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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Unbedingt gehörigen Abstand zu Robben im Watt halten

Wilhelmshaven/Wangerland (16. 6. 2026) – Jedes Jahr werden im deutschen Wattenmeer mehr als 7.000 Seehunde geboren. Die Hauptgeburtszeit liegt zwischen Anfang Juni und Mitte Juli. 
Immer wieder werden so genannte „Heuler“ aufgefunden, also Seehunde im Alter von bis zu sechs Wochen, die von ihrer Mutter getrennt sind. 

Nicht jeder einsame Seehund am Strand ist ein hilfsbedürftiger „Heuler“. Robben ruhen sich auch einfach nur aus. Foto: Martin Stock / LKN.SH 

Wichtig, so die Nationalpark-Verwaltung: „Nicht jede allein liegende Robbe ist ein hilfsbedürftiger Heuler. Ob ein Seehundjunges tatsächlich Unterstützung braucht, können nur erfahrene Fachleute beurteilen.“ Wer ein Jungtier entdeckt, sollte unbedingt Abstand halten, es nicht anfassen und auf keinen Fall aufnehmen.

Kontakt mit Menschen gefährlich

Schon der einfache Kontakt mit Menschen könne dazu führen, dass die Seehund-Mutter nicht mehr zurückkehrt und das Junge in Obhut genommen werden muss. „Außerdem können Robben beißen und Krankheiten übertragen, auch wenn sie gesund wirken“, warnen Seehund-Fachleute. 

Die Nationalparkverwaltung rät bei der Sichtung eines „Heulers“: Weiträumig Abstand halten (nach Möglichkeit 300 Meter), den Weg zum Wasser nicht versperren, ruhig bleiben, Hunde anleinen und von dem Tier fernhalten. „Das Jungtier soll unbedingt am Fundort belassen werden, damit die Mutter es gegebenenfalls wiederfinden kann.“

Ansprechpartner Seehundstation

Wer einen Heuler oder eine hilfsbedürftige Robbe findet, sollte den Fundort möglichst genau melden. Erster Ansprechpartner in Niedersachsen ist die Seehundstation Nationalpark-Haus Norddeich (Tel. 04931 97333-0).

Gastkünstler präsentieren Werke in Galerie am Alten Hafen

Hooksiel (15. 5. 2026) – Brigitte und Wim Barten laden zum vierten Mal zur Ausstellung „Kunst am Alten Hafen“ ein. In ihrer Garten-Galerie „EinMalig. Anders“ am Schillhörn 2 (hinter der Gaststätte „Zum schwarzen Bären“) präsentieren sich am kommenden Samstag und Sonntag, 20./21. Juni elf Gastkünstler, die die Werke der Keramikkünstlerin Brigitte Barten ergänzen.

Die Ausstellung ist an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Präsentiert werden Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Glaskunst, Schmuckunikate, Lyrikstelen und Bild-Text-Kompositionen. Der Wunsch der Galerie-Betreiber: „Wir würden und freuen, wenn unsere Besucher gute Laune und eine Portion Neugier mitbringen.“

SPD-Politiker sagen Küstenfischern ihre Unterstützung zu

Jadebusen (15. 5. 2926) – Um küstennahe Fanggebiete ging es jetzt in einem Gespräch der niedersächsischen Landtagsabgeordneten Karin Logemann (SPD) aus Berne und dem Fischer Jan-Walke Schröder am Dangaster Hafen. Schröder machte deutlich, dass insbesondere Fischer, die mit kleineren Fahrzeugen unterwegs sind, auf Priele und andere küstennahe Fanggebiete angewiesen sind. Eine weitere Einschränkung sei existenzgefährdend.

