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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Spaß beim Besenwerfen trotz Schnee und Eisglätte

Hooksiel (16. 2. 2026) – Der Hooksieler Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) wirbt um neue Mitglieder. Erste Nutznießer davon waren am Rosenmontag die Teilnehmer am traditionellen Besenwerfen. Einer der Teilnehmer: Tobias Geisen.

Der neu gewählte HHG-Vorsitzende nutzte die Runde, um für die Interessenvertretung zu werben. Das Ohr der anderen Werfer war ihm dabei sicher. Immerhin übernahm der HHG als Sponsor der Veranstaltung die Kosten für Speis und Trank. Gut 30 Hooksieler waren dem Ruf von Lars Reiners und Patrick Obst als Organisatoren des Besenwerfens gefolgt.

Vom Gelände der Zimmerei Langenhorst im Hooksieler Gewerbegebiet aus zogen die Werfer – nach der Begrüßung und einem von Sascha Keemann (Foto) vorgetragenen Fastnachtslied – zunächst zu einigen Handwerksbetrieben und später durch Gaststätten im Ort. 

Der sportliche Ehrgeiz trat dabei in diesem Jahr ein wenig in den Hintergrund. Schon aus Sicherheitsgründen. „Passt bloß auf beim Anlauf“, warnte Reiners. „Es ist höllisch glatt.“ Das Besenwerfen ist eine Mischung aus Weit- und Zielwurf mit einem Reisigbesen, bei dem die in Mannschaften aufgeteilten Werfer gegeneinander antreten. 

Gutachter sollen Standort für ein Zentralklinikum finden

Wangerland (16. 2. 2026) – Der Landkreis Friesland und die Stadt Wilhelmshaven wollen als Träger der „Friesland Kliniken“ und des „Klinikums Wilhelmshaven“ in dieser Woche den nächsten Schritt in Richtung den Bau eines Zentralklinikums gehen. Auf einer gemeinsamen Sitzung von Kreistag und Rat der Stadt soll am Mittwoch, 18. Februar, der Fahrplan für die Suche nach einem geeigneten Standort für das Großkrankenhaus beschlossen werden.

100 Millionen Euro hat das Land Niedersachsen bereits für den Teilneubau des Klinikums Wilhelmshaven bewilligt. Zu sehen ist von dem Projekt bislang nur eine Baugrube. Offen ist, inwieweit die Förderung auf den Bau eine Zentralklinikums übertragen werden kann. Foto: hol

Sitzung in Horumersiel

Im Kern geht es um den Auftrag für Fachgutachten, die die Suche nach einen optimalen Standort und die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit des Projektes wissenschaftlich absichern sollen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 15 Uhr im Kursaal in Horumersiel

Neben den beiden vorhandenen Klinik-Standorten sollen die Gutachter zumindest ein weiteres, mindestens neun Hektar großes, möglichst gut erschließbares Grundstück identifizieren, das von den Patientinnen und Patienten in Wilhelmshaven und Friesland in maximal 30 Minuten zu erreichen wäre. Die Zentralität ist das wichtigste Kriterium bei der Standortsuche, aber nicht das einzige. Hinzu kommen eine Fülle von Fragen zur Wirtschaftlichkeit und zur Förderfähigkeit des Großprojektes. 

Offene Fragen zu Fördergeldern

Beide Krankenhaus-Gesellschaften belasten die Haushalte ihrer Trägerkommunen aktuell jährlich mit Zuschussbedarfen in Höhe von mehreren Millionen Euro. Dennoch dürfte es auch von den Rahmenbedingungen von Seiten des Bundes und des Land abhängen, ob sich Friesland und Wilhelmshaven einen mehrere Hundert Millionen Euro teuren Neubau leisten können. 

Eine Frage, die dabei zu klären sein wird: Inwieweit können die 100 Millionen Euro, die das Land Niedersachsen bereits für den Teilneubau des Klinikums Wilhelmshaven bewilligt hat, auf ein neues Projekt übertragen werden? Eine andere: Müssen Fördergelder, die bereits für Projekte in den bestehenden Kliniken ausgezahlt wurden, wieder zurückgezahlt werden, wenn der jeweilige Standort zugunsten eines Zentralklinikums aufgeben wird?

