Hooksiel/Horumersiel (26. 8. 2026) – Benny Köster (Foto) ist auf dem besten Weg, fester Bestandteil der Konzertreihe „Live hinterm Deich“ zu werden. Nach seinem Auftritt vor vier Wochen beim Konzert in Hooksiel, zeigte der Nachwuchsmusiker an diesem Dienstag in Horumersiel sein Können.
Mit Klassikern wie „Wind of Change“ auf der Gitarre – noch mit dem alten Text – und „Lambada“ auf dem Saxophon begeisterte der Hooksieler sein Publikum, zu dem neben Einheimischen auch viele Urlaubsgäste zählten. Im Anschluss traten die „Die Ungesteckerten 3“ aus Ostfriesland auf, die Coverversionen von zahlreichen bekannten Songs zum Besten gaben.
Die Konzertreihe „Live hinter Deich“ wird von der Wangerland Touristik GmbH angeboten. Konzerte finden jeweils dienstags in Horumersiel und donnerstags in Hooksiel statt. Beginn ist um 19 Uhr. Diesen Donnerstag, 27. August, tritt auf der Bühne am Gästehaus Hooksiel der „Shantychor Likedeeler“ auf. Der Eintritt ist frei. „Die Ungesteckerten 3“ werden übrigens am Donnerstag, 17. September in Hooksiel erwartet.
Hooksiel (26. 8. 2026) – Der Ort Hooksiel wird weiter wachsen. Davon jedenfalls sind die Kommunalpolitiker überzeugt, die sich am Dienstagabend auf Einladung des Hooksieler Seebadevereins zum „Parteien-Talk“ eingefunden hatten. Vor rund 80 Interessierten diskutierten sie zwei Stunden lang über Infrastrukturprojekte, in der nächsten Wahlperiode unbedingt angegangen werden müssen – oder halt auch nicht.
Auf dem Podium im Gästehaus die Kommunalpolitiker (von rechts) Fabian Ulbrich, Andy Strümpel, Gaby Szlezak, Holger Ulfers und Dieter Schäfermeier sowie der Moderator Gerd Abeldt von „Hooksiel-life“. Foto: hol
Thomas Leimkühler aus dem Seebadevereins-Vorstand begrüßte mit Dieter Schäfermeier (Pro Wangerland), Andy Strümpel (CDU), Gaby Szlezak (Bündnis 90/Die Grünen), Holger Ulfers (SPD) und Fabian Ulbrich (Freie Wähler) Kandidatinnen und Kandidaten von Wählergruppen und Parteien, die sich bei der Kommunalwahl am 13. September um Mandate im Gemeinderat bemühen. Die Kandidatin der AfD war zeitlich verhindert. Und auch die FDP fehlte.
Großbaustelle Alter Hafen
Einigkeit besteht zum Thema Strandsicherung. In dem geplanten Bau eines Deckwerkes, das den von Strömung und Sturmfluten bedrohten Badestrand sichern sollt, sehen alle eine Chance für Hooksiel. Sehr wichtig ist nach der Einschätzung der Politiker auch die Entwicklung am Alten Hafen, insbesondere die zukünftige Nutzung des ehemalige Feuerwehrareals. Die Gemeinde sucht hierfür seit 2022 einen Investor. Bislang erfolglos. Aktuell wartet man auf die Präsentation von Plänen für den Bau einer Markthalle.
Hier überwog auf dem Podium die Skepsis. „Die schöne Markthalle in Aurich wurde schnell wieder geschlossen“, sagte Ulbrich. Eine Halle kombiniert mit Hotelzimmern im Obergeschoss? „Wer will schon über einem Markt wohnen, in dem immer Betrieb ist“, fragte Dieter Schäfermeier. Strümpel hofft weiterhin auf ein Hotel für dieses Filetgrundstück. Holger Ulfers und Gaby Szlezak rieten dazu, die Entscheidung nicht über Knie zu brechen. Ulfers: „Wir dürfen hier vor allem nichts falsch machen.“
Auch jenseits des Feuerwehrareals sehen die Politiker am Alten Hafen großen Handlungsbedarf. Der Hafenplatz sollte barrierefrei sein, das Kopfsteinpflaster ersetzt, die Sanitäranlage erneuert werden. Wie stabil ist die Kaimauern noch? Wie lässt sich auf Dauer die Wasserqualität sichern? Fragen über Fragen. Schäfermeiers Vorschlag „Wir sollten eine Arbeitsgruppe mit allen zuständigen Behörden und Institutionen bilden, um die Probleme anzugehen“ blieb unwidesprochen.
