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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

13-jährigen Schüler bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt

Friesland/Wangerland (18. 6. 2026) – Nachdem es an einer Schule in der Region zu einem so genannten „Choking-Game“-Vorfall gekommen ist, warnt die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland vor dieser Art von gefährlichen Mutproben, die insbesondere über soziale Medien verbreitet werden. Ziel ist es, durch das Zudrücken des Halses oder andere Methoden die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn bewusst einzuschränken, um einen kurzen Rauschzustand oder eine Bewusstseinsveränderung herbeizuführen. Die Handlungen werden dabei häufig gefilmt und anschließend in sozialen Netzwerken geteilt.

Polizei warnt vor gefährlichen Mutproben

In der vergangenen Woche habe ein 13-jähriger Schüler einen Mitschüler von hinten bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Gegen den Jugendlichen werde jetzt d wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, teilte die Polizei heute mit.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass diese vermeintliche Mutprobe erhebliche gesundheitliche Risiken birgt. Bereits nach kurzer Zeit kann Sauerstoffmangel zu Bewusstlosigkeit, schweren Verletzungen, dauerhaften gesundheitlichen Schäden oder sogar zum Tod führen, „Kein Trend, keine Challenge und kein Video sind es wert, die eigene Gesundheit oder das eigene Leben aufs Spiel zu setzen.“

Eltern sollten mit ihren Kindern sprechen

Darüber hinaus können auch rechtliche Konsequenzen drohen, warnt die Polizei. Wer andere zu solchen Handlungen auffordert, diese unterstützt oder entsprechende Inhalte verbreitet, mache sich unter Umständen strafbar. Die Polizei appelliert insbesondere an Eltern und Erziehungsberechtigte, das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen zu suchen und sie über die erheblichen Gefahren solcher Mutproben aufzuklären. „Ein offener Austausch kann dazu beitragen, Risiken frühzeitig zu erkennen und gefährliche Nachahmungen zu verhindern.“

Kreativität ausleben: Frauen entdecken Spaß an der Malerei

Hooksiel (18. 6. 2026) – Großes kann auch in kleinsten Räumen entstehen. Dafür gibt es in der Kunst- und Kulturgeschichte jede Menge Beispiele. Ob die Teilnehmerinnen den Workshops „Pinsel und Prosecco“ daran allerdings anknüpfen können, bleibt abzuwarten.

Die Ergebnisse des zweiten Kunstworkshops „Pinsel und Prosecco“ können sich durchaus sehen lassen. Foto: Marion Hinz

Zum zweiten Mal haben sich jetzt acht Mal-Interessierte in einem Nebenraum der Hooksieler Gaststätte „Balkan-Grill“ getroffen. Unter Anleitung der ambitionierten Hobby-Künstlerinnen Marion Hinz (Waddewarden) und Silvia Mackenberg (Hooksiel) greifen die Frauen zu Farbe, Pinsel oder Schwamm – werden kreativ und haben dabei jede Menge Spaß. Nicht nur wegen des Proseccos.

Die Frauen, die durchweg zuvor noch nie „öffentlich“ gemalt haben, erhalten im Rahmen der Sitzungen klare Aufträge und kleine Hilfestellungen. So entstanden während der ersten Zusammenkünfte acht Gemälde vom Hooksieler Strand – alle ähnlich, aber im Detail doch jeweils anders.

Der Auftrag für die zweite Sitzung: Malen mit Alltagsgegenständen. Mit Schwämmen trugen die Kreativen die Grundfarbe auf ihre Leinwand und zauberten darauf im Anschluss eine Blumenlandschaft. „Wichtig ist für uns, dass alle Teilnehmerinnen Spaß haben“, sagt Marion Hinz. Sie habe zusammen mit Silvia Mackenberg ein Kreativ-Angebot für Einheimische und Gäste schaffen wollen. Weitere Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.

Unser Anleitung von Silvia Mackenberg und Marin Hinz (stehend, von links) werden die Frauen des Kunstworkshops kreativ. Foto: hol

Am kommenden Montag, 22. Juni, heißt die Aufgabe ab 17.30 Uhr: „Wir malen ein Sommerbild.“ Und wenn der Raum dann doch zu klein werden sollte? „Kein Problem“, so Marion Hinz. „Dann teilen wir die Gruppe und treffen uns an zwei Terminen.“

Feuerwehr an Skiterrassen: Kabelbrand schnell gelöscht

Hooksiel (17. 6. 2026) – Schreck in den Morgenstunden. Am Mittwoch morgen kurz nach 9 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel alarmiert. An den Hooksieler Skiterrassen brannte ein Bagger.

