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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Große Volksfeste ohne Ehrenamt und Sponsoren nicht möglich

Hooksiel (24. 2. 2026) – Die Dorfgemeinschaft Hooksiel steht vor einem Umbruch. Auf der Jahreshauptversammlung der Dachorganisation der Hooksieler Vereine kündigten der Vorsitzende Marco Knodel, sein Stellvertreter Nils Schröder und Kassenwart Tobias Geisen an, bei den Neuwahlen im nächsten Jahr aus zeitlichen und persönlichen Gründen nicht mehr kandidierten zu wollen. Knodel: „Ich kündige den Schritt rechtzeitig an, damit mögliche Nachfolger sich darauf vorbereiten können.“

Heringstage24
Marco Knodel (Mitte), Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Hooksiel, sein Stellvertreter Nils Schröder (rechts) und Kassenwart Tobias Geisen (nicht im Bild) wollen sich 2027 aus ihren Ämtern zurückziehen. Archiv-Bild: hol

Jahresplan für 2026 steht

Die Dorfgemeinschaft steht vor allem für die Organisation von großen Festen im Ort. Für 2026 plane man dasselbe Programm wie im Vorjahr: einen Ostermarkt, das Maibaum-Aufstellen, die jeweils mehrtägigen Herings- und Krabbentage sowie einen Weihnachtsmarkt. „Den Weihnachtsbaum für den Alten Hafen haben wir uns schon gesichert“, verriet Knodel im Rahmen der gut besuchten Versammlung im Awo-Heim. „Wir wollen nicht noch einmal so eine Zitterpartie erleben wie 2025.“

In 2025 seien die Feste sehr gut gelaufen, sagte Knodel. Für die Organisatoren werde die Aufgabe aber immer schwieriger. Knodel: „Ohne den Einsatz der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und ohne Sponsoren geht gar nichts.“ 

Wie Geisen ausführte, erwirtschafte die Dorfgemeinschaft in der Regel mit den Krabbentagen einen Gewinn, mit dem dann die anderen Feste mitfinanziert werden. Solle am Ende noch Geld übrig sein, werde das ins Dorf investiert. 

Dank an die Organisatoren

Als Gäste der Hauptversammlung bedankten sich Bürgermeister Mario Szlezak (SPD), der CDU-Bürgermeister-Kandidat Thies Fischer und der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH, Torsten Riedel, für das Engagement vor Ort. Die Organisation solcher Großveranstaltungen sei ohne die Dorfgemeinschaft und die in ihr zusammengeschlossenen Vereine nicht möglich. Riedel, der vor Jahren selbst Teil des Organisationsteam war: „Hoffentlich findet ihr jemanden, der die Feste weiter führt.“ Die WTG würde die Feste gern noch intensiver unterstützten. „Aber in der aktuellen Situation habe ich keinen Scheck dabei.“ Bekanntlich befindet sich die WTG in einer Insolvenz in Eigenregie.

Auch in die Jahr sollen aus Kürbissen geschnitzte Lampen zu Halloween die Hooksieler erfreuen. Archiv-Foto: hol

Der Dorfgemeinschaft angeschlossen ist die Initiative „Weil wir Hooksieler sind“. Wie deren Sprecher, Julian Dreßel, ankündigte, plane man man wieder eine groß angelegte Ostereiersuche. Im vergangenen Jahr hätten daran rund 500 Kinder teilgenommen. Deshalb soll das Suchgebiet auf sechs Stationen ausgeweitet werden, an denen Eier in sechs verschiedenen Farben versteckt werden. Kinder, die ein komplettes Sortiment finden, erhalten eine Belohnung. Versteckt würde zudem „goldene“ Eier, für die es von Sponsoren zur Verfügung gestellte Preise gibt. 

Ostereier und Kürbisse

Fest geplant sei auch wieder eine Kürbis-Aktion zu Halloween, kündige Dreßel an. In 2025 habe man zusammen mir der Grundschule und dem Wiki-Wohnheim eine Tonne Kürbisse zu herbstlichen Grusel-Leuchten verarbeitet. 