Knackpunkt Trabrennbahn
Klar Position bezogen die Politiker zur geplanten touristischen Entwicklung des Freizeitgeländes durch die landeseigene Hafengesellschaft NPorts. Zumindest zu einem Detail. Aus Sicht von SPD und Pro Wangerland soll die Trabrennbahn an der Bäderstraße auf jeden Fall dauerhaft erhalten bleiben. Andy Strümpel hielt für die CDU dagegen. Wenn sich ein Investor zum Beispiel für einen attraktiven Hotelbau an dieser Stelle finde, müsse die nur an drei Tagen im Jahr genutzte Pferdesportarena weichen. Zumal ohnehin niemand sagen könne, ob Trabrennsport eine Zukunft habe. Hotel hin oder her – die Grünen sehen den Tiersport ansich schon kritisch. Gaby Szlezak: „Wenn Pferde bei 35 Grad Rennen laufen müssen, ist das für mich fragwürdig.“
Weiteres Thema: Die Zukunft des ehemaligen Meerwasser-Hallenwellenbades und der umliegenden Flächen. Das Areal gehört der insolventen Wangerland Touristik GmbH (WTG) und steht zum Verkauf. Der Einfluss der Politik auf die Auswahl des Investors sei nur gering, so Schäfermeier. Und die WTG brauche das Geld, um wieder auf die Beine zu kommen.
Hotel statt Hallenbad?
Dass an dem Standort ein Schwimmbad erhalten bleibt, gilt als ausgeschlossen. Wahrscheinlicher sei ein Hotelbau, der aber maximal vier Geschosse hoch sein dürfte, so Ulfers. Den Vorschlag von Ulbrich, die Fläche für Wohnbebauung zu nutzen, hält Schäfermeister für abwegig. Bei dem hohen Preis für Grundstück und Abrisskosten gebe es keine Alternative zu einer intensiven Nutzung,
Von großer Bedeutung für Hooksiel ist nach Überzeugung von Holger Ulfers der Einstieg in die Bauleitplanung für die Freifläche zwischen der Bäderstraße und dem Altendeich. Hier könnten Grundstücke für Dauerwohner entstehen, möglicherweise sei auch Platz für den Neubau eines Kindergartens, den auch Gaby Szlezak und Andy Strümpel für in absehbarer Zeit erforderlich halten. Für den CDU-Politiker könnte ein Kindergarten eine sinnvolle Nachnutzung für das Gästehaus sein, das der WTG gehört. Ulfers sprach sich zudem für einen Discounter-Standort in der Nähe des neuen Feuerwehrgerätehauses aus, mitten im Ort. Strümpel und Szlezak würden sich auch über einen Netto-Markt im Gewerbegebiet freuen.
Wohnungen statt Walter-Spitta-Haus
Einigkeit in der Runde bestand darüber, dass vor allem auch bezahlbarer Wohnraum etwa für junge Leute oder für Senioren geschaffen werden müsse. Schäfermeier verwies darauf, dass die Gemeinde mit der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Friesland über die Nutzung der Freiflächen am Walter-Spitta-Haus im Gespräch sei. Die Kirche will das Gemeindehaus aufgeben. Denkbar wäre die Erweiterung der benachbarten Altenwohnanlage. Diskutiert wurde darüber hinaus über den Bau von Mehrfamilienhäusern und die Verdichtung der Bebauung im Ort, etwa durch die Nutzung großer Gärten oder – wie Strümpel anregte – den Abriss von maroden Altbauten.