Die Landtagsabgeordnete Karin Logemann sprach am Dangaster Hafen mit Fischer Jan-Walke Schröder. Foto: Jan Lehmann

Die Politikerin aus der Wesermarsch, die unter anderem Fraktionssprecherin für Fischereipolitik ist, sagte den Fischern ihre Unterstützung zu. Sie wurde begleitet von Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, dessen Stellvertreterin Anke Kück (beide SPD), Manfred Hoffmann vom Kurverein Dangast und den Vareler Sozialdemokraten Sören Mandel und Jan Lehmann

Alle versicherten Jan-Walke Schröder ihre Unterstützung zum Erhalt von Fanggebieten im Jadebusen und in der Jade zu. „Es darf keine faktischen Berufsverbote geben“, betonte Wagner, der die wirtschaftliche Bedeutung der Küstenfischerei für Varel besonders hervorhob. Erst kürzlich hatte sich die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland) dafür ausgesprochen, bei der Auswahl möglicher Schutzgebiete unbedingt die Fischer mit einzubeziehen.

Verunsichert sind die Niedersächsischen Küstenfischer wegen einer EU-Vorgabe, die die Ausweisung weiterer strenger Schutzgebiete vorsieht und vom Land Niedersachsen umgesetzt werden muss. Suchräume für mögliche Schutzgebiete werden derzeit identifiziert. Die Fischer fordern, dabei beteiligt zu werden.

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Trotz Wind und Regen: Erfolgreiches Tennis-Wochenende

Hooksiel (14. 6. 2026) – Nicht nur mit ihren Gegnern, sondern auch mit böigem Wind und Regenschauern hatten die Hooksieler Tennisspieler an diesem Wochenende zu kämpfen. Mit unterschiedlichem Erfolg. Während sich die AI- Junioren bei ihrem Auswärtsspiel in der Regionsliga am Samstag in Metjendorf souverän mit 6:0 durchsetzten, unterlagen die AII-Junioren beim Wilhelmshavener WTHC mit 0:3. 

Spitzenspielerin Alina Fiebig vom SCW zeigte ein gutes Spiel, musste sich aber ihrer starken Gegnerin am Ende doch beugen. Foto: hol

Auch die Paarungen der Damenmannschaft des SC Wangerland gegen TuS Aurich-Ost musste auf der Tennisanlage in Hooksiel heute musste mehrfach unterbrochen werden. Am Ende setzen sich die Hooksielerinnen nach spannenden Spielen mit 5:1 durch.

Klarer Sieg für A-Junioren

Gegen den TV Metjendorf benötigte A-Junioren-Spitzenspieler Lorenz Kramer eine gewisse Anlaufzeit. Nach verlorenem ersten Satz gewann er den zweiten und den entscheidenden Matchtiebreak aber klar (4:6/6:1/10:6). Nico Gauzel (6:0/6:0), Mateo Doyen (6:2/6:3) sowie Niklas Doyen (6:1/6:0) hatten keine Probleme mit ihren Gegnern. Auch in den Doppeln ließen die Hooksieler nichts anbrennen: Nico Gauzel/Mateo Doyen gewannen 6:0/6:1, Lorenz Kramer/Niklas Doyen 6:2/6:0. Mit nunmehr 4:4 Punkten belegt die AI vor dem letzten Spieltag den dritten Tabellenplatz.

Das Spiel der AII musste aufgrund des Regens kurzfristig nach drinnen verlegt werden. Auf dem ungewohnten Hartplatzbelag in der Halle des WTHC fühlen sich die Hooksieler gar nicht wohl. Entsprechend deutlich fiel die Niederlage gegen den Tabellenführer in der Regionsklasse aus. Tom Fiebig (4:6/3:6) und Leonard Köster (1:6/3:6) blieben in den Einzeln und auch im gemeinsamen Doppel (2:6/3:6) ohne echte Siegchance.

Entscheidung in den Doppeln

Mit Siegen in den Einzeln an Position 2 und 4 starteten die Damen des SCW gegen Aurich. Martha Kramer setzte sich bei schwierigen äußeren Bedingungen mit 6:4/6:1, Lena Taddigs mit 6:1/6:2 durch. Auch Dilber Kocas an Position 4 war klar überlegen (6:1/6:0). Lediglich Spitzenspielerin Alina Fiebig musste sich nach tapferer Gegenwehr ihrer starken Gegnerin geschlagen geben (5:7/0:6).

