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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Neuer Bürgermeister gibt Startsignal für Debatte über die Zukunft der WTG

Wangerland (2. 11. 2026) – Im Wangerland hat heute ein neue Ära begonnen. Thies Fischer hat sein Amt als Bürgermeister angetreten. Der 25-Jährige ist der jüngste Hauptverwaltungsbeamte in der Gemeindegeschichte, vielleicht der jüngste in ganz Niedersachsen. Er tritt die Nachfolge von Mario Szlezak an, der an seinem letzen Arbeitstag am vergangenen Freitag von den freiwilligen Feuerwehren von zu Hause nach Hohenkirchen gebracht und dort von den Kolleginnen und Kollegen im Rathaus nach fünf Jahren im Amt verabschiedet worden war.

Der neue Bürgermeister ThiesFischer an seinem Arbeitsplatz im Rathaus in Hohenkirchen. Foto: hol

„Mario ist ein fairer Sportsmann“, lobt Fischer. Der SPD-Politiker habe sich mit ihm, dem CDU-Politiker, zweieinhalb Stunden lang zusammengesetzt und ihn in den Stand sämtlicher laufender Projekte der Gemeinde eingeführt. „Das ist keineswegs selbsverständlich.“

Bürgermeister für alle Wangerländer

Fischer hatte sich bei der Stichwahl am 27. September gegen Szelzak mit fast 70 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Er steht damit für die kommenden acht Jahre an der Spitze der Gemeinde. Ein Vertrauensvorschub, den der studierte Diplom-Finanzwirt als Auftrag für Veränderung wertet. „Ich werde ein Bürgermeister für alle Wangerländer sein, unabhängig davon, welches Parteibuch sie haben.“ Dazu gehöre auch, dass er mit allen Fraktionen im Rat vertrauensvoll zusammenarbeiten wolle. 

Fischer ist in Middoge aufgewachsen. Kommunalpolitisch hat er sich bislang vornehmlich in der Parteiarbeit engagiert. Seit 2022 steht er an der Spitze des CDU-Kreisverbandes Friesland. Sein Amt als Vorsitzender des Gemeindeverbandes der Partei hatte er mit Blick auf die anstehende Wahl in diesem Jahr niedergelegt. Beruflich war Fischer beim Finanzamt Wilhelmshaven beschäftigt. Für die Tätigkeit im Wangerland als „Beamter auf Zeit“ hat er sein Beamtenverhältnis beim Land Niedersachsen auf Lebenszeit aufgeben. Seine Devise: „Entweder ganz oder gar nicht.“

Bauhof erster Anlaufpunkt

Seit dem Wahlabend hat sich Fischer noch einmal besonders intensiv auf seine neuen Aufgaben vorbereitet. Dazu gehörten erste Gespräche mit künftigen Mitarbeiter und den Fraktionsvorsitzenden, die Vorstellung bei seinen beiden Vorzimmerdamen und das Lesen von Vorschriften, Akten und Berichten. Heute früh um 7 Uhr hat sich der neue Chef bei den Mitarbeitern im Bauhof der Gemeinde vorgestellt. Ab 8 Uhr folgten weitere Gespräche im Rathaus.

Fischer hat sich für die ersten 100 Tage im Amt einiges vorgenommen. Zunächst gehe es um eine Bestandsaufnahme und um die Personalsituation im Rathaus. Zuversichtlich zeigte sich der Bürgermeister im Gespräch mit „Hooksiel-Life“, dass die unter anderem durch den Wechsel des bisherigen Bauamtsleiters und allgemeinen Vertreters des Bürgermeistern, Peter Podein, zur Stadt Schortens entstandene Lücke in der Bauverwaltung kurzfristig geschlossen werden kann.