In der Debatte wurden eine Reihe weiterer Positionen deutlich. Unter anderem forderte Andy Strümpel weitere Gewerbeflächen für Hooksiel, Holger Ulfers hält die Sanierung der maroden Georg-Adden-Straße sowie die Planung der Grundschul-Erweiterung für dringend erforderlich. Fabian Ulbrich unterstrich die Dringlichkeit des Baus eines Radweges entlang der Landesstraße von Hooksiel nach Waddewarden. Gaby Szlezak wies auf die große Bedeutung von Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen vor Ort hin.
Gemeinde hofft auf Geld von der WTG
Viele Projekte erfordern viel Geld. Wo soll das herkommen, zumal die Gemeinde schon jetzt einen hohen Schuldenstand hat? Dieter Schäfermeier zeigte sich optimistisch. Wenn das Insolvenzverfahren für die WTG gut laufe, werde die Gemeinde ihr Geld zurückbekommen, das sie der Tourismustochter einst geliehen hat. „Dann wird unser Handlungsrahmen deutlich besser.“
Im Anschluss hatte das Publikum Gelegenheit, weitere Fragen an die Politiker zu stellen: Inwieweit hat die Gemeinde Fördertöpfe im Blick? Gibt es eine Gesamtstrategie für die Entwicklung des Wangerlandes? Wer kümmert sich eigentlich um die Schafe am Deich, die unter der Hitze leiden? Fragen über Fragen, die deutlich machen, dass es noch viel Redebedarf gibt.
Nächste Podiumsdebatte
Die nächste Podiumsdiskussion des Seebadevereins ist für Dienstag, 8. September, ab 19 Uhr im Gästehaus angesetzt. Auf dem Podium werden dann die Bürgermeister-Kandidaten Mario Szlezak (SPD), Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) erwartet.
Wangerland (25. 8. 2026) – Die Lage ist schwierig, aber nicht hoffnungslos. Das ist die Botschaft, die man seit Wochen hinter vorgehaltener Hand zum Stand des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung der Wangerland Touristik GmbH (WTG) hört. Während Insolvenzverwaltung, Geschäftsführung und Gläubigerausschuss versuchen, die finanzielle Lage des gemeindeeigenen Tourimusunternehmens durch Personalabbau, Schließung defizitärer Unternehmenssparten und Verkäufe von Immobilien zu verbessern, lecken sich eine Reihe von Vermietern und Gastronomen schon die Wunden.
Noch ist nicht absehbar, wie sich die Gästezahlen in 2026 im Wangerland entwickeln. Bei der WTG geht man davon aus, dass die Vorjahreszahlen noch zu erreichen sind. Foto: hol
Insbesondere die Schließung der Schwimmbäder in Hooksiel und Horumersiel habe zu erheblichen Einbrüchen bei den Vermietungszahlen geführt, heißt es. Die WTG hält dem entgegen, dass sich dieser Trend aus der Gästestatistik auf Basis der gezahlten Gästebeiträge so nicht ableiten lasse. Gemeindeweit bewege sich die Zahl der Ankünfte und Übernachtungen auf Vorjahresniveau.
Schwierige Analyse
Rückgänge der Gästezahlen in einzelnen Orten oder in einzelnen Betriebsarten könnten unterschiedliche Ursachen haben. So habe sich möglicherweise die Zahl der wirtschaftlichen Akteure verändert, Quartiere seinen geschlossen worden oder neue hinzugekommen. Auch längere Sanierungsphasen könnten die Zahlen der Übernachtungen beeinflussen. Schon deshalb seien Vergleiche und vor allem die Rückschlüsse auf Ursachen schwierig.
Noch schwieriger wird eine Analyse, weil die WTG sich aktuell weigert, absolute Zahlen für Ankünfte und Übernachtungen aufgeschlüsselt nach einzelnen Ortslagen wie etwa Horumersiel/Schillig, Hooksiel oder Hohenkirchen herauszugeben. „Aufgrund der teilweise geringen Anzahl an Beherbergungsbetrieben könnten aus einer solchen Darstellung Rückschlüsse auf einzelne Betriebe und deren Geschäftsentwicklung gezogen werden“, teilt das Unternehmen auf eine entsprechende Anfrage von „Hooksiel-life“ mit.