Unklar ist noch, ob das dritte mehrtägige Volksfest, das traditionelle FCN Hafenfest, in diesem Jahr stattfindet. Wie Christian Doyen, Vorstandssprecher des SC Wangerland, sagte, hätten sich nach einem öffentlichen Appell zusätzliche Helfer fürs Orga-Team gemeldet. Im März werde die Entscheidung fallen, ob das nächste Hafenfest tatsächlich in diesem August oder erst wieder 2027 stattfinden kann. Doyen: „Aber das Fest hat Zukunft.“

Kinderfest und Herbstleuchten

Für den Verein „De Hooksieler“ verkündete Anke Müller die Termine für das große Kinderspielfest im Garten der Generationen (Dienstag, 21. Juli) und das „Herbstleuchten“ am Alten Hafen (Samstag, 10. Oktober). Bereits für Samstag, 14. März, lädt der Seebadeverein zur Teilnahme am „Frühjahrsputz“ ein. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Awo-Heim. Bernd Tscherney plant für Himmelfahrt, 14. Mai, wieder einen Bücher- und Spieleflohmarkt im Awo-Heim zugunsten des Kinder- und Jugendhospiz Wilhelmshaven. Buch- und Spielespenden können bei ihm abgegeben werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung sagte Frank Langenhorst, Betreiber der „Eventhalle“ im Gewerbegebiet, der Arbeitsgruppe Hooksiel eine Spende von 500 Euro sowie der DLRG und der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ jeweils 250 Euro zu. Das Geld ist der Überschuss des diesjährigen Handwerkerballs.

Naturschutz im Watt bringt Existenzen von Fischern in Gefahr

Wangerland (24. 2. 2026) – Die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland), fischereipolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag, wirkt für einen echten Dialog zwischen Landesregierung, Naturschützern und Fischern. Die aktuellen Pläne zum Schutz des Wattenmeeres könnten andernfalls die Existenz vieler Betriebe bedeuten. 

Mindestens zehn Prozent der Meeresfläche vor Niedersachsens Küste sollen streng geschützt werden. Fischerei wäre dann in weiten Teilen des Nationalparks Wattenmeer nicht mehr möglich. Archiv-Foto: hol

„Naturschutz im Wattenmeer ist wichtig und richtig“, so Jensen. Aber der Zeitpunkt und die Grundlage der aktuellen Planungen seien hochproblematisch. Künftig sollen zehn Prozent des Wattenmeers streng geschützt werden. Das bedeute noch weniger Fläche für die Küstenfischer. „Da die Flächenkonkurrenz vor unserer Küste bereits heute sehr groß ist, ist das inzwischen eine Existenzfrage“, so die CDU-Politikerin.

Verbände beziehen Position

Das Umwelt- und das Agrarministerium in Hannover würden mir ihrer Planung zwar Vorgaben aus der EU-Biodiversitätsstrategie umsetzten. Danach müssen bis 2030 mindestens 30 Prozent der Meeresflächen geschützt und davon mindestens zehn Prozent streng geschützt werden. Derzeit läuft die Verbandsbeteiligung, das Konzept soll schon im März vorgelegt werden. 

Die Umweltschutz-Organisation WWF fordert mit Blick auf den ökologischen Zustand der Küstengewässer sogar einen Fischereistopp für rund die Hälfte der derzeit noch befischten Gebiete im Bereich des Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Damit würden die Fanggründe der Krabbengründe nach Ansicht des WWF lediglich um 35 Prozent verkleinert. Gerade die Krabbenfischers würden auf aufgrund ihrer hohen Beifangrate die Natur erheblich schädigen. Der WWF verweist auf ein staatlich gefördertes Abwrackprogramm, mit dem die Flotte der Krabbenfischer um 30 Prozent verkleinert werden soll.

Auch der Verband der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei im Landes-Fischereiverband Weser-Ems verweist auf den laufenden Prozess der Kapazitäts-Anpassung in der Fischereiflotte. Dieser Prozess und seine Auswirkung auf die Fangmengen sollten zunächst abgewartet werden. Kritik übt der Verband unter anderem an den Vorschlägen zum Zuschnitt der Schutzgebiete. Die Sperrung von Prielsystemen und Buchten könnte dazu führen, dass ganze Häfen ihre Fanggebiet verlieren – mit entsprechenden Folgen für die lokale Hafenwirtschaft und den Tourismus. Besonders problematisch seien die Pläne unter anderem für die Jade. 