Gespräche mit allen Fraktionen

Dazu, wen er dem Rat als seinen allgemeinen Vertreter vorschlagen wird, hielt sich Fischer noch bedeckt. Zunächst einmal solle sich am morgigen Dienstag der neue Gemeinderat konstituieren. Das Klima bei der Vorbesprechung zur Vergabe der Ausschuss-Vorsitze bewertet Fischer als angenehm. Er gehe davon aus, dass die Bildung von Gruppen im Rat nicht zu einer Verkrustung von Machtverhältnissen führen werde. „Ich werde auch durch regelmäßige Gespräche mit allen Fraktionen versuchen, möglichst viele einvernehmliche Entscheidungen auf dem Weg zu bringen und dabei auch um Verständnis für die Haltung der Verwaltung zu werben.“

Im Wahlkampf hatte sich Fischer für mehr Bürgerservice ausgesprochen. „Die Verwaltung ist für die Bürger da – und nicht umgekehrt.“ Ein erster Schritt in diese Richtung soll eine Ausweis-Abholstation sein, damit vor allem berufstätige Bürger nicht auf die Öffnungszeiten des Rathauses angewiesen sind. Ab 2027 werde es regelmäßige Bürgermeister-Sprechstunden geben – im Rathaus, aber auch einmal jährlich vor Ort in den Dörfern im Gemeindegebiet.

Zukunft der WTG klären

Umgehend anschieben will Fischer die seiner Ansicht nach längst überfällige Debatte über die künftige Struktur und Ausrichtung der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG). Die WTG ist bekanntlich insolvent. Die finanzielle Sanierung des Unternehmens soll durch den Verkauf zahlreicher Immobilien erfolgen. Wie groß die WTG der Zukunft sein wird, mit wie viel Personal sie welche Aufgaben übernehmen soll, ist noch offen. „Wir müssen die Debatte darüber noch im November beginnen“, so Fischer. Dabei gehörten neben Vertretern der Kommune auch touristische Leistungsträger aus Hotellerie, Gastronomie und dem Vermietungsgewerbe mit an den Tisch. „Denkverbote darf es nicht geben.“

Der Bürgermeister ist nach Gesprächen mit den Verantwortlichen für die WTG zuversichtlich, dass die Insolvenz zeitnah beendet werden kann. Allerdings: Sollte die erhofften Immobilienverkäufe wie geplant über die Bühne gehen, sei wiederum die Gemeinde gefragt, die für die Bauleitplanung zuständig ist, die erst den Weg für neue Investitionsvorhaben frei machen würde.

Ehrlichkeit und Transparenz

Fischer geht davon aus, dass es dabei auch zu schwierigen Diskussionen und Entscheidungen kommen kann. Als Verwaltungschef will er diese mit größtmöglicher Ehrlichkeit und Transparenz vorbereiten. Dazu gehört für den CDU-Politiker auch, das bislang unter Verschluss gehaltene Gutachten eines Bausachverständigen zum Thalasso-Desaster so schnell wir möglich öffentlich zu machen. Bekanntlich hatte der Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) mit einer Kostensteigerung von geplanten 8,8 auf erwartete 23 Millionen Euro die WTG-Krise ausgelöst.

Die Sanierung der WTG hätte auch für die Gemeinde selbst große Bedeutung. Sollte das Unternehmen wieder zahlungsfähig werden, könnte der Kämmerer darauf hoffen, dass Kredite in Höhe von mehreren Millionen Euro wieder ins Rathaus zurückließen.

Trotz Krisen, Kriegen und Umbrüchen: Christen dürfen hoffen

Wangerland (2. 11. 2026) – Kriege, Flüchtlingskrise, politische Umbrüche. „Die Welt ist unübersichtlicher geworden“, stellte Thomas Adomeit , Bischof der ev.-luth. Landeskirchen Oldenburg, am Samstag in seiner Predigt zum Reformationstag in der katholischen St.-Marien-Kirche in Schillig fest. Aber die Probleme dürften nicht das letzte Wort haben.