Ein Kabelbrand war offenbar die Ursache für einen Brand an einem Bagger auf dem Gelände der Adventure-Golf-Anlage. Foto: Feuerwehr

Wie Ortsbrandmeister Jörg Nöchel mitteilte, brauchte die Wehr aber nicht mehr aktiv einzugreifen, um das Feuer zu löschen. „Das Feuer war bereits durch das schnelle und besonnene Eingreifen der Mitarbeiter vor Ort sowie der Bauarbeiter mit Hilfe von Feuerlöschern gelöscht worden.“

Offenbar hatte ein Kabelbrand das Feuer an dem Arbeitsgerät ausgelöst, das auf dem Gelände der neuen Adventure-Golf-Anlage eingesetzt war. Die Feuerwehr habe den betroffenen Bagger mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Dabei hätten aber keine Glutnester oder andere Gefahrenstellen mehr entdeckt werden können, so Nöchel.

Zoll tauft neues Wachschiff auf den Namen „Friesland“

Wilhelmshaven (17. 6. 2026) – Der Zoll hat heute mit einem feierlichen Festakt am Marinestützpunkt in Wilhelmshaven sein neues LNG-Einwachenschiff „Friesland“ getauft und in Dienst gestellt. Taufpatin war die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (SPD) aus Varel. Sie wünschte dem Schiff im Beisein des Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Dennis Rohde, „allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“. 

Die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller tauft das neue Schiff des Zolls in Wilhelmshaven auf den Namen „Friesland“. Foto: Zoll

Das über 55 Meter lange und zehn Meter breite Einsatzschiff wird künftig von Wilhelmshaven aus in der Nordsee eingesetzt. Zu den zentralen Aufgaben der zehnköpfigen Besatzung, darunter zwei Kontrollbeamte, gehören die Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs sowie die Durchsetzung der Zollvorschriften bis in die ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ).

Emissionsarmer Antrieb

Die 25,5 Knoten schnelle „Friesland“ wurde auf der Peene-Werft in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) gebaut und verfügt über einen emissionsarmen LNG-Antrieb (LNG, liquefied natural gas), der, anders als die herkömmlichen Dieselantriebe, nahezu keine Schwefeldioxide sowie deutlich weniger Stickoxide und Feinstaub ausstößt. Auch die Emission von Kohlenstoffdioxid liegt um bis zu 20 Prozent niedriger.

Das neue Zollschiff ist mit modernster Kontroll- und Überwachungstechnik ausgestattet. An Bord befindet sich zudem Festrumpf-Schlauchboot mit dem Namen „Klaas“ ein als Tochterboot, das
insbesondere bei Kontrollen und Boarding-Manövern zusätzliche Einsatzmöglichkeiten eröffnet.

Überwachung des Seeeraumes

„Die ,Friesland‘ zeigt sehr anschaulich, wie wir in moderne und nachhaltige Einsatzmittel in der Seeraumüberwachung investieren – und damit in Schutz und Ordnung auf See“, sagte Dennis Rohde. „Die an Bord eingesetzten Zöllnerinnen und Zöllner sorgen für Gerechtigkeit und für Sicherheit hier an ihrem Einsatzort auf dem Jadebusen, auf dem Küstenmeer der ostfriesischen Inseln bis in die Ausschließliche Wirtschaftszone.“

Die Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg, Regierungsdirektorin Stephanie Grotheer: „Ich freue mich sehr, dass uns mit der Indienststellung der ,Friesland’ nunmehr auch am Standort Wilhelmshaven ein hochmodernes maritimes Einsatzmittel zur Verfügung steht.“ Der Kapitän des Zollschiffs, Marlon Unnold, bedankte sich bei der Taufpatin, den Gästen und bei der Werft.