Viele Urlauber bedauern, dass es das Hallenwellenbad Hooksiel nicht mehr gibt. Inwieweit das fehlende Angebot die Zahl der Vermietungen im Umfeld beeinflusst, ist umstritten. Archiv-Foto
Dieses Argument dürfte vor allem für Hohenkirchen gelten. Dort ist das „Wangerland-Resort“ seit dem Frühjahr 2025 in Betrieb. Zuvor hatte es am Standort mindestens drei Jahre lang keine touristischen Übernachtungen gegeben. Auch wenn die große Zahl an Schülerinnen und Schülern, die das Resort im Rahmen von Klassenfahren besuchen, sich nicht in der Gästestatistik der WTG niederschlägt, wäre zu erwarten, dass die sonstigen Gäste in dem gut gebuchten Quartier die Übernachtungszahlen in der Gemeinde steigen lassen.
Mehr Übernachtungen in Hotels
Für diese Annahme spricht, dass nach der WTG-Gästestatistik die Zahl der Übernachtungen in Hotels im Wangerland insgesamt in den ersten sieben Monaten diese Jahres um 9,5 Prozent auf 110.637 zugenommen hat. Rund 20 Prozent der rund 796.000 Übernachtungen bis Ende Juli seien in Hotels gebucht worden. Inwieweit des Verschiebungen zwischen den unterschiedlichen Hotelstandorten gegeben hat, lässt sich aus den Zahlen nicht ablesen.
Hoteliers und Betreiber von Pensionen und Ferienanlage verweisen auf ihre Erkenntnisse aus persönlichen Gesprächen mit Gästen, die bedauern würden, dass es weder in Hooksiel noch in Horumersiel ein Schwimmbad mehr gebe. In der Hauptsaison schlage sich dieser Unmut nur bedingt in den Umsatzzahlen nieder, da die Häuser dann auch ohne Bäder noch nahezu ausgebucht seien.
Massive Einbrüche
Massive Einbrücke habe man aber in der Vorsaison erlebt und erwarte sie auch für die Nachsaison. Trotz der Beteuerungen der Vermieter gegenüber ihren Gästen, dass es im Radius von 20 Kilometern mehrere Hallenbäder gibt. „Viele Gäste planen ihren Urlaub inzwischen mit Hilfe der KI. Wenn wir dann kein Bad mehr vorweisen können, sind wir bei der Suche raus“, schildert eine Vermieterin.
Schlechte oder zumindest zurückgehende Buchungszahlen können aber auch ganz anderer Ursachen habe, sagt Matthias Suckert. Der Inhaber der „Agentur am Meer“ in Hooksiel verweist auf eine Analyse von 1562 Buchungen von Ferienvermietungen. Eine Erkenntnis: „Die Wahrnehmung, dass die Buchungszahlen sinken, betrifft in der Regel Betriebe mit starren Mindestaufenthalten – zum Beispiel wochenweise – und langen Reaktionszeiten.“ Anbieter von Ferienwohnungen, die auch Aufenthalte unter fünf Tage zulassen und über Online-Kanäle schnell buchbar seien, würden eine starke und wachsende Nachfrage bedienen.
Immer mehr Kurzurlauber
Der Anteil der Kurzurlaube von bis zu fünf Tagen nehme deutlich zu und mache bereits 31 Prozent der Buchungen aus. 19,5 Prozent der Gäste würden für fünf bis sechs Nächte buchen. Der Anteil der „klassischen“ Buchungszeiten von einer oder zwei Wochen liege nur noch bei 39,5 Prozent.
„Vermieter, die ihre Konditionen nicht an dieses veränderte Gästeverhalten anpassen, erleben Leerstände, die von flexiblen Anbietern problemlos gefüllt werden“, ist Suckert (auf dem Foto links) überzeugt.
