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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Gemeinde Wangerland bleibt eine „Fairtrade-Kommune“

Wangerland (14. 2. 2026) – Die Gemeinde Wangerland bleibt Fairtrade-Gemeinde. Da die Kommune weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne erfüllt, wurde der Titel jetzt für zwei Jahre verlängert.

Freuen sich über die Verlängerung der Fairtrade-Auszeichnung: (von links) Bürgermeister Mario Szlezak mit den Mitgliedern der Steuerungsgruppe Bianca Siuts (Gemeinde), Angelika Kirschner (Gemeinderat), Fairtrade-Sprecherin Anke Müller, Mario Krar (Wirtschaft) und Thomas Hayen (Gemeinde). Nicht auf dem Bild: Martina Schloms (Zivilgesellschaft) und Manuela Stoppe (Wirtschaft). Foto: Gemeinde

„Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels im Wangerland“, so Bürgermeister Mario Szlezak. „Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass die Gemeinde Wangerland dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Fünf Kriterien erfüllt

Vor sechs Jahren, am 2. Januar 2020, erhielt die Gemeinde Wangerland von dem gemeinnützigen Verein Fairtrade Deutschland e.V. erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel. Dafür mussten nachweislich fünf Kriterien erfüllt werden. Der Bürgermeister und der Rat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest. Eine Steuerungsgruppe, geleitet von der Hooksielerin Anke Müller, koordiniert alle Aktivitäten. In Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten. Die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit – und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Im Wangerland gibt es unter anderem „faires Frühstück“, faire Einschulungen, bei denen Fairtrade-Baumwolltaschen mit fairer Schokolade und anderen Materialien an Schülerinnen und Schüler verteilt werden. Zu den Aktionen gehörten beispielsweise in den beiden zurückliegenden Jahren faire Filme und das Theaterstück „Fairsein – Wie geht das?“ in der Oberschule Hohenkirchen, eine Fairtrade-Aktion beim Hooksieler Spielefest und ein Kaffeespaziergang.

Engagement anerrkannt 

„Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement“, sagt Anke Müller. Die Steuerungsgruppe würde sich über weitere Mitglieder freuen, etwas aus den Bereichen Kirche und Schule. 

Die Fairtrade-Towns-Kampagne bietet der Gemeinde Wangerland und über 820 weiteren Fairtrade-Towns in Deutschland konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung nachhaltiger Entwicklungsziele. Das Motto: „Global denken, lokal handeln.“ Weitere Informationen unter www.erdeundflut.de/fair-trade-gemeinde-wangerland/, www.fairtrade-towns.de und https://h7.cl/1jOZd.

Thalasso Meeres Spa öffnet Meerwasserbecken für Schwimmkursus

Wangerland (14. 2. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) bietet ab März Schwimmunterricht im Thalasso Meeres Spa (TMS) an. Am 2. März soll ein Seepferdchen-Kursus für Kinder ab fünf Jahren beginnen, an dem sechs Kinder teilnehmen können. „Bei einer hohen Nachfrage besteht die Möglichkeit, einen weiteren Kursus anzubieten“, sagt WTG-Geschäftsführer Torsten Riedel

Kinder ans Wasser zu gewöhnen. Das ist das Ziel der Schwimmkurse, die die WTG im Thalasso Meeres Spa anbietet. Foto: WTG

Mit dem Angebot schließt die WTG eine Lücke im Gemeindegebiet. Nach der Schließung der Schwimmbäder in Horumersiel und Hooksiel gibt es kein Großbecken mehr für den Schwimmunterricht. Das TMS verfügt über ein Meerwasserbecken, das die Möglichkeit bietet, Kindern die Grundlagen des Schwimmens zu vermitteln. Mit dem Angebot will die WTG einen Beitrag leisten, die hohe Nachfrage nach Schwimmkursen im Wangerland ein Stück weit zu decken.

In zehn Einheiten sollen den Kindern das Gleiten, Tauchen und erste Armzüge im Wasser vermittelt werden. Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer Schritt für Schritt ans sichere Schwimmen heranzuführen und sie behutsam auf die Prüfung für das Seepferdchen-Abzeichen vorzubereiten, die am Ende des Kurses steht. Frühe Schwimmförderung gilt als wichtiger Beitrag zur Sicherheit von Kindern im Wasser. 

