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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

„Hooksiel sicher“: Was im Kreisverkehr die Vorfahrt regelt

Hooksiel (10. 2. 2026) – Der Straßenverkehr ist gefährlich. Nicht nur im Winter. 2025 sind in Deutschland rund 2780 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. Insgesamt erlitten etwa 364.000 Menschen Verletzungen. Ein Grund dafür: Nicht alle Verkehrsteilnehmer halten sich an die Regeln der Straßenverkehrsordnung – weil sie es, aus welchen Gründen auch immer, nicht wollen oder nicht können. Vielleicht auch, weil sie die Regeln gar nicht so genau kennen.

Das blaue Schild vor der Einfahrt signalisiert: Von der Bäderstraße aus kommend fahre ich in einen Kreisverkehr. Die Vorfahrt wird durcb das rot-weiße Schild „Vorfahrt gewähren“ geregelt. Ein Zuatzschild weist darauf hin, dass Radfahrer queren können. Foto: hol

Mit der Artikel-Serie „Hooksiel sicher“ möchte „Hooksiel-life“ dazu beitragen, die Kenntnisse bei den Verkehrsteilnehmern zu verbessern. In loser Folge werden in den nächsten Wochen Beiträge über mehr oder weniger knifflige Fragen rund ums Verkehrsrecht erscheinen. Dabei geht es um Themen, die unmittelbar mit Straßen und Beschilderungen in Hooksiel zu tun haben. 

Auftakt zu Artikelserie

Den Auftakt bilden Fragen zum Thema Vorfahrt. „Vorfahrtsverletzungen sind Ursache für einen Großteil der Unfälle auf unseren Straßen“, sagte Karl Erdmann, Verkehrssicherheitsberater in Diensten der Verkehrswacht, am Montagabend vor dem Männerkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland in Hooksiel.

Karl Erdmann

Längst nicht alle Auto- und Zweiradfahrer kennen die Regelungen im Detail. Auch deshalb der Appell von Erdmann (Foto): Im Zweifelsfall auf den anderen Rücksicht nehmen und gegebenenfalls auf sein „Recht“ verzichten, um einen Unfall zu vermeiden.

Allerdings: Verzichten kann man nur auf etwas, was man auch kennt. In diesem Sinne soll die Serie „Hooksiel sicher!“ den allgemeinen Kenntnisstand verbessern.

Zum Einstieg geht es um das Thema Kreisverkehr. Woran erkennt man einen Kreisverkehr? Genau: Am blauen, runden Verkehrsschild mit drei weißen Pfeilen. Das heißt im Umkehrschluss: Wo diese Schilder an den Einmündungen in ein Straßenrondel nicht stehen, existiert kein Kreisverkehr – auch wenn die Straßenführung es vermuten lässt.

Am „Phantom-Kreisel“ im Verlauf der Friesenstraßen ist kein echter Kreisverkehr. Hier dürfen Autofahrer auch schon vor dem Pflanzbeet links abbiegen – wenn die Verkehrslage es erlaubt. Foto: hol

Einen solchen „Phantom-Kreisel“, einen so genannten „unechten Kreisverkehr“, gibt es in Hooksiel an der Kreuzung Friesenstraße/Daunstraße/Oldenburger Straße. Mitten auf der Kreuzung steht ein aufgepflastertes Pflanzbeet mit einem Baum drin. Das Hindernis zwingt die Autofahrer in der Tempo-30-Zone dazu, an der Kreuzung besonders aufmerksam zu fahren. Als Vorfahrtsregel gilt, wie überall in Tempo-30-Zonen, das Prinzip Rechts-vor-Links. 

Abbiegen vor dem Pflanzbeet möglich

Allerdings müssen Linksabbieger nicht zwingend erst das Pflanzbeet umfahren, wenn sie etwa von der Bäderstraße kommend in die Oldenburger Straße oder von der Daunstraße kommend nach links in die Friesenstraße in Richtung Bäderstraße abbiegen wollen. Wir sind nicht im Kreisverkehr! 