Sind Gutachten verbindlich? 

Unabhängig von den fachlichen Fragen gibt es im Oberzentrum Wilhelmshaven und im bevölkerungsstärkenen Friesland politische Kräfte, die das Zentralklinikum jeweils für ihre Kommune reklamieren. Unklar ist vor diesem Hintergrund, welche Verbindlichkeit der Standortsuche zukommt. Die Sorge zum Beispiel von Oberbürgermeister-Kandidatin Dr. Eva-Maria Haarmann: „Was passiert, wenn einem der beiden Auftraggeber das Ergebnis der Gutachter nicht gefallen sollte? Beginnen wir dann von vorne?“

Bunter Karneval im Wangerland mit „Schlick, Schlick, Granat!“

Wangerland/Hooksiel (16. 2. 2026) – Auch die Wangerländer können Karneval. Den Nachweis dafür hat das Wochenende erbracht. Beim Frauenkarneval im Kursaal in Horumersiel zeigen sich über 300 originell verkleidete Frauen von ihrer närrischen Seite – ganz ohne Männer, dafür mit viel guter Laune.

Mit Krückstock und Rollator zum Frauenkarneval. Auch die Oma-Gruppe hatte viel Spaß beim närrischen Treiben in Horumersiel. Foto: privat

Beeindruckend beim Frauenkarneval vor allem die Vielfalt der Kostüme. Hier die Blümchen-Mädchen, dort weibliche Fantasie-Gestalten, gleich daneben die Oma-Gruppe, die Charleston-Damen und der orientalische Harem (natürlich mit Kamelen). Das Organisationsteam mit Frauke Werdermann, Kirsten Oltmanns, Nantke Martsfeld, Svenja Beneke und Linda Ühre wurde dafür mit reichlich Applaus und einem donnernden „Schlick, Schlick, Granat!“ bedacht, berichten Teilnehmerinnen. 

In Hooksiel feierten gut 100 ebenfalls zumeist verkleidete Jecken den Handwerkerball. Und auch beim Kinderkarneval in den Skiterrassen in Hooksiel, im Kursaal in Horumersiel und in Waddewarden ging es hoch her. Der in den vergangen Jahren von der Initiative „Weil wir Hooksieler sind!“ organisierte Rosenmontagslauf mit Teufelsgeigern und schwarzen Männern musste leider ausfallen. 

Hooksieler Tennisspieler in Wilhelmshaven chancenlos

Hooksiel (16. 2. 2026) – Die ü50-Tennis-Mannschaft des SC Wangerland/FC Nordsee Hooksiel hat bei ihrem Auswärtsspiel bei der JTG-Wilhelmshaven die erwartete Niederlage kassiert. Das Team um Mannschaftsführer Thomas Otte musste sich mit 0:6 geschlagen geben, obwohl das Endergebnis einen falschen Eindruck vom Geschehen vor Ort vermittelt. 

Die Zuschauer bekamen insgesamt hochklassigen Sport zu sehen, bei denen die Hooksieler über weite Strecken gut mithielten. Lediglich der wichtige letzte Punkt in den Spielen ging meist an die JTG.

So leisteten Thomas Otte an Position 1 gegen Frank Gerdes (2:6, 1:6) und Thorsten Csikos an 2 gegen Goshtasbian Kambiz (2:6, 0:6) erhebliche Gegenwehr, blieben auf dem für sie ungewohnten Hartplatzbelag der JTG-Halle aber letztlich chancenlos. Ähnlich erging es Jan Alter gegen Rainer Dörnath (3:6, 3:6) und Mirko Ortmanns gegen Gregor Koch (2:6, 2:6).