„Mit dem Kursangebot im Thalasso Meeres Spa möchten wir Familien dabei unterstützen, ihren Kindern ein sicheres und positives Erlebnis im Wasser zu vermitteln“, so Riedel. Die Schwimmstunden finden einmal wöchentlich, jeweils montags von 16.15 bis 17.15 Uhr, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 120 Euro pro Kind. 

Verdreckte Küchen, abgelaufene Lebensmittel und defekte Kühlungen

Friesland/Wangerland (13. 2. 2026) – Der Verbraucherschutz gehört zu den Kernaufgaben der Veterinärämter. Allein im Zeckverbandsgebietes des Veterinäramtes Jade Weser (Friesland, Wilhelmshaven, Wittmund, Wesermarsch) sind etwa 4.600 Betriebe im Lebensmittelbereich überwachungspflichtig. Wie aus dem Jahresbericht des Amtes hervorgeht, wurden 2025 insgesamt 2012 Kontrollen durchgeführt. 

Jahresbericht des Veterinäramtes

Dabei gab es eine Fülle von Beanstandungen. Bemerkenswert sind insbesondere Verstöße wegen unzureichender Einhaltung der Basishygiene und Mängeln bei der Reinigung und Desinfektion der Betriebe. „Dies führte im Jahr 2025 zu insgesamt 14 vorübergehenden Betriebsschließungen, die in manchen Fällen über mehrere Tage und mehrere Nachkontrollen aufrechterhalten werden mussten“, heißt es im Bericht.

Von den 14 Betreiben, die zumindest zeitweise schließen mussten, lagen nach Angaben des Amtes sieben in Wilhelmshaven, drei in der Wesermarsch, einer in Wittmund und drei im Landkreis Friesland; davon einer in Jever und zwei im Wangerland. Auch ein Hooksieler Betrieb musste zeitweise schließen.

Beschwerden von Kunden

Grund für Kontrollen sind häufig Beschwerden von Kunden. Bei einer Inspektion in einer Speisegaststätte etwa seien zahlreiche gravierende Hygienemängel festgestellt worden, die umgehend behoben werden mussten. Die Fußböden waren mit angetrockneten Rückständen behaftet, die Küchenräume sowie die Arbeitsflächen extrem verunreinigt. In den Kühlschränken lagerten nicht abgedeckte Lebensmittel, die teilweise bereits angetrocknet waren. Besonders besorgniserregend sei der Zustand einer Wandfläche sowie der Bierkühlung gewesen, die schimmelähnlich verunreinigt waren, berichtet das Veterinäramt. 

Der Betreiber der Gaststätte habe sich entschlossen, eine zum Zeitpunkt der Kontrolle laufende Feier aufzulösen und die Gasstätte freiwillig für eine gründliche Reinigung zu schließen. Schon am Folgetag habe er sein Restaurant nach Abnahme durch die Überwachungsbehörde wieder öffnen können. 

Nach Grundreinigung wieder geöffnet

Etwa vier Wochen dauerten die nötigen Reinigungs- und Renovierungsarbeiten in einer Pizzeria. Hier war die Lebensmittel-Überwachung auf erhebliche Hygienemängel nach einem Brand aufmerksam geworden. Arbeitsflächen, Fußböden, die verwendete Geräte und insbesondere auch die Kühl- und Tiefkühleinrichtungen seien stark verunreinigt und die Decke mit dunkelbraunen Rückständen bedeckt gewesen. Zudem habe man abgelaufene und teilweise schimmelige Lebensmittel gefunden. Die Warmwasserzufuhr zum Abwaschen des Geschirrs habe nicht funktioniert und auch die sanitäre Einrichtung wies erhebliche Mängel auf. 

Eine Teilschließung des Betriebes und ein hohes Bußgeld verhängten die Kontrolleure gegen einen Fleischereibetrieb. Dem Veterinäramt waren Bilder von einem privaten Pkw zugespielt worden, in dessen Kofferraum eine große Menge Fleisch unverpackt und ungekühlt transportiert worden war. „Neben dem unhygienischen Transport konnte auch die Herkunft des Fleisches nicht vollständig geklärt werden. Somit musste dieses Fleisch unschädlich entsorgt werden“, berichten die Kontrolleure. 

