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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Tennisabteilung lädt zum Tag der offenen Tür in Hooksiel

Hooksiel (21. 8. 2026) – Die Tennisabteilung des SC Wangerland lädt für Samstag, 22. August, zu einem Tag der offenen Tür ein. Von 10 bis 16 Uhr sind interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf der Platzanlage des Vereins An der Jaderennbahn in Hooksiel willkommen.

Tennissasion

Die Tennisabteilung gehörte bis zur Fusion mit den Nachbarclubs Eintracht Wangerland und Rot-Weiß Tettens zum FC Nordsee Hooksiel. Der Verein nimmt mit zwei Herren-, einer Damen- und zwei Jugendmannschaften an Punktspielrunden teil. Darüber hinaus gibt es Spiel- und Trainingsrunden für Hobbyspieler.

Für den Tag der offenen Tür sind sportliche Einlagen und Präsentationen, Grillwurst, Kaffee und Kuchen, nette Gespräche  und vieles mehr geplant. Wer mag, kann natürlich selbst einen Tennisschläger in die Hand nehmen oder einen Termin für ein Schnuppertraining vereinbaren. 

Rätselraten über Lücke bei Einnahmen aus Parkgebühren

Wangerland (21. 8. 2026) – Die Haushaltslage der Gemeinde Wangerland ist mit Stand Ende Juli „solide“. Wie Gemeindekämmerer Arthur Wichmann vor dem Finanzausschuss des Gemeinderates ausführte, würden sich die allermeisten Einnahmeposten so wie erwartet entwickeln. Insbesondere bei den großen Einnahmeposten wie Gewerbesteuern, Grundsteuern, Schlüsselzuweisungen und Konzessionsabgaben sowie dem Anteil der Gemeinde an der Einkommensteuer lägen die tatsächlichen Einnahmen nahezu punktgenau auf Höhe der prognostizierten Ansätze, zum Teil sogar darüber.

Gästebeiträge mit Aufholpotenzial

Die Summe der von der Gemeinde eingezogenen Gästebeiträge, die im wesentlichen an die Tourismustochter Wangerland Touristik GmbH weitergeleitet werden, waren mit Stand Ende Juli aber noch ein gutes Stück von der erhofften Höhe entfernt. Neben den Jahresgästebeiträgen in Höhe von 320.000 Euro hat hat die Gemeinde bislang 1,95 Millionen Euro eingenommen.

Veranschlagt sind für das gesamte Jahr aber 3,2 Millionen Euro. Wichmann verwies darauf, dass Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr sehr spät Sommerferien hat, so dass die Zahl der Übernachten im August noch zulegen kann. „Hier besteht noch Aufholpotenzial.“

Ein zweites Sorgenkind sind die Parkgebühren. Die Gemeinde hofft hier für das gesamte Jahr auf Einnahmen von rund 350.000 Euro, allein von den kostenpflichtigen Parkplätzen der Gemeinde. Bislang wurden aber erst 155.000 Euro verbucht. Die Lücke wird kaum noch zu schließen sein.

Millionen-Förderung für Investitionen

Gründe dafür? Unbekannt. Möglicherweise, so eine Vermutung, würden mehr Autofahrern ihre Wagen in parkgebührenfreien Nebenstraßen abstellen. Eventuell würden aber auch mehr Autofahrer „vergessen“, ihre Gebühr zu entrichten. Dagegen spricht allerdings, dass die Parkplatz-Kontrolleure der Gemeinde unverändert intensiv die Parkplätze kontrollieren.

Erfreulich sei, so Wichmann, dass die Gemeinde 3,47 Millionen Euro nach dem Niedersächsischen Kommunalinfrastrukur-Fördergesetz bekommt. Das Geld stammt im wesentlichen aus dem Infrastrukur-Fördertopf des Bundes und soll die Investitionskraft der Kommunen stärken. Über die Verwendung kann die Gemeinde weitgehend eigenständig entscheiden. Die Mittel stehen bis 2036 bereit.