Die Entscheidung musste in den Doppeln fallen. Im ersten Doppel spielten Lena Taddigs und Petra Csikos (6:3/7:6) stark auf und sicherten sich das Match im Tiebreak des zweiten Satzes. Und auch Alina Fiebig und Dilber Kocas setzen sich ebenso knapp mit 6:4/7:6 durch. Die SCW-Damen rücken mit dem Sieg und nunmehr 4:2 Punkten auf Platz zwei der Tabelle vor.

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Manövrierunfähiges Seebäderschiff vor Helgoland in Not

Helgoland (13. 6. 2026) – Für rund 70 Menschen an Bord eines Seebäderschiffes auf dem Weg von Büsum nach Helgoland ist ihre Seereise am heutigen Samstag mit einer Abschleppaktion zu Ende gegangen. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, musste der auf Helgoland stationierte Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ die manövrierunfähige „Funny Girl“ auf den Haken nehmen, um sie zu sichern.

Mit dem Leinenwurfgerät stellen die Seenotretter eine Leinenverbindung zwischen dem Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ und dem manövrierunfähigen Seebäderschiff „Funny Girl“ her. Foto: Die Seenotretter/DGzRS

Technische Probleme

Gegen 12.45 Uhr habe die Besatzung der „Funny Girl“ den Seenotrettern technische Probleme an Bord des gut 68 Meter langen Seebäderschiffes gemeldet. Bei westlichen Winden bis sieben Beaufort (etwa 60 km/h Windgeschwindigkeit) und vorhergesagten bis zu drei Metern Seegang trieb die „Funny Girl“ manövrierunfähig rund vier Seemeilen östlich von Helgoland. Zudem erhielten die Seenotretter die Information, dass eine chronisch kranke Passagierin möglicherweise medizinische Hilfe benötigt.

Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, koordinierte die Hilfsmaßnahmen für die „Funny Girl“. Im Helgoländer Südhafen legte unverzüglich der Seenotrettungskreuzer ab. Der vom Bundesverkehrsministerium gecharterte Bergungsschlepper „Nordic“ und das Einsatzschiff der Bundespolizei „Bad Düben“ blieben in der Nähe des Havaristen, bis die Seenotretter eintrafen.

Nach Cuxhaven geschleppt

Die „Hermann Marwede“ nahm die „Funny Girl“ zunächst auf den Haken. Die Büsumer Reederei Adler-Eils, die auch die Helgoland-Fahrten von Wilhelmshaven und Hooksiel nach Helgoland organisiert, entschied, den Havaristen in Cuxhaven reparieren zu lassen. Die „Nordic“ übernahm den Schleppanhang mit Ziel Außenelbe-Reede. Dorthin hat die Reederei den Schlepper „Wulf IV“ beauftragt, um den Havaristen zu übernehmen und in den Hafen zu bringen.

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Nach längerer Pause wieder Techno-Party am Hooksieler Strand

Hooksiel (13. 6. 2026) – Tanzen mit den Füßen im Sand. Am Samstag, 20. Juni, verwandelt sich der Strand von Hooksiel in eine ganz besondere Tanzfläche. Zur Feier der Mittsommernacht kehrt das elektronische Open-Air-Festival „Waves & Sand“ zurück und lädt Musikbegeisterte zu einer unvergesslichen Nacht unter freiem Himmel ein – und das bei freiem Eintritt.

Party am Hooksieler Strand – das verspricht das Open-Air-Festival „Waves & Sand“. Foto: Hicken

Die Geburtsstunde des Events liegt im Sommer 2018. Damals stand Strandbar-Betreiber Nils Hicken mit seinem Kumpel Andrè am heutigen „Strandhaus1“ in Hooksiel und blickte aufs Meer. Aus dem spontanen Gedanken „Hier müssten wir eigentlich mal eine Techno-Party machen“ entwickelte sich rasch ein Herzensprojekt.