Muschelfischer Hooksiel Foto: Bökhaus
Die Boote der Krabben- und Muschelfische gehören noch zum Bild in den Häfen in Niedersachsen. Wird die Flotte verkleinert, könnte das auch Auswirkungen auf den Tourismus haben. Foto: Bökhaus

Wie Katharina Jensen ausführt, definierte ein vorliegendes Fachkonzept zunächst einen Suchraum innerhalb bestehender Schutzgebiete. In einem zweiten Schritt sollen daraus konkrete Teilflächen festgelegt werden. „Insgesamt sollen rund 54.710 Hektar als fischereifrei ausgewiesen werden“, so die Abgeordnete. „Für diese Flächen wird ein vollständiger, ganzjähriger Ausschluss der Fischerei zugrunde gelegt.“

Auch der Jadebusen wäre betroffen

Die betroffenen Gebiete würden der gewerblichen Nutzung damit dauerhaft nicht mehr zur Verfügung. Nach den vorliegenden Karten betreffen die vorgesehenen Teilflächen unter anderem Bereiche im Jadebusen sowie vor Wangerooge. Betroffen wären mithin auch die Fischer, die in Hooksiel, Dangast und Horumersiel beheimatet sind. 

An der niedersächsischen Nordseeküste sind insgesamt 114 Fischereifahrzeuge registriert. Diese werden von 317 Beschäftigten bewirtschaftet. Darunter befinden sich 88 Krabbenkutter sowie fünf Fahrzeuge der Muschelfischerei in insgesamt 17 Fischereihäfen. 

Jensen kritisiert Verfahren

Jensen bezweifelt ebenso wie der Verband der Küstenfischer, ob die Datengrundlage für sozioökonomische Bewertung von 18 analysierten Teilflächen auf Grundlage ausreichend ist. Dafür wurden unter anderem Logbücher, Anlandungen und Schiffsregisterdaten aus den Jahren 2021 bis 2023 verwendet. 

„Für jede Teilfläche wurden Erlöse, Schiffe und sogenannte ,Stresslevel‘ berechnet. Anpassungen oder Ausweichverhalten der Betriebe wurden dabei nicht berücksichtigt. Schiffe unter zwölf Metern Länge wurden in die Analyse überhaupt nicht einbezogen“, kritisiert Jensen. „Gerade diese kleineren Schiffe sind jedoch ein relevanter Bestandteil der niedersächsischen Küstenfischerei.“

Die CDU-Politikerin spricht sich für eine differenzierte Betrachtung aller Flottensegmente aus. Schon in den vergangenen Jahren seien durch den Ausbau der Offshore-Windkraft, durch Infrastrukturmaßnahmen sowie durch Kabeltrassen und deren Schutzkorridore Einschränkungen für die Fischerei entstanden. „Viele Betriebe stehen vor strukturellen Entscheidungen.“ 

Vor diesem Hintergrund müssten die wirtschaftliche Auswirkungen des Schutzprogrammes vollständig und realistisch bewertet werden. Aus Sicht der Fischer gehört dazu auch eine Härtefallregelung für existenziell betroffene Betriebe. Jensen: „Wer tragfähige Lösungen will, braucht vollständige Datengrundlagen und einen transparenten Dialog.“ 

Gebote für Campingplatz Schillig bis zum 10. März möglich

Wangerland (23. 2. 2026) – Der geplante Verkauf des Campingplatzes in Schillig wird die Qualität der angebotenen Leistungen sowie das Wohlbefinden der Gäste in der Saison 2026 in keiner Weise beeinträchtigen. Das versichert der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH (WTG), Torsten Riedel, in einer heute verbreiteten Pressemitteilung.