Auch für brave „Kampfhunde“ werden höhere Streuern fällig

Wangerland/Hooksiel (21. 8. 2026) – Der Hund ist brav. Sehr brav. Aber Vorsicht: Er ist ein Kampfhund, zumindest im allgemeinen Sprachgebrauch. Und nach der Klassifizierung der Hundesteuer-Gebührensatzung der Gemeinde Wangerland. Und dabei wird es nach eine entsprechenden Empfehlung des Finanzausschusses der Gemeinderates voraussichtlich auch bleiben.

Antrag von Hundehalter

Zum Leidwesen eines Hundehaltes aus Hooksiel. Er hatte den Antrag gestellt, dass die Gemeinde ihre Steuerpraxis ändert. Derzeit müssen Halter von „normalen“ Hunden 60 Euro im Jahr Steuer zahlen. Für einen „Kampfhund“ (American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, Pitbull-Terrier sowie deren Kreuzungen) werden 288 Euro fällig. Die Gemeinde will damit auch das Halten von potenziell gefährlichen Tieren unattraktiv machen.

Nach Ansicht des Hooksielers sollte der erhöhte Steuersatz nur Hunde treffen, deren Gefährlichkeit durch die zuständige Fachbehörde festgestellt wurde. Sein Hund sei tatsächlich nicht gefährlich und zudem sehe das Niedersächsische Gesetz über das Halten von Hunden keine generelle Einstufung bestimmter Hunderassen als gefährlich mehr vor.

Geltende Regelung zulässig

Gemeindekämmerer Arthur Wichmann wies im Ausschuss darauf hin, dass die bestehende rassebezogene Regelung der Hundesteuersatzung der Gemeinde gleichwohl rechtlich zulässig und auch gerichtlich bestätigt sei. Derzeit würden insgesamt 15 Hunde mit dem erhöhten Steuersatz belegt. Bei elf Hunden beruhe dies ausschließlich auf die Rassezugehörigkeit. Bei vier Hunden sei die Gefährlichkeit behördlich festgestellt worden. Bei einem vollständigen Verzicht auf die rassebezogene Besteuerung wäre nach Berechnung der Verwaltung mit jährlichen Mindererträgen von rund 2500 Euro zu rechnen.

Ausschuss gegen Änderung

Im Ausschuss stieß die Argumentation des Antragstellers durchaus auf Verständnis. Dennoch, so die Position der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP), lehne man den Antrag ab, weil bestimmte Hunderassen nach allgemeiner Einschätzung ein erhöhtes Gefährdungspotenzial aufweisen können. Wer sich für einen solchen Hund entscheide, wisse, dass hiermit eine höhere steuerliche Belastung verbunden ist. Die SPD schloss sich dieser Sichtweise an. Und auch die Wählergemeinschaft Pro Wangerland sprach sich gegen die Änderung aus.

„Hooksiel sicher“: Kuriose Verkehrsschilder bereichern das Ortsbild

Hooksiel (19. 8. 2026) – In der losen Artikelserie „Hooksiel sicher“ werden an dieser Stelle seit einigen Monaten verschiedene potenziell gefährliche Verkehrslagen erörtert, irreführende Beschilderungen kritisiert oder auch auch weitgehend unbekannte Vorschriften erläutert wie etwa die Park-Regel in verkehrsberuhigten Bereichen (nur auf gekennzeichneten Flächen) oder die Vorfahrtsbestimmungen in Tempo-30-Zonen (stets rechts vor links). Bei der Recherche sind auch einige Kuriositäten aufgefallen, die vielleicht nicht gefährlich, aber doch berichtenswert sind.

Kuriosität am Hooksieler Sengwarder Anteil. Auf dem Verkehrsschild, das vor möglicherweise kreuzenden Radfahrern warnt, fährt das Fahrrad von links nach rechts – und damit genau andersherum als bei allen anderen „Achtung Radfahrer“-Schildern. Foto: hol

Wer zum Beispiel von der Bäderstraße kommend in die Straße An der Jaderennbahn in Richtung Sportbootmarina der Wangerland Touristik und Sportanlage fährt, erreicht formal nie Hooksiel – könne also, da er außerhalb geschlossener Ortschaft unterwegs ist, auf der maroden Straße Tempo 100 fahren. Dass das nicht in Sinne der Verkehrssicherheit sein kann, liegt auf er Hand. Der schnöde Grund für die Irritation: Es fehlt ein Ortseingangschild.