Aussteiger-Pärchen als Wegbereiter

Der Zufall spielte den Gründern in die Karten: Ein schwedisches Aussteiger-Pärchen, Oskar und Anja, war zu diesem Zeitpunkt mit seinem Segelboot im Hooksieler Hafen gestrandet. Oskar, selbst DJ, hatte das passende Mischpult direkt an Bord; Anja bewies ein außergewöhnliches Händchen für die stimmungsvolle Dekoration. Mit etwas extra technischem Equipment und einer Mobilisierung über die sozialen Medien war die erste Party geboren – über 100 Musikbegeisterte feierten bis tief in die Nacht einen magischen Einstand. Schon im Folgejahr 2019 knackte die zweite Auflage die Marke von 250 Gästen.

Nach einer mehrjährigen Pause wird das Strand-Festival jetzt zu neuem Leben erweckt. Mit Lucas von Northlight-Eventtechnik und seinem Team haben sich erneut Musikbegeisterte gefunden, die den Strandabend mit elektronischen Klängen füllen und die Vision der Gründer fortführen.

Gehörschutz für Besucher

Unterstützung erhält das Event in diesem Jahr von der Wangerland-Touristik GmbH, die das Open-Air logistisch und organisatorisch begleitet. Um das Festival für jeden zugänglich zu machen, verzichten die Veranstalter bewusst auf Eintrittsgelder.

Die Kosten für die DJs und die Ton- und Lichttechnik werden über den Verkauf von Speisen und Getränken vor Ort gedeckt. Da es gegen Abend am Strand ordentlich laut und festivaltypisch dynamisch wird, gegen die Veranstalter kostenlos Gehörschutz-Pfropfen an die Besucher aus. Die gibt es zudem auch auf den Campingplätzen in Hooksiel sowie beim Frische-Kiosk-Dekena.

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CDU: Die Zeit ist reif für Politikwechsel in Friesland

Friesland/Wangerland (12. 6. 2026) – Die CDU Friesland hat die personellen Weichen für die Kreistagswahl am 13. September gestellt. Auf ihrer Aufstellungsversammlung nominierte die Partei 49 Frauen und Männer für die Wahl zum Kreistag. Das Ziel: Ein echter Politikwechsel im Landkreis.„Wir spüren überall, dass viele Menschen sich Veränderung wünschen“, sagte CDU-Kreisvorsitzender Thies Fischer (Wangerland). „Friesland wird seit Jahrzehnten von derselben Partei geprägt. Das hat Spuren hinterlassen. Einer Demokratie tut es gut, wenn Verantwortung auch einmal wechselt.“

Mit großer Mehrheit bestätigten die Mitglieder die 55-jährige Juristin aus Jever Sybille Raquet als Kandidatin von CDU und FDP für das Amt der Landrätin. „Sybille Raquet steht für Kompetenz, Führungsstärke und Bodenständigkeit. Sie kennt die Region, sie kennt Verwaltung und sie wird ihre ganze Kraft in diese Aufgabe investieren“, ist Fischer überzeugt.

Zusammenarbeit mit Wilhelmshaven

Als eine der wichtigsten Aufgaben nennen die Christdemokraten die Umsetzung des gemeinsamen Zentralklinikums für Friesland und Wilhelmshaven. Nur damit könne es gelingen, den Menschen in der Region auch in zehn oder zwanzig Jahren noch moderne Medizin auf höchstem Niveau anzubieten, so Fischer. „Ob Gesundheitsversorgung, Wirtschaft, Wohnungsbau oder Fachkräftemangel – wir stehen im Wettbewerb mit anderen Regionen. Diesen Wettbewerb werden wir nur gewinnen, wenn Friesland und Wilhelmshaven enger zusammenarbeiten als bisher.“

Auch mit Blick auf die Kreisverwaltung fordert die CDU einen Kurswechsel. Nach Auffassung der Christdemokraten habe die Verwaltung in den vergangenen Jahren zu oft unter fehlender Führung gelitten. „Ein Landkreis mit mehr als 100.000 Einwohnern und eine Verwaltung mit hunderten Beschäftigten brauchen eine Verwaltungschefin, die vor Ort präsent ist und die Verwaltung tatsächlich führt“, sagte Fischer.