Betreiber für Friesland-Therme

Wie „Hooksiel-Life“ bereits am Wochenende berichtet hatte, sucht die WTG im Rahmen eines Interessen-Bekundungsverfahrens potenzielle Investoren, die den Groß-Campingplatz übernehmen und betreiben möchten. Optional können Interessenten zusätzlich den Betrieb der benachbarten „Friesland-Therme“ in Horumersiel übernehmen. „Wir begrüßen es sehr, wenn ein Investor für den Campingplatz auch eine verbundene Betreiberlösung für die Friesland-Therme anbietet. Unser Ziel ist es weiterhin, den touristischen Betrieb dauerhaft zu sichern und zukunftsfähig aufzustellen“, so Riedel.

Interessenten können ihre Gebote und Konzepte bis zum 10. März einreichen. Mit der Unterzeichnung eines Kauf- und Nutzungsvertragen rechnet man bei der WTG frühestens um Mai. Mit der Abwicklung der Verhandlungen hat die insolvente WTG die Immobiliengesellschaft GLC AG (Hamburg) beauftragt. Die Rahmenbedingungen für das strukturierte Bieterverfahren findet man unter anderem im elektronischen Amtsblatt der Gemeinde Wangerland (www.wangerland.org).

Gesamtkonzept wichtig

Der Außendeich-Campingplatz Schillig hat rund 1.500  Stellplätze, moderne Sanitär- und Serviceeinrichtungen sowie eine direkte Strandanbindung. Wie Riedel betont, werde die Bewertung der Angebote nicht nur von der Höhe des gebotenen Kaufpreises abhängen. Wichtig seien auch die Qualität und die Nachhaltigkeit des Konzeptes, geplante Investitionen sowie die Übernahme von Beschäftigten. Einem möglichen Verkauf müssen dann neben der WTG auch der Gläubigerausschuss und der im Zuge der Insolvenz in Eigenregie bestellte Sachwalter zustimmen. 

Besuch von Ailton brachte Hooksieler Tennisspielern Glück

Hooksiel (23. 2. 2026) – Die Tennisspieler der Herren ü60 des FCN Hooksiel (SC Wangerland) haben zum Abschluss der Wintersaison einen Auswärtssieg gelandet. Das Team um Mannschaftsführer Ingo Corning setzte sich beim TC Wardenburg mit 4:2 durch. Mit nunmehr 6:8 Punkten belegen die Hooksieler Platz vier in der Abschlusstabelle der Bezirksklasse. Ohne den verletzungsbedingt sehr schlechten Saisonstart (0:8 Punkte) wäre vielleicht noch eine bessere Platzierung drin gewesen.

Fußballstar Ailton (Mitte) gehörte zu den Zuschauern der Tennispartie der Hooksieler ü60-Mannschaft in Wardenburg. Mit auf dem Bild: Gerd Abeldt (links) und Ingo Corning. Foto: privat

Der Sieg in Wardenburg war etwas glücklich. Nach dem sicheren Sieg von Spitzenspieler Thomas Otte an Postion 1 (6:2, 6:2) und dem knappen Erfolg von Gerd Abeldt an Position 3 (4:6/6:1/11:9) stand es nach den vier Einzeln 2:2. Harald Fischer war bei seinem 1:6/2:6 an Position 2 chancenlos. Helmut Petermann war an Position 4 sehr knapp gescheitert (7:5/6:7/6:10).

Die Entscheidung musste in den Doppeln fallen. Hier gewannen Otte/Fischer ihre Partie souverän mit 6:2/6:2. Abeldt/Conring mussten sich allerdings gewaltig strecken, um nach nahezu fehlerlosem ersten Satz die Partie insgesamt für sich zu sichern (6:0/4:6/10:7). 

Zu den Zuschauern gehörte phasenweise auch Ailton. Der brasilianische Fußballstar mit Werder-Bremen-Legenden-Status war zufälliger Gast in der Halle in Wardenburg. Das Angebot der Hooksieler, ob er nicht vielleicht auch mal einen Tennisschläger in die Hand nehmen wolle, lehnte er allerdings ab. „Ivan Klasnic, der kann gut Tennis spielen. Ailton spielt Fußball.“ 

