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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Pro Wangerland sucht Kandidaten für die Kommunalwahl

Wangerland/Horumersiel (18. 5. 2026) – Die Wählergemeinschaft Pro-Wangerland (WPW) lädt für Dienstag, 19. Mai, alle interessierten Bürger zu einer öffentlichen Veranstaltung nach Horumersiel ein. Ab 19 Uhr wollen die fünf WPW-Ratsmitglieder im kleinen Kursaal im Gästehaus eine Bilanz über ihre Ratstätigkeit in den zurückliegenden fünf Jahren ziehen. 

Ziel der Veranstaltung sei es auch, neue Mitglieder zu gewinnen. Deshalb seien insbesondere alle herzlich eingeladen, die in der nächsten Wahlperiode für Pro-Wangerland über die Liste in den Gemeinderat einziehen wollen. Die Aufstellungsversammlung, auf der die Liste mit den Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 13. September beschlossen werden soll, findet am Donnerstag, 28. Mai, statt.

Abenteuer-Spielplatz am Campingplatz nimmt Gestalt an

Hooksiel (18. 5. 2026) – Der Abenteuer-Spielplatz am Nordsee Campingplatz Hooksiel nimmt Gestalt an. Ein Herzstück, ein acht Meter hohe Leuchtturm mit Rutsche, steht bereits. Eine Sechser-Schaukel, Klettergeräte, ein Wellenparcours und weitere maritime Elemente sollen hinzu kommen.

Hooksiel hat einen Leuchtturm. Er ist acht Meter hoch und soll den Kindern auf dem Campingplatz Spaß bereiten. Foto: hol

Nach den Plänen der Überland-Gruppe als Campingplatzbetreiber soll der Abenteuerspielplatz schon zu Pfingsten eingeweiht werden. Als weiteres neues Freizeitangebot wird eine Minigolf-Bahn montiert. Wie Überland-Geschäftsführer Jan Wittlinger kürzlich als Gast des Seebadevereins Hooksiel sagte, sollen die Anlagen aber vornehmlich von Besuchern des Campingplatzes genutzt werden. Nicht ausgeschlossen sei, dass sie für gelegentlich für Aktionen geöffnet werden 

Die Einrichtung neuer Freizeitangebote vor allem für Familien gehört zum Gesamt-Sanierungspaket der Betreiber, die den Platz zum Jahresbeginn von der insolventen Wangerland Touristik GmbH übernommen haben. Weitere Schwerpunkte sind die Modernisierung der Sanitärgebäude sowie der Strom- und Wasserversorgung.

Hinzu kommen eine Reihe von organisatorischen Änderungen, die zum Teil bei Campern auf massive Kritik gestoßen sind. So etwa die geplante Schließung des FKK-Camping-Bereichs ab nächstem Jahr oder die Änderung der Schließzeiten der Schranke an der Platzzufahrt. 

Hier zumindest ist die Überland GmbH inzwischen wieder zurückgerudert. Die stark umstrittene Platzschließung bereits um 20 Uhr ist offenbar vom Tisch. Die Schranke ist aktuell wieder von 7 bis 12 Uhr und nach nach einer Mittagspause von 13 bis 22 Uhr passierbar. 

22-Jähriger liefert der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd

Friesland/Wilhelmshaven (18. 5. 2026) – Eine filmreife Verfolgungsjagd liefere sich ein junger Mann in der Nacht zum Sonntag mit der Polizei. Der wesentliche Schauplatz: die Autobahn 29.

Der Wagen war einer Streifenwagenbesatzung des Polizeikommissariats Jever gegen 4 Uhr im Bereich Sande aufgefallen. Der Fahrer sei mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und gefährdender Fahrweise unterwegs gewesen. Unter anderem habe er die Vorfahrt des Polizeiwagens missachtet, wodurch es beinahe zu einem Zusammenstoß gekommen wäre.

Straßensperre umfahren

Wie es im Polizeibericht weiter heißt, habe der junge Mann sich danach mit hoher Geschwindigkeit, zum Teil in Schlangenlinien fahrend, entfernt. Dabei habe er Anhaltesignale, Martinshorn und Blaulicht der Verfolger missachtet und eine Straßensperre umfahren. 