Fahrt über den Deich unzulässig

Im weiteren Verlauf überquert die Straße hinter der „Muschel“ die zweite Deichlinie in Richtung Viethstraße/Soltwarf. Eine bei Radfahrern und Fußgang sehr beliebte Verbindung. Aber: Aus guten Gründen ist die Durchfahrt auf der geklinkerten, schon arg in Mitleidenschaft gezogenen Straße in Richtung Viethstraße für Kraftfahrzeuge gesperrt. Dennoch werden die Autofahrer bei der (unzulässigen) Überquerung des Deiches mit einem Verkehrsschild darauf hingewiesen, dass sie jetzt in eine Tempo-30-Zone einfahren.

Gut zu wissen, dass ab der Deichüberquerung in Richtung Viethstraße/Soltwarf eine Tempo-30-Zone beginnt. Allerdings: In diese Fahrtrichtung ist die Durchfahrt ohnehin für Kraftfahrzeuge aller Art verboten. Foto: hol

Überflüssig sind eine Reihe von Schilder, die an Straßen stehen, die die Autofahrer an Einmündungen zu verkehrsberuhigten Bereichen darauf hinwiesen, dass sie Vorfahrt haben. Etwa durch die so genannte „Rakete“ (Vorfahrt an der nächsten Einmündung). Begründbar ist das nur mit dem Prinzip „Doppelt hält besser!“. Denn auch das konnten Autofahrer bereits in der Serie „Hooksiel sicher!“ lernen: Wer aus einem verkehrsberuhigten Bereich hinausfahrt, etwa in eine Tempo-30-Zone, hat sich so zu verhalten, als würde er ein privates Grundstück verlassen. Er hat also nie Vorfahrt, unabhängig davon, ob er von rechts oder von links kommt.

Doppelt hält besser: Die Rakete auf dem Middeldiek signalisiert Autofahrern Vorfahrt an der Einmündung Tegeler Plate. Autos, die aus dieser Straße kommen, hätten aber ohnehin nie Vorfahrt, da die einen „verketrsberuhgten Bereich“ verlassen. Foto: hol

Amüsant auch ein Verkehrsschild, das Verkehrsteilnehmer warnt, die den Sengwarder Anteil in Richtung Ortsausgang unterwegs sind. Auf dem rechten Fußweg steht ein „Achtung“-Schild, das auf Radfahrer hinweist, die möglicherweise die Straße kreuzen könnten, weil sie in die Bohnenburger Reihe einbiegen möchten – eine beliebte Radtour.

Fahrrad fährt in falsche Richtung

So weit, so gut. Das Emblem auf dem Schild war stark verwittert und wurde kürzlich erneuert. Allerdings: Das aufgedruckte Fahrrad fährt jetzt – vermutlich als einziges im deutschen Verkehrsschilderwald – von links nach rechts über das Schild.

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wer die bereits erschienen Artikel im Rahmen der Serie „Hooksiel sicher“ lesen möchte, sollte im Suchfeld (oben links auf der Startseite) einfach „Hooksiel sicher“ eingeben. Anregungen, Hinweise oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.

Künstlerische „Spielereien“ als Herausforderungen

Hooksiel (20. 8. 2026) – Ab Sonntag, 23. August, ist wird das Künstlerhaus Hooksiel nach einer Wechselwoche wieder geöffnet sein. Freuen dürfen sich die Besucher auf den Berliner Künstler Marc Taschowsky.  Er stellt eine farbenfrohe Vielfalt an Objekten und Bildern aus. Zur offiziellen Eröffnung lädt Künstlerhausleiterin Renate Janßen-Niemann für Sonntag um11.15 Uhr ein.

Taschowsky hat an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig studiert und sein Studium mit dem Diplom der Freien Kunst abgeschlossen. Die mediale Bilderflut ist allgegenwärtig, schreibt er. Sie pflanze sich unbewusst in unseren kollektiven Bildspeicher ein.

Einem Maler wie Taschowsky bietet sie aber die Möglichkeit zu einen unerschöpflichen Zugriff auf Bildmotive jeder Art. Er ist spielerisch auf der Suche nach einem Zustand des Bildes, das ihn selbst überrascht und immer wieder neu herausfordert. 