Die WTG hält sich mit einer Prognose für das gesamte Jahr 2026 noch zurück. Bis Ende Juli hätten die Zahlen bei den Ankünften um 4 Prozent, die der Übernachtungen um 2,1 Prozent unter denen von 2025 gelegen. Das könne aber auch mit „Sondereffekten“ zu tun haben, die die Statistik verzerren. Dazu rechnet die WTG beispielsweise die unterschiedlichen Ferienzeiten, aber auch die schwierige Anlaufphase nach dem Verkauf des Campingplatzes in Hooksiel mit einer Reihe von Modernisierungen. „Solche Faktoren beeinflussen die nackten Zahlen erheblich, ohne dass die eigentliche touristische Attraktivität eines Ortes dadurch sinkt“, heißt es in der WTG-Stellungnahme.
Konkrete Entwicklungen und belastbare Daten wolle man zum Jahresende beziehungsweise zum Saisonabschluss präsentieren. „Sobald die Datenlage vollständig vorliegt.“
Hooksiel (25. 8. 2026) – Tennis ist ein toller Sport. Das demonstrierten beim Tag der offenen Tür auf ihrer Anlage an der Jaderennbahn Sportler der Tennisabteilung des SC Wangerland. Neben einer Reihe von Aktiven hatten sich vor allen Mädchen und Jungen aus der Jugendabteilung für das Gelingen der Veranstaltung engagiert.
Ausgelassene Stimmung herrschte beim Tag der offenen Tür auf der Hooksieler Tennisanlage. Foto: Csikos
Auf dem Platz wurden verschiedene Spiel- und Trainingsformen demonstriert. Neueinsteiger durften einfach einmal ausprobieren, wie es sich anfühlt, einen Tennisschläger in der Hand zu halten und einen Ball zu schlagen. Eine Ballmaschine des Vereins, die den Spieler Bälle punktgenau zuspielt, kam ebenso zum Einsatz wie ein Messgerät, mit dem man die Geschwindigkeit des eigenen Aufschlages messen kann. Am Spielfeldrand wurde gezeigt, wie Tennisschläger neu bespannt werden.
Markus Doyen (links) demonstrierte den Umgang mit der Besaitungsmaschine. Fotos: hol/Csikos
Ebenso wichtig für die zum Tag der offenen Tür erschienenen Mitglieder und potenziellen Neu-Mitglieder: Nette Gespräche am Spielfeldrand über Spiel- und Trainingsmöglichkeiten. Dazu gab es Kaffee und Kuchen sowie Leckereien vom Grill und Kaltgetränke.
Hooksiel (25. 8. 2026) – Der Junge ist wieder da. Vor dem Hooksieler Künstlerhaus steht seit wenigen Tagen wieder der Bronze-Junge, der zusammen mit einem auf dem Boden liegenden Fisch das Kunstwerk „Fischers Sohn“ bildet.
Der Bronze-Junge der Skulptur „Fischers Sohn“ steht wieder vor dem Künstlerhaus. Der Bildhauer Norbert Marten hat die bei einem Unfall erheblich beschädigte Figur saniert. Foto: hol
Die Leiterin des Künstlerhauses, Renate Janßen-Niemann, begrüßte zur Eröffnung der Ausstellung „Spielereien“ des Berliner Künstlers Marc Taschowsky neben über 50 Interessierten auch den Bildhauer Norbert Marten aus Westerstede, bei dem der „Junge“ gut anderthalb Jahre lang in Behandlung war. Ein unbedachter Autofahrer hatte die Skulptur offenbar beim Rangieren in der Lange Straße umgefahren. Arme und Beine waren gebrochen und mussten aufwändig geschweißt werden.
Im Zentrum der Vernissage stand allerdings ein anderer „Junge“, der Maler Marc Taschowsky (54). Der freischaffende Künstler, der an der Hochschule für freischaffende Künste in Braunschweig studiert hat, stellt in Hooksiel eine Vielzahl von Porträts von prominenten Personen und Figuren aus – darunter Friedrich Merz und Marilyn Monroe ebenso wie Comicfiguren wie Kermit der Frosch, Asterix oder Großmeister Yoda.