Der Flüchtige fuhr auf die A 29 in Richtung Oldenburg auf. In Höhe Jaderberg hatte die Polizei eine Sperrvorrichtung, einen so genannten „Stop-Stick“, ausgelegt. Auch den überfuhr der Raser. Allerdings seien dabei beide Vorderreifen des Wagens beschädigt worden. „Der Fahrer setzte die Flucht zunächst fort, verlor kurze Zeit später jedoch die Kontrolle über das Fahrzeug und kam bei Rastede im Grünbereich neben der Fahrbahn zum Stehen“, schildert die Polizei. Dabei seien mehrere Bäume beschädigt worden.

Hubschrauber und Spürhund im Einsatz

Der Fahrzeugführer, nach Darstellung der Polizei zweifelsfrei ein 22-Jähriger aus Wilhelmshaven, habe sein Flucht danach zu Fuß fortgesetzt. Die Fahndung nach ihm trotz des Einsatzes eines Polizeihubschraubers und eines Diensthundes zunächst erfolglos geblieben. Im Fluchtwagen, einem noch nicht zugelassenen Neuwagen, habe es stark nach Alkohol gerochen.

Im Laufe des Sonntagvormittags wurde in Bockhorn der Diebstahl eines Mercedes angezeigt. Der Dieb, möglicherweise der 22-Jährige, hatte am Tatort ein Motorrad ohne Kennzeichen zurückgelassen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Maschine im Bereich Wapeldorf aus einer Scheune entwendet wurde. 

In Wilhelmshaven gestellt

Der gestohlene Mercedes, so die Polizei, wurde später auf einem Parkplatz in Wilhelmshaven gefunden. Der Beschuldigte sei dort in der Nähe von zivilen Einsatzkräften entdeckt worden. „Nach kurzer Flucht gelang die vorläufige Festnahme des Mannes“, so die Polizei. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest habe 0,0 Promille ergeben. Aber ein Drogen-Vortest habe positiv auf Kokain und Amphetamine reagiert. 

Gegen den 22-Jährigen wurden unter anderem Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Urkundenfälschung, Fahrzeugdiebstahls sowie weiterer Verkehrsdelikte eingeleitet.

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Tennis: Erster Punkt für die ü50-Herren

Hooksiel (18. 5. 2026) – Der erste Punkt ist geschafft. Die ü50-Tennisspieler des SC Wangerland beendeten am Sonntag das vor zwei Weichen wegen Regens abgebrochene Auswärtsspiel beim SV Strücklingen mit 3:3. Nach den vier Einzeln hatte es 2:2 gestanden. Bei der Fortsetzung der Spiele im Saterland gewannen beide Mannschaften jeweils ein Doppel.

Beide Spiele gingen dabei überraschend deutlich aus. Während sich im ersten Doppel Thomas Otte und Thorsten Csikos klar mit 6:2/6:1 durchsetzen konnten, blieben in der zweiten Paarung Andre Abels und Robert Meints chancenlos (2:6/2:6). 

Die Hooksieler belegen mit aktuell 1:3 Punkten Platz drei der Tabelle in der 1. Regionsklasse. Da zwei Vereine ihre Mannschaften nach Beginn der Saison aus der Staffel zurückgezogen haben, bestreitet die Mannschaft ihr nächstes Spiel erst am 15. August. Auf der Platzanlage im Freizeitgelände wird dann der Emder THC zu Gast sein.

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Training für sicheres Fahren für junge Autofahrer

Wangerland/Upjever (18. 5. 2026) – Der nächste Termin des Verkehrssicherheitsprogramms „Junge Autofahrer und Autofahrerinnen“ für Personen zwischen 18 und 25 Jahre, das der Landkreis Friesland anbietet, findet am Samstag, 27. Juni, von 12.15 bis etwa 17.30 Uhr statt. Anmeldungen sind online unter www.friesland.de/fahrsicherheitstrainingmöglich. 

Ziel ist es, jungen Fahrern Wissenswertes über Sicherheit im Straßenverkehr zu vermitteln und die Möglichkeit zu bieten, in sicherem Rahmen Erfahrungen mit schwierigen Verkehrssituationen zu sammeln. Weitere Termine sind für Samstag, 15. August, sowie Samstag, 12. September, geplant.

In Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, der Verkehrswacht Jever, dem Bundeswehr-Fliegerhorst Upjever, dem Fahrlehrerverband sowie dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Jeverland e.V. wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Neben Theoriefragen zu Alkohol, Drogen, Bremssystemen, Stress und Reaktionsvermögen soll den Teilnehmern beim Fahrtraining auch praktisches Wissen vermittelt werden. Mit dem eigenen Fahrzeug können unter anderem verschiedene Bremsmethoden getestet und die Fliehkräfte bei Kurvenfahrten ausgelotet werden. 

Das Training findet auf dem Gelände des Fliegerhorstes Upjever statt und kostet 15 Euro. Teilnehmer sollten über eine Fahrerfahrung von mindestens sechs Monaten verfügen und müssen ein verkehrssicheres Fahrzeug mitbringen. 

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Schleuse voraussichtlich ab Mittwoch wieder geöffnet

Hooksiel (17. 5. 2026) – Gute Nachrichten für die Hooksieler Segler. Die Sanierungsarbeiten innerhalb der Schleusenkammer am Hooksieler Außenhafen sind bis auf Restarbeiten baulich abgeschlossen. Wie die landeseigene Hafengesellschaft NPorts den betroffenen Wassersportvereinen mitgeteilt hat, hat die Schleuse in diesen Tagen bereits den Sielbetrieb wieder aufgenommen. 

„Ab Montag beginnt der finale Probebetrieb, um die Funktionen unter realen Bedingungen zu überprüfen“, heißt es in dem Schreiben. Bei positivem Verlauf könne die Schleuse voraussichtlich im Laufe des Mittwochs, 20. Mai, wieder für den Schiffbetrieb freigegeben werden. NPorts bittet um Verständnis dafür, dass es im Rahmen der verbleibenden Restarbeiten kurzfristig noch zu kleineren Sperrzeiten kommen könne. 

Die Sanierungsarbeiten hatten sich durch den harten Winter verzögert. Die Bäderstraße wird im Bereich der Schleuse für den Straßenverkehr vom morgigen Montag, 6 Uhr, bis voraussichtlich bis Mittwoch, 20. Mai, gesperrt.

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Gastspiel mit „Aasgeier över Hooksiel“ auf Wangerooge

Hooksiel (17. 5. 2026) – Aasgeier gibt es überall. Deshalb dürfte es auch den Wangeroogern nicht schwer gefallen sein, die Botschaft der Theatergruppe Hooksiel zu verstehen. Die Schauspieltruppe mit Speelbaas Jan Gerjets an der Spitze gastierte mit ihren Stück „Aasgeier över Hooksiel“ zwei Tage lang auf Frieslands Nordseeinsel und gab zwei Vorstellungen, die – auch aufgrund einer Konkurrenzveranstaltung – zwar nicht ganz ausverkauft waren, aber dennoch sehr gut ankamen. Gerjets: „Nach den Reaktionen des Publikums ist nicht ausgeschlossen, dass wir noch mal wieder eingeladen werden.“

Auf der Bühne in der Dünenhalle auf Wangerooge überreichte Volker Nannizzi (sitzend, 2. von links) ein Insel-Wappen an Frank Langenhorst. Ganz rechts im Bild: Speelbaas Jan Gerjets. Foto: Reinhold Harms

Grund für die Premiere auf der Insel waren die guten Kritiken, die „Aasgeier över Hooksiel“ zu Jahresbeginn bei den Vorführungen im heimischen Gästehaus bekommen hatten. Volker Nannizzi, Vorsitzender des Lions-Club auf Wangerooge, nahm Kontakt zu der Schauspieltruppe auf. Der Vorsitzende des Theatervereins, Frank Langenhorst, und Jan Gerjets flogen zur Insel und berieten die Details eines möglichen Gastspiels. Die erste Frage: Auftritt in der „Dünenhalle“ oder auf der Bühne im Hotel Hanken? Die zweite: Wie bekommen wir das Bühnenbild auf die Insel?