Der auf dem Foto zu sehende Objekt trägt den Namen „Orangener Hund“. Die Ausstellung „Spielereien“, Malerei und Objekte ist dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr in der Langen Straße 16 in Hooksiel geöffnet. Der Eintritt ist frei. 

Thalasso: Pro Wangerland beleuchtet Explosion der Baukosten

Wangerland (20. 8. 2026) – Die Wählergemeinschaft Pro-Wangerland (WPW) lädt für Mittwoch, 26. August, alle interessierten Bürger zu einer öffentlichen Veranstaltung ein. Beginn ist um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Hohenkirchen amAlma-Rogge-Weg 4.

Thalasso metres Spa Logo
Wer oder was hat die Baukosten für das Thasos Meeres Spa in die Höhe getrieben? Mit dieser Frage will sich die Wählergemeinschaft Pro Wangerland in einer Wahlkampfveranstaltung auseinandersetzen. Archiv-Foto: hol

Die WPW will ihr Wahlprogramm für die kommende Legislaturperiode vorstellen und umfassend über den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel berichten. Der Schwerpunkt soll dabei bei den Gründen für die massiven Kostensteigerungen vor und während der Bauphase liegen. Dabei wolle man auch auf den Bericht des externen Gutachters eingehen, der im Auftrag der Gemeinde Wangerland Organisation, Abläufe und Rechnungen rund um das Projekt geprüft hat.

Der Zwischenbericht des Gutachters war kürzlich intern vorgestellt worden. Die Gemeinde lehnt es bislang ab, selbst unkritische Teile daraus zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich zu machen, um die laufenden strafrechtlichen Ermittlungen und mögliche Schadensersatz-Forderungen nicht zu gefährden.

GfW: Trabrennbahn-Beschluss notfalls wieder kippen

Hooksiel (20. 8. 2026) – Der Rat der Gemeinde Wangerland muss den Beschluss zum Erhalt der Hooksieler Trabrennbahn notfalls wieder kippen, wenn dadurch ein für Hooksiel attraktives Investitionsprojekt gefährdet wird. Das zumindest ist die Position der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (GfW), zu der sich CDU, Grüne und FDP zusammengeschlossen haben.

„Wir stehen voll und ganz hinter den Entwicklungsplänen von NPorts für das Freizeitgelände“, betont Gruppen-Sprecherin Alice Brandenburg-Bienek gegenüber „Hooksiel-life“. Die CDU-Politikerin hatte am Dienstag im Gemeindeentwicklungs-Ausschuss auf den bereits am 15. Juni nicht-öffentlich gefassten Beschluss des Verwaltungsausschusses der Gemeinde hingewiesen, wonach die Trabrennbahn am Rande des Freizeitgeländes erhalten bleiben soll.

Aus Sicht der GfW-Gruppe sei der Beschluss so zu verstehen, dass die Gemeinde den Wunsch habe, dass die Trabrennbahn am bisherigen Standort verbleibt. Falls das nicht gehe, müsse man nach einem neuen Standort für die Pferdesportler suchen. Auf keinen Fall aber, so Alice Brandenburg-Bienek, wolle man mit der Festlegung die Planung und die Gespräche von NPorts mit möglichen Investoren torpedieren.

Überrascht worden war im Ausschuss von dem Hinweis auf den Beschluss des Verwaltungsausschusses auch Marko Meyer, Leiter der Immobilienabteilung der NPorts-Niederlassung Wilhelmshaven. Wie mehrfach berichtet, möchte die landeseigene Hafengesellschaft „Niedersachsen Ports“ als Eigentümerin der Flächen des Freizeitgeländes das Gebiet für Freizeit- und Tourismuszwecke entwickeln. Für das ortsnah gelegene Gelände der Trabrennbahn hatte man bislang nach Investoren für ein Hotel oder einen Ferien-Domizil gesucht.

Um Baurecht für Vorhaben welcher Art auch immer zu schaffen, müssen aber zunächst Bebauungspläne entwickelt und beschlossen werden. Die sollen jetzt auf Kosten von NPorts entwickelt werden. Rechtskräftig werden die aber nur durch einen Beschluss des Gemeinderates.

