht, dürfte dann wohl künftig die Glocke zum Einsatz kommen.

Zu den ersten Aufgaben der Ratsvorsitzenden gehörte die Vereidigung des neuen hauptamtlichen Bürgermeisters Thies Fischer (CDU). Fischer hatte sich in einer Stichwahl am 27. September gegen den bisherigen Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) durchgesetzt und wird das Amt die nächsten acht Jahre bekleiden. In seiner Antrittsrede beteuerte Fischer seine Absicht, Bürgermeister aller Wangerländer zu sein und mit allen Fraktionen im Rat zusammenarbeiten zu wollen. Alle Ratsmitglieder verbinde das Interesse, etwas Gutes für die Gemeinde Wangerland erreichen zu wollen, für die nach seiner Überzeugung „schönste Gemeinde in Deutschland“.

Transparenz und Vertrauen

Fischer setzt nach eigenem Bekunden auf „Transparenz und Vertrauen“. Trotz der immer wieder aktuellen Probleme, die die Gemeinde bewältigen müsse, warb er für die Entwicklung eines Planes, wie das Wangerland in 10 oder 15 Jahren aussehen soll (Die Antrittsrede von Fischer im Wortlaut findet sich auf „Hooksiel-life“ im Untermenü „Wahlen“.) Zu ehrenamtlichen Stellvertreterinnen des Bürgermeisters wählte der Rat Alice Brandenburg-Bienek und Stefanie Bremers.

Zu Stellvertreterinnen von Bürgermeister Thies Fischer wurden Stefanie Bremers (links) und Alice Brandenburg-Bienek gewählt. Foto: hol

Für die verschiedenen Fraktionen im Rat werden künftig sprechen: Alice Brandenburg-Bienek (CDU), Holger Ulfers (SPD), Dieter Schäfermeier (Wählergemeinschaft Pro Wangerland) und Gaby Szlezak (Grüne). FDP und AfD mit jeweils nur einem Ratssitz haben keinen Fraktionsstatus. Einvernehmlich beschloss der Rat die Zahl der Beigeordneten im wichtigen Verwaltungsausschuss von vier auf sechs zu erhöhen.

Ausschüsse besetzt

Bei den Fachausschüssen reklamierte die SPD/Pro Wangerland/Grüne-Gruppe die Ausschüsse für Schulen, Soziales, Jugend und Sport (Vorsitz: Stefanie Bremers/SPD), den Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Feuerschutz und Wegebau (Holger Ulfers/SPD) sowie den Betriebsausschuss für den Eigenbetrieb Wangerland (Dieter Schäfermeier/WPW) für sich.

Die CDU/FDP-Gruppe stellt die Vorsitzenden im Ausschuss für Tourismus und Kultur (Mario Krar), im Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Energie (Lübbo Meppen) sowie im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung (Dieter Behrens-Focken). AfD-Ratsfrau Martina Müller wird das ihr zustehende Grundmandat im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung wahrnehmen.

Am heutigen Dienstag konstituiert sich zudem die Gesellschafterversammlung der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG). In der Zusammensetzung ist sie identisch mit dem Rat. Gewählt werden müssen dabei eine eine Vorsitzende sowie die Mitglieder der so genannte Lenkungsgruppe, die die Geschicke der zurzeit insolventen WTG eng begleitet.

Die komplette Besetzung der Ausschüsse und Gremien kann in Kürze auf der Homepage der Gemeinde unter wangerland.org eingesehen werden. 

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