Gestaltete gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst zum Reformationstag in der St.Marien-Kirche in Schillig : (von links) Pfarrer Andreas Bolten, Bischof Thomas Adomeit, Pfarrer Lars Bratke und Diakon Friedo Eilts. Foto: hol

„Reset Hoffnung“ – so lautete das Motto es Reformationstages. Hoffnung war dann auch das Leitthema des gut besuchen Gottesdienstes, der von evangelischen und katholischen Geistlichen gemeinsam gestaltet und vom Organisten Axel Scholz musikalisch umrahmt wurde. Wie wichtig das Thema aktuell ist, wurde auch in der anschließenden, vom Diakon Fredo Eilts moderierten Gesprächsrunde in der ev.-luth. St.-Nikolai-Kirche deutlich, in der sich rund 80 Christen über Sorgen und Nöte von Gesellschaft und Kirche austauschten.

Nachdem der katholische Pfarrer Lars Bratke den Gottesdienst eröffnet hatte, unterstrich Pfarrer Andreas Bolten, Leiter des Pastoralen Raumes Wilhelmshaven, das es bei allen Unterschieden zwischen katholischer und evangelischer Kirche eine Fülle von Gemeinsamkeiten gebe. „Wir brauchen diesen Werte-Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“

Adomeit verwies darauf, dass in einer von Krisen und Umbrüchen geprägten Welt auch der Umgangston in der Gesellschaft rauer geworden sei. Das spüre auch Kirche. Die Mitgliederzahlen seien weiter rückläufig, so dass sich die Frage nach der Zukunft der Kirche stelle.

Aber es gebe im Leben – anders als auf einem Computer – keine Reset-Taste, die man drücken kann, um Vergangenes ungeschehen zu machen und Probleme zu lösen. „Aber die Probleme dürfen nicht das letzte Wort haben“, mahnte der Bischof. Für Christen gebe es die Hoffnung auf Gott. Die Probleme dürften nicht zum Maßstab allen Handelns werden, schon gar nicht, wann dadurch Menschen herabgewürdigt oder klein gemacht werden sollen. Adomeit: „Jeder Mensch ist kostbar!“

Hooksieler begrüßen ihr Gäste im Nordseebad auf Plattdeutsch

Hooksiel (2. 11. 2026) – Die neuen Segel hängen. Das Nordseebad Hooksiel empfängt seine Gäste künftig am Sengwarder Anteil mit einem kräftigen: „Moin. Wi begröten uns Gäst“ – und zwar in weißer Schrift auf blauer Segelplane. 

Installierten gemeinsam die neuen Begrüßungssegel am Segwarder Anteil: (von links) Frank Müller, Wolfgang Ademes, Tobias Geisen und darüber Thomas Leimkühler. Foto: hol

Die im Spätsommer Verein für Handel. Handwerk und Gewerbe (HHG) und dem Seebadeverein Hooksiel gemeinsam auf den Weg gebrachte Aktion, wurde am Wochenende abgeschlossen. HHG-Vorsitzender Tobias Geisen sowie Frank Müller, Wolfgang Ademes und Thomas Leimkühler vom Seebadeverein Hooksiel surrten zusammen zwei von einer Segelmacherei angefertigte Planen an dem stilisierten Metall-Segelboot am Straßenrand fest. Sie ersetzen die verwitterten Vorgängermodelle, die einst vom HHG finanziert worden waren.

Initiator für die Neuanschaffung war Frank Müller, der beim Seebadeverein den Arbeitskreis Infrastruktur leitet. HHG und Seebadeverein teilen sich die Kosten für die Neuanschaffung.

Nicht ganz einfach war die Auswahl der plattdeutschen Ansprachen: „Wie begröten uns Gäst“ und auf der Rückseite als Abschiedsgruß „Holl di munter“ und „Besöökt uns bad weer“. Ist das wirklich richtiges Platt?

Auf diese zu erwartende Debatte haben sich die Macher vom Seebadeverein gut vorbereitet. „Die plattdeutschen Texte sind mit dem Plattdeutsch-Beauftragten des Landkreises Friesland, Hermann Wilken, und auch mit dem Institut für plattdeutsche Sprache in Oldenburg abgestimmt“, sagt Müller. Damit dürfte man allen potenziellen Kritikern den Wind aus den Segeln genommen haben. 