Nach Kandidatur für AfD fristlose Kündigung durch Mission

Wangerland/Jever (19. 8. 2026) – Martina Müller, Kandidatin der AfD für ein Mandat im Gemeinderat der Gemeinde Wangerland und im friesländischen Kreistag, hat durch ihr Bekenntnis zu der in Niedersachsen als „gesichertrechtsextrem“ eingestuften Partei ihren Job verloren. Wie die Partei mitteilt, wurde wurde die angehende Kommunalpolitiker am 17. August von ihrem Arbeitgeber, der mission:lebenshaus gGmbH, fristlos gekündigt.

Martina Müller: „Ich bin schwer enttäuscht“

Zuvor habe der Arbeitgeber Martina Müller noch aufgefordert, bis zum 7. August ihre Kandidaturen zurückzuziehen. Andernfalls würde man arbeitsrechtliche Schritte bis hin zur Kündigung einleiten. Die Wangerländerin arbeitet seit Mitte 2011 bei der mission:lebenshaus gGmbH und ist zudem 1. Vorsitzende der Mitarbeitervertretung.

„Meine langjährige Tätigkeit habe ich mit Überzeugung und Verantwortung gelebt und mich stets für die Belange und Interessen der Beschäftigten eingesetzt“, so Martina Müller. „Ich bin schwer enttäuscht davon, dass mein Arbeitgeber nach so langer vertrauensvoller Zusammenarbeit versucht, mich zu nötigen und meine berufliche Existenz bedroht, nur weil ich mich auch für die Mitmenschen in meiner Gemeinde und meinem Landkreis künftig einsetzen möchte.“

Mission ist Teil der Diakonie

Die mission:lebenshaus gGmbH ist eine 100-prozentige Tochter des Vereins für Innere Mission in Bremen und unterhält sechs stationäre Hospize in Norddeutschland, unter anderem in Jever, Varel und Wilhelmshaven. In einer heute verbreiteten Stellungnahme bestätigt der Verein die Darstellung.

Der Verein für Innere Mission sei Teil der evangelischen Kirche sowie auch Teil der Diakonie und erfülle seit 177 Jahren seinen Auftrag auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes. „Die unantastbare Würde jedes Menschen, Nächstenliebe, Respekt, Teilhabe, Solidarität sowie die besondere Verantwortung für Menschen in vulnerablen Lebenslagen sind zentrale Grundlagen unseres Handelns.“

Grundsätzlich arbeite man nicht nicht mit Personen, Organisationen oder Netzwerken zusammen, deren Handeln oder vertretene Positionen im Widerspruch zu den grundlegenden Werten von Kirche und Diakonie stehen. Dabei gehe es nicht um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Partei oder Organisation als solche. Entscheidend sei die Frage, ob Haltungen, Positionen und öffentliches Handeln mit dem kirchlich-diakonischen Auftrag und den daraus folgenden Loyalitätsanforderungen vereinbar seien.

Kein Platz für Ausgrenzung von Menschen

„Die mission:lebenshaus gGmbH verhält sich parteipolitisch neutral – aber wir ergreifen Partei, wenn es um genau die Menschen geht, die bei uns entscheidende Unterstützungsleistungen suchen“, wird in der Erklärung betont. „Wenn also Menschen und Gruppen von wiederum anderen Menschen, Gruppen und auch Parteien abgewertet und ausgegrenzt und zu Bürgerinnen und Bürgern zweiter Klasse degradiert werden, dann müssen wir uns dem mit aller Entschiedenheit entgegenstellen.“

Man habe die Kandidatur der Mitarbeiterin für die „Alternative für Deutschland“ bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen sorgfältig geprüft. Das Ergebnis: „Nach unserer Auffassung steht die aktive Kandidatur für eine als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Organisation in einem schwerwiegenden Spannungsverhältnis zu den Grundwerten und dem Auftrag von Kirche und Diakonie.“ Und weiter: „In unseren Einrichtungen können Menschen in vulnerablen Lebenslagen darauf vertrauen, dass wir ihnen mit Achtung und Empathie begegnen und unabhängig von Herkunft, Nationalität, Religion, Weltanschauung, sozialem Status oder persönlicher Lebenssituation für ihre Würde und ihre Rechte eintreten.“

Man sehe sich mit der Kündigung auf Grundlage des Grundgesetzes und der geltenden kirchlichen und arbeitsrechtlichen Regelungen.