Anders am echten Kreisverkehr an der Kreuzung Bäderstraße/Pakenser Altendeich/Ortsumgehung im Bereich der Tankstelle. Hier weist die Beschilderung an den Zufahrten eindeutig den Weg in den Kreisverkehr – der entsprechend auch nur rechtsherum befahren werden darf. Aber Achtung: Die Vorfahrt regeln die blauen Kreisverkehr-Schilder nicht. Deshalb steht an jeder Zufahrt zusätzlich das dreieckige Schild „Vorfahrt gewähren!“

Auch Radfahrer haben Vorfahrt

Wer also in den Kreisverkehr einfährt, muss auf die Vorfahrt von Autos und Zweirädern achten, die bereits im Kreisel unterwegs sind. Zusatzschilder weisen zudem auf den teilweise um den Kreisel geführten Radweg hin. Auch die Radfahrer, die zum Beispiel aus der Bäderstraße kommend in Richtung Gewerbegebiet unterwegs sind und dafür den Pakenser Altendeich queren müssen, haben Vorfahrt – und zwar vor den in den Kreisel einfahrenden Autos ebenso wie vor den ausfahrenden Verkehrsteilnehmern.

Zur Sicherheit trägt bei, wenn Autofahrer – wie vorgeschrieben – vor der Ausfahrt aus dem Kreisel blinken und damit anzeigen, dass sie den Kreisel verlassen wollen. Bei der Einfahrt hingegen ist das Setzen des Blinkers unzulässig. 

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Anregungen für die Serie oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, auf irreführende oder überflüssige Verkehrsschilder hinweisen möchten oder selbst schon in gefährliche Situationen geraten sind, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.

Ausgefallene Müllabfuhr-Termine werden ab morgen nachgeholt

Friesland/Wangerland (10. 2. 2026) – Im Landkreis Friesland starten am dem morgigen Mittwoch, 11. Februar, Nachleerungen für ausgefallene Abfallabfuhren. Dies betrifft die Ausfälle der Bio- und Papiertouren vom 26. Januar bis zum 6. Februar. Witterungsbedingte Einschränkungen hatten in den vergangenen Wochen zu Verzögerungen und Ausfällen geführt, die nun in Zusammenarbeit mit der Firma Augustin teilweise nachgeholt werden können, teilt der Landkreis Friesland mit.

Für die Nachleerungen habe man kurzfristig zusätzliche Fahrzeuge anmieten können. Die Firma Augustin habe ihren Fuhrpark für diesen begrenzten Zeitraum erweitert, um die Nachleerungen zu ermöglichen. Zunächst werden die Bioabfalltouren nachgeholt. Diese Nachfahrten finden von Mittwoch, 11. Februar, bis Montag, 16. Februar, statt. Die im Wangerland betroffene Straßenzüge werden am Donnerstag und Freitag angefahren. 

Die bislang stehen gebliebenen Papiertonnen sollen ab dem 16. Februar abgeholt werden. Ein Tourenplan wird auf der Internetseite des Landkreises bereitgestellt, der die Nachholtermine für Bio- und Papierabfälle auflistet (https://nol.is/zhp). Straßen, die nicht gelistet sind, aber im oben genannten Zeitraum witterungsbedingt ausgelassen wurden, können per E-Mail an abfallwirtschaft@friesland.de gemeldet werden.

Die Pläne für Bioabfälle sind ab sofort abrufbar. Die Touren für Altpapier werden zum Ende der Woche online gestellt.

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„Friesland Kliniken“ bieten duales Studium zur Pflege an

Sande/Wangerland (10. 2. 2026) – Die „Friesland Kliniken“ erweitern ihr Ausbildungsangebot. Bachelor-Studium und Ausbildung zur Pflegefachkraft werden kombiniert. Für Bewerberinnen und Bewerber eröffnen sich durch den „doppelten Abschluss“ neue Karrierechancen. 

Diese Ergänzung zur klassischen Ausbildung zur Pflegekraft bieten die Kliniken in Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstands (FHM in Essen) an ihren Standorten in Sande und Varel an. In dreieinhalb Jahren können Absolventen des neu angebotenen dualen Studiums zwei anerkannte Abschlüsse erhalten – den Berufsabschluss als Pflegefachkraft und den akademischen Grad „Bachelor of Science“. Das Studium läuft dabei digital ab und erfolgt begleitend zur Ausbildung. 

„Die Kombination von Ausbildung und Studium ist natürlich eine große Herausforderung, eröffnet im Anschluss aber auch weitergehende Karrierechancen“, sagt Kristina Loeffler, Leiterin des Pflegeausbildungszentrums der Friesland Kliniken in Varel (PAZ). Zum Ausbildungsstart 2026 können sich Interessierte bei den Friesland Kliniken ab sofort bewerben. 