Wähnend der erste Doppel Ortmanns/Reiner Meints gegen Koch/Andreas Stiller (0:6/0:6) ebenso deutlich verloren ging, schnupperte das Duo Csikos/Helmut Petermann gegen Kambis/Dirk Haar im zweiten Doppel zumindest an einem Matchgewinn und musste sich erst im Tiebreak geschlagen geben (4:6/7:6/8:10).

Ähnlich schwer dürfte die Aufgabe für die Hooksieler in ihrem nächsten Spiel werden. Am Sonntag, 8. März, erwartet die Mannschaft in der Halle in Varel den Spitzenreiter der Bezirksklasse TV Brake. Spielbeginn: 12 Uhr. 

Auto von der Kreisstraße abgekommen

Wangerland (16. 2. 2026) – Bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Oldorf wurde am Freitag eine Person leicht verletzt. Wie die Polizei mitteilte, kam ein Autofahrer mit seinem Pkw kurz nach 18 Uhr aus ungeklärter Ursache von der Kreisstraße 89 (Oldorf Richtung Tettens) ab.

Der Fahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und landet mit dem Wagen in einem Straßengraben. Der Mann wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit. Leitpfosten und Berme wurden beschädigt.

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Urkunden für Funktionsträger der Freiwilligen Feuerwehr

Wangerland/Hooksiel (15. 2. 2026) – Im Rahmen einer Gemeindekommando-Sitzung der Freiwilligen Feuerwehr Wangerland hat Bürgermeister Mario Szlezak in Wiarden zahlreiche Ernennungsurkunden und Bestellungsurkunden an die Funktionsträger der Feuerwehr ausgehändigt. Unter anderem an Jörg Nöchel. Die Amtszeit des Ortsbrandmeisters der Ortswehr Hooksiel verlängert sich damit um fünf Jahre bis Mitte 2031.

Weitere Ernennungen erhielten Jörn Peters für seine Funktion als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortswehr Hohenkirchen sowie Harald Scheuern als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortswehr Minsen.

Darüber überreichte Szlezak an weitere Funktionsträger die Bestellungsurkunde zum Verwaltungsvollzugsbeamten und Brandbekämpfung im Gebiet der Gemeinde Wangerland: Carsten Held, Tim Becker (beide Neugarmssiel), Dr. Thomas Große (Hooksiel), Jens Brämer und Harald Scheuern (beide Minsen), Jörn Peters und Carsten Rohlfs (beide Hohenkirchen), Ihno Gerdes und Malte Schürmann (beide Waddewarden) sowie Frank Szlezak (Tettens). 

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Gemeinde Wangerland bleibt eine „Fairtrade-Kommune“

Wangerland (14. 2. 2026) – Die Gemeinde Wangerland bleibt Fairtrade-Gemeinde. Da die Kommune weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne erfüllt, wurde der Titel jetzt für zwei Jahre verlängert.

Freuen sich über die Verlängerung der Fairtrade-Auszeichnung: (von links) Bürgermeister Mario Szlezak mit den Mitgliedern der Steuerungsgruppe Bianca Siuts (Gemeinde), Angelika Kirschner (Gemeinderat), Fairtrade-Sprecherin Anke Müller, Mario Krar (Wirtschaft) und Thomas Hayen (Gemeinde). Nicht auf dem Bild: Martina Schloms (Zivilgesellschaft) und Manuela Stoppe (Wirtschaft). Foto: Gemeinde

„Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels im Wangerland“, so Bürgermeister Mario Szlezak. „Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass die Gemeinde Wangerland dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Fünf Kriterien erfüllt

Vor sechs Jahren, am 2. Januar 2020, erhielt die Gemeinde Wangerland von dem gemeinnützigen Verein Fairtrade Deutschland e.V. erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel. Dafür mussten nachweislich fünf Kriterien erfüllt werden. Der Bürgermeister und der Rat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest. Eine Steuerungsgruppe, geleitet von der Hooksielerin Anke Müller, koordiniert alle Aktivitäten. In Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten. Die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit – und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Im Wangerland gibt es unter anderem „faires Frühstück“, faire Einschulungen, bei denen Fairtrade-Baumwolltaschen mit fairer Schokolade und anderen Materialien an Schülerinnen und Schüler verteilt werden. Zu den Aktionen gehörten beispielsweise in den beiden zurückliegenden Jahren faire Filme und das Theaterstück „Fairsein – Wie geht das?“ in der Oberschule Hohenkirchen, eine Fairtrade-Aktion beim Hooksieler Spielefest und ein Kaffeespaziergang.