Lions-Club als Gastgeber

Die Antworten waren schnell gefunden: Die Aasgeier „över Wangerooge“ sollen auf der großen Bühne in der Dünenhalle fliegen und der Lions-Club – mit seiner lokalen Expertise – kümmert sich um das Bühnenbild – der Hooksieler Marktplatz wird auf die Insel verlegt. Aus dem Restaurant „Anker“ wird die „Kogge“, aus den Hooksieler Packhäusern der Strand.

Insgesamt gut 200 Zuschauerinnen und Zuschauer, Einheimische und Urlauber, erlebten an zwei Abenden das lustige Spektakel bei dem es den Dorfbewohnern gelingt, aalglatte Investoren und Finanzhaie abzuwehren, die es auf Grundstücke mit wertvollen Mineralien abgesehen haben, die vermeintlich vor Ort gefunden wurden. Die Lacher passten, obwohl das Publikum nicht jeden auf der Bühne gesprochen Satz verstanden haben dürfte. Gerjets: „Ich war wirklich verwundert, dass auf Wangerooge offenbar gar kein Plattdeutsch mehr gesprochen wird.“

Von Insel-Abenteuer beeindruckt

Auch jenseits der Aufführung hatten die 15 Hooksieler auf Wangerooge viel Spaß. Nach der Überfahrt per Schiff bezog die Darsteller und ihre für Maske, Requisite und Technik zuständigen Mitstreiter Zimmer in einer Pension und in zwei Ferienwohnungen, die die Gastgeber ihnen zur Verfügung gestellt hatte. Vor und nach den Aufführungen traf man sich mit den Mitgliedern des Lions-Clubs, aß, trank und plauderte in gemütliche Runde und erkundete die Insel. 

Auswärts-Erfahrungen hatte die Theatergruppe Hooksiel zuvor bislang nur bei Auftritten in Horumersiel und in Sandelermöns gesammelt. Das Gastspiel auf der Insel sei schon ein kleines Abenteuer gewesen, so Gerjets. Ob es 2027 zu einer Neuauflage kommen wird, wird sich vermutlich erst nach Weihnachten entscheiden. Nach der Premiere des nächsten Stücks. „Der Lions-Club hat fest zugesagt, mit einer Delegation nach Hooksiel zu kommen, um sich das Stück selbst anzusehen.“

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Zoll im Einsatz gegen Schmuggel und Schwarzarbeit

Oldenburg/Wilhelmshaven/Friesland (16. 5. 2026) – Die Überwachung der Grenzen sowie Kontrollen in Seehäfen bilden einen Aufgabenschwerpunkt des Hauptzollamts Oldenburg. Steigende Bedeutung hat hierbei der Kokainschmuggel. „Durch die Vergrößerung des Überwachungsdrucks in den klassischen Einfallshäfen wie beispielsweise Antwerpen und Rotterdam müssen wir damit rechnen, dass auch die niedersächsischen Seehäfen zunehmend in den Fokus international agierender Tätergruppierungen gelangen“, sagte Regierungsdirektorin Stephanie Grotheer, Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg, bei der Vorstellung des Jahresberichtes für 2025 der Behörde, zu der auch das Zollamt Wilhelmshaven gehört. 

Im vergangenen Jahr wurde mit dem Zollschiff „Emden“ das erste Einwachenschiff des Zolls mit alternativem LNG-Antrieb für das Einsatzgebiet der Nordsee in Dienst gestellt. Foto: Zoll

Zwar gäbe es keine belastbaren Erkenntnisse, das niedersächsische Seehäfen bereits als alternative Schmuggel-Routen genutzt werden. Aber zwei Großfunde von Drogen in Brake und Wilhelmshaven würden zeigen, dass damit durchaus zu rechnen sei.