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Noch Restkarten für Veranstaltung „Hooksiel tanzt“

Hooksiel (2. 11. 2026) – Auch Kurzentschlossene haben noch eine Chance, Karten für die Veranstaltung „Hooksiel tanzt“ zu bekommen. Wie die Organisatoren vom Verein „De Hooksieler“ mitteilen, sind noch ein paar wenige Karten beim Kiosk Dekena erhältlich. Kostenpunkt: 15 Euro.

Getanzt wird am Samstag, 7. November, ab 19.39 Uhr in der Eventscheune Langenhorst im Gewerbegebiet. Einlass ist ab 19 Uhr. Neben dem musikalischen Programm, für das ein Discjockey sorgt, werde es wieder eine Verlosung geben. Auf ein Essenangebot habe man in diesem Jahr verzichtet, da die Nachfrage nach Bockwurst, Laugenstangen und Frikadellen im vergangenen Jahr sehr schleppend lief, so Anke Müller von „De Hooksieler“.

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Dressurmannschaft des RuF Hooksiel schreibt Geschichte

Hooksiel (1. 11. 2026) – Die Dressurmannschaft des Reit- und Fahrvereins Hooksiel hat beim Agravis-Cup in Oldenburg einen herausragenden Erfolg gefeiert. In der Mannschaftskür der Klasse A* sicherte sich das Hooksieler Team am Samstag den 1. Platz und krönte damit ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr.

Die beim Agravis-Cup siegreiche Mannhafte aus Hooksiel (von links): Mannschaftsführerin Melanie Lüttge, Reena Kutsche, Rieke Scherf, Simone Gehm-Dettmann und Freya Heinen. Foto: Elsbeth Noatzsch

Bereits im Juli hatte die Mannschaft Vereinsgeschichte geschrieben: Als erste Mannschaft des RuF Hooksiel errang sie den Titel des Oldenburger Landesmeisters in der Mannschaftsdressur.

Quartett zeigt starke Leistung

Auch beim Agravis-Cup überzeugte das Team mit einer starken Leistung und einem harmonischen Zusammenspiel von Reiterinnen und Pferden. Zur erfolgreichen Mannschaft gehören Simone Gehm-Dettmann mit Pretty Valerie, Rieke Scherf mit Unlimited Passion, Freya Heinen mit Chico Saltando und Reena Kutsche mit Red Rosie. Mannschaftsführerin ist Melanie Lüttge.

„Nach dem Landesmeistertitel im Sommer nun auch noch den Sieg beim Agravis-Cup zu feiern, ist etwas ganz Besonderes für unseren Verein“, freut sich Stephan Mohrmann, 1. Vorsitzender des RuF Hooksiel. „Die Mannschaft hat in diesem Jahr eindrucksvoll gezeigt, was mit Teamgeist, großem Engagement und kontinuierlicher Trainingsarbeit möglich ist. Wir sind unglaublich stolz auf unsere vier Reiterinnen und ihre Pferde und gratulieren ganz herzlich zu diesem großartigen Erfolg.“

Lohn für engagiertes Training

Der Erfolg sei das Ergebnis engagierter Trainingsarbeit, großer Einsatzbereitschaft und vor allem eines starken Miteinanders. Das harmonische Zusammenspiel der vier Reiterinnen und ihrer Pferde habe die Mannschaft auch in Oldenburg zu einem überzeugenden Team geformt. Auch der Sieg beim Agravis-Cup wird in der Hooksieler Vereinsgeschichte verewigt werden.

Wangerland Touristik Thalassa
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Pony Henry führt Monster-Meute durch Hooksiel

Hooksiel (1. 11. 2026) – Monster, Teufel und Vampire. Hooksiel war am Samstag mit Einbruch de Dämmerung voll von komischen Gestalten. Während im „Gruseleum“ professionelle Darsteller versuchten, hunderte von Besucher zu erschrecken, erledigen diese Aufgabe auf den Straßen die Kinder aus dem Dorf – aber auch nicht ganz kostenlos.