Engagement anerrkannt 

„Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement“, sagt Anke Müller. Die Steuerungsgruppe würde sich über weitere Mitglieder freuen, etwas aus den Bereichen Kirche und Schule. 

Die Fairtrade-Towns-Kampagne bietet der Gemeinde Wangerland und über 820 weiteren Fairtrade-Towns in Deutschland konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung nachhaltiger Entwicklungsziele. Das Motto: „Global denken, lokal handeln.“ Weitere Informationen unter www.erdeundflut.de/fair-trade-gemeinde-wangerland/, www.fairtrade-towns.de und https://h7.cl/1jOZd.

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Thalasso Meeres Spa öffnet Meerwasserbecken für Schwimmkursus

Wangerland (14. 2. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) bietet ab März Schwimmunterricht im Thalasso Meeres Spa (TMS) an. Am 2. März soll ein Seepferdchen-Kursus für Kinder ab fünf Jahren beginnen, an dem sechs Kinder teilnehmen können. „Bei einer hohen Nachfrage besteht die Möglichkeit, einen weiteren Kursus anzubieten“, sagt WTG-Geschäftsführer Torsten Riedel

Kinder ans Wasser zu gewöhnen. Das ist das Ziel der Schwimmkurse, die die WTG im Thalasso Meeres Spa anbietet. Foto: WTG

Mit dem Angebot schließt die WTG eine Lücke im Gemeindegebiet. Nach der Schließung der Schwimmbäder in Horumersiel und Hooksiel gibt es kein Großbecken mehr für den Schwimmunterricht. Das TMS verfügt über ein Meerwasserbecken, das die Möglichkeit bietet, Kindern die Grundlagen des Schwimmens zu vermitteln. Mit dem Angebot will die WTG einen Beitrag leisten, die hohe Nachfrage nach Schwimmkursen im Wangerland ein Stück weit zu decken.

In zehn Einheiten sollen den Kindern das Gleiten, Tauchen und erste Armzüge im Wasser vermittelt werden. Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer Schritt für Schritt ans sichere Schwimmen heranzuführen und sie behutsam auf die Prüfung für das Seepferdchen-Abzeichen vorzubereiten, die am Ende des Kurses steht. Frühe Schwimmförderung gilt als wichtiger Beitrag zur Sicherheit von Kindern im Wasser. 

„Mit dem Kursangebot im Thalasso Meeres Spa möchten wir Familien dabei unterstützen, ihren Kindern ein sicheres und positives Erlebnis im Wasser zu vermitteln“, so Riedel. Die Schwimmstunden finden einmal wöchentlich, jeweils montags von 16.15 bis 17.15 Uhr, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 120 Euro pro Kind. 

Verdreckte Küchen, abgelaufene Lebensmittel und defekte Kühlungen

Friesland/Wangerland (13. 2. 2026) – Der Verbraucherschutz gehört zu den Kernaufgaben der Veterinärämter. Allein im Zeckverbandsgebietes des Veterinäramtes Jade Weser (Friesland, Wilhelmshaven, Wittmund, Wesermarsch) sind etwa 4.600 Betriebe im Lebensmittelbereich überwachungspflichtig. Wie aus dem Jahresbericht des Amtes hervorgeht, wurden 2025 insgesamt 2012 Kontrollen durchgeführt. 

Jahresbericht des Veterinäramtes

Dabei gab es eine Fülle von Beanstandungen. Bemerkenswert sind insbesondere Verstöße wegen unzureichender Einhaltung der Basishygiene und Mängeln bei der Reinigung und Desinfektion der Betriebe. „Dies führte im Jahr 2025 zu insgesamt 14 vorübergehenden Betriebsschließungen, die in manchen Fällen über mehrere Tage und mehrere Nachkontrollen aufrechterhalten werden mussten“, heißt es im Bericht.