Seebadeverein lädt zu seiner nächsten Gesprächsrunde ein

Hooksiel (22. 2. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel lädt zu seinem nächsten „Gäste- und Bürgersnak“. Treffpunkt dafür ist Dienstag, 24. Februar, um 18 Uhr im Gästehaus. Im Zentrum der öffentlichen Veranstaltung steht der Bau einer „Adventure Golfanlage“ an der Hooksieler Wasserskianlage, die im Mai eröffnet werden soll. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung soll das weitere Vorgehen der Gemeinde bei der Suche nach einem Käufer für das ehemalige Feuerwehrgelände am Alten Hafen werden. Bekanntlich war ein Planungsbüro im vergangenen Jahr mit dem Versuch gescheitert, einen Hotelinvestor für den Ortskern von Hooksiel zu finden. Beim Gäste- und Bürgersnak vor vier Wochen hatten sich eine Reihe von Mitglieder des Seebadevereins als Alternative zu einem Hotels für eine Markthalle ausgesprochen. Angeblich soll es dafür auch einen potenziellen Investor geben. 

Auto von der Straße abgekommen

Hooksiel (22. 2. 2026) – Glück im Unglück hatte ein Autofahrer bei einem Unfall auf der Landesstraße zwischen Hooksiel und Waddewarden. Sein Wagen war am Freitag gegen 19.40 Uhr in der Nähe von Bottens nach einem Überholmanöver von der Straße abgekommen und im Straßengraben gelandet. 

Der Mann wurde nur leicht verletzt und konnte sein Fahrzeug noch selbstständig verlassen. Neben Polizei und Rettungsdienst waren die Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden vor Ort, die die Unfallstelle absicherten. Foto: Feuerwehr 

Skiterrassen
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Wangerland Touristik verkauft auch zweiten Campingplatz

Wangerland/Hooksiel (21. 2. 2026) – Nach dem Verkauf des Campingplatzes Hooksiel sucht die insolvente Wangerland Touristik GmbH jetzt auch einen Investor für ihren Campingplatz in Schillig. Das offizielle Bieterverfahren dafür ist eröffnet.

Die Campingplätze direkt an der Jade gehörten über Jahrzehnte zu den Profitcentern der Wangerland Touristik GmbH. Jetzt steht nach dem Verkauf des Areals in Hooksiel auch der Großcampingplatz in Schillig zum Verkauf. Archiv-Foto: hol

Es wird ein Käufer gesucht, der den Campingplatz mit seinen 1500 Stellplätzen mit der kompletten Infrastruktur und Ausstattung übernimmt und den Platz weiter betreibt. Ausdrücklich begrüßen würde es die WTG, wenn Bieter auch Angebote für ein Betreibermodell für die „Friesland-Therme“ in Horumersiel machen würden. Das kombinierte Hallen-Freibad mit Saunalandschaft war im vergangenen Jahr nach einem Defekt in der Heizungsanlage geschlossen worden.

Betreiber für „Friesland-Therme“ gesucht

Der Campingplatz liegt vor dem Deich unmittelbar an der Jade. Das rund 420.000 Quadratmeter große Grundstück ist vom Land Niedersachsen gepachtet. Im vergangenen Jahr verbuchte die WTG auf dem Platz 284.541 Übernachtungen. Zu dem Areal gehören mehrere Betriebs- und Sanitärgebäude. Für die Betreuung des Campingplatzes waren bei der WTG 18 Mitarbeiter beschäftigt, davon vier in Vollzeit. Zwei weitere Arbeitsplätze hängen an der „Friesland-Therme“.

In der Bekanntmachung zum Bieterverfahren weist die WTG ausdrücklich darauf hin, dass der Verkauf des Campingplatzes unter dem Vorbehalt steht, dass der Gläubigerausschuss und der Sachwalter des Insolvenzverfahrens dem zustimmen. Die Interessenbekundung ist unverbindlich. Neben der Höhe des gebotenen Kaufpreises werde der Zuschlag unter anderem auch vom touristischen Konzept des Bewerbers, von geplanten Folgeinvestitionen, der Übernahme der Mitarbeiter und einem schlüssigen Betreiberkonzept für die „Friesland-Therme“ abhängen. 