Pony Henry fühlte sich offenkundig wohl in der Runde der Halloween-Kinder in Hooksiel. Foto: hol

„Wir sind kleine Geister, essen gerne Kleister. Wenn Sie uns nichts geben, bleiben wir hier kleben“, erklang es vor etlichen Haustüren bis zum späten Abend. Dazu im Chor die Forderung: „Süßes oder Saures!“

Besondere große Mühe gegeben hatte sich Ella aus Crildumersiel. Als „schwarze Reiterin“ führte die Elfjährige ihr verkleidetes Pony Henry samt Knappen und gruseligem Gefolge durch den gesamten Ort. Als Belohnung brachte die Meute etliche Taschen voller Süßigkeiten mit nach Hause. Ob jemand dabei auch an eine Portion Heu für Henry gedacht hat, ist nicht überliefert.

Wer nicht nur an seiner Haustür auf den Besuch von den kleinen Monstern warten wollte, konnte auch selbst einen Spaziergang durch den Ort machen. Etliche Häuser, Eingänge und Vorgärten waren wieder passend zu Halloween geschmückt.

Als besonderer Hingucker präsentierte sich dabei erneut das Haus der Familie Debels am Altendeich. Wer die sprechenden Skelette und springenden Spinnen ohne Herzrhythmusstörungen passiert hatte, dufte sich auf die vergleichsweise beschauliche Stimmung in der Fußgängerzone in der Lange Straße freuen. Hier hatte die Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ Dutzende Kürbisse aufgestellt, deren händisch geschnitzten Fratzen durch Kerzenlichter zur Geltung gebracht wurden.

WTG lädt Wangerländer zu Auszeit im Thalasso Meeres Spa ein

Wangerland (31. 10. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) lädt alle Wangerländerinnen und Wangerländer zu einer Auszeit ein. Im Zeitraum vom 1. Novembr bis zum 28. Februar 2027 sollen alle Einheimischen Gelegenheit bekommen, zu vergünstigten Preisen das Angebot des „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel kennenzulernen.

Wie die gemeindeeigene WTG mitteilt, erhalten alle Wangerländer einmalig 50 Prozent Rabatt auf eine ausgewählte Anwendung, die von dienstags bis donnerstags gebucht werden kann. Ausgenommen sind lediglich das so genannte „Private Spa“ und Kursangebote. Nach dem Kennenlernen profitieren die Einheimischen während des Aktionszeitraums von zehn Prozent Rabatt auf alle Leistungen, ausgenommen Kurse. 

„Mit unserem Winterangebot möchten wir den Wangerländerinnen und Wangerländern die Möglichkeit geben, sich direkt vor der eigenen Haustür eine kleine Auszeit zu gönnen“, sagt Torsten Riedel, Geschäftsführer der WTG. „Uns ist wichtig, dass auch die Menschen, die hier leben, die besonderen Erholungsangebote ihrer Heimat kennenlernen und genießen können.“ 

Spannung bis zum Schluss: D-Jugend feiert Meisterschaft

Wangerland (1. 11. 2026) – Als ob der Fussballgott es geplant hätte. Diesen Freitag ging es für die D-Jugend des SC Wangerland am letzten Spieltag zu Hause als Tabellenführer gegen den Zweiten, den TuS „Frei weg“ Petersfehn, um die Meisterschaft. Aufgrund des Torverhältnisses musste unbedingt ein Sieg her.

Feierten nach dem Abpfiff die Meisterschaft: Die D-Jugend-Fußballer des SC Wangerland.. Foto: Bernhard Köster

Der Anpfiff auf tiefem Geläuf und bei dichtem Nebel erfolgte vor sage und schreibe rund 80 Zuschauern. Der SC nahm sofort das Heft in die Hand und spielte zügig nach vorn. Petersfehn, auf Defensive eingestellt, verteidigte geschickt, so dass für die Heimmannschaft meist am Strafraum Schluss war. Die Zuschauer erlebten einen taktisch geprägten Schlagabtausch. Feldüberlegenheit und gefährliche Weitschüsse einerseits, andererseits blieben die Gäste über Konter gefährlich.