Kandidaten für den Kreistag

Bei der Kreistagswahl stimmen die Bürgerinnen und Bürger in vier Wahlbezirken ab. Für den Wahlbezirk IV (Jever/Wangerland/Wangerooge) bieten die CDU folgende Kandidatinnen und Kandidaten an: Katharina Jensen (Wangerland), Dirk Zillmer (Jever), Kai Ulferts (Jever), Alice Brandenburg-Bienek (Wangerland), Matthias Bollmeyer (Jever), Wolfgang Weidemann (Wangerland), Christopher Popken (Jever), Thies Fischer (Wangerland).

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Seit 25 Jahren mit Herzblut im Dienst der Kinder

Hooksiel (12. 6. 2026) – Einen schönen Blumenstrauß, ein dickes Dankeschön und eine Ehrenurkunde der Gemeinde Wangerland brachte Bürgermeister Mario Szlezak in die Kindertagesstätte Hooksiel. Der Grund: ein Dienstjubiläum. 

Erzieherin Tanja Brämer-Neumann (auf dem Foto mit dem Bürgermeister) arbeitet seit 25 Jahre als Kindergärtnerin für die Gemeinde. „Ein Vierteljahrhundert Einsatz für die Kinder, für die Familien und unsere Gemeinde verdienst größten Respekt“, betonte Szlezak. Gerade in den Kindertagesstätten der Gemeinde würden die Mitarbeiterinnen unglaublich wertvolle Arbeit leisten oft mit viel Herz, Geduld und Engagement.

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Grüne nominieren Kandidaten-Riege für den Kreistag

Friesland/Wangerland (12. 6. 2026) – Der Kreisverband Friesland von Bündnis 90/Die Grünen hat seine 35 Kandidatinnen und Kandidaten für Wahl zum Kreistag bekannt gegeben. Insgesamt bewerben sich 67 Frauen und Männer für die Grünen bei der der Kommunalwahl am 13. September um Ämter auf Kreis-, Stadt- oder Gemeindeebene. 

Zu den Spitzenkandidatinnen für den Kreistag gehören (von links) Waltraud Voß (Bockhorn), Janina Schönbohm (Jever), Sigrid Busch (Varel), Gaby Szlezak (Wangerland) und Linn Söderberg-Szymanski (Varel). Foto: Merve Court

Zur Aufstellungsversammlung in Jever waren knapp 50 Parteimitglieder gekommen. Kreisvorsitzende Dr. Jutta Helmerichs zeigte sich hocherfreut über die große Zahl. Mehr als die Hälfte aller Kandidierenden (55 Prozent) bewerbe sich erstmals um ein Mandat. Das komme nicht unerwartet. Immerhin habe man in den vergangenen zwei Jahren einen Mitgliederzuwachs von mehr als 41 Prozent zu verzeichnen gehabt. Inzwischen habe die Partei in Friesland 232 Mitglieder. Helmerichs: „Das ist ein starkes Zeichen für ein grünes Friesland!“

Kandidaten im Wahlbereich IV

Die Kreistagsmitglieder werden in vier Wahlbereichen gewählt. Die Liste im Wahlbereich IV „Jever/Wangerland/Wangerooge“ führt für die Grünen Janina Schönbohm (Jever) an. Ihr folgen Reiner Tammen (Jever, früher Wangerland), Gaby Szlezak (Wangerland), Peter Kuchenbuch-Hanken (Wangerooge), Karl Oltmanns und Oliver de Neidels (beide Jever). Die Kandidaten für die Gemeinderatswahl im Wangerland waren bereits zuvor nominiert worden.