Voraussetzung für das duale Studium ist die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife. „Unter bestimmten Voraussetzungen kommen dafür auch Bewerberinnen und Bewerber mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und mindestens drei Jahren Berufserfahrung auch ohne Abitur in Frage“, so Loeffler. 

Die „Friesland Kliniken“ reagieren mit dem neuen Angebot auf die stetig steigenden Anforderungen im Bereich der Pflege. „Die Anforderungen im Bereich der Pflege nehmen stetig zu. Das gilt für die Pflege am Patienten, aber auch für Managementaufgaben rund um die Pflege“, so Loeffler. Interessierte können sich beim PAZ Varel der „Friesland Kliniken unter der Telefonnummer 04451/9202020 oder per E-Mail an info@paz-varel.de melden. 

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Klarer Sieg für Hooksieler Tennisspieler

Hooksiel (9. 2. 2026) – Die ü60-Tennispieler des FC Nordsee Hooksiel haben den Sprung ins Mittelfeld geschafft. Nach einem verkorksten Saisonstart gelang dem Team um Mannschaftsführer Reiner Meints am Sonntag in der Halle in Varel der zweite Sieg – ein deutliches 5:1 gegen den TV Varel. Mi 4:8 Punkten belegt man jetzt Platz vier in der Tabelle der Bezirksklasse. Eine Position, die man beim letzten Saisonspiel in zwei Wochen in Wardenburg festigen kann.

Beim Spiel in Varel kam den Hooksielern allerdings auch das Verletzungspech der Gegner zugute. Beim TV Varel konnten zwei der stärksten Spieler nicht antreten. Spitzenspieler Thomas Otte hatte in einem gutklassigen Spiel seinen Gegner jederzeit im Griff (6:2/6:0). Etwas enger war es bei Harald Fischer (6:1/7:5 an Position 2) und bei Helmut Petermann (6:4/6:3). Sein Einzel verlor lediglich Gerd Abeldt an Position 3, der sich seinem Gegner im dritten Satz geschlagen geben musste, nachdem er im Matchtiebreak schon deutlich geführt hatte (2:6:7:6, 8:10).

Die endgültige Entscheidung dann in den Doppeln. Otte/Abeldt (6:4/6:0) ließen ebenso wenig etwas anbrennen wie Fischer/Petermann (6:2/6:4).

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„Bernhard Gruben“ holt Notfall-Patientin an Land

Hooksiel (7. 2. 2026) – Die Seenotretter der Station Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind in der Nacht zu Sonntag für eine Frau mit einem medizinischen Notfall im Einsatz gewesen. Nördlich der Ostfriesischen Inseln holte der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ die Engländerin vom Kreuzfahrtschiff „Poesia“ und brachte sie nach Hooksiel, von wo aus sie in eine Spezialklinik gebracht wurden.

Auf hoher See übernahm die „Bernhard Gruben“ eine Patientin vom deutlich größeren Kreuzfahrtschiff „Poesia“ und brachte die Frau nach Hooksiel. Foto: DGzRS

Auf dem Weg von Southampton nach Hamburg war eine Passagierin des Kreuzfahrtschiffes plötzlich auf einem Auge erblindet. Der schnellstmögliche Transport in eine Spezialklinik war erforderlich. Hubschrauber konnten aufgrund der Temperaturverhältnisse wegen Vereisungsgefahr nicht fliegen.

Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) Bremen, alarmierte den Seenotrettungskreuzer. Die „Poesia“ befand sich zu diesem Zeitpunkt nördlich der Ostfriesischen Inseln. Während der Seenotrettungskreuzer unter Höchstgeschwindigkeit auslief, lief das Kreuzfahrtschiff ihm entgegen. Gegen 22.30 Uhr trafen sich die Schiffe nördlich von Langeoog.

Für das Revier relativ ruhige Seegangsbedingungen mit etwa einem Meter See ermöglichten die sichere Übergabe der Patientin von dem 300 Meter langen Kreuzfahrtschiff auf den 23 Meter langen Seenotrettungskreuzer.