Faszinierende Gemälde und Gestaltungen stellt Marc Taschowsky im Künstlerhaus aus. Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann und Bürgermeister Mario Szlezak (links) begrüßten den Maler in Hooksiel. Foto: hol
Taschowskys Bilder und Gestaltungen erinnern an Pop-Art-Kunst (Andy Warhol, Roy Lichtenstein etc.) – bekannte Motive, grelle Farben, aber immer auch Überraschungselemente, die bei seinen Arbeiten auch dadurch entstehen, dass er mit stark verdünnter Ölfarbe male, die hier und dort verlaufe, verriet der Künstler in einem originellen Vortrag, in dem Taschowsky „die 13 meist gestellten Fragen an ihn“ beantwortete – ohne dass ihn in Hooksiel tatsächlich jemand gefragt hätte. Unter anderem: „Ist das Pop-Art“ – Antwort: „Allenfalls Post-Pop-Art“; „Kann man von der Kunst leben?“ – Antwort: „Ja, aber ich verrate nicht wie …“
Die Inspirationen für die Motive seiner Arbeit von Biene Maja bis Heidi Klum entdecke er zumeist im Internet. Das dürfe auch für die aus Alltagsgegenstände zusammengestellten Skulpturen gelten – so entstehen durch Zusammenfügen und Weglassen farbenfrohe Tiere und Figuren wie Hund, Elefant, Käfer, Drache und Entchen aus Holz, Plastik, Metall, Kanister, Telefon oder Fahrradsattel. Alltag wird zur Kunst. So banal wie faszinierend.
Die Ausstellung ist bis zum 20. September jeweils dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Hooksiel (24. 8. 2026) – Das „Familiensommerfest“ an den Hooksieler Skiterrassen war ein überwältigender Erfolg. Maßgeblichen Anteil daran hatten die „Küsten-Oldtimerfreunde“. Sie lockten um die 1000 Oldtimer- und Young-Timer-Fahrer nach Hooksiel. Dazu wohl gut 10.000 Schaulustige, die sich die überwiegend liebevoll gepflegten Fahrzeuge ansehen und über Schönheit, Fahrgefühl, Liegesitze und Benzinverbrauch fachsimpeln wollten.
Das Oldtimer-Treffen an der Hooksieler Wasserskianlage zog am Sonntag Tausende Menschen an. Foto: hol
„Guck mal der da. Mit so einem bin ich früher bei der Arbeit gefahren“, sagt ein Senior hörbar stolz zu seinem Enkel. Ein anderer: „Das Auto kenne ich aus einem alten Spielfilm.“ Der Wagen, ein Dodge Charger, Baujahr 1968, mit V8-Motor, 7200 Kubikzentimeter Hubraum und 375 PS, gehörte zu den Stars der Ausstellung, zumal er unmittelbar am Eingang zur Wasserskianlage präsentiert wurde. Das der Verbrauch von 18 bis 24 Litern je 100 Kilometer ökologisch bedenklich ist, spielte dabei nur eine Nebenrolle. „Mit seinem Oldtimer fährt man ja auch nicht mehr so viele Kilometer.“
Gut 1000 Fahrzeuge
Andre Brandt, Sprecher der Interessengemeinschaft „Küsten-Oldtimerfreunde“, war am Ende der Veranstaltung rundum zufrieden. Mit gut 500 Pkw, Treckern und Lastwagen hatten sein 18-köpfiges Orga-Team und er bei der zweiten Auflage der Veranstaltung gerechnet. Dass daraus dann trotz regnerischem Wetter am Vormittag um die 1000 wurden, dürfe auch die Macher überrascht haben.