Umgehend schließen und eine umfangreiche Grundreinigung vornehmen musste ein gut besuchter Fischimbiss. Auch hier sei eine Beschwerde eines Kunden der Auslöser für eine Kontrolle gewesen. „In den sehr beengten Räumlichkeiten war eine ordnungsgemäße Herstellung von Fischerzeugnissen aufgrund der Hygienemängel und Fehler im Herstellungsprozess nicht möglich gewesen.“ 

Strafanzeige gegen Imbiss-Betreiber

Ein besonders uneinsichtiger Wiederholungstäter, so die Lebensmittel-Kontrolleure, sei erneut auf einem Wochenmarkt angetroffen worden. Er habe trotz bestehender Ordnungsverfügung wiederholt kühlpflichtige Lebensmittel ungekühlt verkauft. Die Lebensmittel wurden beschlagnahmt, Proben zur Untersuchung an ein Labor geschickt und ein Bußgeldverfahren eröffnet. 

Aufgrund massiver hygienischen Mängel vorübergehend geschlossen worden sei auch ein kleiner asiatischer Imbiss. Hier seien bei Proben des benutzten Frittieröls wiederholt starke Mängel festgestellt worden. Bei Untersuchungen wurden in den den Ölen immer wieder potenziell gesundheitsschädliche Stoffe festgestellt. Das Veterinäramt habe gegen den Betreiber Strafanzeige erstattet. Gegen ihn sei in der Folge ein Strafbefehl ergangen. Der  Betrieb wurde nicht wieder eröffnet.

Wildschweine aus Voslapp auf dem Weg nach Hooksiel?

Wilhelmshaven/Hooksiel (13. 2. 2026) – Spaziergänger rund um Hooksiel sollten aufpassen. Möglicherweise treffen sie im Hooksieler Wäldchen am Hooksmeer auf das ein oder andere Wildschwein. Konkret ist die Gefahr nicht. Aber auszuschließen ist es auch nicht, dass Schwarzkittel auf ihrer Flucht vom Voslapper Groden in Wilhelmshöhen den Weg ist die sicherere Nachbarkommune gesucht haben. 

Der Voslapper Groden Süd ist nach Überzeugung der Stadt Wilhelmshaven jetzt schwarzwildfrei. Nicht auszuschließen ist aber, dass einigen der Wildschweine die Flucht in Richtung Hooksiel gelungen ist. Archiv-Foto: hol

Über Jahre haben die einst im Voslapper Groden ausgesetzten Wildschweine Jäger, Natur- und Umweltschützer in Wilhelmshaven beschäftigt. In diesem Donnerstag hat die Stadtverwaltung Entwarnung gegeben und Vollzug gemeldet: Das Gebiet sei endlich wieder frei von Schwarzwild.

Rund 90 Tiere geschossen

Zwischen Ende Dezember 2025 und Anfang Februar 2026 habe eine von der Stadt Wilhelmshaven beauftragte Fachfirma die letzten 19 Wildschweine geschossen. Damit sei die so genannte „Totalentnahme“ erfolgreich beendet worden. Schon zuvor hatten die Jäger in dem unwegsamen Gelände rund 70 Schwarzkittel aufgespürt und geschossen.

Ein wildschweinfreier Voslapper Groden Süd ist nach Darstellung der Stadt eine wichtige Voraussetzung zum Erhalt des Natur- und Vogelschutzgebietes im Norden der Stadt. Jenes Vogelschutzgebietes wohl gemerkt, dass zumindest im Voslapper Groden Nord aktuell wegen der geplanten Ansiedlung eines Energieunternehmens aufgehoben werden soll.

Schutz für Pflanzen, Vögel und Hafen

Wie dem auch sei: Die Jagd auf die Wildschweine soll auch eine Präventionsmaßnahme gegen die immer weiter fortschreitende Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest sein. Dadurch wollte man auch möglichen negativen wirtschaftlichen Folgen für den JadeWeserPort vorbeugen, so die Stadt.

Die Wildschweine waren vor gut zehn Jahren auf den Grodenflächen illegal ausgesetzt und möglicherweise auch mit Hausschweinen gekreuzt und gefüttert worden. Sie vermehrten sich rasant und pflügten das Gebiet um – zum Schaden seltener Pflanzen und auf dem Boden brütender Vögel. Selbst der Deich blieb von den Wühltätigkeiten der Wildtiere nicht verschont. Zeitweise hatten sich die Wildschweine sogar bis ins angrenzende Wohngebiet vorgewagt, weswegen die Stadt im Herbst 2023 aus Sicherheitsgründen einen Spazierweg sperrte und Zäune setzte. 