Mit 24 Knoten Geschwindigkeit (knapp 45 km/h) lief der Seenotrettungskreuzer nach Hooksiel zurück. Gegen Mitternacht traf nahezu zeitgleich der angeforderte Rettungswagen im Hafen ein. Er brachte die Patientin in eine Spezialklinik.

Neue Macher gesucht: „FCN Hafenfest“ droht das Aus

Hooksiel (8. 2. 2026) – Das traditionelle „FCN Hafenfest“ steht vor dem Aus. Zumindest für 2026. Marina Doyen und Christian Doyen aus dem Vorstand des SC Wangerland haben am Wochenende einen letzten Aufruf auf den Weg gebracht, um doch noch Verstärkung für das Organisationsteam zu finden. Spätestens bis Ende Februar müssten sich danach noch ein paar Frauen und Männer melden, die Lust darauf haben, ehrenamtlich ein Fest für einen guten Zweck zu organisieren.

Christian Doyen (Mitte), der bislang unter anderem die Tombola für das „FCN Hafenfest“ organisiert hat, hofft, dass sich für das Organisationsteam des Volksfestes neue Mitstreiter finden. Archiv-Foto: hol

Die Krise kommt nicht ganz unerwartet. Seit über zehn Jahren managte das derzeitige Orga-Team das Fest am Alten Hafen in nahezu unveränderter Zusammensetzung. Mit Christian Doyen und Mirko Ortmanns hatten zwei Aktivposten nach dem Hafenfest 2025 ihren Rückzug angekündigt. Nach einer beruflichen Veränderung musste jetzt auch Vereins-Geschäftsführerin Marina Doyen passen. Ein erster Hilferuf im Herbst 2025 blieb ohne die erhoffte Resonanz.

Große Lücken im Orga-Team

Die personellen Ausfälle reißen große Lücken ins Orga-Team. Wer kümmert sich um die Tombola? Wer um die Cocktailbar? Wer besorgt Bands und Musik? Wer spricht mit der Gemeinde Wangerland, mit der Brauerei, mit den Schaustellern? Wer koordiniert den Aufbau des Festplatzes? Die verbliebenen Mitglieder des ursprünglich achtköpfigen Teams würden sich zwar weiter um ihre bisherigen Aufgaben wie etwa die Ausrichtung des Drachenboot-Rennens, die Organisation der Arbeitsdienste der Vereinsmitglieder sowie den Auf- und Abbau der Festmeile kümmern. Kapazitäten für Zusatzaufgaben haben sie aber nicht.

Drachenbootrennen 2024
Drachenboot-Rennen im Alten Hafen von Hooskiel sind seit etlichen Jahren ein fester Programmpunkt der FCN Hafenfeste. Archiv-Foto: hol

„Selbstverständlich werden Neueinsteiger mit Rat und Tat unterstützt“, versichert Christian Doyen. Aber benötigt würden weniger Mitläufer, sondern Macher, die Lust haben, in den nächsten Jahren Verantwortung für die Gestaltung des FCN-Hafenfestes zu übernehmen. Gern auch mit neuen Ideen. Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0172/1663370 oder per Email unter c.doyen@sc-wangerland.de zu melden.

Erlös für die Jugendarbeit

Das FCN Hafenfest wird seit Jahrzehnten jeweils von Freitag bis Sonntag am dritten August-Wochenende gefeiert. Die Großveranstaltung ist dabei weit mehr als ein Vereinsfest. Sie ist bislang ein fester Bestandteil des touristischen Jahreskalenders des Ortes gewesen. Lohn der Mühe: Da ein Großteil der Mitglieder des Sportvereins FC Nordsee Hooksiel das Fest durch ehrenamtliche Arbeit oder Spenden unterstützt haben, konnte jährlich ein stattlicher Überschuss erwirtschaftet werden, der vornehmlich der Jugendarbeit des Verein zugute kam.