Sichert: Unfassbarer Vorgang

Martin Sichert, Kreisvorsitzender der AfD Friesland-Wittmund, stuft die Kündigung hingegen als „unfassbar“ ein. Arbeitgeber hätten die Pflicht, Mitarbeiter für Arbeit im Gemeinderat und Kreistag freizustellen und ihnen diese Arbeit zu ermöglichen. „Ich hätte mir nie träumen lassen, dass es Arbeitgeber gibt, die so demokratiefeindlich sind, dass sie Mitarbeiter abmahnen und sogar kündigen, nur weil diese für die aktuell in Umfragen stärkste politische Partei kandidieren.“

Gerade Unternehmen im Umfeld der Diakonie, die massiv von staatlichen Geldern finanziert würden, hätten eine eine besondere Neutralitätspflicht. „Ich fordere den diakonischen Träger auf, die Kündigung und die Abmahnung mit sofortiger Wirkung zurückzuziehen.“ 

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Gemeinde will eine Pferderennbahn für Hooksiel erhalten

Hooksiel (19. 8. 2026) – Der Rat der Gemeinde Wangerland will eine Trabrennbahn für Hooksiel erhalten. Einen entsprechenden Beschluss habe der Verwaltungsausschuss bereits am 16. Juni in nicht-öffentlicher Sitzung gefasst, sagte die Sprecherin der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“, Alice Brandenburg-Bienek (CDU), am Dienstagabend im öffentlich tagenden Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung.

Sportstätte oder Hotelstandort? Die Zukunft des Areals der Hdooksieer Trabrennbahn ist ungewiss. Foto: hol

Überrascht von dieser klaren Festlegung wurden nicht nur die Zuhörer, sondern auch Marko Meyer, für Immobilienentwicklung zuständiger Abteilungsleiter bei NPorts Wilhelmshaven. Der landeseigenen Hafengesellschaft gehört das Hooksieler Freizeitgelände zwischen der Bäderstraße und dem Hooksmeer einschließlich der Trabrennbahn. NPorts möchte die in den 1970er Jahren im Zuge der Aufspülung des Voslapper Grodens und dem Bau der Hooksieler Seeschleuse entstandenen, etwa 200 Hektar großen Flächen von der zweiten Deichlinie am ehemaligen Hallenwellenbad bis einschließlich der Flächen am Außenhafen für Tourismus- und Freizeitzwecke entwickeln.

Bauleitplanung fürs Freizeitgelände

Der Gemeinderat steht den Plänen grundsätzlich positiv gegenüber. „Das ist wirklich toll“, sagte Holger Ulfers (SPD). Ohne Gegenstimmen segnete der Ausschuss die Entwürfe für die Aufstellung von drei Bebauungsplänen ab, über die nach mehreren Beteiligungsstufen Baurecht entstehen soll. Einmal geht es dabei um eine Fläche zwischen Trabrennbahn und Sportplätzen bis in Höhe Surfgelände. Darüber hinaus soll ein Gebiet im Bereich Hooksieler Werft und Wasserskianlage überplant werden. Und zum dritten möchte NPorts am Außenhafen Baurecht für ein Hafenservicegebäude mit Gastronomie schaffen.

NPorts-Vertreter hatten die zusammen mit einer privaten Immobilien-Entwicklungsgesellschaft erarbeiteten Überlegungen schon mehrfach vorgestellt. Dabei lag stets ein Schwerpunkt bei der künftigen Nutzung des Trabrennbahn-Areals. Hier sieht NPorts die Chance, Investoren für einen Hotelbau oder einen Ferienpar zu finden.

Investoren für Projekte gesucht

Auf die Frage aus dem Ausschuss, ob die Entwicklung des Freitzeitgeländes auch ohne die Nutzung des Trabrennbahn-Geländes vorstellbar sei, antwortete Meyer ausweichen. „Das entscheiden allein die Investoren.“ Bislang sehen die NPorts-Pläne für das weitere Gelände eine weniger intensive Nutzung vor. Denkbar sein etwa ein Baumhotel, Hausboote oder eine Tinyhouse-Siedlung.