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Segeltour gegen die Industrialisierung des Wattenmeeres

Hooksiel/Wilhelmshaven (17. 6. 2026) – Ein besonderes Segelboot hat am Dienstagnachmittag Hooksiel in Richtung Wilhelmshaven passiert – die „Malizia Explorer“. Mit der Tour „Segel setzen für den Meeresschutz“ will die Deutsche Umwelthilfe (DUH) auf die industrielle Übernutzung der deutschen Nordsee aufmerksam machen. Mit an Bord: Bekannte Umwelt- und Klimaschutzaktivisten wie Luisa Neubauer und Nathan Goldblat sowie Meeresschutz- und Energieexperten.

Die „Malizia Explorer“, ein Segelschiff mit Forschern und Umweltschutzaktivisten an Bord, passierte auf ihre Protestfahrt gegen die Industrialisierung der Nordsee nach Wilhelmshaven den Außenhafen von Hooksiel, in dessen Sichtweite sich die LNG-Terminals befinden.

Ihre Botschaft: „Die Nordsee darf nicht weiter zur Industriezone für fossile Projekte und zerstörerische Nutzung gemacht werden. Klima- und Meeresschutz müssen Vorrang haben – besonders in Schutzgebieten.“

Von Borkum bis Brunsbüttel

Die Umweltschützer warnen vor neuen Gasbohrungen vor Borkum in unmittelbarer Nähe zum Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. Ein Dorn im Auge sind ihnen auch die zunehmende Zahl an LNG-Terminals. Obwohl der Gasverbrauch sinke und bestehende Terminals nur gering ausgelastet sind, würden weitere LNG-Kapazitäten geplant – etwa in Stade. „Damit drohen fossile Überkapazitäten, neue Abhängigkeiten und zusätzliche Belastungen für Küstenökosysteme.“

Belastung durch Lärm, Licht und Biozide

Die Segeltour mit dem 26 Meter langen Expeditionsschiff führt die Aktivisten von Borkum über die LNG-Anleger in der Jade weiter zur Ölförder-Plattform Mittelplate vor Friedrichskoog bis zum LNG-Terminal in Brunsbüttel. Vor der Hafeneinfahrt nach Wilhelmshaven wurden sie von Aktivisten des Bündnisses von Klima- und Umweltschutzverbänden „Netzwerk Energiedrehscheibe“ begrüßt. Wilhelmshaven mit seinen zwei Flüssigerdgas-Regasifizierungsschiffen stehe exemplarisch für den massiven Ausbau von LNG-Infrastruktur an der deutschen Küste. Zudem ist ein weiteres landseitiges Terminal in Planung.

Belastungen für das sensible Küstenökosystemen und den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer sehen die Naturschützer unter anderem durch Schiffsverkehr, Lärm, Licht, Schadstoffe, Biozide sowie neue Hafen- und Pipelineinfrastruktur. Aus Sicht der DUH zeigt Wilhelmshaven, wie fossile Überkapazitäten geschaffen und langfristige Gasabhängigkeiten zementiert werden.

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Westlake übernimmt PVC-Werk: 350 Arbeitsplätze gesichert

Wilhelmshaven (16. 6. 2026) – Der Verkauf der Vynova Wilhelmshaven GmbH an die Westlake Vinnolit GmbH & Co. KG ist vollzogen. Das teilte Dr. Christian Kaufmann mit. Damit sei „ein wichtiger Meilenstein erreicht“. Zuvor hatte die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags stattgefunden.  „Mit dem Vollzug der Transaktion haben wir eine tragfähige und zukunftsorientierte Lösung für den Standort Wilhelmshaven erreicht. Der Einstieg eines strategischen Investors sichert die Fortführung der Produktion und eröffnet dem Werk langfristige Perspektiven“, so der Insolvenzverwalter. 

Der US-Konzern Westlake Vinnolit lobt insbesondere die gute Infrastruktur und die Lage am tiefen Fahrwasser des Vynova-Werkes in Wilhelmshaven. Foto: Vynova

Das Amtsgericht Wilhelmshaven hatte am Montag das Insolvenzverfahren eröffnet und Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH zum Insolvenzverwalter ernannt. Er war bereits seit der Anordnung der vorläufigen Verwaltung als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig. Mit dem Kauf übernimmt die deutsche Westlake-Tochter den Geschäftsbetrieb des Chemiewerke in Wilhelmshaven sowie sämtliche rund 350 Arbeitsplätze. Damit sei die Grundlage für eine nachhaltige Fortführung des Betriebs geschaffen, so Kaufmann. 