Kein Zusammenhang besteht laut Christian Doyen zwischen dem drohenden Aus der Hafenfestes und der Verschmelzung des FCN Hooksiel mit den Nachbarvereinen Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland zum SC Wangerland Ende vergangenen Jahres. „Als SCW haben wir uns ausdrücklich auf die Fahnen geschrieben, die Traditionen der Altvereine weiter zu pflegen“, so Doyen. „Schon in den vergangenen Jahren haben Kollegen aus Hohenkirchen und Tettens bei der Besetzung der Buden geholfen. Aber die Gesamtverantwortung für das Fest sollte schon in Hooksieler Hand liegen.“

Weg frei für Bau des Wattenmeer-Partnerschaftszentrms

Wilhelmshaven/Wangerland (7. 2. 2026) – Nach jahrelangem Vorlauf könnte jetzt der finale Knoten für den Bau des Trilateralen Weltnaturerbe-Wattenmeer-Partnerschaftszentrum (TWWP) am Banter See in Wilhelmshaven durchschlagen worden sein. Am Rande des Festaktes zum 40-jährigen Bestehens des Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer am Freitag haben Petra Burmeister und Tim Menke vom städtischen Eigenbetrieb GGS, Peter Südbeck von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und Sascha Klöpper vom Gemeinsamen Wattenmeersekretariat die ersten Mietverträge unterschrieben.

Bei der Unterzeichnung der Mietverträge (von links): Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist, Umweltminister Christian Meyer, Exekutivsekretär Sascha Klöpper, Nationalpark-Leiter Peter Südbeck, GGS-Betriebsleiterin Petra Burmeister, Stadtbaurat Niksa Marusic, GGS-Betriebsleiter Tim Menke und Nationalpark-Dezernatsleiter Normann Grabow. Foto: Stadt Wilhelmshaven

„Das war ein wichtiger Beschluss des Rates, um das Projekt trotz der Kostensteigerung umzusetzen. Zuvor war es uns gemeinsam gelungen, 14 Millionen Euro Förderung durch den Bund und rund 5 Millionen Euro Städtebauförderung zu erhalten“, sagte Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist (parteilos) im Beisein von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne). „Durch die Mietvorverträge haben wir als Bauherrin die Sicherheit und Verbindlichkeit, dass das Gebäude nach der Fertigstellung mit Leben gefüllt und im wahrsten Sinne des Wortes die erste Adresse des Weltnaturerbe Wattenmeer wird.“

Baubeginn voraussichtlich im Sommer

Der städtische Eigenbetrieb GGS hat nach Auskunft der Stadt die Vorarbeiten soweit abgeschlossen, dass nun die erste größere Ausschreibung für die Baumaßnahmen auf dem Bunker-Grundstück veröffentlicht werden könne. Mit einem tatsächlichen Baustart könne im Sommer dieses Jahres gerechnet werden. Neben der Nationalparkverwaltung und dem Gemeinsamen Wattenmeersekretariat wird dann auch die Tourismusagentur Nordsee (Tano) Büroräume in dem neuen Gebäude am Banter See beziehen. 

Bekenntnis zum Nationalpark

Beim Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Nationalparks würdige Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) den damaligen Mut, ein 240.000 Hektar großes Areal zum Nationalpark auszuweisen – im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Fischerei. Als entscheidender Wegbereiter im Jahr 1986 gilt der damalige Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU). 

Würdigten zum 40-jährigen Bestehen die Bedeutung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer (von links) Ministerpräsident Olaf Lies, der Leiter der Nationalparkverwaltung Peter Südbeck und Umweltminister Christian Meyer. Foto: Umweltministerium

Umweltminister Meyer unterstrich die zentrale Bedeutung des Wattenmeeres als natürlicher Klimaregulator. „Zugleich steht der Lebensraum vor großen Herausforderungen – von steigendem Meeresspiegel, massiven Seegrasverlusten, Plastikmüll, Rohstoffabbau, russischen Schattenöltankern bis hin zu zunehmenden Nutzungsansprüchen.“ Niedersachsen stehe zum Weltnaturerbe und werde es durch die Biosphärenregion und Umwelt-, Naturschutz- und Klimaschutzprojekte stärken.

Der Leiter der Nationalparkverwaltung Peter Südbeck stellte im Rückblick auf vier Jahrzehnte fest: „Nationalpark wirkt!“ Die Naturlandschaft werde erhalten, die Artenvielfalt könne sich entfaltend. Zudem sei das gemeinsame Handeln für den Schutz von Natur und Küste wegweisend für eine sinnstiftende Zusammenarbeit in der Region und über Grenzen hinweg.