Rege angenommen wurde auch der Floh- und Autoteilemarkt im Bereich zwischen Bäderstraße und Wasserskianlage. Gut nur, dass die Oldtimerfreunde sich für die Veranstaltung schon im Vorfeld einen Großparkplatz der Wangerland Touristik GmbH gesichert hatten. Brandt: „Ohne die gute Zusammenarbeit mit der WTG wäre das gar nicht möglich gewesen.“
Akrobatik auf dem Wasser
Hingucker gab es aber nicht nur aus Blech und Chrom. Auf dem Wasserski-Parcours demonstrierten Aktive aus der Region ihre Fahrküste auf dem Wasser, einschließlich gekonnter Sprünge über Hindernisse und athletisch anspruchsvoller Pyramiden. Hunderte verfolgen die von Stephan Reiners professionell moderierte Wasserski-Show von den Skiterrassen aus und spendeten intensiv Beifall.
Mit viel Applaus bedacht wurden die Wasserskiläufer für ihre Showeinlagen. Foto: hol
Die Inhaber der Skiterrassen, Anja und Hans-Ott Vogt, zeigten die Verbundenheit zwischen Skiterrassen und Oldtimer-Fahrern auf ihre Weise: Jeder Fahrer erhielt zur Begrüßung ein alkoholfreies Bier und einen Muffin.
Erlös für Jugendfeuerwehr
Insgesamt war das „Familiensommerfest“ tatsächlich ein Fest für die gesamte Familie. Was auch daran lag, dass für Kinder unter anderem ein Kinderkarussell und Hüpfburgen aufgebaut worden waren. Zu den Gewinnern der Veranstaltung gehören auch die Jugendfeuerwehren in der Gemeinde Wangerland. Und das nicht nur, weil sie im Rahmen des Sommerfestes für ihr Hobby werben konnten. Die „Küsten-Oldtimerfreunde“ wollen den Jugendwehren auch den Überschuss der Veranstaltung zukommen lassen.
Hohenkirchen (23. 8. 2026) – Am frühen Sonntagmorgen hat eine Streife des Polizeikommissariats Jever die Fahrt eines alkoholisierten Autofahrers beendet. Gegen 4.10 Uhr, so die Polizei, seien die Beamten auf der Jeverschen Straße in Hohenkirchen auf einen Pkw aufmerksam geworden, der durch eine stark in Schlangenlinien geführte Fahrweise auffiel.
Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Einsatzkräfte bei dem Fahrzeugführer deutliche alkoholbedingte Ausfallerscheinungen fest. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht und ergab einen Wert von 1,43 Promille. Als Beweis die Fahruntüchtigkeit wurde eine ärztliche Blutentnahme in einem Krankenhaus angeordnet. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Hooksiel (23. 8. 2026) – Die CDU lädt mit Blick auf die Kommunalwahl am 13. September zu einem Kennenlern-Treffen in Hooksiel ein. Die Veranstaltung soll am Donnerstag, 3. September, ab 19.30 Uhr auf dem Gelände der Leo Bauunternehmen GmbH im Hooksieler Gewerbegebiet, Berghamm 4, stattfinden. Unter anderem will der CDU-Bürgermeisterkandidat Thies Fischer die Gelegenheit nutzen, sich den Bürgern in Hooksiel vorzustellen.
Die Partei sogt dabei für die Beköstigung mit Getränken und Bratwurst. Für die Planung wird um Anmeldung bei Björn Christiansen (Email: bjoern-christiansen@gmx.de oder Telefon 0157/85324567) gebeten.
Wangerland/Hooksiel (22. 8. 2026) – Nach dem beschlossenen Verkauf der Rundinsel im Wangermeer bei Hohenkirchen an Dirk Boll, einer der Geschäftsführer des „Wangerland Resort“, will die Gemeinde jetzt die Bauleitplanung vorantreiben. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung gab grünes Licht dafür, dass die Verwaltung ein Planungsbüro damit beauftragt, einen Bebauungsplan zu entwickeln, der die Gestaltung einer „Abenteuerinsel“ ermöglicht.
B-Plan für Abenteuerinsel
Das Planungsgebiet umfasst die 20,27 Hektar große Inselfläche, die Zuwegung sowie eine Fläche an der Straße Jelliestede, an der ein Anleger für den Inselverkehr entstehen könnte. Die „Abenteuerinsel“ soll als weitere Attraktion das „Wangerland Ressort“ bereichern und weitere Urlauber ins Wangerland holen.