Kampf gegen Drogen-Import

Der Zoll kontrolliert auf dem Wasser, in den Häfen und im ganzen Land. „Unsere Zollkontrollen sind erfolgreich und wichtig. Sie schützen die Bevölkerung vor verbotenen Schmuggelwaren, die wir aus dem Verkehr ziehen“, führt Grotheer aus. „Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr 44.700 Fahrzeuge und Einzelpersonen kontrolliert. Dabei bleibt der Kampf gegen den Drogenschmuggel im Grenzraum zu den Niederlanden ein Kontrollschwerpunkt.“ 

In 3.419 Fällen sei es zu Beanstandungen gekommen, davon standen 745 Fälle im Zusammenhang mit Rauschgift-Schmuggel. Insgesamt seien über 300 Kilogramm Betäubungsmittel sichergestellt und damit dem Schwarzmarkt entzogen worden. Den größten Anteil habe dabei Kokain ausgemacht. Aber auch die unerlaubte Einfuhr von Cannabis-Produkten insbesondere aus den Niederlanden sei ein Dauerthema. Trotz der Teillegalisierung durch das Konsumcannabis-Gesetz ist sowohl die Ein- und Durchfuhr von Cannabis aus dem Ausland als auch die Ausfuhr in das Ausland nach wie vor verboten. 

Über drei Milliarden Euro Einnahmen

Der Zoll schützt nach eigenem Verständnis die Menschen in unserem Land – und die heimische Wirtschaft. Grotheer: „Das Hauptzollamt Oldenburg steht im nordwestlichen Niedersachsen für eine reibungslose Abfertigung des regulären internationalen Warenverkehrs, schützt Bürger und Umwelt vor schädlichen oder gefährlichen Schmuggelgütern, erhebt Steuern für die Handlungsfähigkeit des Staates und setzt sich mit der Bekämpfung von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit für einen fairen Wettbewerb ein.“

Die rund 700 Zöllnerinnen und Zöllner im Weser-Ems-Bereich hätten 2025 über drei Milliarden Euro Steuergelder eingenommen. Auf den klassischen Zoll, die Steuer für die Einfuhr von Waren aus Ländern außerhalb der EU, seien davon rund 201,8 Millionen Euro entfallen. Die in diesem Zusammenhang zu erhebende Einfuhrumsatzsteuer betrug rund 2,3 Milliarden Euro. Weitere Einnahmequellen sind Verbrauchsteuern (418,6 Mio. Euro) wie Energie-, Strom-, Tabak, Alkohol- und Biersteuer und die Verkehrsteuern einschließlich der Kraftfahrzeugsteuer (96,3 Mio. Euro).

Illegale Beschäftigung im Visier

Zu den Aufgaben des Zolls zählt die Bekämpfung der Schwarzarbeit.„Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber schädigen alle: Sie betrügen die Sozialversicherung, hinterziehen Steuern und gefährden Arbeitsplätze“, so Grotheer. Andererseits würden aber auch Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber von der staatlichen und sozialen Infrastruktur profitieren, die von Steuergeldern finanziert wird. 

2025 seien annähernd 450 Arbeitgeber überprüft und rund 7.500 Arbeitnehmer am Arbeitsplatz zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt worden. Der dabei festgestellte finanzielle Schaden lag bei rund 18 Millionen Euro. In der Folge seien 1.319 Strafverfahren und über 600 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden. Darin enthalten sind Verfahren, die wegen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz angeschoben wurden. Insgesamt seien auf Grundlage der Ermittlungen des FKS 665.000 Euro an Geldstrafen sowie 526.000 Euro an Buß- und Verwarngeldern verhängt und 182 Monate an Freiheitsstrafen festgesetzt worden. 

Teil der Küstenwache

Der Zoll ist auch Teil der deutschen Küstenwache. Er nimmt mit anderen Behörden die Grenzaufsicht an den Wassergrenzen, insbesondere der Seeküste wahr. Dazu gehöre auch die Überwachung der Umweltschutz-Vorschriften auf See und der so genannten kritischen maritimen Infrastruktur. Für das Hauptzollamt Oldenburg sind zwei Zollschiffe und zwei Zollboote mit Liegeplätzen in Emden und Wilhelmshaven im Einsatz.

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Freier Blick auf packende Tennisspiele in Hohenkirchen

Wangerland (15. 5. 2026) – Einen ganz anderen Blick haben Tennisfreunde seit dieser Woche auf die Platzanlage des MTV Hohenkirchen. In ehrenamtlicher Arbeit haben Aktive um den Abteilungsvorsitzenden Robert Meints eine Sitztribüne aufgebaut, die es den Zuschauerinnen und Zuschauern ermöglicht, über die Platzeinfassungen hinweg die Ballwechsel auf den beiden Plätzen zu verfolgen.