Kurz vor der Pause klingelte es. Nach einer unübersichtlicher Situation am Neunmeter gingen die die Wangerländer 1:0 in Führung. Nach Wiederanpfiff entwickelte sich dann ein echtes Spitzenspiel. Petersfehn wurde offensiver. Besonders nach Eckbällen hatten die Gäste große Chancen, die aber der herausragende Heim-Keeper zunichte machte.

Umgekehrt verpassten die Wangerländer es, einen ihrer Konter zu nutzen. In den letzten Minuten überschlugen sich die Ereignisse. Drei Minuten vor Schluss fiel das scheinbar erlösende 2:0 durch einen weiten Lupfer. Aber im Gegenzug wurschtelte Petersfehn das Leder ebenfalls über die Linie. Noch einmal Spannung – bis zum erlösenden Abpfiff: 2:1. Meisterschaft.

Gleichzeitig erledigte die B-Jugend des SC Wangerland in Halsbek mit einem 7:0 ihre Pflichtaufgabe und führt die Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung an. Der Verfolger hat allerdings noch zwei Nachholspiele und kann damit noch vorbeiziehen. 

Vertrag von Klinik-Geschäftsführerin wird nicht verlängert

Friesland/Wangerland (30. 10. 2026) – Der Landkreis Friesland und die Geschäftsführerin der Friesland Kliniken gGmbH, Petra Hohmann, haben sich gemeinsam darauf verständigt, den 2027 auslaufenden Vertrag von Petra Hohmann nicht zu verlängern. Das verkündete der Landkreis am heutigen Freitag in einer Presseerklärung.

Die Geschäftsführerin hat seit 2022 als Nachfolgerin von Frank Germeroth die Geschäfte der gemeinnützigen GmbH des Landkreises geführt. Sie habe mit langjähriger Erfahrung als Klinikgeschäftsführerin und viel Tatkraft die Friesland Kliniken durch die Herausforderungen navigiert, die der Wandel des Gesundheitssystems in den vergangenen Jahren mit sich gebracht habe, heißt es in der Mitteilung.

„Ich danke Petra Hohmann im Namen des Aufsichtsrats für die jahrelange gute Zusammenarbeit und das Engagement, mit dem sie sich für die Gesundheitsversorgung im Landkreis Friesland eingesetzt hat“, sagt der Vorsitzende des Aufsichtsrats und künftige Landrat Rolf Neuhaus. „Nun gilt es in der verbleibenden Zeit, die Fusion und die weitere Sanierung der Friesland Kliniken intensiv voranzutreiben.“

Hintergründe zur Trennung wurden zunächst nicht bekannt. Die Personalentscheidung trifft den Landkreis und die ihm gehörenden Friesland-Kliniken in einer schwierigen Phase. Vor dem Hintergrund von jährlichen Verluste in Millionenhöhe der jeweiligen Krankenhäuser verhandeln die Stadt Wilhelmshaven und der Landkreis aktuell über den Bau eines gemeinsamen Zentralklinikums.

Neben Änderungen der Rahmenbedingungen für Krankenhäuser auf Bundeseben hatte in den vergangenen Jahren vornehmlich die Um- und Neugestaltung des zu den Friesland-Kliniken gehörenden St.-Johannes-Hospitals in Varel für Unmut und erheblichen Druck auf die Geschäftsführung gesorgt. Hinzu kamen einige umstrittene Personalentscheidungen im medizinischen Bereich.

Halloween: Süßer Gruselspaß und echter Faktor für Hooksiel

Hooksiel (30. 10. 2026) – Halloween, der Tag der Geister und Gespenster, hat sich einen festen Platz im Jahreskalender vieler Menschen erobert. Auch in Hooksiel. Schon jetzt sind einige Gärten und Fenster mit gruseligen Accessoires wie Gerippe, Spinnen oder Fledermäusen geschmückt. Kostüme und Masken liegen bereit, um am Samstag, andere Menschen zu erschrecken.