Behörden warnen: Eisdecke vielerorts noch nicht dick genug

Hooksiel (7. 2. 2025) – Wenn man von den Tücken auf Wegen und Straßen sowie den hohen Heizkosten einmal absieht, kann Winterwetter durchaus Spaß machen. Schneefiguren bauen, mit Schlitten Hügel herunter rutschen, Ski fahren. Sogar Eislauf und „Ganzjahres-Wasserski“ ist in Hooksiel möglich – zumindest wenn man Bernhard Köster folgt und alle behördlichen Warnungen in den eisigen Wind schlägt.

Die Behörden warnen nachdrücklich vor dem Betreten von nicht freigegebenen Eisflächen. Die zugefrorenen Feuchtwiesen im Freizeitgelände eignen sich aber zumindest aus Sicht vieler Hooksieler bestens zum Eishockeyspielen. Foto: privat

Der Landkreis Friesland und die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland jedenfalls warnen dringend vor den Gefahren, die vom Betreten zugefrorener Seen, Teiche und sonstiger Gewässer ausgehen. Derzeit seien kaum Eisflächen freigegeben und – auch gerade vor dem Hintergrund der leicht steigenden Temperaturen – sei deren Tragfähigkeit in der Regel nicht ausreichend. „Das Betreten solcher Flächen stellt eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben dar.“ 

Noch keine Freigaben

Eine sichere Eisdecke bilde sich erst nach längeren Perioden mit durchgängigen Minusgraden. Gegenwärtig würden unter anderem die Bodentemperaturen, Strömungen, Gasblasen, Zu- und Abflüsse sowie punktuelle Wärmequellen eine verlässliche Eisbildung noch verhindern, mahnen die Behörden und weisen darauf hin: „Eisflächen dürfen erst nach ausdrücklicher Freigabe durch die zuständigen Städte und Gemeinden betreten werden.“

Bernhard Köster testet das Potenzial des Hooksieler Freizeitgeländes für Wintersportarten. Mit seinen Landlauf-Skiern hat er dabei sogar den Dietrichtsberg erklommen. Foto: privat

Bei stehenden Gewässern gilt eine Mindest-Eisdicke von etwa 15 Zentimetern als Voraussetzung für eine ausreichende Tragfähigkeit. Diese Bedingungen seien derzeit nicht erfüllt, so Landkreis und Polizei. Eltern werden gebeten, ihre Kinder ausdrücklich über die Gefahren aufzuklären und auf ein entsprechendes Verhalten hinzuwirken. Hundebesitzer sollten auf ihre Tiere achten. Auch sie können im Eis einbrechen.

Im Notfall 112 wählen

Wenn es dennoch zu gefährlichen Situationen kommt, sollten Betroffene den Notruf 112 wählen. „Rettungsmaßnahmen auf Eis sind äußerst gefährlich und sollten ausschließlich durch speziell ausgebildete Einsatzkräfte der Feuerwehr oder der DLRG durchgeführt werden, die über entsprechende Schutzausrüstung verfügen.“

Gefahrlos geschöfelt werden kann unterdessen unter anderem auf einer eigens von der Feuerwehr aufgespülten Eisfläche am Wangermeer in Hohenkirchen. Oder im Freizeitgelände in Hooksiel, wie der Wintersport erfahrene Hooksieler Bernhard Köster beteuert. Pünktlich mit Beginn der Olympischen Winterspiele in Italien sei auch das Hooksieler Eisstadion „Die Kuhle“ zugefroren – ein Flachgewässer in dem weitgehend naturbelassenen Areal. In den vergangenen Tagen hätten sich dort zahlreiche Menschen getummelt, wären Schlittschuh gelaufen oder hätten Eishockey gespielt.

Viele Wintersportarten möglich

Köster weist schon seit Wochen dafür hin, dass Hooksiel bei der aktuellen Wetterlage Potenzial für eine ganze Reihe von Wintersportarten habe. Rodeln am Deich oder am Dietrichsberg etwa, Skispringen an der Jaderennbahn, Skilanglauf durchs Freizeitgelände und eben Eislaufen auf zugefrorenen, sehr flachen Feuchtgebieten. Als verwegen, wenn nicht gar als etwas verrückt, darf man wohl den Versuch von Köster aus der ablaufenden Woche bewerten, sich mit Skiern aufs Hooksmeer zu begeben. „Zumindest die ersten 15 Meter hat das Eis gehalten.“

Obwohl: Ältere Hooksieler werden sich daran erinnern, dass es noch bis in die 1990er Jahren durchaus Winter gab, in denen das Hooksmeer komplett zugefroren war. Derzeit aber dürfen die Bedingungen für sichere Schlittschuhfahrten vom Alten Hafen bis zur Wasserskianlage noch längst nicht gegeben sein. 