Zäume haben Lücken

In einem langwierigen Rechtsstreit konnte die Stadt erreichen, dass der Wildschweinbestand auf null gesetzt werden soll und darf – was jetzt geschehen ist. Allerdings: Der Zaun um das Areal habe etliche Schäden aufgewiesen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Tiere in umliegende Gebiete abgewandert sind, warnt die Stadt. Also: Vorsicht im Hooksieler Wäldchen. 

Giftige Flüssigkeit aus Gefahrgut-Container ausgelaufen

Wilhelmshaven (13. 2. 2026) – Am Container-Terminal JadeWeserPort ist am Donnerstag aus einem Gefahrgutcontainer eine unbekannte Flüssigkeit ausgetreten. Wie die Polizei mitteilt, seien bei den ersten Versuchen, das Problem zu bekämpfen, drei Personen leicht verletzt worden, die mit dem Stoff in Berührung gekommen waren. Die Betroffenen wurden in Krankenhäuser gebracht, wo sie medizinisch versorgt wurden.

Die aus dem Ventil eines Tank-Containers an der Straße „Ozean Pier“ auslaufende, giftige Flüssigkeit war gegen 16.18 Uhr entdeckt worden. Wobei es sich bei der Flüssigkeit gehandelt hat, lasse sich bislang nicht näher beschreiben, so die Polizei. Es seien umgehend entsprechende Sicherungs- und Gefahrenabwehrmaßnahmen eingeleitet worden. Damit habe ein weiteres Auslaufen des Stoffes verhindert werden können.

Nach Mitteilung der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven waren über 40 Feuerwehrleute vor Ort, darunter auch Kräfte der freiwilligen Feuerwehren. Der Einsatz habe rund vier Stunden gedauert. Unter anderem wurde der offenbar beschädigte Container auf einen speziell für derartige Situationen vorgesehenen Sicherheitsplatz gebracht.

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Landtagswahl: Wangerland bleibt wohl beim Landkreis Friesland

Wangerland (13. 2. 2026) – Der Vorschlag des Landeswahlleiters, die Gemeinde Wangerland für künftige Landtagswahlen der Stadt Wilhelmshaven zuzuordnen, ist offenbar vom Tisch. Laut Medienberichten aus Hannover hat die rot-grüne Regierungsfraktion sich offenbar entschieden, den Wahlkreis 69 (Wilhelmshaven) unverändert zu lassen, auch wenn dort eigentlich zu wenig Wahlberechtigte leben. 

Nicht verfassungskonform

Zum Hintergrund: Ende 2024 hat der Niedersächsische Staatsgerichtshof entschieden, dass der Zuschnitt der Landtagswahl-Wahlkreise nicht mehr verfassungskonform ist. Er verletze den Grundsatz der Wahlgleichheit, da die Zahl der Wahlberechtigten in einigen Kreisen über und in anderen unter einem Toleranzbereich von 15 Prozent um den Mittelwert liegt. Dadurch, so die Juristen, erhielten einzelne Wählerstimmen unterschiedliches Gewicht.

Der Vorschlag des Landeswahlleiters: Dem Wahlkreis 69 (- 16,5 Prozent) sollten die Gemeinden Wangerland und Wangerooge zugeordnet werden, da im Wahlkreis 70 (Landkreis Friesland/Gemeinde Jade) ohnehin zu viele Wählerinnen und Wähler leben würden ( + 24,8 Prozent). 

Unterschiede zu Wilhelmshaven

In Wangerland und Wangerooge war der Vorschlag auf massive Kritik gestoßen. Die ländlich geprägten Kommunen befürchten unter anderen, dass ihre Interessen in einem insgesamt dann eher städtisch geprägten Wahlkreis nur noch bedingt berücksichtigt werden würden. Dem folgen SPD und Grüne in ihrem Änderungsvorschlag: „Die ländlich geprägten Wangerland und Wangerooge unterscheiden sich erheblich von der kreisfreien Stadt Wilhelmshaven.“

Der aktuelle Vorschlag der Regierungskoalition sieht vor, den Wahlkreis Wilhelmshaven als „Sonderfall“ unbehelligt zu lassen. Das Ungleichgewicht der Wählerstimmen insgesamt im Land könnte durch drei neue Wahlkreise gemildert werden. Neu entstehen soll unter anderm ein Wahlkreis Rastede/Varel, zu dem künftig Teile der Landkreise Friesland (Stadt Varel), der Wesermarsch (Jade, Oevelgönne) und des Ammerlandes (Rastede, Wiefelstede) gehören würden. 