Noch nicht beschäftigt hat sich die Bauabteilung der Gemeinde in den vergangenen zwei Jahren mit der künftigen Entwicklung der Grundstücke an der Straße Kreuzhamm in Hooksiel. Wie der zuständige Abteilungsleiter Peter Podein einräumte, sei seit der Verhängung einer Veränderungssperre im September 2024 noch nichts weiter passiert. Der Ausschuss empfahl, die Sperre um ein Jahr zu verlängern. Zudem forderte die Politik die Verwaltung auf, das Projekt jetzt auch inhaltlich anzupacken.
Fläche für Grundschul-Erweiterung
Die Veränderungssperre ermöglicht die Umsetzung von städtebaulichen Zielen. Ein Teil des betroffenen Areals soll für eine möglicherweise notwendige Erweiterung der Grundschule Hooksiel gesichert werden. Darüber hinaus will sich die Gemeinde Gedanken über die Zulässigkeit von Ferienwohnungen und Zweitwohnungen am Kreuzhamm machen und die Festsetzungen zur Bebauung der Grundstücke überprüft.
Wangerland (21. 8. 2026) – Die Haushaltslage der Gemeinde Wangerland ist mit Stand Ende Juli „solide“. Wie Gemeindekämmerer Arthur Wichmann vor dem Finanzausschuss des Gemeinderates ausführte, würden sich die allermeisten Einnahmeposten so wie erwartet entwickeln. Insbesondere bei den großen Einnahmeposten wie Gewerbesteuern, Grundsteuern, Schlüsselzuweisungen und Konzessionsabgaben sowie dem Anteil der Gemeinde an der Einkommensteuer lägen die tatsächlichen Einnahmen nahezu punktgenau auf Höhe der prognostizierten Ansätze, zum Teil sogar darüber.
Gästebeiträge mit Aufholpotenzial
Die Summe der von der Gemeinde eingezogenen Gästebeiträge, die im wesentlichen an die Tourismustochter Wangerland Touristik GmbH weitergeleitet werden, waren mit Stand Ende Juli aber noch ein gutes Stück von der erhofften Höhe entfernt. Neben den Jahresgästebeiträgen in Höhe von 320.000 Euro hat hat die Gemeinde bislang 1,95 Millionen Euro eingenommen.
Veranschlagt sind für das gesamte Jahr aber 3,2 Millionen Euro. Wichmann verwies darauf, dass Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr sehr spät Sommerferien hat, so dass die Zahl der Übernachten im August noch zulegen kann. „Hier besteht noch Aufholpotenzial.“
Ein zweites Sorgenkind sind die Parkgebühren. Die Gemeinde hofft hier für das gesamte Jahr auf Einnahmen von rund 350.000 Euro, allein von den kostenpflichtigen Parkplätzen der Gemeinde. Bislang wurden aber erst 155.000 Euro verbucht. Die Lücke wird kaum noch zu schließen sein.
Millionen-Förderung für Investitionen
Gründe dafür? Unbekannt. Möglicherweise, so eine Vermutung, würden mehr Autofahrern ihre Wagen in parkgebührenfreien Nebenstraßen abstellen. Eventuell würden aber auch mehr Autofahrer „vergessen“, ihre Gebühr zu entrichten. Dagegen spricht allerdings, dass die Parkplatz-Kontrolleure der Gemeinde unverändert intensiv die Parkplätze kontrollieren.
Erfreulich sei, so Wichmann, dass die Gemeinde 3,47 Millionen Euro nach dem Niedersächsischen Kommunalinfrastrukur-Fördergesetz bekommt. Das Geld stammt im wesentlichen aus dem Infrastrukur-Fördertopf des Bundes und soll die Investitionskraft der Kommunen stärken. Über die Verwendung kann die Gemeinde weitgehend eigenständig entscheiden. Die Mittel stehen bis 2036 bereit.