Dank an Banken und Landesregierung

„Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ist. Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern, die den Betrieb trotz der mit einer Insolvenz verbundenen Unsicherheit mit großem Engagement unterstützt haben, insbesondere auch der Leitungsebene um den Geschäftsführer Dr. Peter Prinz“, so Kaufmann weiter. „Eine solche Transaktion erfordert eine intensive Zusammenarbeit verschiedener Teams.“

Strategischer Investor

Kaufmann dankte unter anderem auch den beteiligten Banken, der Nord/LB und der Volksbank Wilhelmshaven eG, für den gewährten Massekredit sowie der Landesregierung um Ministerpräsident Olaf Lies und Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne und den Mitarbeitern des Wirtschaftsministeriums für die Unterstützung, nicht zuletzt durch eine Landesbürgschaft.

Der Produktionsstandort für Polyvinylchlorid (PVC) und Vinylchloridmonomer (VCM) zählt zu den bedeutenden Anlagen seiner Art in Europa. Mit der Übernahme stärkt Westlake Vinnolit seine Marktposition und erweitert seine Produktionskapazitäten. „Diese Akquisition stärkt unser Geschäft, indem sie unsere globale Chlorvinyl-Produktionsbasis erweitert und unsere bestehenden Chlorvinyl-Produktionsanlagen in Europa und Nordamerika ergänzt“, so Jean-Marc Gilson, Präsident und Chief Executive Officer von Westlake. Das Werk in Wilhelmshaven profitiere von einer vorteilhaften logistischen Infrastruktur, einschließlich eines Tiefwasserhafens, der eine effiziente Versorgung mit Rohstoffen ermögliche. Gilson: „Wir freuen uns darauf, die Mitarbeiter des Standorts in der Westlake-Familie willkommen zu heißen.“

Hauptsitz in Houston

Westlake Vinnolit ist ein Mitglied der Westlake Unternehmensgruppe. Die Westlake Corporation ist an der New York Stock Exchange gelistet und hat seinen Hauptsitz in Houston sowie Betriebe in Asien, Europa und Nordamerika. Westlake wurde 1986 gegründet und beschäftigt weltweit rund 14.600 Mitarbeiter.

Als ein führender europäischer Hersteller von PVC und wichtiger Partner für Natronlauge bietet Westlake Vinnolit maßgeschneiderte Lösungen für Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 1.400 Mitarbeiter in der Zentrale in Ismaning bei München sowie an seinen vier Produktionsstandorten in Bayern und Nordrhein-Westfalen. 

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Ausbildung in Hooksiel: Erfüllung in Pflege und Betreuung

Hooksiel (16. 6. 2026) – Es ist ein langer, teilweise beschwerlicher Weg. Aber Elischa Rieken ist überzeugt, dass sie den richtigen Kurs eingeschlagen hat. Die 21-Jährige Hooksielerin steht vor dem Ende ihrer Ausbildung zur Fachkraft für Heilerziehungspflege. Und aller Voraussicht nach wird die junge Frau auch künftig in der Hooksieler Wohnstätte der WiKi gGmbH erwachsene Menschen mit Beeinträchtigungen unterstützen, begleiten und betreuen.

Elischa Rieken findet in ihrem Beruf in der Heilerziehungspflege ein Stück weit Erfüllung. Der Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen sei eben nicht nur Pflege, sondern auch sozialer Kontakt. Foto: hol

Elischa Rieken ist in Jever aufgewachsen. An der Integrierten Gesamtschule (IGS) Friesland-Nord in Schortens hat sie mit 16 ihren erweiterten Realschulabschluss gemacht und im Anschluss zwei Jahr lang die Berufsfachschule Pflegeassistenz an der BBS Jever besucht. Den praktischen Teil der Ausbildung hat sie in der GPS-Wohnstätte in Jever absolviert, in der Menschen mit Beeinträchtigungen leben.

Drei Jahre an der Fachschule

Die Verbindung nach Hooksiel hielt die junge Frau im Anschluss auch während ihrer dreijährigen Ausbildung an der Fachschule Heilerziehungspflege an der BBS Varel. Inzwischen wohnt sie mit ihrem Freund in dem Sielort. „Mir war schnell klar, dass ich nicht nur in der reinen Altenpflege arbeiten will.“ Auch dieser Bereich hat einen hohen Praxisanteil. Eine Hälfte davon hat Elischa Rieken bei der WiKi in Hooksiel absolviert. Im Verbund mit insgesamt 18 Mitarbeitern betreute sie hier 24 Klientinnen und Klienten mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen.