Verfolgten die Spiele beim Vatertags-Doppeltunier des MTV Hohenkirchen von der neuen Tribüne aus: (Von links) Hannes Sommer, Harald Fischer, Helmut Petermann, Alexander Scholz und Robert Meints. Foto: hol

Die Tribüne hat beim fast schon traditionelle Vatertags-Doppelturnier für Herren ihre Bewährungsprobe bestanden. Insgesamt zwölf Doppel traten dabei in den Altersklassen ü40 und ü50 an. Jedes Duo hatte dabei zwei Spiele zu absolvieren, meist gegen ein als etwas stärker und ein als etwas schwächer eingestuftes Team. Die Turnerleitung lag in den Händen von Nina Tjarks und Britta Taddigs, die mit den durchweg fairen Partien keine Probleme hatten. 

Gewinner waren am Ende alle Teilnehmer der Veranstaltung, die aus dem Wangerland, aus Jever, Wilhelmshaven, Varel und Friedeburg angereist waren. Bei sehr gutem Tenniswetter konnten die Aktiven im Erfolgsfall ihre Leistungsklasse verbessern, zumindest aber Erfahrungen sammeln und sich im Anschluss beim gemeinsamen Essen austauschen.

In der Herren-ü50-Konkurrenz trafen die Wangerländer Doppel Alexander Scholz/Robert Meints und Mirko Ortmanns/Jörg Kase gleich zum Turnierauftakt aufeinander. Scholz/Meints gewannen 6:1/6:3, verloren ihr zweites Spiel gegen Carsten Biskupek/Rainer Dörnath dann aber mit 2:6/2:6. Ortmanns/Kase verpasste im Anschluss gegen das favorisierte Wangerländer Doppel Helmut Petermann/Harald Fischer eine Überraschung nur knapp (6:2, 1:6, 4:10). 

Das Hooksieler Doppel Thorsten Csikos (links) und Thomas Otte blieb trotz guten Spiels ohne Erfolg. Foto: hol

Auch ohne Sieg zeigte das Hooksieler Doppel Thomas Otte/Thorsten Csikos gutes Tennis. Gegen das Friedeburger Duo Carsten Viehweger-Sick/Youssef El-Zein reichte es aber nur zu einem 2:6/4:6. Im zweiten Spiel unterlag man knapp mit 3:6/6:1/8:10 geben die Jeveraner Andreas Struß und Christian Horn, die zuvor Petermann/Fischer mit 6:1/6:1 geschlagen hatten. Alle Spielergebnisse des Turniers lassen sich im Internet unter www.tennis.de finden. 

Das nächste Doppeltunier auf der Platzanlage des MTV Hohenkirchen ist für Samstag, 1. August, angesetzt. Dann werden Damen-Doppel der Altersklassen ü30 bis ü70 auf dem Platz stehen. Anmeldungen sind noch möglich. 

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Madsack contra NOZ: Beben in der Zeitungslandschaft an der Jade

Von Gerd Abeldt

Jever/Wangerland (15. 5. 2025) – Die Zeitungslandschaft im Landkreis Friesland verändert sich. Der Journalist Helmut Burlager (69), langjähriger Redaktionsleiter und Chefredakteur des „Jeverschen Wochenblatt“, erwartet nach der in dieser Woche angekündigten Mehrheitsbeteiligung der NOZ/mh:n Medien („Neue Osnabrücker Zeitung“) am Medienhaus BruneMettcker GmbH mehr Wettbewerb in der Region.

Almuth Thomßen von den Grünen bedankte sich bei Referent Helmut Burlager. Foto: Reiner Tammen

Burlager, seit 2020 Ruheständler mit Wohnsitz in Frankreich, war zu Gast beim politischen Stammtisch der Grünen/Bündnis 90 in Jever. Neben Mitgliedern und Anhängern der Partei waren weitere Journalisten vor Ort. In einem gut zweistündigen Austausch wurden die Gründe, die Chancen und Risiken der sich abzeichnenden Entwicklung diskutiert.