Millionen-Erlös erwartet

Mit dem erwarteten Millionen-Erlös aus dem Verkauf des Campingplatzes will die WTG ihrer finanzielle Lage aufbessern und einen Weg raus aus der laufenden Insolvenz in Eigenregie bahnen. Maßgebliche Ursache für die Schieflage des gemeindeeigenen Unternehmens war die Kostenexplosion beim Bau des „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel. Der Baupreis stieg von zunächst veranschlagten 4,8 Millionen Euro auf zuletzt erwartete 23 Millionen Euro. Eine Abschlussrechnung liegt bislang ebenso wenig vor wie eine detaillierte Aufarbeitung der Ursachen für die Kostenentwicklung. 

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Konzept fürs „Wangerland Resort“ geht offenbar auf

Wangerland (21. 2. 2026) – Das „Wangerland Resort“ will seine Infrastruktur für die Vereine in der Region öffnen. Das war die Botschaft eines Treffens mit Vereinsvertretern mit der Geschäftsführung der Urlaubsdestination in Hohenkirchen. Wie Geschäftsführer Bernd Niemeyer, zugleich Mitinhaber des Party- und Gruppenreise-Veranstalters Müller Touristik, gegenüber „Hooksiel-life“ sagte, bekenne man sich zu dem Gedanken, die Angebote des Hauses auch für Einheimische und Urlauber zu öffnen, die in anderen Quartieren abgestiegen sind. „Damit erzeugen wir einen echten Mehrwert für alle.“ 

Bernd Niemeyer im Resort Wangerland
Bernd Niemeyer ist mit dem ersten Jahr des „Wangerland Resort“ sehr zufrieden. Archiv-Foto: ol

Das „Wangerland Resort“ ist offiziell zum 1. Juni 2025 eröffnet worden. Die ersten Gäste übernachteten in der Hotelanlage aber bereits ab April. Damals waren die Umbauarbeiten in der ehemaligen Kaserne (bis 2003), die zwischenzeitlich als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde, noch voll in Gang. Und auch derzeit würden noch Rest- und Feinarbeiten erledigt, so Niemeyer. So etwa in einigen der 231 Zimmern. Und vor allem in der „Spielstadt“.

Spielstadt wird überholt

Die „Spielstadt“ ist ein beliebtes Kinder-Spielparadies in einer der ehemaligen Bundeswehrhallen. Sie war bereits fester Bestandteil vom „Dorf Wangerland“, das der Niederländer Henny van der Most bis 2022 in Hohenkirchen betrieben hat. Allerdings: Auch dieser Teil der Anlage war in die Jahre gekommen. Eltern beschwerten sich zunehmend.

„Unser Fokus hat zunächst nicht auf der Spielstadt gelegen“, räumt Niemeyer ein. Aktuell laufen allerdings Sanierungsarbeiten. Die „Spielstadt“ ist zurzeit geschlossen. Unter anderem erhält die Halle eine komplett neue Heizung. Nach den Worten von Niemeyer werden sämtliche Karussells auseinander genommen und neu aufgebaut. Zudem habe man eine ganze Reihe von Kettcars für den Außenbereich angeschafft. Voraussichtlich im März soll die „Spielstadt“ wieder an den Start gehen.

Gruppen und Einzelurlauber

Nach der offiziellen Statistik wurden im vergangenen Jahr im „Wangerland Resort“ rund zehn Prozent aller Übernachtungen im Gemeindegebiet gebucht. Es habe sich gezeigt, so Niemeyer, dass das Konzept aufgeht. Schwerpunkt außerhalb der Ferienzeiten ist die Vermietung der Quartiere für Klassenfahren. In 2025 waren bereits über 10.000 Schülerinnen und Schüler in Hohenkirchen.

Zielgruppe innerhalb der Ferien sind Party-Gruppen, Familien und Einzelreisende, die die Unterkünfte über den Reiseanbieter Tui buchen können. Ein drittes wirtschaftliches Standbein sollen Tagungen, Fortbildungen und Konferenzen werden.

Vielfältiges Angebot

Das „Wangerland Resort“, direkt am Wangermeer gelegen, punktet dabei bei seinen Gästen mit dem vielfältigen Angebot in der 16 Hektar großen, von Wasserwegen durchzogenen Anlage, zu der neben mehreren Restaurants und einer Eventhalle auch verschiedenste Sport- und Wellnessangebote samt Pool, Tretboot- und Kanufahrten, Bowlingbahn, Fitnessräume mit Kletterwänden und Großtrampolin sowie eine Skaterbahn gehören.