Über den künftigen Zuschnitt der Wahlkreise soll der niedersächsische Landtag Anfang März abstimmen.

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„job4u Messe“ Schaufenster für Ausbildung in der Region

Wilhelmshaven/Friesland (12. 2. 2026) – Gute Berufsorientierung ist ein wichtiger Baustein für die die Bekämpfung des Fachkräftemangels von Morgen. Einen Betrag dazu leistet die „job4u Messe Wilhelmshaven-Friesland 2026“ die Freitag und Samstag, 13./14. Februar, in den Sporthallen am Mühlenweg (Mühlenweg 69) in Wilhelmshaven für die ganze Region stattfindet. 

Landkreis zeigt Einstiegsmöglichkeiten

Auch der Landkreis Friesland wird auf der Messe, die bereits zum 15. Mal stattfindet, präsent sein. Schülerinnen und Schüler sowie junge Erwachsene, die sich für eine Ausbildung, ein Duales Studium oder ein Praktikum interessieren, können sich über die Einstiegsmöglichkeiten in die Kreisverwaltung informieren. 

Am Stand des Landkreises erhalten Interessierte Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe, darunter die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten, zur Kreissekretärin sowie zum Fachinformatiker für Systemintegration. Darüber hinaus stellt der Landkreis die Dualen Studiengänge zur Kreisinspektorin sowie Soziale Arbeit (Bachelor of Arts) vor. Auch Informationen zu Praktikumsmöglichkeiten gehören zum Angebot. 

Mehr als 85 Aussteller

Neben dem Landkreis Friesland präsentieren sich auf der „job4u“ mehr als 85 Aussteller, die insgesamt über 200 Ausbildungsberufe sowie rund 100 klassische und/oder duale Studiengänge vorstellen. Ebenfalls vor Ort ist die Jugendberufsagentur Friesland, in der die Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, das Jugendamt und das Jobcenter des Landkreises Friesland gemeinsam Jugendliche und junge Erwachsene beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen.

Am Freitag ist die Messe von 9 bis 14 Uhr, am Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zur Messe sowie den Lageplan gibt es unter www.job4u-ev.de.

Wangerland Touristik Thalassa
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Treffen für Angehörige von psychisch Erkrankten

Jever/Wangerland (12. 2. 2026) – Erkrankungen wie Depression, Angststörung oder Demenz verändern das Leben. Nicht nur die Patientinnen und Patienten müssen lernen, damit umzugehen. Auch Angehörige können unter den Folgen der psychischen Erkrankungen leiden. 

Was in diesen Situationen helfen kann, ist der Austausch mit Menschen, die Ähnliches erleben. Diesen Menschen möchte der Sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises Friesland (SpDi) das Zusammenfinden erleichtern. Der SpDi lädt Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen regelmäßig zu Treffen ein, um Informationen, Umgangsstrategien und Hilfsmöglichkeiten zu entsprechenden Krankheitsbildern zu erhalten und sich hierüber auszutauschen. 

Eine entsprechende Gruppe trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat in Jever und zwar von 16 bis 18 Uhr in der Feuerwehrtechnische Zentrale in der Wangerländischen Straße 40. Das nächste Treffen der Gruppe findet außer der Reihe am Donnerstag, 26. Februar, statt. Um Anmeldung unter den Telefonnummern 04451/953 492 und 04451/493 491 oder per Mail spdi@friesland.de wird gebeten.

86-jährige Autofahrerin bei Unfall schwer verletzt

Waddewarden (11. 2. 2026) – Bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 812 in der Nähe von Waddewarden wurde eine 86-jährige Frau am Dienstag schwer verletzt. Nach Mitteilung der Polizei war die Frau mit ihrem Auto gegen 16.20 Uhr aus Waddewarden kommend auf der Landesstraße 812 in Richtung Jever unterwegs. 

Nach bisherigen Erkenntnissen habe die Frau an der Einmündung Ulfenburg/Jeversche Straße einen verkehrsbedingt haltenden Pkw einer 72-jährigen Autofahrerin übersehen und sei ungebremst auf das Fahrzeug aufgefahren. „Durch den Zusammenstoß wurde die 86-jährige Unfallverursacherin schwer verletzt“, so die Polizei.