Projekt mit Signalwirkung: Abenteuer-Golfplatz an der Wasserskianlage

Hooksiel (6. 2. 2026) – Hooksiel darf sich auf eine neue Attraktion freuen. In unmittelbarer Nachbarschaft zur den „Hooksieler Skiterrassen“ entsteht eine „Adventure Golfanlage“. Investor Hans-Ott Vogt stellte das Millionen-Projekt jetzt im Beisein von Landrat Sven Ambrosy, dem Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Wangerland, Peter Podein, und Marko Meyer von der landeseigenen Hafengesellschaft Niedersachsen-Ports (NPorts) vor.

Durch die Investition in einen Abenteuer-Golfplatz will Hans-Ott Vogt die touristische Vor- und Nachsaison im Wangerland aufwerten und den Restauratinsbetrieb der „Hooksieler Skitetrassen“ ganzjährig auslasten. Foto: hol

Die ersten Aktivitäten sind schon sichtbar. Zwischen Restauration mit Außentrasse und dem Reitweg durch das Hooksieler Freizeitgelände ist entlang der Wasserski-Anlage eine 3500 Quadratmeter große Fläche eingeebnet. Auch wenn das aktuelle Winterwetter die Tiefbauarbeiten noch blockiert, zeigte sich Vogt zuversichtlich, dass die Abenteuer-Golfanlage mit 18 Bahnen bis Ende Mai eingeweiht werden kann. 

Angebot auch für Familien und Schulklassen

„Wir wollen mit der Anlage ein Angebot gerade für die Vor- und Nachsaison für Einzelpersonen, Familien, aber auch für Schulklassen schaffen“, erläuterten Anja Seidl-Vogt und Hans-Ott Vogt. Die Anlage, ein Mittelding aus Minigolf-Anlage und Golfplatz, soll für jedermann ohne Vorkenntnisse nutzbar sein – gerade auch für Besucher der Wasserskianlage, die sich selbst nicht aufs Wasser trauen. 

Der Parcours besteht aus 18 zwischen 15 und 26 Meter langen, mit Hindernissen versehenen Bahnen, die mit regionalem Bezug gestaltet werden sollen. Hier ein Leuchtturm, dort eine Brücke oder ein Steg über einen Wasserlauf. Auch ein brechender Deich ist geplant und natürlich Sandbunker, die die Spieler, wie beim richtigen Golf, möglichst meiden sollten. Je nach Leistungsstand können Spieler sich an den Bahnen unterschiedlichen Herausforderungen stellen. Ein Spieldurchgang soll eine bis anderthalb Stunden dauern und 12 bis 14 Euro kosten.

Millionen-Investition

Das Investitionsvolumen für das Projekt liegt bei einer Million Euro. Vogt und sein Berater Reiner Graalfs, ehemals Wirtschaftsförderer beim Landkreis Friesland, hoffen dabei auf eine Förderung vom Land Niedersachsen in Höhe von bis zu 400.000 Euro. Immerhin: Der als touristische Attraktion eingestufte Abenteuer-Golfplatz schafft selbst Arbeitsplätze und sichert den Ganzjahresbetrieb der „Skiterrassen“ mit 25 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab.

Bei der Besichtigung der Golfplatz-Baustelle: (von links) Landrat Sven Ambrosy, Peter Podein von der Gemeinde, Anja Seidl-Vogt und Hans-Ott Vogt sowie Berater Reiner Graalfs. Foto: hol

Das gesamte Adventure-Golfplatz wird barrierefrei und ganzjährig bis in die Abendstunden hinein nutzbar sein. Voraussetzung dafür schaffen unter anderem eine Beleuchtungsanlage und eine umfassende Entwässerung des Platzes. Photovoltaik-Anlagen sorgen für Strom, eine Zisterne fängt Wasser auf und wasserdurchlässiger Kunstrasen auf den Bahnen sorgt dafür, dass die versiegelte Fläche gering bleibt. Eine weitere ökologische Herausforderung, die gemeistert werden musste: Wildbienen, die sich in einem Erdhügel eingenistet hatten. Der Hügel wurde nach gutachterlicher Empfehlung um einige Hundert Meter verlegt.