Von Klimaschutz bis Gerechtigkeit

Inhaltlich wollen sich die Grünen nach den Worten von Heimrichs weiterhin für Klimaschutz, Artenvielfalt und den Küstenschutz einsetzen, für klimafreundliche und verlässliche Mobilität, Bildungsgerechtigkeit, wohnortnahe Gesundheit und Pflege sowie hohe Lebensqualität in Friesland. „Wie werden den sozialen Zusammenhalt, Vielfalt und soziale Gerechtigkeit fördern und unsere Demokratie stärken sowie unsere Wirtschaft nachhaltig entwickeln“, versprach die Kreisvorsitzende. 

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HHG-Hooksiel pocht auf Ausweisung von Gewerbeflächen

Hooksiel/Wangerland (12. 6. 2026) – Als „unhaltbaren Zustand“ bewertet der Hooksieler Verein für Handwerk, Handel und Gewerbe (HHG) die Situation, dass es aktuell in der Gemeinde Wangerland keine freien Gewerbeflächen gibt. „Handwerksbetriebe können nicht wachsen oder müssen notgedrungen das Wangerland verlassen“, beklagt HHG-Vorsitzender Tobias Geisen. Das Problem müsse „schnellstmöglich durch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen angegangen werden“. 

Geisen kritisiert SPD und ZUW

Unternehmen und Unternehmern aus Handwerk, Handel und Gewerbe werde das Arbeiten und Wirtschaften durch politisch gesetzte Rahmenbedingungen immer schwerer gemacht. Für Vieles seien Bund und Land verantwortlich, für Manches aber auch der Gemeinderat vor Ort. Enttäuscht zeigt sich Geisen in diesem Zusammenhang von dem Verlauf der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Sanierung in der vergangenen Woche, an der er als beratendes Mitglied teilgenommen hat. 

In der Sitzung hatte die Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) einen Antrag eingebracht, wonach die Gemeindeverwaltung umgehend mit der Planung eines Gewerbegebietes in Tettens beginnen solle. Sprecher von SPD und ZUW (Unabhängige) waren zunächst skeptisch und verwiesen darauf, dass die Bauverwaltung der Gemeinde ohnehin überlastet sei und zunächst andere, zeitkritische Bauleitverfahren abarbeiten müsse. 

Letztlich stimmte der Ausschuss dem Antrag aber doch einvernehmlich zu, was Geisen auf seine vehement Intervention zurückführt. Der HHG-Vorsitzende bewertet die zunächst gegen die Planung der neuen Gewerbeflächen eingebrachte Argumente als „fadenscheinig“, zumal auch Bürgermeister und Verwaltungschef Mario Szlezak (SPD) eingeräumt hatte, dass die Kapazitäten dafür im Rathaus vorhanden wären.

Müller weist Kritik zurück

Für die ZUW-Gruppe weist Ratsherr Immo Müller (UWW) die Vorwürfe des HHG zurück. Der Austausch von unterschiedlichen Meinungen und Argumenten sei ein ganz normaler Bestandteil der demokratischen Willensbildung in einem Fachausschuss. Hier werde nicht nur zugestimmt oder abgelehnt. „Genau das ist geschehen“, stellt Müller in einer Erklärung fest. 

„Nicht in Ordnung“ sei es und möglicherweise dem Vor-Wahlkampf geschuldet, dass Geisen im Nachhinein die Argumente von Ratsmitgliedern als fadenscheinig bezeichne. Die Ausweisung von Gewerbeflächen stehe schon lange im Fokus aller im Rat vertretenen Parteien und Gruppen. „An welcher Stelle in der Gemeinde und ob in Tettens ist zu prüfen und vorzubereiten.“ 

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