„Ich arbeitete meistens in der Spätschicht von 13 bis 21 Uhr“, schildert die Auszubildende, die ihre Abschlussprüfung bereits hinter sich hat. Täglich finde ab 16 Uhr nach dem Feierabend in der Werkstatt eine Tee- und Kaffeerunde mit den Bewohnern statt. Zuvor will die Küche vorbereitet, die Wäsche gewaschen und der Tee gekocht werden.

Unterstützungsbedarf sehr unterschiedlich

Der konkrete Betreuungsbedarf ist je Person unterschiedlich. Einige kommen gut alleine klar, andere benötigen beim Essen und Trinken Unterstützung. Mit allen Bewohnern würden freundliche Gespräche geführt, Spiele gespielt oder Spaziergänge unternommen. Regelmäßig werden Ausflüge angeboten. Manchmal sogar richtige Urlaubstrips.

Um 18.30 Uhr gibt es Abendbrot. Und auch danach ist noch Zeit für unterschiedlichste Aktivitäten und Gespräche. So basteln etwa die Wohnheim-Bewohner schon seit Jahren die Blumen für den Hooksieler Maibaum. „Jeder Tag ist unterschiedlich“, schildert Elischa Rieken. „Dabei entstehen enge Beziehungen. Es ist einfach schön, wenn man merkt, dass man für seine Arbeit etwas zurück bekommt. Das ist erfüllend.“

Gespräche im Team

Es kann aber auch mal zu haarigen Situationen kommen. Etwa wenn es einem Bewohner nicht so gut geht und dann schroffe Bemerkungen fallen. „Dafür sind wir hier ein Team und wir reden miteinander“, sagt Wohnheim-Leiterin Saskia Ponath. „Jede kritische Situation wird in einem Nachgespräch aufgearbeitet.“

Saskia Ponath ist froh, mit Elischa Rieken bald eine engagierte Fachkraft in ihr festes Team aufnehmen zu können. Die WiKi suche händeringend nach Fachkräften, Auszubildenden und FSJ´lern. Von 13 jungen Leuten, die den Ausbildungsweg mit Elischa Rieken eingeschlagen hatten, hätten nur vier durchgehalten. Einen Grund dafür sieht Saskia Ponath in der Vergütung – die es während der Ausbildung nicht gibt. Zumindest nicht in Form eines Gehalts.

Bafög statt Gehalt

Wer die Fachschule für Heilerziehungspflege besucht, kann so genanntes Aufstiegs-Bafög beantragen. „Das sind 880 Euro im Monat, die nicht zurückgezahlt werden müssen“, schildert Elischa Rieken. Ein eigener Hausstand lässt sich davon noch nicht finanzieren. Aber das wird ja bald anders, wenn die Pflegefachkraft ihr erstes Gehalt von der WiKi bezieht. 

„Hooksiel-life“ stellt in loser Folge Auszubildende vor, die in Hooksiel eine Lehre machen. Bereits erschienen sind Berichte über einen angehenden Einzelhandelskaufmann, eine Medizinische Fachangestellte, einen Maler, zwei Veranstaltungskauffrauen, eine Zimmerin, eine Bäckerei-Fachverkäuferin, einen Handelsfachwirt, einen Koch, einen Landwirt, einen angehenden Fachangestellten für Bäderbetriebe , eine Pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA), ein Industriemechaniker und eine Bankkauffrau.

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Unbedingt gehörigen Abstand zu Robben im Watt halten

Wilhelmshaven/Wangerland (16. 6. 2026) – Jedes Jahr werden im deutschen Wattenmeer mehr als 7.000 Seehunde geboren. Die Hauptgeburtszeit liegt zwischen Anfang Juni und Mitte Juli. 
Immer wieder werden so genannte „Heuler“ aufgefunden, also Seehunde im Alter von bis zu sechs Wochen, die von ihrer Mutter getrennt sind. 