Passgenau fürs Freizeitgelände

Der Golfplatz passe genau in die Zielvorgaben, die die Bauleitplanung der Gemeinde und die Raumordnungsplanung des Landkreises Friesland für die „touristische Schwerpunktzone“ vorgesehen hätten, sagte Landrat Ambrosy. Zum einen habe die Gemeinde einen Flächennutzungsplan für das Areal im Außenbereich aufgestellt, zum anderen ermögliche eine städtebauliche Vereinbarung mit der Stadt Wilhelmshaven derartige Projekte in Sichtweite des Voslapper Grodens.

Grundeigentümer der Ende der 1970er Jahre aufgespülten Flächen des Freizeitgeländes ist NPorts. Der für Immobilien zuständige Abteilungsleiter Marko Meyer sieht in dem Golfplatz den ersten Schritt in Richtung touristischer Entwicklung des Freizeitgeländes insgesamt. „So etwas ist genau das, was wir uns vorgestellt haben.“ 

Interesse bei Investoren

NPorts hatte kürzlich ein Konzept für die Entwicklung des Freizeitgeländes vorgestellt, mit dem potenzielle Investoren angesprochen und Projekte angeregt werden sollen. „Wir haben bereits eine sehr gute Nachfrage“, sagte Meyer gegenüber „Hooksiel-Life“. Auch wenn die Pläne der Familie Vogt schon älter seien als das NPorts-Konzept, könne die Eröffnung des Adventure-Golfplatzes zu einem Startsignal für andere werden. 

Für Anja und Hans-Ott Vogt, die den vor 46 Jahren aus der Taufe gehobenen Familienbetrieb seit 21 Jahren führen, ist ein anderer Effekt noch wichtiger: „Wir wollen unseren Gästen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“ 

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Winterausstellung mit Werken von Künstlerinnen aus der Region

Hooksiel (6. 2. 2026) – „Mit Kunst durch den Winter“, so heißt die diesjährige Winterausstellung im  Künstlerhaus Hooksiel. Seit mehr als zehn Jahren ist es dessen Leiterin Renate Janßen-Niemann ein Anliegen, auch in der Winterzeit den Ausstellungsraum für Besucher zu öffnen, auch wenn viele andere Bereiche im Ort geschlossen sind. 

„Woge retour“ heißt die Skulptur von Uta Grams, die am Elisabethaußengroden im Wangerland zu bewundern ist. Archiv-Foto: hol

Von Samstag, 14. Februar, bis Sonntag, 15. März, zeigen drei Künstlerinnen aus der Region ihre Werke und übernehmen auch persönlich die Aufsichten, um mit den Kunstinteressierten ins Gespräch zu kommen. Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag um 15 Uhr. Geöffnet sein wird sie jeweils samstags und sonntags sowie am Rosenmontag von 14  bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

Gefühle sichtbar machen

Uta Grams aus Bassens zeigt Skulpturen aus Stein. Sie gibt dem Material eine besondere Art der Leichtigkeit und verwendet neben Alabaster auch selteneres Gestein wie Selenit und Serpentin oder entwickelt freie Formen aus Ytong. Im Wangerland bekannt ist Uta Grams durch die große Skulptur „Woge retour“ am Elisabethgrodendeich. 

Gaby Skudelny-Furth aus Wilhelmshaven beschreibt ihre Kunst als eine Ausdrucksform, um Emotionen, Stimmungen und Gefühle aus ihrem Leben sichtbar zu machen. Mit ihren vorwiegend mit Acryl gemalten Gemälden möchte sie Menschen berühren und inspirieren und Verborgenes freilegen. 

Schlagzeilen werden zu Kunst

Birgit Luiken aus Schortens malt, fotografiert, schreibt, filmt und spricht selbst verfasste Hörgeschichten ein. Beim Fotografieren macht es ihr besonderen Spaß, Dinge und Situationen aus dem Alltag abzubilden, die nicht auf den ersten Blick auffallen. Diese Bilder ergänzt sie mit Überschriften, die aus Tageszeitungen ausgeschnitten wurden und dreht damit die Aussage der Bilder in eine unerwartete Richtung.