Der Weihnachtsmarkt im „Wangerland Resort“ wurde bis weit ins neue Jahr hinein gebucht. Foto: WR

Noch stärker für das regionale Publikum öffnen möchten die Macher der Anlage auch ihr Veranstaltungsprogramm in der „Wangerland Halle“. Hier haben schon im vergangenen Jahr eine Reihe von Konzerten, Partyabenden und Weihnachtsfeiern stattgefunden. „Wir hatten einen eigenen Weihnachtsmarkt aufgebaut“, schildert Niemeyer. „Der wurde noch bis Ende Januar zum Beispiel für Firmenfeiern gebucht.“

Gastspiel von Ross Antony

Auch für das laufende Jahr hat der Partymanager bereits eine ganze Reihe von Attraktionen auf dem Zettel. Die Weihnachtsshow „Christmas Moments“ soll auch 2026 wieder in Hohenkirchen erlebbar sein. Fest gebucht sind zudem Gastspiele von „De Höhner“ (im Herbst), dem Lets-Dance-Star und Entertainer Ross Antony (6. März) und der Neue-Deutsche-Welle Kultband „Extrabreit“ (14. März).

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Elternkino und Ratschläge zu sexualisierter Gewalt

Wangerland (21. 2. 2026) – Das  Familien- und Kinderservicebüro (FamKi) des Landkreises Friesland lädt für Dienstag 24. Februar, zum Elternkino ein. Im Stephanushaus in Hohenkirchen, An der Kirche 1, wird ab 19.30 Uhr der Dokumentarfilm „Liebe, Wut & Geschwisterbande“ gezeigt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erwünscht und möglich per E-Mail an fruehehilfen@friesland.de.

Der Film aus dem Jahr 2025 von Domenik Schuster behandelt die Frage, warum Geschwisterstreit Eltern an den Rand des Wahnsinns treiben kann und wie ein friedliches Miteinander möglich ist. Dabei wird insbesondere die Rolle der Eltern beim Schlichten des Streits hinterfragt. 

Ein Elternabend zur Frage „Wie kann ich mein Kind vor sexueller Gewalt schützen und es stärken?“ folgt am Donnerstag, 5. März. Beginn ist um 19 Uhr im Sitzungssaal des Kreisamtes, Lindenallee 1, in Jever. Die Teilnahme ist auch hier kostenfrei. Um Anmeldung bis Montag, 2. März, wird gebeten. Teilnehmende erhalten unter anderem Ratschläge, wie sie behutsam mit Kindern über das Thema sexualisierte Gewalt sprechen können und wie sie Kinder im Umgang mit dem Thema stärken. 

AWV: Zentralklinikum braucht Standort mit Perspektive

Friesland/Wilhelmshaven (20. 2. 2026) – Der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. (AWV) drängt auf eine möglichst schnelle Entscheidung über den Standort des geplanten Zentralklinikums für die Region. Der Beschluss des Kreistags des Landkreises Friesland und des Rates der Stadt Wilhelmshaven, gemeinsam die nächsten Schritte bei der Suche gehen zu wollen, sei zu begrüßen. 

Nun gelte es, das Verfahren voranzubringen, um zeitnah eine zukunftsfeste Gesundheitsversorgung für die Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Das sei um so wichtiger, da man von einem Realisierungszeitraum von rund zehn Jahren ausgehen müsse. 

Hinsichtlich der Standort-Kriterien sei, so der AWV, die Zukunftsfähigkeit der Jade Wirtschaftsregion entscheidend. Deshalb sollte ein Standort mit Entwicklungsperspektiven gewählt werden. „Wir brauchen ein leistungsfähiges Krankenhaus, das langfristig die Menschen der Region versorgen kann und Entwicklungsspielräume für kommende Generationen berücksichtigt“, heißt es in einer Erklärung.

Sollte es den Krankenhausträgern in Wilhelmshaven und Friesland nicht gelingen, eine Einigung herbeizuführen, erwarte der Verband, dass das Land Niedersachsen moderierend eingreife und Verantwortung übernehme, um eine zeitnahe Entscheidung sicherzustellen.