Nicht jeder einsame Seehund am Strand ist ein hilfsbedürftiger „Heuler“. Robben ruhen sich auch einfach nur aus. Foto: Martin Stock / LKN.SH 

Wichtig, so die Nationalpark-Verwaltung: „Nicht jede allein liegende Robbe ist ein hilfsbedürftiger Heuler. Ob ein Seehundjunges tatsächlich Unterstützung braucht, können nur erfahrene Fachleute beurteilen.“ Wer ein Jungtier entdeckt, sollte unbedingt Abstand halten, es nicht anfassen und auf keinen Fall aufnehmen.

Kontakt mit Menschen gefährlich

Schon der einfache Kontakt mit Menschen könne dazu führen, dass die Seehund-Mutter nicht mehr zurückkehrt und das Junge in Obhut genommen werden muss. „Außerdem können Robben beißen und Krankheiten übertragen, auch wenn sie gesund wirken“, warnen Seehund-Fachleute. 

Die Nationalparkverwaltung rät bei der Sichtung eines „Heulers“: Weiträumig Abstand halten (nach Möglichkeit 300 Meter), den Weg zum Wasser nicht versperren, ruhig bleiben, Hunde anleinen und von dem Tier fernhalten. „Das Jungtier soll unbedingt am Fundort belassen werden, damit die Mutter es gegebenenfalls wiederfinden kann.“

Ansprechpartner Seehundstation

Wer einen Heuler oder eine hilfsbedürftige Robbe findet, sollte den Fundort möglichst genau melden. Erster Ansprechpartner in Niedersachsen ist die Seehundstation Nationalpark-Haus Norddeich (Tel. 04931 97333-0).

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Gastkünstler präsentieren Werke in Galerie am Alten Hafen

Hooksiel (15. 5. 2026) – Brigitte und Wim Barten laden zum vierten Mal zur Ausstellung „Kunst am Alten Hafen“ ein. In ihrer Garten-Galerie „EinMalig. Anders“ am Schillhörn 2 (hinter der Gaststätte „Zum schwarzen Bären“) präsentieren sich am kommenden Samstag und Sonntag, 20./21. Juni elf Gastkünstler, die die Werke der Keramikkünstlerin Brigitte Barten ergänzen.

Die Ausstellung ist an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Präsentiert werden Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Glaskunst, Schmuckunikate, Lyrikstelen und Bild-Text-Kompositionen. Der Wunsch der Galerie-Betreiber: „Wir würden und freuen, wenn unsere Besucher gute Laune und eine Portion Neugier mitbringen.“

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SPD-Politiker sagen Küstenfischern ihre Unterstützung zu

Jadebusen (15. 5. 2926) – Um küstennahe Fanggebiete ging es jetzt in einem Gespräch der niedersächsischen Landtagsabgeordneten Karin Logemann (SPD) aus Berne und dem Fischer Jan-Walke Schröder am Dangaster Hafen. Schröder machte deutlich, dass insbesondere Fischer, die mit kleineren Fahrzeugen unterwegs sind, auf Priele und andere küstennahe Fanggebiete angewiesen sind. Eine weitere Einschränkung sei existenzgefährdend.

Die Landtagsabgeordnete Karin Logemann sprach am Dangaster Hafen mit Fischer Jan-Walke Schröder. Foto: Jan Lehmann

Die Politikerin aus der Wesermarsch, die unter anderem Fraktionssprecherin für Fischereipolitik ist, sagte den Fischern ihre Unterstützung zu. Sie wurde begleitet von Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, dessen Stellvertreterin Anke Kück (beide SPD), Manfred Hoffmann vom Kurverein Dangast und den Vareler Sozialdemokraten Sören Mandel und Jan Lehmann

Alle versicherten Jan-Walke Schröder ihre Unterstützung zum Erhalt von Fanggebieten im Jadebusen und in der Jade zu. „Es darf keine faktischen Berufsverbote geben“, betonte Wagner, der die wirtschaftliche Bedeutung der Küstenfischerei für Varel besonders hervorhob. Erst kürzlich hatte sich die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland) dafür ausgesprochen, bei der Auswahl möglicher Schutzgebiete unbedingt die Fischer mit einzubeziehen.

Verunsichert sind die Niedersächsischen Küstenfischer wegen einer EU-Vorgabe, die die Ausweisung weiterer strenger Schutzgebiete vorsieht und vom Land Niedersachsen umgesetzt werden muss. Suchräume für mögliche Schutzgebiete werden derzeit identifiziert. Die Fischer fordern, dabei beteiligt zu werden.

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