Die 72-Jährige sowie ihr ebenfalls 72-jähriger Mitfahrer erlitten leichte Verletzungen. Die schwerverletzte Frau wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Neben Polizei und Rettungsdienst waren auch die Freiwilligen Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden im Einsatz.

Tourismusbeiträge: Gemeinde holt Abrechnungen nach

Wangerland/Hooksiel (11. 2. 2026) – Die Gemeinde Wangerland ist mit der Erhebung der Tourismusbeiträge in Verzug. Aktuell werden die fälligen Beiträge für die vergangenen Jahre eingefordert. Für die „zeitliche Verschiebung“ der Veranlagungen gebe es aber nachvollziehbare Faktoren, beteuert Gemeindekämmerer Arthur Wichmann. er betont insbesondere, dass den Nachforderungen keine „Versäumnisse“ in der Verwaltung oder „ungeklärte Sachverhalte“ zugrunde liegen. 

Wer vom Tourismus im Wangerland direkt oder indirekt profitiert, der muss sich mit einer Gebühr an den Marketingkosten im Bereich Fremdenverkehr beteiligen. Die Gemeinde Wangerland treibt jetzt die Abgaben für die Vorjahre ein. Archiv-Foto: hol

Geld fürs Marketing

Den Tourismusbeitrag, der unter anderem für das Tourismus-Marketing eingesetzt wird, muss jeder im Wangerland zahlen, der direkt oder indirekt vom Fremdenverkehr profitiert. Also Hoteliers und Gastronomen, aber auch zum Beispiel Vermieter oder Handwerksbetriebe. Die Gebührenhöhe richtet sich nach dem jeweiligen wirtschaftlichen Vorteil der unterschiedlichen Branchen.

Während der Corona-Pandemie seien in den Jahren 2020 und 2022 zunächst nur Vorauszahlungen erhoben worden, so die Gemeinde. Für das Jahr 2021 habe man auf Beschluss des Gemeinderates vollständig auf Vorauszahlungen verzichtet, um die Beitragszahler in einer wirtschaftlich schwierigen Phase zu entlasten. 

Corona und Personalausfälle

Die dadurch entstandenen Abrechnungen mussten in den Folgejahren zusätzlich bearbeitet werden. Parallel dazu hätten langfristige krankheitsbedingte Personalausfälle sowie die Bindung von Personal durch große gesetzliche Projekte, insbesondere die Umsetzung der Grundsteuerreform, zu weiteren Verzögerungen geführt, erläutert Wichmann. „Da mussten wir Prioritäten setzen.“

Aktuell würden jetzt die Tourismusbeiträge für die Jahre 2022 bis 2024 festgesetzt. „Bei der Festsetzung für 2022 handelt es sich lediglich um die Endabrechnung bereits geleisteter Vorauszahlungen“, so der Kämmerer. Hier seien überwiegend geringe Nachzahlungen oder teilweise auch Erstattungen zu erwarten. „Die Festsetzungen für 2023 und 2024 führen zu regulären Beitragsforderungen. Für den überwiegenden Teil der Betriebe bewegen sich diese im zwei- oder niedrigen dreistelligen Bereich pro Beitragsjahr.“

Insgesamt, so Wichmann, entstehe der Gemeinde Wangerland durch die Verzögerung bei den Veranlagungen kein finanzieller Schaden. „Von einer Verjährung der Forderungen sind wir weit entfernt.“

Fälligkeit erst zum September

Um die wirtschaftliche Situation der Beitragszahler zu berücksichtigen, habe man das Fälligkeitsdatum bewusst auf den 1. September 2026 gelegt. Damit bleibe den Betroffenen ausreichend Zeit, die Einnahmen in der laufenden Saison zu erwirtschaften. Das Angebot der Gemeinde: „Sollte die gleichzeitige Festsetzung mehrerer Jahre im Einzelfall zu einer erheblichen finanziellen Belastung führen, besteht auf Antrag die Möglichkeit einer Ratenzahlung.“

Ziel sei es, den Bearbeitungsstand schrittweise wieder an den regulären Veranlagungsrhythmus heranzuführen, beteuert die Gemeinde. Zur Aufklärung beitragen soll ein Informationsblatt, das die Verwaltung den Bescheiden an die Beitragspflichtigen beilegt.