Neuer Partner für BruneMettcker Medienhaus

Zum Hintergrund: Das BruneMettcker Medienhaus gibt das „Jeversche Wochenblatt“ und die „Wilhelmshavener Zeitung“ heraus. Mit der NWZ-Ausgabe „Jeverlandbote“ erscheint im nördlichen Landkreis Friesland eine weitere, personell aber sehr dünn aufgestellte Zeitung. Im Südkreis ist die „Nordwest-Zeitung“ mit Sitz in Oldenburg ohnehin führendes Zeitungshaus. Die NWZ war auch seit Jahrzehnten so genannter Mantelpartner der Lokalzeitungen in der Region, lieferte also die überregionalen Nachricht etwa aus Politik und Sport.

Nach den ursprünglichen Überlegungen hätte diese Kooperation weiter vertieft werden sollen. Das BruneMettcker Medienhaus besteht in seiner aktuellen Form seit 2021. Hervorgegangen ist es aus der 1999 gegründeten Brune-Mettcker Druck- und Verlags GmbH, die zu jeweils 50 Prozent den Verlegerfamilien Brune/Adrian (Wilhelmshaven) und Allmers (Jever) gehörte. Nach dem Tod des WZ-Verlegers Manfred Adrian übernahm die Familie Allmers dessen Anteile und verkaufte dafür den bis dahin ebenfalls zum Unternehmen gehörenden „Anzeiger für Harlingerland“ (Wittmund) an die NWZ.

Veto vom Bundeskartellamt

In der Folge ging der Druck der Zeitungen nach Oldenburg. Anzeigengeschäft, Vertrieb und Internetauftritt wurden mit Blick auf eine geplante Verzahnung der Unternehmen und allgemein sinkenden Auflagenzahlen weitgehend von der NWZ organisiert. Doch aus der Fusion wurde nichts. Das Bundeskartellamt der NWZ untersagte die Übernahme des Mittbewerbers in Friesland. Dadurch sei die Medienvielfalt in der Region in Gefahr.

Bewegung in die Angelegenheit kam Anfang dieses Jahres. Die Madsack Mediengruppe (Hannover), einer der größten Regionalmedienverlage Deutschlands, übernahm die NWZ – offenbar ein schwerer Schlag für die Kooperation zwischen Oldenburg und Jever. Jedenfalls dürfte das das Signal für die Annäherung von BruneMettcker und NOZ gewesen sein. 

NWZ stockt Redaktionen auf

Seit Mitte April liefert die NOZ, die schon mehrere Titel in Ostfriesland erworben hat, den Mantel für WZ und Wochenblatt. Vor wenigen Tagen wurde die geplante Übernahme von 50,01 Prozent, und damit der Mehrheit, der Anteile am BruneMettcker Medienhaus durch die NOZ verkündet – vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes, die aber in diesem Fall als reine Formsache eingestuft wird.

Schließlich, so nicht nur die Einschätzung von Burlager, dürfte die Fusion den Wettbewerb in der Medienlandschaft in Wilhelmshaven und Friesland eher beleben. Die Konstellation: Die von Hannover aus gesteuerte NWZ gegen die dann zu Osnabrück gehörenden Lokalzeitungen WZ und Wochenblatt. Dafür spricht, dass die NWZ offenbar bereits dabei ist, ihre Redaktionen in Jever und Wilhelmshaven personell zu stärken.

Erhebliche Veränderungen

Abzuwarten bleibt, wie die Entflechtung der übrigen Geschäftsfelder zwischen NWZ und BruneMettcker abläuft. Wie sieht der künftige Internetauftritt der hiesigen Zeitungen aus? Wo erscheinen künftig welche Todesanzeigen? Wer organisiert die Verteilung der Print-Zeitungen vor Ort?

Schwierige, aber aus Sicht von Burlager lösbare Aufgaben. Ungewiss ist allerdings, wie die Leser auf das veränderte Angebot regieren werden.  Klar dürfte aber sein: Kurz- und mittelfristig läuft die Region nicht Gefahr, zu einem „Ein-Zeitungs-Kreis“ zu werden. Das wäre ganz im Sinne der Kartellbehörden. Pressevielfalt gilt als ein wichtige Voraussetzung für demokratische Meinungs- und Willensbildung. 

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