Stimmungsvolle Mystik und gekonnte Showelemente sind Markenzeichen des Gruseleums in Hooksiel. Alexandra Strehlau gehört zu den Darstellerinnen bei der Rocky-Horror-Picture-Show. Foto: Museum

Oder zu erpressen. „Süßes oder Saures!“ werden die als kleine Monster verkleideten Kinder fordern, die an Halloween traditionell von Haustür zu Haustür ziehen. Die Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) wird dazu mit Einbruch der Dunkelheit im Ortskern zahlreiche Lichter in Kürbissen anzünden, die in Zusammenarbeit mit der Grundschule und der WiKi ausgehöhlt und mit Fratzen versehen wurden.

Gruseleum zieht Urlauber an

Gruselstimmung gibt es in Hooksiel allerdings nicht nur zu Halloween. Schon seit zwölf Jahren betreibt Martina Kreiner inzwischen ihr „Gruseleum“ in der ehemaligen Neuapostolischen Kirche am Pakenser Altendeich. Seit anderthalb Jahren werden dort zudem Gäste in „Esmeralda’s Hexencafé“ mit selbst gebackenem Kuchen und Getränken mit so magischen Namen wie Dämonenschuss, Feenstaub oder Morgengrauen versorgt.

„Wir hatten eine sehr gute Saison“, sagte Martina Kreiner im Gespräch mit „Hooksiel-life“. „Wir sind nach meiner Überzeugung inzwischen ein echter Faktor für Hooksiel geworden – auch im touristischen Sinne.“ Viele Urlaubsgäste seien über die Jahre schon mehrfach in den Shows gewesen. Allein für die Grusel-Vorführungen an Halloween lagen bis Mitte der Woche über 200 Anmeldungen vor. „Ich gehe davon aus, dass wir am Ende um die 300 Besucher haben werden.“

Im Gruseleum sind rund 25 Menschen beschäftigt, davon drei als fest Angestellte. Allein 15 Darsteller sorgen verkleidet als Hexe, Dämon, Waldschrat oder Vampir für die Gruseleffekte bei den Rundgängen durchs Gebäude. „Von 14 bis 19 Uhr bieten wir familiengerechte Vorstellungen“, sagt Martina Kreiner, die als Hexe „Esmeralda“ ihre Gäste verzaubert. Ab 19 Uhr steigt der Gruselfaktor dann nach einmal deutlich. Hier sind nur Besucher ab 14 Jahren zugelassen.

Als Waldschrat verunsichert Timo Koullen die Besucher im Guseleum. Foto: Museum

Das „Gruseleum“ hat in den Saison- und Ferienzeiten täglich geöffnet. Neben dem Café und den Rundgängen durch die Show gehören Gruseldinner und Gruppen-Veranstaltungen zum festen Programm. Kindergeburtstage etwa oder eine Rocky-Horror-Picture-Show. Ein echter Knaller: Wenn ein Kind einen Zauberstab erwirbt, kann es tatsächlich damit zaubern. „Auf einmal können zum Beispiel die Gäste im Café nicht mehr sprechen“, verrät Martina Kreier mit einem Augenzwinkern.

Café soll größer werden

Im Bedarfsfall wird inzwischen auch der Dinner-Raum für das Café mitgenutzt. Martina Kreiner denkt zudem darüber nach, die Außenterrasse so zu verglasen, damit sie auch in der kühleren Jahreszeit bewirtschaftet werden kann. Und noch so ein Geistesblitz: Spukrundgänge durch Hooksiel. Zurzeit sammelt die gelernte Theaterpädagogin dafür gruselige und mystische Geschichten, möglichst mit Ortsbezug.

Am wichtigsten aber ist derzeit der eigene Umzug in das neu erbaute Wohnhaus direkt neben dem Gruseleum, der noch in diesem Jahr vollzogen werden soll. Das verschaffe ihr dann kurze Wege und erspare viel Fahrzeit. Denn, auch das ist bemerkenswert und irgendwie beruhigend, selbst Hexe „Esmeralda“ fliegt nicht mit ihrem Besen zum Einkaufen, wenn sie die Zutaten für ihre Kuchen besorgt.