Von den 14 Betreiben, die zumindest zeitweise schließen mussten, lagen nach Angaben des Amtes sieben in Wilhelmshaven, drei in der Wesermarsch, einer in Wittmund und drei im Landkreis Friesland; davon einer in Jever und zwei im Wangerland. Auch ein Hooksieler Betrieb musste zeitweise schließen.

Beschwerden von Kunden

Grund für Kontrollen sind häufig Beschwerden von Kunden. Bei einer Inspektion in einer Speisegaststätte etwa seien zahlreiche gravierende Hygienemängel festgestellt worden, die umgehend behoben werden mussten. Die Fußböden waren mit angetrockneten Rückständen behaftet, die Küchenräume sowie die Arbeitsflächen extrem verunreinigt. In den Kühlschränken lagerten nicht abgedeckte Lebensmittel, die teilweise bereits angetrocknet waren. Besonders besorgniserregend sei der Zustand einer Wandfläche sowie der Bierkühlung gewesen, die schimmelähnlich verunreinigt waren, berichtet das Veterinäramt. 

Der Betreiber der Gaststätte habe sich entschlossen, eine zum Zeitpunkt der Kontrolle laufende Feier aufzulösen und die Gasstätte freiwillig für eine gründliche Reinigung zu schließen. Schon am Folgetag habe er sein Restaurant nach Abnahme durch die Überwachungsbehörde wieder öffnen können. 

Nach Grundreinigung wieder geöffnet

Etwa vier Wochen dauerten die nötigen Reinigungs- und Renovierungsarbeiten in einer Pizzeria. Hier war die Lebensmittel-Überwachung auf erhebliche Hygienemängel nach einem Brand aufmerksam geworden. Arbeitsflächen, Fußböden, die verwendete Geräte und insbesondere auch die Kühl- und Tiefkühleinrichtungen seien stark verunreinigt und die Decke mit dunkelbraunen Rückständen bedeckt gewesen. Zudem habe man abgelaufene und teilweise schimmelige Lebensmittel gefunden. Die Warmwasserzufuhr zum Abwaschen des Geschirrs habe nicht funktioniert und auch die sanitäre Einrichtung wies erhebliche Mängel auf. 

Eine Teilschließung des Betriebes und ein hohes Bußgeld verhängten die Kontrolleure gegen einen Fleischereibetrieb. Dem Veterinäramt waren Bilder von einem privaten Pkw zugespielt worden, in dessen Kofferraum eine große Menge Fleisch unverpackt und ungekühlt transportiert worden war. „Neben dem unhygienischen Transport konnte auch die Herkunft des Fleisches nicht vollständig geklärt werden. Somit musste dieses Fleisch unschädlich entsorgt werden“, berichten die Kontrolleure. 

Umgehend schließen und eine umfangreiche Grundreinigung vornehmen musste ein gut besuchter Fischimbiss. Auch hier sei eine Beschwerde eines Kunden der Auslöser für eine Kontrolle gewesen. „In den sehr beengten Räumlichkeiten war eine ordnungsgemäße Herstellung von Fischerzeugnissen aufgrund der Hygienemängel und Fehler im Herstellungsprozess nicht möglich gewesen.“ 

Strafanzeige gegen Imbiss-Betreiber

Ein besonders uneinsichtiger Wiederholungstäter, so die Lebensmittel-Kontrolleure, sei erneut auf einem Wochenmarkt angetroffen worden. Er habe trotz bestehender Ordnungsverfügung wiederholt kühlpflichtige Lebensmittel ungekühlt verkauft. Die Lebensmittel wurden beschlagnahmt, Proben zur Untersuchung an ein Labor geschickt und ein Bußgeldverfahren eröffnet. 