Im Bereich Werft/Wasserskianlage soll im wesentlichen die vorhandene Entwicklung abgesichert werden. Neu in der Planung: An der Bäderstraße rückwärtig des Hooksieler Badestrandes in Höhe von Strandhaus 1 und Strandhaus 2 könnte sich NPorts eine so genannte „Aktionsfläche“ für Veranstaltungen wie etwa Konzerte vorstellen. Das wäre auch aus Sicht des Hooksieler Gewerbevereins-Vorsitzenden Tobias Geisen, der dem Ausschuss als Beisitzer angehört, eine ideale Ergänzung zur geplanten Umgestaltung des Hooksieler Badestrandes selbst.

Aktionsfläche hinter dem Badestrand

Ratsherr Immo Müller (UWW), zugleich Vorsitzender des Hooksieler Rennvereins, der die Trabrennbahn nutzt, regte an, die Aktionsfläche mit der Trabrennbahn zu kombinieren. Schon jetzt würden auf dem Rennareal auch andere Veranstaltung wie Autotreffen und Festivals stattfinden. Meyer zeigte sich skeptisch, ob das eine gute Idee sei. Nach der bisherigen Planung wolle man lautstarke Aktivitäten möglichst weit von den ruhigen Wohn- und Erholungsbereichen entfernt halten.

Ulfers regte an, notfalls die Trabrennbahn zu verlegten – und zwar im Freizeitgelände in Richtung geplanter Aktionsfläche. Hier sehen die Pläne von NPorts den Erhalt des vorhandenen Waldes vor. Ulfers hielt dem entgegen, dass von einem Wald nie die Rede gewesen sei, als das Freizeitgelände als Kompensation für die Belastungen Hooksiels durch die Industrie auf dem Voslapper Groden aufgespült worden ist.

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Löcher unter Bushaltestelle Gefahrenpunkt für Schulkinder

Hooksiel (19. 8. 2026) – Schon seit Tagen läuft der Schulunterricht wieder – und damit der Schulbusverkehr, der unter anderem Kinder aus Hooksiel in die weiter führenden Schulen nach Hohenkirchen oder Jever befördert. Auf Unverständnis stößt deshalb bei Hooksielern aus dem Bereich Schmidtshörn, dass die dortige Bushaltestelle in Fahrtrichtung Horumersiel alles andere als verkehrssicher ist.

Die Bushaltestelle in Schmidtshörn ist erheblich unterhölt. Gabriele Maschmann gehört zu den Anwohnern, die das überhaupt nicht in Ordnung finden. Zumal Schulkinder in die Löcher treten und sich verletzen könnten. Foto: hol

Die Betonbodenplatte der Haltestelle ist massiv unterhöhlt. Entweder wurde hier Erde durch Starkregenfälle weggespült oder Maulwürfe und Kaninchen haben ganze Arbeit geleistet. Jedenfalls ragen die Ränder der Erdlöcher über die Kanten der Betonplatten hinaus. „Ein unbedachter Schritt und es könnte sich jemand verletzten“, beklagt die Anwohnerin.

Bushaltestelle wird saniert

Dabei ist die Gefahrenstelle längst bekannt. Seit etlichen Tagen weist eine Bake auf die Löcher hin. Immerhin. Aber ein Bautrupp, der mit ein paar Schippen Sand das Problem an der Haltestelle an der Landesstraße 810 beheben könnte, war bislang nicht in Sicht. „In Ordnung ist das nicht“, so die Meinung der Hooksielerin und einiger ihrer Nachbarn.

Allerdings: Dass sich niemand um die Sanierung kümmert, ist so nicht richtig. Die Gemeinde Wangerland hat sich an die für die L 810 und auch für die Unterspülung an der Bushaltestelle Schmidtshörn 5 zuständige Straßenmeisterei des Landes gewandt. Die hoffnungsvolle Auskunft von dort: „Wir haben die Baustelle auf dem Schirm. Bis Donnerstagmittag wollten wir das erledigt haben.“

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