Aufgrund massiver hygienischen Mängel vorübergehend geschlossen worden sei auch ein kleiner asiatischer Imbiss. Hier seien bei Proben des benutzten Frittieröls wiederholt starke Mängel festgestellt worden. Bei Untersuchungen wurden in den den Ölen immer wieder potenziell gesundheitsschädliche Stoffe festgestellt. Das Veterinäramt habe gegen den Betreiber Strafanzeige erstattet. Gegen ihn sei in der Folge ein Strafbefehl ergangen. Der  Betrieb wurde nicht wieder eröffnet.

Wildschweine aus Voslapp auf dem Weg nach Hooksiel?

Wilhelmshaven/Hooksiel (13. 2. 2026) – Spaziergänger rund um Hooksiel sollten aufpassen. Möglicherweise treffen sie im Hooksieler Wäldchen am Hooksmeer auf das ein oder andere Wildschwein. Konkret ist die Gefahr nicht. Aber auszuschließen ist es auch nicht, dass Schwarzkittel auf ihrer Flucht vom Voslapper Groden in Wilhelmshöhen den Weg ist die sicherere Nachbarkommune gesucht haben. 

Der Voslapper Groden Süd ist nach Überzeugung der Stadt Wilhelmshaven jetzt schwarzwildfrei. Nicht auszuschließen ist aber, dass einigen der Wildschweine die Flucht in Richtung Hooksiel gelungen ist. Archiv-Foto: hol

Über Jahre haben die einst im Voslapper Groden ausgesetzten Wildschweine Jäger, Natur- und Umweltschützer in Wilhelmshaven beschäftigt. In diesem Donnerstag hat die Stadtverwaltung Entwarnung gegeben und Vollzug gemeldet: Das Gebiet sei endlich wieder frei von Schwarzwild.

Rund 90 Tiere geschossen

Zwischen Ende Dezember 2025 und Anfang Februar 2026 habe eine von der Stadt Wilhelmshaven beauftragte Fachfirma die letzten 19 Wildschweine geschossen. Damit sei die so genannte „Totalentnahme“ erfolgreich beendet worden. Schon zuvor hatten die Jäger in dem unwegsamen Gelände rund 70 Schwarzkittel aufgespürt und geschossen.

Ein wildschweinfreier Voslapper Groden Süd ist nach Darstellung der Stadt eine wichtige Voraussetzung zum Erhalt des Natur- und Vogelschutzgebietes im Norden der Stadt. Jenes Vogelschutzgebietes wohl gemerkt, dass zumindest im Voslapper Groden Nord aktuell wegen der geplanten Ansiedlung eines Energieunternehmens aufgehoben werden soll.

Schutz für Pflanzen, Vögel und Hafen

Wie dem auch sei: Die Jagd auf die Wildschweine soll auch eine Präventionsmaßnahme gegen die immer weiter fortschreitende Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest sein. Dadurch wollte man auch möglichen negativen wirtschaftlichen Folgen für den JadeWeserPort vorbeugen, so die Stadt.

Die Wildschweine waren vor gut zehn Jahren auf den Grodenflächen illegal ausgesetzt und möglicherweise auch mit Hausschweinen gekreuzt und gefüttert worden. Sie vermehrten sich rasant und pflügten das Gebiet um – zum Schaden seltener Pflanzen und auf dem Boden brütender Vögel. Selbst der Deich blieb von den Wühltätigkeiten der Wildtiere nicht verschont. Zeitweise hatten sich die Wildschweine sogar bis ins angrenzende Wohngebiet vorgewagt, weswegen die Stadt im Herbst 2023 aus Sicherheitsgründen einen Spazierweg sperrte und Zäune setzte. 

Zäume haben Lücken

In einem langwierigen Rechtsstreit konnte die Stadt erreichen, dass der Wildschweinbestand auf null gesetzt werden soll und darf – was jetzt geschehen ist. Allerdings: Der Zaun um das Areal habe etliche Schäden aufgewiesen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Tiere in umliegende Gebiete abgewandert sind, warnt die Stadt. Also: Vorsicht im Hooksieler Wäldchen.